App im Playstore
Pfeil rechts
24

Yuna1976

Yuna1976
Mitglied

Beiträge:
495
Themen:
42
Danke erhalten:
567
Mitglied seit:
Hi,
kennt einer von euch das auch?

Ich weiß das es ein zweischneidiges Schwert ist mir so etwas reinzuziehen und ich weiß auch das die Realität dahinter ganz anders aussehen kann, jedoch kann ich manchmal einfach nicht anders als hinzuschauen!

Es ist vielleicht grob vergleichbar mit Männern und einem Ferrari!
Kaum ein Mann wird sich dieses Auto im Laufe seines Lebens je leisten können und dennoch gibt es nur selten einen Mann der wegschaut wenn ihm so ein Auto einmal auf der Straße begegnet.🏎

So ähnlich geht es mir mit " intakten Familien".
Ich kann manchmal einfach nicht anders als mir z.b. bei YouTube, die zu meist überglücklichen Reaktionen von Familienmitgliedern anzusehen in veröffentlichten Videos bei denen gerade: ein spezieller Geburtstagswunsch eines geliebten Familienmitgliedes erfüllt wird, der ganzen Familie eine Schwangerschaft bekannt gegeben wird und dann alle außer sich vor Freude zu sein scheinen oder wenn in einem Video gezeigt wird wenn ein Familienmitglied nach langer Abwesenheit ( zumeist Soldaten), endlich wieder nach Hause zurück kehrt.🤗
Ich kann mich teilweise sehr gut in die jeweilige Situation dort versetzen und wünschte mir dann immer ich könnte ebenfalls ein Mitglied einer dieser vermeintlichen " glücklichen Familien " zu sein. 😞
Auch dann noch wenn ich einfach nur die weit entfernteste Tante wäre die irgendwo ganz am Rande, gerade noch so in diesen Videos zu sehen ist.😐

Ich kann in diesen " gestohlenen " glücklichen Momenten anderer Menschen, selber einmal, zumindest für ein paar Minuten vergessen das es so etwas in meinem Leben niemals gab und niemals geben wird. 😣

Auch wenn es mich hinterher wieder traurig macht, daran bin ich ja zur genüge eh schon gewohnt🙄, fühlen sich diese paar Momente während des Videos anschauens, einfach sehr schön für mich an und bestätigen mir das es auch heutzutage durchaus noch Menschen gibt die das Glück hatten ein glückliches Leben ab zu bekommen und in eine Familie rein geboren worden zu sein für die die Worte: Liebe, Miteinander, Fürsorge, geteiltes Glück usw. keine rein abstraktivien Begrifflichkeiten sind.😑
Das gibt mir dann auch ein Stückweit Hoffnung zurück für mein nächstes Leben insofern es solches geben sollte.

G.Yuna76

• • 21.09.2026 x 3 #1


12 Antworten ↓

E
Das ist auch so gewollt in diesen Videos, dass man sich mit hinein fühlt, oder Emotional wird, einem das Herz aufgeht und warm ums Herz wird. Und natürlich löst das auch eine Art von Sehnsucht aus, etwas was man selber auch gerne erleben würde weil es so schön ist. Und Sehnsucht ist ja etwas nach dem man sich sehnt , was man begehrt.

• x 2 #2


A


Unwiderstehliche Sehnsucht

x 3


Moonlight_74
Nein kenne ich nicht. Ich schaue mir solche Videos nicht an. Auch vergleiche ich mich nicht mit anderen Menschen. Ich nehme unsere Unterschiede wahr, aber sie beeinflussen meine Gefühle nicht.

Ich nehme es so wie es ist. Ich bin da mehr bei mir.

Ich kenne keinen Neid und gönne jedem was er bekommt.

Ich bin davon überzeugt, dass kein Mensch 100 % vom Glück gesegnet ist. Oftmals wird nur das Positive nach außen transportiert, wobei ich mir selbst da nicht mehr sicher bin.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass jeder Mensch auf seine Art ein Päckchen zu tragen hat, nur der Umgang ist oftmals ganz verschieden.

• #3


Moonlight_74
Natürlich habe auch ich Sehnsüchte, und natürlich werden auch mir nicht alle erfüllt.

• #4


Dianaross
Zitat von Yuna1976:
So ähnlich geht es mir mit " intakten Familien".
Ich kann manchmal einfach nicht anders als mir z.b. bei YouTube, die zu meist überglücklichen Reaktionen von Familienmitgliedern anzusehen

offenbar nimmst du Anteil an etwas, was du selbst ersehnst, so wie du das auch uns offenbart hast. Es hat Unterhaltungswert, in Ambivalenz von Trost und Schmerz. Verlegen
Daraus lässt sich nicht ableiten, dass du ausgeschlossen bleibst von Liebe, Verbundenheit und Fürsorge.. das wäre eine fatalistische Haltung von dir: sowas wie Schicksalsgläubigkeit.. und das ist was Passives.
offenbar bist du mit deiner herkunfsfamilie nicht glücklich und sehnst dich nach Harmonie, die du dort in den äußeren Dingen der anderen findest: in den romantischen Filmen.

Insofern also dein Bedürfnis. Herz

Die glücklichen Momente sind allerdings nicht gestohlen. Sondern du lebst damit in deinen Vorstellungen, welche dann kurzzeitig so eine Art Realität darstellen.

Du fühlst dich sehr schön in die anderen ein.. und zeigst dich damit als Romantikerin. Das gefällt mir. flöten

Dem Konzept des von dir praktizierten Fatalismus stelle ich dir die Aufgabe, im Hier und Jetzt zu leben und sich an den Augenblicken des Heute zu erfreuen: auch in den schönen romantischen Filmen.. Trost

Die Sehn-sucht kann auch so eine Art "Sucht" und Suche sein und ist oder wäre demnach eine "Anhaftung" nach dem Zenbuddhismus.. und das ist die Ursache des Leidens der Menschen, anbeten die an diesen Vorstellungen, so wie deine, anhängen bis hin zu zwanghaft anhängen.. - das ist dann auch etwas neurotizisstisch, könne so manch einer behaupten.. Kopf Wand


Die von dir angeschauten Filme sind "Idealisierungen", traumhaft & ein Ideal, das übrigens die Wirklichkeit jedoch niemals hergibt. Schmetterling
Das sind schauspielerische Inszenierungen.. und wer weiß, ob dies Akteure in den von dir geschilderten Filmen in Wirklichkeit vielleicht ganz toxische typen sind.. - oder? Waage Waesche

dein text ist eine mischung aus Selbstbewusstsein, was du sofort in Ambiguität wieder verwirfst: als Selbsentwertung.
..
auch deine hin- und hergerissenheit kommt zum ausdruck .. neben der doppeldeutigkeit, also deine Ambivalenz... - lässt sich drüber nachdenken.
knuddeln
und ach ja, viele Relativierungen sind drin.. eben deine hin- und hergerissenheit.. - macht aber nix. Kuss

und .. bleib doch einfach bei dir.. und nicht in den Plätzen der scheinbaren Leben von anderen.. - würde ich mal sagen Verrückt Camping Besen

• x 3 #5


Yuna1976
Moonlight_74 was du sagst ist mir bewusst, ich gönne jedem anderen sein Glück und bin auch nicht neidisch sondern eben nur traurig das ich nicht das Glück hatte, ebenfalls in solch eine Familie geboren worden zu sein das habe ich in meinem Text wohl nicht vergessen mit rüber zu bringen, was allerdings auch an meiner psychischen Diagnose liegt.
Dianaross hat, wenn auch recht analytisch, ganz genau erfasst worum es sich dabei handelt.

Was du schreibst Dianaross ist genau mein psychisches Problem.
Meine Diagnosen lauten:
Instabile Persönlichkeitsstörung, PTBS, Depressionen, Sozialphobie und ADS.
Zusammen ergibt das bei mir eine 50% Schwerbehinderung, allein auf meine Psyche.
Im Alltag bedeutet das für mich eine starke Unsicherheit gegenüber anderen Menschen.
Mir fehlt das Urvertrauen gegenüber anderen Menschen das man im Kindesalter von seinen Eltern, seiner Familie, vermittelt bekommt.
Ich erwarte grundsätzlich das schlechteste von anderen ( was insbesondere in meiner Kindheit auch durchaus gerechtfertigt war) und komme nicht so gut damit klar wenn das dann nicht Eintritt und jemand einfach nur Nett und Hilfsbereit mir gegenüber ist.
Außerdem fehlt mir komplett die Möglichkeit der Emotionalen Regulierung.
Egal welches Gefühl ich gerade habe, es explodiert geradezu nach außen.
Ich kann nichts dagegen tun, auf einem CT meines Gehirns sieht man auch eine strukturelle Veränderung in bestimmten Bereichen meines Gehirns.
Erlebe ich etwas schönes ( wie einen lustigen Film oder ähnliches) dann strahle ich das auch unmittelbar aus genau so aber geht es auch mit denn negativen Gefühlen wie Traurigkeit, Frust oder Wut.
Es reicht schon eine Kleinigkeit aus und ich heule wie ein Schlosshund los, Bocke wie ein Kleinkind oder möchte am liebsten alles Kurz und Klein hauen.
Mir fehlt oft genug auch die Fähigkeit die Körpersprache meines gegenüber s richtig lesen und einordnen zu können, es wurde mir ja nie wirklich beigebracht.
Ich trete zudem oft ganz unbewusst in diverse Fettnäpfchen bei anderen Menschen, was mich erschreckt, überrascht und dann sehr Leid tut.
Meine eigene Körpersprache wirkt auf andere nach außen hin, zumeist recht kalt und emotionslos was bestimmte Themen betrifft, was aber garnicht meinem realen, inneren befinden entspricht.
Meine Mimik wird von anderen als recht unbeweglich empfunden oft so als wäre mir alles egal.
Außerdem kan ich mich zumeist nur recht kurz auf etwas bestimmtes, längerfristig, konzentrieren und meine Ungedult ( möglichst schon Schritt 10, am besten noch vor dem ersten zu machen😅) ist geradezu legänder, leider.
Durch etliche Therapienin denn letzten 30 Jahren, hat sich das ganze schon erheblich verbessert, ganz weglassen kann ich es trotzdem nicht.
Ich nehme obendrein wirklich jedes Wort das man zu mir sagt als feststehende Tatsache wahr auch wenn dem garnicht so entspricht.
Ich benötige sehr viel Zeit für mich alleine denn nur dann fühle ich mich wirklich frei.
Zeit oder der Umgang mit anderen Menschen Stressen mich massiv und machen mich sehr schnell, sehr müde.
All das habe ich mir niemals gewünscht genauso wenig wir ihr eure eigenen psy. Erkrankungen.

Jetzt versteht ihr vielleicht etwas besser warum ich so bin wie ich bin und könnt eventuell auch besser nachvollziehen warum es mir so dermaßen schwer fällt, alleine im hier und jetzt zu leben.

Das das allerdings für nicht selber Betroffene recht schwierig das ist mir schon klar mir geht es umgedreht ja genauso.
Ich habe durchaus schon oft erlebt das sich Menschen/ Freunde von mir die zumindest in " halbwegs stabilen und glücklichen Familien groß geworden sind sich schnell wieder von mir abwenden, nicht weil sie irgendwie böse sind oder so etwas sondern weil sie sich so ein Leben wie meines war/ ist nicht einmal ansatzweise vorstellen können oder wollen, genauso wenig wie ich mir das ihre wirklich vorstellen kann.

G.Yuna76

• x 4 #6


E
@Yuna1976 Ich kann einiges von dem, was du beschreibst, tatsächlich nachvollziehen. Ich habe ebenfalls Konzentrations- und Geduldsprobleme und kenne auch Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation. Bei mir ist es ähnlich, dass ich Emotionen sehr stark erlebe – egal ob Freude, Traurigkeit, Wut oder Enttäuschung. Die Gefühle können dann sehr intensiv sein und mich entsprechend stark beschäftigen.
Auch das Gefühl, dass die eigenen Reaktionen für andere manchmal schwer nachvollziehbar sind, kenne ich. Ich finde es deshalb wichtig, dass man versucht, einen Menschen nicht nur danach zu beurteilen, wie er sich in einem bestimmten Moment nach außen verhält, sondern auch zu verstehen, was innerlich bei ihm passiert.
Ich finde deinen offenen Beitrag übrigens sehr verständlich und mutig. Man merkt, dass du dich selbst und deine Schwierigkeiten sehr gut kennst und schon viel daran gearbeitet hast.

• x 4 #7


A
Das ist ein unglaublich wichtiger und empathischer Gedanke. Das Verhalten eines Menschen ist oft nur die Spitze des Eisbergs, während die wahren Gründe – wie Ängste, Stress, Vorerfahrungen oder aktuelle Sorgen – im Verborgenen liegen. Wir neigen dazu, das Verhalten anderer schnell auf ihren Charakter zu schieben, während wir unser eigenes Verhalten meist mit den Umständen entschuldigen. Wenn wir uns aber mal die Zeit nehmen, auch hinter die Fassade zu blicken, verändert das alles.

• x 2 #8


Feuerschale
@Yuna1976 Hallo, ich hatte das Gefühl auch mal sehr stark, dass man denkt, andere haben so eine Geborgenheit, Vertrautheit, sicheren Hafen und ich selber bin da mehr so der/die "Loner" und laufe draußen rum und bin das nicht wert und finde das nicht. Es hat sich mit dem Alter etwas gegeben jetzt. Oder vielleicht auch,weil ich das einmal versucht hab aufzubauen und ich innerlich aber irgendwie nicht angekommen bin...

Ein Song hat das für mich auch immer gut ausgedrückt...

• x 1 #9


Dianaross
Zitat von Yuna1976:
Was du schreibst Dianaross ist genau mein psychisches Problem.
Meine Diagnosen lauten:
Instabile Persönlichkeitsstörung, PTBS, Depressionen, Sozialphobie und ADS.
Zusammen ergibt das bei mir eine 50% Schwerbehinderung, allein auf meine Psyche.
Im Alltag bedeutet das für mich eine starke Unsicherheit gegenüber anderen Menschen.
Mir fehlt das Urvertrauen gegenüber anderen Menschen das man im Kindesalter von seinen Eltern, seiner Familie, vermittelt bekommt.


Yuna1976: deine Antwort habe ich nur "zufällig" gefunden, denn eigentlich schaue ich nur auf Nachrichten, wo ich erwähnt oder zitiert werde... - dazu notwendig von dir, unter meinem Beitrag ein Smilie oder sowas zu setzen.. dann werde ich benachrichtigt.

ziemlich gut kenn ich mich mit unzähligen Auffälligkeiten aus, die du hier angegeben hast.

Sehr erstaunlich finde ich wie gut und prägnant du deine Problemlagen benennst und auch die unzähligen Therapien erwähnst.
Mich würde interessieren, wie und ob du gezielt für dich daran werkelst, etwa an der Verbesserung .. des Blickes zur Welt gerichtet.

Von mir glaubte ich einst, dass ich nach Erik Erikson kein oder kaum Urvertrauen entwickelt hab.. als Beispiel.. - und ich entwickelte Ideen, wie ich mir selbst "mein Urvertrauen" aneignen könnte.. - es war etwas Prozesshaftes.. -

Ich mag Erik Eriksons Stufenmodell sehr, auch wenn der Mensch daran kritisieren kann, dass diese Typologie und der Verlauf relativ starr ist und nicht der genauche Wirklichkeit entspricht, weil es immer Mischtypen gibt.

Meine Erfahrung ist, dass ich als Kind in den Autismus ging und woanders lang in mein Inneres.. denn hier fand ich (vielleicht) Liebe als meine Selbstfürsorge im Wandern, Spielplatz und mit dem Zusammensein mit anderen Kindern und später Kindergarten und Lehrer/innen.. - ich war außergewöhnlich schüchtern und still & dennoch im Inneren selbstbewusst -

Das Sensible ist mir immanent.

• x 1 #10


boomerine
Ich musste jetzt zuerst auf dein Profil
( Alter ) schauen
Ich hab ähnliches Problem, nur mit einem Unterschied, ich hatte das alles, auch wenn es nicht meine Kinder waren.
Großfamilie, es war eine schöne Zeit mit allen Höhen und Tiefen.
Neid und Eifersucht ging von ihm wie von meinem Schwiegervater aus.
Ich hab das alles zurückgelassen, als ich von meinem Mann gegangen bin.
Ich denke oft an die Zeit zurück.

( ich glaube es ist normal, wenn man diese Gedanken hat, das Alter spricht auch eine kleine Rolle )

• x 1 #11


Yuna1976
Wow, danke für eure vielen Antworten und eure verschiedenen Sichtweisen auf meine Problematik, es fühlt sich immer gut an sich von anderen verstanden zu fühlen.
😊🌻

Was ich dazu sagen möchte ist das ich mich mittlerweile für einen guten Menschen halte der von Anfang an, genauso viel Liebe, Fürsorge, Geborgenheit usw. verdient gehabt hätte wie jeder andere auch.

Denn größten Teil meines Lebens sorgte mein Umfeld ( Familie/ Bekannte, falsche Freunde) leider dafür das ich die gleiche Meinung über mich hatte wie Sie.
Ich fühlte und fühle mich auch jetzt noch oft als eine Belastung im Leben all der anderen Menschen um mich herum und das wird wohl auch so bleiben, denn die langjährige Indoktrination sitzt einfach zu tief und nachhaltig in mir fest.😞
Der Unterschied zu früher ist nur das ich mir dessen jetzt voll bewusst bin und wie boomerin schon erwähnte hat, hat natürlich auch mein steigendes Alter damit zu tun, das mir die radikale Akzeptanz meines Lebens, so wie es war und ist, nun viel leichter fällt als bisher.

Ich lebe jetzt viel mehr im hier und jetzt und versuche nur noch nach vorne zu schauen denn das was hinter mir liegt kann ich nicht mehr beeinflussen, meine Zukunft schon🙂.

G.Yuna76

• x 2 #12


A
Das ist eine sehr starke und gesunde Einstellung, mit der du den Fokus auf das lenkst, was du tatsächlich aktiv gestalten kannst. Es befreit ungemein, die Vergangenheit als das anzunehmen, was sie ist – unumstößlich –, und die Energie stattdessen in den heutigen Tag und deine Ziele zu stecken. Alles Liebe dafür 🍀

• x 1 #13


A


x 4






Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
App im Playstore