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Hallo,

mein Problem ist, dass ich - obwohl ich die letzten Wochen zu 99,9% symptomfrei war - ab heute Nacht schreckliche Unruhezustände habe.

Trotz 15mg Mirtazapin (ein Antidepressiva) und 1mg Lorazepam (ein Benzo) konnte ich keine Sekunde lang schlafen.


Gibt es irgendeine Möglichkeit mich medikamentös ruhig zu stellen? Z.B. über eine Nakose in der meine Nerven erstmal runter kommen können.

Oder das ich insgesamt über ein Antidepressiva durchgehend ruhig werde?



Ich glaube mein Problem liegt irgendwie darin, dass ich mich zwar nicht all zu sehr aufrege. Ich dafür aber große Schwierigkeiten habe mich wieder zu beruhigen.

Scheinbar arbeitet mein Parasympatikus zu schwach.

Nicht mal heulen funktioniert.



Helft mir bitte. Ich halte das nicht mehr länger aus.

13.03.2011 09:03 • 13.03.2011 #1


14 Antworten ↓

du bist wirklich ein schwieriger fall das muß ich jetzt mal so sagen !

solange du dich immer damit beschäftigst dich und dein verhalten, empfindungen zu analysieren kommst du nicht weiter.
ich habe deine beiträge immer gelesen aber mit dem antworten ist das bei dir so ne sache.
du schreibst immer so kompliziert mit sooo vielen fremdwörtern. ich weiß nicht liest du zu viel bei googel oder auf irgendwelchen internetseiten, fachbüchern !?
klar ist es wichtig zu wissen WAS man hat bevor man es angeht aber du machst da jedes mal ne echte wissenschaft draus und das hilft dir NICHT weiter.

du bist mal 2 wochen symptomfrei und schreibst dann gleich das du fast schon geheilt bist und dann bums kommt der rückschlag.
das geht jetzt schon seit monaten so !! du drehst dich im kreis seit monaten !!!
du bekommst die quittung jedes mal von deinem körper wenn du denkst du bist geheilt !
wolltest du nicht therapie machen ? was sagt der therapeut zu dir ?
ich glaube keiner kann dir hier den rat geben dich ruhig zu stellen mit medis. sie sind eine unterstützung zur eigentlichen sache, zur therapie.
nur hör damit auf deine psyche in irgendwelchen fachbegriffen zu suchen. es ist gut wenn du weisst was in deinem körper passiert klar aber deine ganze kraft verschwendest du damit !!!
geh zu deinem hausarzt oder zum psychologen wegen den medikamenten.
fang endlich an, ausser kalt zu duchen , dich zu therapieren an dir zu arbeiten !
toi toi toi lotti

13.03.2011 09:23 • #2



Medikamentös "ruhig stellen"

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Ich vermute ich weis jetzt was mit mir los ist. Ich hatte über Jahre hinweg am Burnout-Syndrom gelitten. Und habe es dermaßen verschleppt bis diese extreme Unruhe daraus geworden ist. Die Panik-Attake nach der Doping-Spritze war dabei weniger der Auslöser sondern mehr die Nadel die den Ballon zum Platzen gebracht hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom#Behandlung

Deshalb war ich auch seit ca. 11 Jahren immer schrecklich unruhig, wie von Zeitdruck getrieben und hab mich ständig verzettelt. Alles mögliche angefangen und nie zuende gebracht etc.

Zudem war ich die ganze Zeit über auch ständig müde unkonzentriert aber rastlos.



Leider hat mich meine damalige Nervenärztin in der Hinsicht völlig im Regen stehen gelassen. Als ich ihr damals (vor ca. 10 Jahren) sagte, dass ich vermute an Burnout zu leiden, meinte sie nur, dass das schon sein könnte. Hat mir aber keine weiteren Ratschläge gegeben. Stattdessen hatte sie mir nur Doxepin verschrieben. (mir aber nicht gesagt, dass ich es nicht einfach so absetzen darf)

13.03.2011 09:29 • #3


Hallo lotti,

eine Therapie habe ich schon begonnen. Bisher war ich 2 mal bei meiner Verhaltenstherapeutin und der dritte Termin ist am 30.03

An Medikamenten nehme ich seit 3 Wochen täglich 15mg Mirtazapin.


Auf das Stärken des Vegetativen Nervensystems habe ich bisher die meiste Hoffnung gesetzt.

Funktionieren scheint es auf jeden Fall. Aber scheinbar sind meine Beschwerden zu stark, weil der Rückschlag jedes mal sehr heftig kommt.

Ich muss es irgendwie schaffen erstmal wieder ruhig genug zu werden, dann kann ich mein Nervensystem soweit stärken, dass keine Rückschläge mehr kommen können.



Insgesamt habe ich den Eindruck, dass der Sympathikus relativ normal zu arbeiten scheint. Aber der Parasympathikus arbeitet definitiv zu schwach. Da ich zwar nicht so leicht gestresst werde, mich dafür aber nur sehr schwerfällig beruhigen kann.

13.03.2011 09:38 • #4


Strand
Hei!

Wir haben ja schon mal geschrieben

Mir wurde übrigens mal gesagt, dass man durch ADs noch unruhiger werden kann.
Red doch mal mit Deinem Psychiater drüber! Das könnt sogar vom AD kommen.

LG
Strand

13.03.2011 12:28 • #5


was sagt deine verhaltenstherapie eigentlich dazu?

dass es nur ein parasympatikusproblem ist?



wenn du an einem Burnout "gelitten hast" - wie ist es jetzt? hast du keinerlei druck mehr? wie sieht das aus bei dir?


meine verhaltenstherapeutin sagt klipp und klar, dass es in meinem kopf entsteht, was da passiert und nicht in meinen nervenbahnen ...
und dass es ein wenig in richtung "kontrolle" geht...
vielleicht ist das bei dir auch der fall?
du willst es ja scheinbar sehr dringend KONTROLLIEREN.

13.03.2011 12:35 • #6


Es entsteht auch nicht in den Nervenbahnen. Welches Nervensystem (Sympathikus oder Parasympathikus) am aktivsten ist auch im Gehirn gespeichert.

Allerdings gibt es Möglichkeiten diese "Programmierung" so zu modifizieren, dass der Parasympatikus stärker arbeitet und der Sympatikus etwas schwächer in Aktion tritt.

Dadurch können Unruhezustände, Ängst, Panikattaken usw. schwächer und kürzer werden. (und im Idealfall völlig verschwinden)



Ein gutes Beispiel dafür sind Leute die ihre Panik-Attacken losgeworden sind. Bei ihnen treten statt dessen Wetterfühligkeit, gelegentliche Weinkrämpfe und Schwindelgefühle auf. (alles Symptome die vom Vegetativem Nervensystem ausgehen)
Was beweist, dass Panik-Attacken das Veg. Nervensystem in Richtung Sympatikus verschieben. Verschiebt man es zurück müssten diese Probleme daher auch leichter zu überwinden sein.

13.03.2011 12:50 • #7


mr. froussard, ich hab in einem anderen thread über dein studium gelesen...

meinst du, das könnte ein auslöser sein?

dass es wie ne schwarze wolke über dir hängt und auch wenn du im moment durch die angst nicht die kraft hast, es weiterzumachen, insgeheim aber dieses "du musst, du musst, du musst" hast?

so ein innerlicher druck kann viel auslösen.


weißt du denn, was dir wirklich spaß machen könnte?
wo der druck kleiner wäre und du etwas machen könntest, was dir gefällt?


vielleicht würde ja das deiner nervosität helfen (bzw. schaden eigentlich), wenn du mit dem studium mal gedanklich abschließt?

13.03.2011 12:52 • #8


ja, es gibt einige menschen, bei denen durch gutes gegen-verhalten oder medikamente die panikattacken verschwinden.

die meisten von ihnen findet man dann aber im internet wieder mit "hiiiilfe ich hatte vor 15 jahren panikattacken, hab sie wegbekommen und jetzt sind sie wieder da"


wenn man die auslöser nicht aufräumt, wird es immer wiederkommen. oder, worst case, gar nicht erst weggehen, trotz verhaltensänderung und medikamenten.

13.03.2011 12:54 • #9


Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber mein Studium hat mir wirklich großen Spaß gemacht.

Diese Unruhezustände hingegen haben mich schon mehrfach dazu gebracht darüber nachzudenken mein derzeitiges Leben zu beenden


Ich würde zudem liebend gerne weiterstudieren. Sobald ich wieder gesund bin werde ich definitiv weiterstudieren.

13.03.2011 12:56 • #10


dein studium läuft dir nicht weg. du kannst auch mit 60 noch studieren - klar, das ist jetzt eine krasse übertreibung, aber so ist das...

und ich kann verstehen, dass dich momentan alles so belastet ... aber es belastet viele von uns. und wir alle suchen uns unsere wege, damit umzugehen...

könntest du dir zb auch denken, dass deine nervosität jetzt eine art "flucht" ist? eine gute ausrede für dich, nicht die leistung zu bringen, die du dir von dir erwartest... ? und damit dein körper eine schranke runterknallt und sagt "fertig jetzt, ich kann jetzt mal nicht mehr"?

was erwartest du dir vom leben?
und von dir selbst?
und wovor hast du wirklich angst?

13.03.2011 12:59 • #11


Christina
Gibt es irgendeine Möglichkeit mich medikamentös ruhig zu stellen? Z.B. über eine Nakose in der meine Nerven erstmal runter kommen können.

Oder das ich insgesamt über ein Antidepressiva durchgehend ruhig werde?Es gibt jede Menge Möglichkeiten: mehr als die Babydosis Mirtazapin, Benzos, deren Hauptwirkung Sedierung und nicht Angstlösen (wie bei Lorazepam) ist, alle Neuroleptika, evtl. Opipramol... Doxepin hast du ja schonmal probiert (ohne Erfolg), SSRI- oder SNRI-ADs wirken erst nach einer Durststrecke, während der es schonmal schlimmer werden kann. Und keine Wirkung ohne Nebenwirkungen... Geh zum Facharzt und frag nach.

Diese Unruhezustände hingegen haben mich schon mehrfach dazu gebracht darüber nachzudenken mein derzeitiges Leben zu beenden Mit Suizidgedanken solltest du sofort in die Notaufnahme gehen, die können/dürfen dich dort nicht abweisen.

Zum Burnout : Das ist ein modernes und beschönigendes Wort für Depression oder zumindest eine Ursache für Depressionen. Das kannst du haben oder auch nicht, es ändert nichts daran, was zu tun ist: Psychotherapie, evtl.(!) medikamentös begleitet.

Liebe Grüße
Christina

13.03.2011 13:08 • #12


Zitat von Mr.Froussard:
Gibt es irgendeine Möglichkeit mich medikamentös ruhig zu stellen? Z.B. über eine Nakose in der meine Nerven erstmal runter kommen können.
Noch besser: künstliches Koma.
http://www.medizin-welt.info/wissen/wis ... issenID=10

Wer weiß, vielleicht wäre das sogar wirklich etwas für dich. Du läufst ja dermaßen hochtourig ...


Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es in deinem KOPF nach dem Aufwachen anders aussehen würde als jetzt. Wäre also wohl doch nichts für dich.

13.03.2011 13:40 • #13


Irgendwie fällt mir zu Mr. Froussard gerade ein Sprichwort ein. Ich glaube es wurde sogar für ihn erfunden:

EINBILDUNG IST AUCH NE BILDUNG!

13.03.2011 13:49 • #14


Zitat von jujumaus:
Irgendwie fällt mir zu Mr. Froussard gerade ein Sprichwort ein. Ich glaube es wurde sogar für ihn erfunden:

EINBILDUNG IST AUCH NE BILDUNG!
Ersetzt glatt ein Diplom.

13.03.2011 13:50 • #15



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Dr. med. Andreas Schöpf