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TillS

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Hallo zusammen,

ich bin 28 Jahre alt und stehe gerade vor einer Entscheidung, bei der ich ziemlich verunsichert bin. Ich würde gerne eure Erfahrungen hören, insbesondere von Menschen, die vielleicht schon einmal in einer ähnlichen Situation waren.

Als ich etwa 9 Jahre alt war, hatte ich einen Unfall, bei dem mir zwei obere Frontzähne verletzt wurden.
Der linke Zahn wurde dabei nur teilweise beschädigt. Es fehlt ein Stück, er wurde damals wieder aufgebaut und ist bis heute vital, gesund und unauffällig.

Der rechte Zahn wurde dagegen deutlich stärker beschädigt. Nach dem Unfall hatte ich dort eine starke Entzündung mit starken Schmerzen. Irgendwann hörten die Schmerzen auf, der Zahn verfärbte sich und war offenbar abgestorben. Außerdem bildete sich über dem Zahn eine Fistel, aus der immer wieder etwas Eiter austrat. Die Entzündung war also über Jahre vorhanden.

Mit etwa 17 Jahren bekam der Zahn eine Krone. Ich war danach regelmäßig beim Zahnarzt und die Situation wurde auch kontrolliert. Irgendwann wurde der Zahn dann von oben durch die Krone geöffnet, damit die Krone möglichst erhalten bleiben konnte, und der Wurzelkanal wurde gereinigt. Leider ging die Entzündung nicht weg.
Das Ganze wurde später ein zweites Mal gemacht, wieder ohne den gewünschten Erfolg.
Irgendwann war klar, dass der Zahn nicht mehr erhalten werden kann.
Mein Zahnarzt und ich entschieden uns deshalb schließlich dafür, den Zahn zu entfernen und anschließend ein Implantat zu setzen.

Der Zahn wurde entfernt und die Stelle durfte zunächst heilen.

Gestern war dann der Termin, an dem eigentlich das Implantat eingesetzt werden sollte.

Der Zahnarzt hat die Stelle iben am Zahnfleisch geöffnet und den Knochen für das Implantat vorbereitet bzw. bearbeitet.

Dabei stellte er fest, dass hinten ausreichend Knochen vorhanden ist, vorne aber deutlich Knochen fehlt. Es wurden vorher natürlich einige Röntgenbilder gemacht aber nicht das nötige 3D Bild (wusste ich nicht, dass das nötig ist). Deshalb wollte er das Implantat so nicht einsetzen.

Er hat mir als Alternative eine Brücke empfohlen. Er meinte, ein Knochenaufbau wäre zwar möglich, würde aber eine längere Heilungszeit bedeuten und in meinem Fall bestünde trotzdem ein relativ hohes Risiko, dass das Implantat nicht hält. Er hat mir ungefähr 40 % Risiko für einen Misserfolg genannt. Die Kosten für Implantat plus Knochenaufbau würden bei ungefähr 3.500 Euro liegen.

Das Problem ist: Ich möchte eigentlich überhaupt keine Brücke.

Meine beiden Nachbarzähne sind derzeit gesund und vital. Ich möchte sie nicht für eine Brücke abschleifen lassen. Außerdem beschäftigt mich der Gedanke, dass sich der Knochen unter dem fehlenden Zahn ohne Implantat weiter zurückbilden könnte.
Und ich habe Angst davor, wie das Ganze in 10, 20 oder 30 Jahren aussieht bzw. ob ich dann irgendwann Probleme mit der Brücke oder den Nachbarzähnen bekomme und dann meine Entscheidung bereue. Ich weiß wirklich nicht weiter.

Gleichzeitig möchte ich natürlich auch nicht jahrelang weitere Probleme haben oder mehrere Operationen über mich ergehen lassen, wenn ein Implantat in meinem Fall tatsächlich eine schlechte Prognose hätte.

Was mich zusätzlich beschäftigt: Der Zahnarzt hat den Bereich jetzt bereits geöffnet und den Knochen bearbeitet, aber das Implantat letztendlich nicht eingesetzt, weil vorne zu wenig Knochen vorhanden war.
Die Wunde wurde wieder vernäht.

Ich habe deshalb jetzt eine Zweitmeinung bei einem anderen Zahnarzt/Implantologen vereinbart.

Meine Fragen an euch wären:

Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation gehabt?

Hat jemand Erfahrung mit Knochenaufbau und anschließendem Implantat im Frontzahnbereich?

Würdet ihr bei einem gesunden 28-jährigen Menschen eher versuchen, die Nachbarzähne unbedingt zu schonen und weiter eine Implantatlösung zu verfolgen?

Oder hat jemand gute Erfahrungen mit einer Brücke gemacht?
Wie sieht es bei euch nach vielen Jahren mit einer Brücke aus?

Und besonders wichtig: Hat jemand eine ähnliche Entscheidung getroffen und würde es heute wieder genauso machen?

Ich suche ausdrücklich keine Ferndiagnose, sondern einfach Erfahrungsberichte von Menschen, die schon einmal vor einer ähnlichen Entscheidung standen.

Ich bin momentan ehrlich gesagt ziemlich überfordert, weil ich einfach gerne eine Lösung hätte, mit der ich danach langfristig Ruhe habe und meine beiden gesunden Nachbarzähne möglichst erhalten kann.

Liebe Grüße

• • 29.09.2026 #1




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