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charmander
Hallo zusammen : )

Ich wollte fragen, ob unter Euch Ängstlern auch jemand an einer Überfunktion der SD leidet.

Habe die ÜF erst in diesem Monat entwickelt, nachdem mir ein jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht wurde.
Seither erlebe ich Unruhe-Gefühle viel intensiver und die Panikattacken leider auch! Und mein Puls.... also es ist jeden Tag ein Auf und Ab.

Hab nebst Thyreostatika (Carbimazol) auch -Blocker bekommen, da mein Ruhepuls einfach so 100bpm hergibt. Jedoch darf ich nicht zu viele nehmen (5-10mg), denn mein Blutdruck ist eher nicht so hoch (heute zB. 100/68 ohne Tabletten).

Bin aber irgendwie froh, dass ich Panikattacken bereits "kenne", denn so weiss ich auch, dass die wieder vorbei gehen und ja.. das "Runterkommen" danach ist doch immer am schönsten

Möchte sich jemand austauschen?

10.02.2018 00:02 • 19.11.2019 #1


Hallo,
ich habe Morbus Basedow und nein, ich habe keine Paniksymptome von einer Hyperthyreose - weder vor der OP noch nach der OP oder jetzt im Rezidiv. Ich kann die Überreizung durch Schilddrüse stark von Angst und Panik abgrenzen. Ich reagiere ebenfalls auf Jod, auch auf die übliche Tagesdosis an jodangereicherten Nahrungsmitteln, mit den normalen Überfunktionsreaktionen. Panik ist anders.

10.02.2018 22:57 • #2



Schilddrüsenüberfunktion-Betroffene hier?

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charmander
Hallo Reenchen

ich bin bis jetzt mit Panikattacken gut zurecht gekommen (ohne Medikamente) und ich hab auch kein Problem damit, wenn eine PA mich mal wieder heimsucht.
Aber seitdem ich die Hyperthyreose hab, weiss ich manchmal das Herzrasen nicht einzuschätzen.
Wenn ich wüsste, dass es nur eine Panikattacke ist, dann wäre ja alles gut
Die Frage ist nur: wie kann ich mir sicher sein, dass das Herzrasen nicht der Beginn einer thyreotoxischen Krise ist (mit einem fT4-Wert von 300% und einem fT3-Wert von 150%)...

Nun, da ich nach 1-2 Wochen "Herzklabaster" immer noch lebe, steigere ich mich nicht mehr so arg in die Gedankenspirale (= hilfe ich sterbe) ein hab mir sogar einen Pulsoxymeter gekauft, nur zur eigenen Beruhigung...

Ansonsten nehme ich brav meine Thyreostatika ein, gehe 1x die Woche zur Blutentnahme (SD-Werte, Leber, gr.Blutbild) und wenn mein Herz mal wieder zu wild tut, pfeif ich mir eine 5mg Propranolol Pille ein. Diese beta-Blocker sollen scheinbar auch die Umwandlung von T4 zu T3 hemmen..

Mal sehen, was am Ende rauskommt.

14.02.2018 15:20 • #3


Zitat von charmander:
Die Frage ist nur: wie kann ich mir sicher sein, dass das Herzrasen nicht der Beginn einer thyreotoxischen Krise ist (mit einem fT4-Wert von 300% und einem fT3-Wert von 150%)...

Eine thyreotoxische Krise ist mehr als nur Herzrasen. Solange du zu den regelmäßigen Untersuchungen gehst, wird man das auch rechtzeitig feststellen können.

Ich wurde operiert, weil mein Basedow nicht mehr anders zu behandeln war und ich nicht mehr weit von einer Krise entfernt war - sie war eigentlich schon da und bei der OP-Anmelde-Untersuchung wollte mich der Chirurg sofort operieren. Ich mußte zwei Tage später ins Krankenhaus und mir wurden fast 60 Gramm SD-Gewebe entfernt.
Das Gewebe begann 2 Jahre später wieder nachzuwachsen und ich werde wahrscheinlich ein Radio-Jod-Therapie machen müssen - irgendwann. Ich schiebe das raus, weil die größte Nebenwirkung der radioaktiven Behandlung Krebs ist.

Was du natürlich mit einer Hyperthyreose merkst, ist die verstärke innere Unruhe und da du sowieso auf dein Herz hörst, fällt dir das am ehesten auf.

Das Schlimme ist aber eigentlich der beschleunigte Stoffwechsel, weil man wirklich viel essen kann und möchte und immer weiter abnimmt. Die Haut ist blaß und wässrig und man entwickelt eine endokrine Orbitopathie und das macht einen "bösen" Blick, den jeder Dussel auf sich bezieht. Man entwickelt einen feinschlägigen Tremor vor allem an den Händen sichtbar, bezieht sich mit einer thyreotoxischen Krise aber auch auf die Kopfhaltung. Man denkt beim Fernseher gucken, daß das Bild wackelt, dabei ist es der eigene Kopf.

14.02.2018 17:59 • #4


charmander
Zitat von Reenchen:
Eine thyreotoxische Krise ist mehr als nur Herzrasen. Solange du zu den regelmäßigen Untersuchungen gehst, wird man das auch rechtzeitig feststellen können.

Ich wurde operiert, weil mein Basedow nicht mehr anders zu behandeln war und ich nicht mehr weit von einer Krise entfernt war - sie war eigentlich schon da und bei der OP-Anmelde-Untersuchung wollte mich der Chirurg sofort operieren. Ich mußte zwei Tage später ins Krankenhaus und mir wurden fast 60 Gramm SD-Gewebe entfernt.
Das Gewebe begann 2 Jahre später wieder nachzuwachsen und ich werde wahrscheinlich ein Radio-Jod-Therapie machen müssen - irgendwann. Ich schiebe das raus, weil die größte Nebenwirkung der radioaktiven Behandlung Krebs ist.

Was du natürlich mit einer Hyperthyreose merkst, ist die verstärke innere Unruhe und da du sowieso auf dein Herz hörst, fällt dir das am ehesten auf.

Das Schlimme ist aber eigentlich der beschleunigte Stoffwechsel, weil man wirklich viel essen kann und möchte und immer weiter abnimmt. Die Haut ist blaß und wässrig und man entwickelt eine endokrine Orbitopathie und das macht einen "bösen" Blick, den jeder Dussel auf sich bezieht. Man entwickelt einen feinschlägigen Tremor vor allem an den Händen sichtbar, bezieht sich mit einer thyreotoxischen Krise aber auch auf die Kopfhaltung. Man denkt beim Fernseher gucken, daß das Bild wackelt, dabei ist es der eigene Kopf.


Ach herrje... hoffentlich bleibt mir das erspart.. möchte nun lieber nicht weiter jammern, denn bis auf ab und zu Herzrasen geht's mir gut, also nicht anders wie vor dem CT bzw. vor Ausbruch der Hyperthyreose...

14.02.2018 18:04 • x 1 #5


28.02.2019 14:27 • #6


la2la2
Zitat von EinfachnurAngst:
Bei meiner Mutter wurden ganz hohe Schilddrüsenwerte festgestellt
Die jetzt mit Tabletten behandelt werden

Wird jetzt nur das Stück Papier behandelt (Laborblatt) oder hat der Arzt schon herausgefunden, was die Ursache für die Schilddrüsenprobleme ist?
Zitat von EinfachnurAngst:
Jetzt möchte er ihr betablocker geben
Hatte das jemand schon behandelt bekommen mit betablocker

Wie hoch ist denn der Puls und Blutdruck, dass der Arzt da jetzt mit Betablockern ran will?
Eigentlich ne sehr schlechte Idee - zumindest wenn man zuvor harmlose Dinge wie z.B. Strophanthin nicht vergeblich ausprobiert hat.....

28.02.2019 15:39 • #7


Morbus basedow ist die Diagnose
Puls und Blutdruck ok
Nur wenn Sie aufsteht oder wach wird geht der Puls kurzzeitig nach oben , geht aber ganz schnell wieder runter

28.02.2019 15:47 • #8


la2la2
Zitat von EinfachnurAngst:
Morbus basedow ist die Diagnose

Und behandelt der Arzt auch das Immunsystem? Ist eine Autoimmunerkrankung......

Zitat von EinfachnurAngst:
Puls und Blutdruck ok
Nur wenn Sie aufsteht oder wach wird geht der Puls kurzzeitig nach oben , geht aber ganz schnell wieder runter

Und dagegen will der Arzt ernsthaft BetaBlocker verschreiben?

28.02.2019 16:36 • #9


18.11.2019 14:36 • x 1 #10


Lottaluft
Ich denke nicht das da ein Zusammenhang besteht da Zwangsstörungen soweit ich weiß auch hormonell nicht beeinflusst werden wie zB Depression oder vermehrte Angst die durch schilddrüsenstörungen hervor gerufen werden
Bin allerdings auch keine Ärztin

18.11.2019 21:32 • x 1 #11


Zitat von Greengate:
Hallöchen. seit mittlerweile 2 Jahren leide ich unter Zwangsgedanken. Mein Arzt stellte nun bei einer Blutuntersuchung fest, dass ich eine Schilddrüsenüberfunktion habe. Kann das in Zusammenhang stehen?Liebe Grüße


Schwer zu sagen. Ich kenne mich eher mit Unterfunktionen aus, und die können auch aufs Gemüt drücken. Bist Du wegen den Zwangsgedanken bei einen Psychologen/Psychiater? Ggf. können die was dazu sagen.

18.11.2019 21:56 • #12


Ja bin ich

19.11.2019 19:45 • #13



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Dr. Matthias Nagel