Chuck

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Hallo liebe Leute.

Wollte mich hier mal vorstellen, nachdem ich schon lange Zeit hier rumlese...

Habe heute abend nur wieder stärk Angst und zwar mal wieder um mein Herz...
Denke ständig ich habe eine Herzmuskelentzündung oder ähnliches und dann geht alles wieder von vorne los. Aber mal von vorne..

Bin vor einiger Zeit an einer chronischen Krankheit erkrankt, die ich aber erfolgreich im Griff habe. Allerdings musste ich zu der Zeit ein stärkeres Medikament nehmen, dessen Nebenwirkungen u.a. Herztod, Herzmuskelentzündung etc waren. Ich hatte "nur" einen höheren Blutdruck und deswegen auch das Medikament abgesetzt. Lange Rede kurzer Sinn, dort hat die Angst um's Herz angefangen (u.a. Stechen vom Rücken...).

Seit November schreibe ich meine Abschlussarbeit auswärts und wohne auch alleine. Ich hatte irgendwann um Dezember rum einen Stromschlag abbekommen und seitdem - hab ich heute rausgefunden, deshalb auch wieder die stärkere Angst - auch Herzstolpern. Hatte danach direkt ein EKG - war alles ok. Das Herzstolpern ist aber nie ganz verschwunden, außer wenn ich zu Hause in Ruhe bin. Mache trotzdem weiterhin Sport und habe nie Probleme. Allerdings achte ich immer so stark auf mich und denke wenn ich die Treppen hochsteige (wohne im 4. OG) ich wäre wieder stark außer Atem und werte es als Indiz für mein krankes Herz. Ich hatte in der Zwischenzeit 2 Blutkontrollen die beide i.O. waren und eben noch ein zweites Ruhe-EKG, ein Belastungs-EKG und vom Kardiologen bin ich auch abgehorcht worden. Alle befunde waren in Ordnung..

Allerdings überwiegen die Zweifel und ich recherchier immer weiter. Komischerweise spüre ich die ES immer in der linken Halsschlagader, sonst eigentlich nirgends... Habe jetzt Opipramol bekommen und es wirkt auch schon recht gut.. Werde es die letzten paar Wochen die ich noch hier bin nehmen.
Wenn ich - so wie heute - wieder stärker Angst habe, entstehen aber auch verstärkt die ES..

Danke für's durchlesen und wenn jemand gute Tipps hat, wie man den Glauben an sich selbst aufbauen kann wäre ich dankbar

13.04.2010 21:40 • 14.04.2010 #1


pax


Zitat:
Allerdings achte ich immer so stark auf mich

Das ist es Chuck.
Wenn ich dauernd in mich hineinhorche, bei jeder Bewegung an etwas schlimmes denke, dann ist klar, dass ich irgendwann verrückt werde.
Versuch damit aufzuhören und lockerer mit Dir umzugehen.

14.04.2010 16:44 • #2


jadi

jadi


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@pax---das ist ja das schwere....wie solln wir das tun wir nehmen es ja unterbewusst war....also wir haben nicht das gefühl das wir in uns reinhorchen sondern das es einfach normal ist das das da ist und uns angst macht.......wir wissen nicht wie wir das hineinhorchen abstellen können

14.04.2010 17:44 • #3


Chuck


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Ja denke auch das die erhöhte Selbstaufmerksamkeit der Schlüssel ist.
Liegt wohl bedingt in den Rahmenbedingungen, dass ich alleine wohn, in einer "fremden" Stadt.. Aber ich bin "nur" noch 10 Tage hier, also ein Ende ist in Sicht...

Allerdings glaube ich nicht, dass man die ES ganz wegbekommt durch einfach nicht mehr auf sich achten. Denke da geht es eher um Vertrauen in sich und eine reele Bewertung, dass es eben ungefährlich ist und das Herz auch nur ein Muskel ist, der sich durch zuviel Erregung wieder in den richtigen Rhythmus bringen will

Mein Kardiologe hat es so formuliert: Die lauten Zeichen vom Herzen sind harmlos, die stillen Signale sind die schlimmen. Weil die merken sie nicht und dann ist es zu spät

14.04.2010 19:49 • #4


pax


Zitat:
Die lauten Zeichen vom Herzen sind harmlos, die stillen Signale sind die schlimmen. Weil die merken sie nicht und dann ist es zu spät

Ein schlauer Mann

14.04.2010 19:58 • #5



Prof. Dr. Heuser-Collier