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Sanrise

Sanrise
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Hallo zusammen,

ich leide jetzt bald seit 13 Jahren unter einer schweren Agoraphobie. Schwer weil ich mich seit längerem nur in meiner Straße bewegen kann.

Ich habe schon sehr viel Therapie hinter mir und auch einige Medikamente durch.

Ich habe mich schon sehr oft meiner Angst gestellt und konnte dann auch wieder deutlich mehr, doch dies hielt nie lange an, das Höchste waren ein paar Monate.

Nun wollte ich mal in die Runde fragen, ob bei jemanden Konfrontationstherapie auch nicht dauerhaft Erfolg erzielt hat aber dafür z.B. eine Traumatherapie?

Hintergrund ist, dass ich vermute, das ich eine Agoraphobie als Symptom quasi habe und die Ursache ein Schocktrauma und ein Bindungs-Entwicklungstrauma sein könnte.

Ich bin gespannt über eure Berichte. Danke schonmal im voraus für jeden, der das gelesen hat und mir antwortet.
lachen

• • 07.10.2026 x 1 #1


11 Antworten ↓

alles_roger
@Sanrise
Hey Sanrise lachen Eine Agoraphobie hatte sich bei mir tatsächlich nach einem für mich traumatischen Erlebnis entwickelt und konnte letztendlich mit Hilfe einer sehr fundierten Traumatherapie erfolgreich behandelt werden. Alles Liebe für dich 🍀

• x 2 #2


A


Konfrontation klappt nicht

x 3


Sanrise
@alles_roger Hey Roger lachen ja bei mir hat das auch nach einem Vorfall angefangen. Das klingt total gut! Darf ich fragen, wie lange du die Agoraphobie davor hattest und ob du auch Konfrontationen gemacht hast?

Es ist ja wirklich so, das wenn Therapeuten hören Agoraphobie man meistens eine Verhaltenstherapie + Konfrontation bekommt.

Und war die Therapie ambulant oder stationär?

• #3


Peggy1
Hallo . Ich leide seit 26 Jahren unter Agoraphobie. Bei mir ist der Ursprung aus der Kindheit. Habe in stationärer und ambulanter Verhaltenstheraphie Trauma/ Hypnose dies aufgearbeitet , aber ich werde sie nicht los. Gerade in stressigen Zeiten ist es besonders schlimm. Hatte auch Phasen wo ich das Haus nicht verlassen konnte. Im Moment stecke ich auch wieder in einer Tiefphase und finde nicht raus. Motiviere mich jeden Tag raus zu gehen, weil ich mittlerweile weiß das es so so wichtig ist aktiv zu bleiben und sich nicht zuhause einzusperren, auch wenn man oft nur das möchte. Also Konfrontation ist sicherlich wichtig, aber finde für mich , dass ich mich mittlerweile nicht durch gewisse Situationen durch quälen muss. Hab ich oft gemacht und tat mir nicht gut. Bin mittlerweile da angekommen , dass ich das mache was sich richtig für mich anfühlt und ich mich dafür auch nicht mehr rechtfertige. wenn mal was nicht geht, dann ist das so.

• x 3 #4


Sanrise
@Peggy1 Hallo Peggy, puh 26 Jahre ist natürlich ein Brett.
Wie weit gehst du momentan raus, wenn ich fragen darf?
Gerade weiß ich noch nicht so Recht, wie ich mit meiner Angst umgehen soll. Jeder Therapeut sagt gefühlt auch was anderes und leider wird man auch irgendwann müde. Diese Erkrankung ist definitiv nicht einfach.

• x 2 #5


Peggy1
Ich gehe so im Umkreis von 10 km mittlerweile raus. Ist schon ein Meilenstein. Am liebsten auch alleine, dann kann ich jederzeit zurück wenn ich mich danach fühle und muss keine Ausreden mir überlegen. Versuche aber tatsächlich durch meine Ämgste durchzugehen, wenn ich draußen irgendwo die Angst spüre, nehme ich sie an und rede innerlich tatsächlich mit ihr, von wegen aha da bist du wieder, dich kenne ich und ich weiß du willst mich beschützen, aber das brauchst du nicht ich schaff das schon. Verstehst du was ich meine? Klappt natürlich nicht immer und oft werde ich nervös und unruhig, aber gerade dann ist es so so wichtig die Angst auszuhalten, denn sie beruhigt sich auch wieder. Habe in meiner Tasche auch immer gewisse Notfallskills, wie starke Düfte usw die ablenken

• x 2 #6


alles_roger
@Sanrise
Hey Sanrise, ich habe dir dazu eine PN geschickt. Hoffe, du kannst sie empfangen und lesen 😃 Liebe Grüße!

• #7


Windy
Bei mir hat Verhaltenstherapie auch nichts gebracht, wurde nur alles schlimmer davon. Gegen soziale Phobie, habe ich lange immer wieder Übungen durchgeführt, besonders in Gruppentherapie, wollte ich meine Anspannung/Ängste abtrainieren. Es brachte aber nie etwas. Nach Gruppe, war ich am Ende immer nur krank, also richtig mit Fieber im Bett, einige Tage. Irgendwann dachte ich mir dann, daß es das dann auch nicht sein kann und hab aufgehört mich selbst zu quälen, ohne daß was bei rauskommt.

• x 2 #8


Sanrise
@Peggy1 Das ist stark! Ja ich weiß was du meinst mit dem reden mit der Angst, hab ich auch schon gemacht.

Ich weiß nicht ich steck jetzt seit 2021 in dieser Straße fest. Ich habe auch das Problem, dass ich nur eine gewisse Stärke an Angst aushalten kann, wenn es zu stark wird, dann laufe ich schon direkt los und flüchte. :/ Es ist frustrierend. Skills habe ich auch aber die helfen mir leider auch nicht mehr, wenn ich richtig Panik bekomme.

• #9


Sanrise
@alles_roger ja ich habe geantwortet lachen

@Windy das klingt fies. traurig und jetzt machst du nichts mehr? Bei mir ist es glaube auch so, dass ich mir denke, es bringt ja dauerhaft nichts. So oft hab ich mir draußen gequält damit ich irgendwann eh wieder Zuhause hocke. Da verliert man auch irgendwann den Mut, dass das hilfreich ist.

• #10


alles_roger

Donnie_Darko
Reine Konfrontation war für mich nur in wenigen Fällen hilfreich. Ich habe mehr Erfolg wenn ich zusätzlich die Ursachen der Angst angehe.

• #12


A


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