Zitat von *martha*:sind das zwangsgedanken??
Ja, absolut, v.a. die Gedanken, jemandem etwas anzutun. Das haben übrigens erstaunlich viele junge Mütter, und die Gedanken sind deshalb so erschreckend, weil sie
immer um die Menschen kreisen, die man besonders liebt oder gegenüber denen man auf gar keinen Fall aggressiv handeln darf. Sonst bekäme man auch keine Angst. Aggressive Gedanken bis hin zu Mordgelüsten gegenüber dem unsympathischen Nachbarn mit Klitschko-Statur würden kaum jemanden weiter beunruhigen. Da weiß jeder sofort, dass es nur Gedanken sind... Schau
damal rein, da wirst Du voraussichtlich einige finden, denen es ähnlich geht. Und das Buch "Der Kobold im Kopf" von Lee Baer könnte Dir weiterhelfen. Wenn Du Dich dann ein bisschen mit den Mechanismen von Zwängen vertraut gemacht hast, wäre vielleicht auch "Hilfreiche Briefe an Zwangskranke" von Ulrike S., Gerhard Crombach und Hans Reinecker eine Stütze. Ich (u.a. mit autoaggressiven Zwangsgedanken) fand es jedenfalls sehr motivierend.
Zitat von *martha*:hat jmnd erfahrung mit der wittekind klinik? ich möchte unbedingt in eine klinik wo ich meinen sohn als begleitkind mitnehmen kann.
Die Wittekind-Klinik arbeitet psychoanalytisch, und dieses Verfahren ist - ganz besonders stationär - nur für eine Erkrankung noch weniger geeignet als für Panikattacken, nämlich für Zwänge. Tiefenpsychologie und Psychoanalyse haben da außerordentlich wenig Erfolge. Die hilfreichste Therapie ist kognitive Verhaltenstherapie, und gerade bei Zwangsgedanken helfen oft auch Antidepressiva vom SSRI-Typ. Falls Du es noch nicht versucht hast, könntest Du doch auch eine ambulante Therapie machen. Eine andere Mutter hier im Forum stand übrigens vor dem gleichen
Problem und hat eine
verhaltenstherapeutische Klinik gefunden, in die sie ihre Kinder mitnehmen konnte. Die behandeln zwar nicht ausgewiesenermaßen auch Zwangsstörungen, aber vielleicht haben sie die auch nur den Angststörungen zugeschlagen.
Liebe Grüße
Christina