Zitat von Mianma:Die anderen Medikamente habe ich weiterhin genommen, wie ich finde recht hoch dosiert (Chlorprothixen 80, Promethazin 150, Zyprexa 5 und Zolpidem 10).
Ja, das ist auch m.E. nicht wenig, nur bei Zyprexa bist Du glücklicherweise bei einer geringen Dosis, und Zolpidem ist wohl die Standarddosis. Ich glaube, dass Du Dir auf Dauer mit dieser Medikation keinen Gefallen tust. Du bist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abhängig von dem Schlafmittel, wirst ohne Zolpidem wohl nicht schlafen können, bei zunehmender Gewöhnung dürfte es andererseits inzwischen auch gar nicht mehr viel bringen. Und die drei Neuroleptika haben ja nicht nur Nebenwirkungen, sondern auch die Gefahr von Spätfolgen...
Zitat von Mianma:Meine Diagnosen sind etwas komplex (PTBS in Verbindung mit Angststörung, Depression, Persönlichkeitsstörung und somatoformer Störung).
Eine stationäre Aufnahme will ich eigentlich vermeiden, weil ich hoffe, dass ich es auch "irgendwie" so hinkriege. Arbeiten kann ich so natürlich nicht, dabei war die Arbeit immer sehr wichtig für mich.
Ich finde, das gehört in die Hände eines erfahrenen und spezialisierten Traumatherapeuten (vorzugsweise verhaltenstherapeutisch arbeitend), und wegen der heftigen Medikation und weil Du derzeit so oder so nicht arbeitsfähig bist, würde ich Dir gerne Mut machen, es vielleicht doch mit einer (psychosomatischen, nicht psychiatrischen) Klinik zu versuchen. Ich kann verstehen, dass Du davor zurückschreckst, das ging mir genauso. Aber ich bin vorgestern nach neun Wochen aus einer psychosomatischen Klinik entlassen worden und heilfroh, dort gewesen zu sein. Wenn Du Dich nicht dazu überwinden kannst, such' Dir auf jeden Fall einen vernünftigen Therapeuten und zusätzlich einen kompetenten Arzt, der Deine Medikation mal unter die Lupe nimmt und auch mit dem Therapeuten zusammenarbeitet bzw. die Behandlung abstimmt.
Liebe Grüße
Christina