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Hi Leute!

Ich wollte eigentlich nie hier reinschreiben aber da es mir aktuell wieder recht schlecht geht hätte ich gehofft das man hier vllt Erfahrungen austauschen kann. Ich werde hier kurz meine Geschichte schildern da euch das vllt weiterhilft.

Angst vor Krankheiten hatte ich seitdem ich ein Kind bin nur waren es damals eher kleinere Sachen und nichts Ernst zunehmendes und bis zu meinem 16 Lebensjahr war es eigentlich recht ruhig was das Thema Krankheiten betrifft. Doch als wir dann kurz vor meinem 17 Geburtstag von der Schule aus zwei Wochen wegfuhren änderte sich einiges. Wieso weiß ich bis heute nicht. Jeder Schüler kam für zwei Wochen zu einer Gastfamilie und bis auf gemeinsame Lehreinheiten und Ausflüge war man auf sich allein gestellt. Die zwei Wochen vergingen sehr schnell und ich hatte echt viel Spaß mit meinen Klassenkameraden aber es war das erste Mal das ich auf mich allein gestellt war. Nach zwei Wochen kam ich also wieder nach Hause mit ca 5 Kilo weniger(das vor Ort war furchtbar und wir machten viel SPort) und einigen wichtigen Erfahrungen die ich gesammelt hatte. Warum ich das alles so genau beschreibe ? Weil dannach alles schlechter wurde.

Ca eine Woche nach der Rückkehr bekam ich immer wieder Atemnot und ich beschloß zum internisten zu gehen damit dieser alles kontrolliert. Der Internist sah sich mein Herz an kontrollierte die Blutwerte machte ein Röntgten von meiner Lunge und ein EKG. Er sagte es sei alles in Ordnung. Mit einem guten Gefühl ging ich am selben Tag in die Schule, doch nach zwei Stunden bekam ich plötzlich das Gefühl zu ersticken und ging zum Schularzt. Dieser schickte mich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Ich war komplett bleich und man führte mich sogar im Rollstuhl ab. Im Krankenhaus angekommen wurden ähnliche Tests gemacht wie zuvor(EKG, Belastungs EKG, Lungenröntgen, 24H Blutdruckmessung, Blutwerte). Dort wurde mir gesagt ich hätte einen vergrößerten Herzmuskel und sollte mehr Sport treiben sonst passt eigentlich alles. Mit diesem Befund wurde ich nach Hause geschickt. Besser ging es mir allerdings trotzdem nicht und es startete ein wahrer Ärztemarathon. Im darauffolgenden Jahr ging ich von einem Arzt zum nächsten und musste so ziemlich jede Untersuchung hintermichbringen. Ich ging auch zu einem recht anerkannten Herzspezialisten in meiner Stadt der keinen vergrößerten Herzmuskel festellen konnte und mir auch riet mehr Sport zu betreiben. DIese Zeit kostete mir und meiner Verwandschaft einiges an Zeit und Nerven, um ehrlich zu sein war es eine furchtbare Zeit meine Schulleistungen ließen extremst nach und ich fokussierte mich nur mehr auf meine Symptome die sich nun wöchentlich ändern. Schwindel, Atemnot, Kopfschmerzen Herzrasen usw

Seitdem sind zwei Jahre vergangen und ich habe meine Schule erfolgreich abgeschlossen und studiere aber die Angst vor den Krankheiten besteht weiter. Neuerdings leide ich an Herzrasen. Das Ganze kommt immer komplett unerwartet und meine Puls geht allgemein sehr schnell hoch (wenn ich zb die Treppen hochgehe). Nun gehe ich 4 mal die Woche joggen und fühle mich dannach eigentlich recht gut auch wenn meine Kondition eigentlich nicht mehr vorhanden ist. Was sagt ihr sind meine Ängste berechtigt die Untersuchungen sind ja auch schon zwei Jahre her. Im Februar hab ich einen Termin ausgemacht(vorher war nix mehr frei) um das Ganze abklären zu lassen.

Eigentlich habe ich keine Lust mehr auf Ärztehopping ich möchte mein Leben genießen ich haben schon zwei Jahre mit dem Mist verloren.

Würde mich auf eure Kommentare freuen vllt hat wer von euch ja ähnliche Erfahrungen gemacht.

MfG

05.11.2014 23:13 • 02.12.2021 #1


novemberrain
Herzlich Willkommen

Deine Geschichte ähnelt sehr vielen hier im Forum.
Mein Vorschlag wäre, lies Dich erstmal quer durch.
Du wirst einiges wiederfinden, was auch Dich zutrifft.

Du bist nicht allein.



Liebe Grüße
november

06.11.2014 14:54 • #2



Neu Hier!

x 3


Danke tut gut das zu hören.

06.11.2014 18:49 • #3


Ich muss leider diesen alten Thread von mir wieder ausgraben weil es mir gerade wieder ganz schlecht geht und Ich gar nicht mehr so recht weiterweiß. Ich hoffe das verstoßt nicht gegen irgendwelche Forenegeln.

Vielleicht finde Ich Leidensgenossen die ähnliches durchgemacht haben, bin derzeit wirklich froh über jede Unterstützung.

Um euch halbwegs auf den aktuellen Stand zu bringen würde Ich die Geschichte die Ich vor über sieben Jahren geschrieben habe gerne kurz fortführen. Nach dem Ich den Beitrag oben verfasst hatte gings mir die kommenden Jahre eigentlich ganz gut, Ich hatte immer wieder Rückfälle wo Ich in Panik verfallen bin wegen irgendeinem körperlichen Symptom aber die ganz großen Tiefs hatte Ich hinter mir. Das hat sich Anfang diesen Jahres leider geändert da begann die Abwärtsspirale.

Gestartet hat alles mit Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen genau Details zum darauffolgenden Ärztemarathon erspar Ich euch jedenfalls wurde anfangs eine Entzündung im Darm festgestellt, nach Darmspiegelung, Magenspiegelung und MRT war jedenfalls klar das Ich laut den Ärzten organisch gesund sei. Geholfen hat mir die Tatsache allerdings nicht den meine Symptome waren weiterhin vorhanden, jeden Tag mit Durchfall und Übelkeit zu kämpfen während man 40 Stunden arbeitet und nebenbei noch einen Umzug organisiert war nicht gerade einfach und ohne die Unterstützung meiner Familie wüsste Ich ehrlich gesagt nicht wie Ich das geschafft hätte. Seit den Untersuchungen sind mittlerweile ein paar Monate vergangen, die Symptome sind weiterhin vorhanden, Ich hab in der Zeit versucht den Kopf wieder etwas frei zu kriegen und mich nicht ausschließlich mit meiner Verdauung zu beschäftigen. Das hat anfangs ganz gut funktioniert doch die letzten Wochen hat sich mein Zustand zunehmend verschlechtert.

Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Müdigkeit usw sind plötzlich wieder aufgetreten und leider kontrollieren diese Symptome mittlerweile wieder komplett mein Leben Ich kann mich auf kaum was konzentrieren und verfalle immer wieder in Panik. Heute in der Nacht wars wieder ganz übel, mitten in der Nacht aufgewacht mit Herzrasen, Übelkeit und Atemnot darauf hab Ich mich irgendwie bis zum Morgen durchgekämpft und bin dann zum Hausarzt der hat Blut genommen und will die Werte am Montag mit mir besprechen, Blutdruck war bei mir heute auch ungewöhnlich hoch (160/90).

Problem ist auch das Ich das erste Mal in meinem Leben alleine wohne, hab da ein recht offenes Verhältnis zur Familie und hab diese Themen auch immer recht offen angesprochen dieser Austausch fehlt mir einfach, dazu wusste Ich wenn Ich umkippe findet mich zumindest jemand.

02.12.2021 18:50 • #4




Dr. Matthias Nagel