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201206.08




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Hallo,

so habe ich mich hier im Forum vorgestellt. Ich habe den Text einfach mal hier her kopiert, damit Sie sich von mir ein genaueres Bild machen können:

möchte mich kurz vorstellen: ich bin Anfang/Mitte 40 und stecke mitten in einem Burn-Out Verschiedene Angststörungen machen mir das Leben schwer. Schon als Kind bin ich sehr ängstlich gewesen. Später bin ich dann im privaten und auch beruflichen Bereich immer wieder gemoobt worden. Ich bin halt einfach ein gutmütiger Mensch und lasse mir zu viel gefallen, aber das schlimmste war einfach, dass mich diese Menschen seelisch unter Druck gesetzt haben und das macht mir heute noch zu schaffen, da ich unter wahnsinnigen Selbstzweifeln leide. Verschiedene "Baustellen" im Alltag bzw. in meinem Leben lassen mich beinahe verzweifeln. Ich sehe kein Anfang und kein Ende mehr. Meine Frau ist Borderliner und hat eine soziale Phobie. Ich versuche mit aller Kraft für sie da zu sein, ihr das Leben zu zeigen, aber ich bin selbst so erschöpft, dass ich es leider kaum packe, selbst für mich zu sorgen... Durch viel Sport versuche ich dem entgegenzusteuern. es ist auch so, dass ich mich durch verschiedene prägende Erlebnisse regelrecht "verfolgt" fühle. Durch den Sport versuche ich auch fit zu bleiben, gegen alle die, die mir "Böses" wollen. Ich kann nur noch funktionieren, wenn ich unter Druck stehe, bzw. man mich unter Druck setzt. Schon der morgendliche Gang zum Postkasten ist für mich eine Tortur, denn es könnte ja zB. ein "schlimmer" Brief für mich dabei sein, wo wieder jemand was von mir will. Die ganze Zeit bin ich nur angespannt, aufgrund meiner Ängste. Das Leben ist für uns sehr eintönig, weil wir ziemlich alleine sind´und wir uns eigentlich nur mit negativen Dingen rumzuschlagen haben, sei es viele Arztbesuche, usw...was dabei rauskommt ist dann wieder der Status Quo, also wie es vorher schon eigentlich war, anstatt dass es voran geht...aber ich glaube, ich schaffe es nicht, uns beide aus dem Schlamassel zu ziehen... Ich habe auch schon überlegt, in eine Klinik zu gehen, aber ich möchte meine Frau und unsere Haustiere nicht alleine lassen. Außerdem hab ich schon Angst, irgendwo in der Fremde zu sein, Angst davor, dass die mich vielleicht gar nicht mehr gehen lassen, usw... Fühle mich seelisch und jetzt auch körperlich nur noch erschöpft und frage mich echt, wie das alles weitergehen soll?!

Mich würde interessieren, zu welcher Therapieform Sie mir in meinem Fall raten würden. Ambulante oder stationäre Psychotherapie?! Ein Akutkrankenhaus oder eher eine Reha?! Ich kenn mich halt zu wenig aus, deshalb frage ich. Ach ja, wichtig wäre noch, dass ich privat versichert bin, also nur 25 Therapiestunden ambulant pro jahr zur Verfügung habe...zu wenig, wie ich finde Stationär sind da keine Grenzen gesetzt.

Ich würde so gerne meinen Selbsthass und diese innere Leere überwinden und wieder zu mir selbst finden. Die Welt wieder klar in ihrer ganzen Schönheit erleben können, ohne diesen durch Selbsthass und innere Leere getrübten Blick. Ich sehne mich so danach, ein normales Leben ohne Ängste und Selbstzweifel führen zu können! Meine letzte Verhaltentherapeutin meinte, bei mir könne Sie eine "ängstlich - vermeidende Persönlichkeitsstörung" erkennen und ich würde ihr diesbezüglich zustimmen. Gerade hab ich mich wieder auf eine neue Stelle beworben. Sicherlich könnte ich mich wieder irgendwie durchmogeln, bzw. durchbeissen...aber würde das einen Sinn machen?! Ich weiss dass in mir eine ganze Menge steckt, aber ich kann das eben einfach nicht alles zeigen, da durch meine Ängste eine Blockade da ist. Mir macht die Vorstellung Angst, dass das mit meinen 45 Jahren alles gewesen sein soll?! Die vielen ambulanten Therapien, bei denen ich bisher war, haben mir auch nicht wirklich weiter geholfen. Bis auf ein paar Tipps, die ich mir auch so hätte zusammen reimen können, war da nichts brauchbares...so hatte ich den Eindruck.

Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen?! Ich freue mich schon auf Ihre Antwort!



  10.08.2012 09:09  
Hallo,

wenn wir die Diagnose, die eine Therapeutin Dir gab und der Du selbst zustimmen kannst, einmal als richtig voraussetzen, Deine schwierige soziale und familiäre Situation mit einbeziehen, Deine bisherigen Erfahrungen im beruflichen Leben und auch ein gewisser Erschöpfungszustand aus Deinen Worten spricht, möchte ich Dir auf jeden Fall zu einer stationären Therapie in einer psychosomatischen Fachklinik raten. Damit Du Anhaltspunkte hast, welche Art von Klinik ich meine, möchte ich Dir hier einige Adressen nennen, von denen uns Patienten häufig positive Erfahrungen berichten. Trotzdem bleibt dies natürlich eine subjektive Auswahl.

Klinik Berus.Orannastr.55.66802 Überherm-Berus

Psychosomatische Klinik Windach-Ammersee,Schützenstr.16,86949 Windach

AHG Klinik für Psychosomatik,Kurbrunnenstr.12, 67098 Bad Dürkheim

Vogelsbergklinik,Jean Berlit Str.3l, 36355 Grebenhain

Klinik Roseneck.Am Roseneck 6. 83209 Prien

Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont,Bombergallee 10,31812 Bad
Pyrmont

Hardtwaldklinik I , Hardtstraße 31, 34596 Bad Zwesten, kostenfreies Service-Telefon 0800 8528870

Ich denke, Du findest über jede Klinik Informationen auch im Internet, um Dir ein erstes Bild zu machen. Wenn dies ein Weg für Dich wäre, kannst Du einen Reha-Antrag stellen. Auch hier helfen Dir Dein Hausarzt sowie die genannten Kliniken sicherlich mit Informationen weiter. Auf jeden Fall solltest Du auch eine Stellungnahme eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie für einen Antrag einholen. Sollte eine Reha-Maßnahme abgelehnt werden, solltest Du bei der Situation, die Du schilderst, auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Eventuell geht auch der Weg über Deine Krankenkasse. Eine persönliche Beratung ist auch hier von Vorteil.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, Dir ein wenig weitergeholfen zu haben.

Herzlichen Gruß

Bernd Remelius

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