Hallo. Ich bin aktuell einfach nur noch am Verzweifeln. Nach einem unerwarteten Jobverlust letzten Dezember bin ich auf Jobsuche. Ich habe diesen Sommer eine Weiterbildung gemacht für den sozialen Bereich. In dem entsprechenden Gebiet war ich davor schon einmal selbstständig und hatte unglaublich viel Freude und gute Rückmeldungen von meinen Kunden. Also war das jetzt für mich die naheliegendste Konsequenz, in diesem Sektor als Angestellte zu arbeiten. Doch während der Weiterbildung und auch jetzt auf Jobsuche bekomme ich immer wieder vermittelt, dass ich nicht geeignet sei, weil "zu ruhig, zu zurückhaltend, zu passiv". Ich kenne die Ursache für mein anfängliches Auftreten am neuen Arbeitsplatz (massives Mobbing in der Vergangenheit), aber ich krieg es einfach noch nicht besser hin und wenn man mir eine Chance gibt, konnte ich immer beweisen, dass ich eben doch eine wertvolle Mitarbeiterin bin. Aber die Chance bekomme ich leider nicht - ja, versteh ich auch irgendwo. Mittlerweile bin ich durch die erfolglose Jobsuche am Tiefpunkt. Ich bewerbe mich jetzt auch in anderen Branchen, für Helferjobs u.ä., weil ich unbedingt wieder arbeiten will. Aber durch diese ganzen miesen Beurteilungen und Absagen ist mein Selbstwertgefühl förmlich zerbröselt und meine Gedanken gehen nur noch in die Richtung, für was ich denn überhaupt gut bin. Ich will einfach nur nicht mit dem allem allein sein und wäre dankbar, wenn ich Erfahrungswerte und Ratschläge von euch bekommen könnte.
• • 12.10.2026x 1#1
2 Antworten ↓
Oliver1967 Mitglied
Beiträge:
55
Themen:
1
Danke erhalten:
89
Mitglied seit:
Versuch mal im Bereich der Arbeit mit psychisch Erkrankten im Wohngruppen. Der Beruf heißt normal Heilerziehungspfleger. Es werden aber alle aus dem pflegerischen und sozialen Bereich genommen.
Kannst du dir nicht vorstellen, deinen Job wieder auf selbstständiger Basis auszuüben? Wie du sagtest, war das Feedback ja sehr positiv. Du scheinst also gut in dem zu sein was du da gemacht hast! Dieser Gedanke kann dir vielleicht auch dabei helfen die negativen Gedanken bisschen loszuwerden. Es ist eben nicht so, dass du für nichts gut bist.