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Carcass


Den Film sollte sich jeder Hypochonder besorgen, er beschreibt auf sehr witzige Art und Weise wie es uns eben zum Teil geht. Menschen die keine Hypochondrie kennen, werden nicht ansatzweise drüber lachen können. Aber dort lernt der Protagonist mit seiner Krankheit der Krankheitsangst umzugehen und dann...... aber sehr selbst, der Trailer alleine ist schon klasse und ich habe mir die DVD damals zugelegt. So einen Film sollte man immer in der Hinterhand haben und dort passiert alles was wir schon durchlebt haben, beginnend mit Dr. Google Kennt ihn vielleicht schon jemand hier?

06.10.2014 06:42 • 07.10.2014 #1


ambroxia
Ja ich kenne ihn.
finde ihn auch recht gut wobei ich sagen muss das mit dem Rebellen find ich etwas extrem überzogen aber so sind filme nunmal
ansich zum schreien komisch und man erkennt sich gut wieder ^^

06.10.2014 08:31 • #2



Der Super-Hypochonder

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Annika1984
Auch wenn ich Gefahr laufe als Spaßbremse zu gelten finde ich den Film alles andere als gut.

Es ist meiner Meinung nach schon schwer genug, dass Hypochondrie von der Gesellschaft als ernsthafte psychische Erkrankung und nicht nur als "Spinnerei" angesehen wird. Eine Krankheit unter der man sehr leidet. Dieser Film bewirkt, dass unsere Erkrankung noch lächerlicher dagestellt wird, als es eh schon der Fall ist.

Niemand würde auf die Idee kommen beispielsweise über jemanden mit Astma oder gebrochenem Bein lrine Komödie zu drehen. Darüber sollte man mal nachdenken.

Liebe Grüße Annika

06.10.2014 19:37 • x 1 #3


Carcass
Man dreht doch auch Filme über Behinderte und macht sich drüber lustig "Wo ist Fred?" zum Beispiel und sicherlich hast du Recht, dass Außenstehende den Film ins Lächerliche ziehen.
Aber deine Gedanken hatte ich auch immer früher, wenn es darum ging die Krankheit ernst zu nehmen und dann machte ich Folgendes: Ich lernte in der Therapie mich über mich und diese Symptome lustig zu machen, ohne sie total zu verdrängen, denn auch wir Hypochonder können auch mal was Richtiges haben und deswegen müssen wir das unseren Freunden , Familien und wichtigen Menschen überhaupt immer wieder deutlich machen. Wir sind zwar nicht wirklich krank, aber wir können es durchaus auch werden und ich denke der Film impliziert genau das, was wir Hypos gerne vergessen, die Freude und den Spass im Leben!

In dem Film ist es ja nicht so, dass er sich über eine Krankheit im Allgemeinen lustig macht, sondern nur über den Protagonisten und die wenigsten Menschen wissen was eigentlich ein Hypochonder ist, daher muss man es ihnen immer wieder aufzeigen. Ich habe sehr über den Film gelacht, vor allem als er sich Desinfektionsmittel in die Augen sprühte, da bin ich fast aus dem Sessel gefallen vor Lachen.

Ich finde aber auch dass du Recht hast und nicht als Spassbremse nun dastehst , im Gegenteil, offenbar machst du dir konstruktive Gedanken über die Krankheit und das Verhalten in Notsituationen.

Wenn ich wieder einmal Symptome habe sage ich eben "Verdammt, Schlaganfall, hol mir mal ein B., das Herz springt auch schon wieder raus. " Oder meine engen Freunde und Familie fragt dann auch "Was haste denn ? Die Pest? Fußnagelkrebs oder ist es was Schlimmes?" Durchaus hatte ich schon mal einen echten Infekt und nicht nur eingebildete Symptome und dann darf der Arzt ruhig auch was verschreiben dagegen

06.10.2014 19:50 • x 1 #4


Hab mir gerade den Trailer angeschaut. Werde mir den Film besorgen. Zum schreien komisch. Wenn man über seine eigenen Macken nicht mehr lachen kann, dann wirds wirklich ernst.
Beim Desinfektionmittel : Brennt ein bisschen oder? Johh, ein bisschen

Danke für den Tipp!

06.10.2014 20:06 • #5


Den Trailer fand ich super, den Film dagegen leider viel zu flach und am Thema vorbei. Hab aber um ehrlich zu sein auch nach ca. einer dreiviertel Stunde ausgemacht.

Aber im Grunde zeigt dieser Film uns doch genau auf, was schief läuft. Wir sind bei 1000 Ärzten gewesen und keiner findet was, aber wir gehen zum 1001. und gehen fest davon aus, dass doch was da ist... wir sind so fest davon überzeugt krank zu sein, dass wir alles nur noch durch einen Tunnelblick wahrnehmen.

Der Film hatte definitiv Potential, hat dieses aber leider nicht genutzt.

07.10.2014 01:54 • #6


Carcass
Da gebe ich dir Recht Neuro, denn das Problem ist in dem Falle auch dass es überspitzt dargestellt wird und natürlich eine Liebesgeschichte unten bei rauskommt, was hier auch für Beziehungsängstler der großen Angsthasen nicht ganz so verkehrt ist. Dass er zum Schluss in einem russischen Knast sitzt und seine beste Freundin eine Ratte bzw Karkalake ist und er voor lauter Durst das Wasser aus dem Ausguss trinkt halte ich für extrem übertrieben. Denn auch wenn ich weniger Angst vor Krankheiten habe, ich lutsche nicht am Daumen wenn ich grade vom Arzt komme und Türklinken angefasst habe Aber der Anfang mit Google ist einfach herrlich, oder die Situation wo er der Code eingeben muss und das Desinfetionsmittel da reinkippt und einen Kurzschluss produziert. Habe mein Autolenkrad mal mit so einem Mittel eingesprüht und dann hatte ich desinfizierte baer knall schwarze Hände

07.10.2014 06:23 • #7


Kaiser
Zitat von Annika1984:
Auch wenn ich Gefahr laufe als Spaßbremse zu gelten finde ich den Film alles andere als gut.

Es ist meiner Meinung nach schon schwer genug, dass Hypochondrie von der Gesellschaft als ernsthafte psychische Erkrankung und nicht nur als "Spinnerei" angesehen wird. Eine Krankheit unter der man sehr leidet. Dieser Film bewirkt, dass unsere Erkrankung noch lächerlicher dagestellt wird, als es eh schon der Fall ist.

Niemand würde auf die Idee kommen beispielsweise über jemanden mit Astma oder gebrochenem Bein lrine Komödie zu drehen. Darüber sollte man mal nachdenken.

Liebe Grüße Annika


Wenn Du ernst genommen werden willst, muss man sich auch über Dich und Deine Krankheit lustig machen dürfen. Oder möchtest Du damit immer ausgegrenzt sein? Und mit Verlaub (das sage ich als selbst Betroffener): Hypochondrie ist eine Form von Spinnerei und Anerkennungssuche. Die MEISTEN klammern sich an eine Krankheit wie an einen guten Freund den sie gar nicht verlieren WOLLEN. Plärren dann aber rum, wenn jemand wie ich genau solche Aussagen trifft. Bevor Du plärrst: DENK mal darüber nach! Und wie viele Filme gibt es schon in denen sich über ADHS, Tourette und vieles mehr lustig gemacht wird...? Das gibt halt was her... ein gebrochenes Bein der Asthma? 1:30 Stunden lang? "Humpeln in den Fjorden" - ein ZDF-Zweiteiler von Lasse Reinström?" oder "Husten in Husum - die Komödie aus dem Norden"?

07.10.2014 10:31 • #8


Carcass
So isses Kaiser, ich brauche dieses Sichlustigmachen über mich manchmal mehr, als wenn die Leute noch sagen "Du armer Mensch, was hast du denn?"..Ja NIX! Wenn wirklich mal was wäre, würde man das auch sehen und spüren und ich bin nun fast 2 Jahre Notaufnahmen frei, finde ich super

07.10.2014 12:50 • #9


Hasengöttin
Den werde ich mir holen.......
LG Hasengöttin

07.10.2014 13:11 • #10



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Dr. Matthias Nagel