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hallo liebe alle!
seit einigen tagen, geht es mir so schlecht wie schon lange nicht mehr!
in meinem kopf ist alles ganz irre! ich hab irgendwie kein bezug zu mir selbst, fühle mich gespalten, fremd, oder es kommt mir vor als würde ich mich selbst einbilden, als wäre ich gar nicht richtig da. mein körper und geist scheinen überhaupt nicht im einklang, der eine teil ist dort und der andere woanders. dann verstricken sich meine gedanken und ich denke so über sachen nach wie z.b. wie kann all das leben auf dieser welt so existieren und wie kann es sein, das ich lebe, lebe ich wirklich?
dann diese missempfindungen, das macht mich alles wahnsinnig!
ich könnte nur heueln!
ich weiß nicht ob es an meiner hormonstörung pms liegt und ich nun auch grad meine menses hab? ich weiß es alles nicht mehr! ich hab so angst davor durchzuknallen und schizophren zu werden!
ich kann durch meine menses auch momentan zu keinen therapeutischen gespräche gehen, da es mir mein körperlicher zustand unmöglich macht.
habe wahnsinnige kreislaufprobleme, übelkeit, schmerzen usw. liege total flach und jede bewegung ist zu viel!
habt ihr einen rat, oder ähnliches??

14.01.2010 23:17 • 02.02.2010 #1


PMS ist keine Hormonstörung! Ich habe das - genau wie ganz viele andere Frauen auch - und da ist es normal, dass man Angstzustände, Missempfindungen, Schmerzen, Depressionen, usw hat.
Rede mal mit Deiner Gynäkologin und kaufe dir Mönchspfeffer. Das hilft sehr gut! Allerdings muss man es regelmäßig nehmen und es fängt oft erst nach knapp vier Wochen an zu wirken. Ist dafür ohne Nebenwirkungen, gut verträglich und schadet nicht. http://www.awl.ch/heilpflanzen/vitex_agnus_castus/index.htm
Und auch hier gilt: Je mehr man sich darauf konzentriert, desto schlimmer wirds. Bei mir hilfts oft vor der Mens so viel zu entspannen wie möglich, mal ein Entspannungsbad zu nehmen und vor allem: Bewegung. Versuch mal täglich, vllt vor dem Schlafengehen, so eine gute halbe Stunde draußen rumzulatschen. Das kann ich nur empfehlen...

15.01.2010 12:05 • x 1 #2



Bewußtseinsveränderung/missempfindung

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Zitat von Ka-Tharina:
PMS ist keine Hormonstörung! Ich habe das - genau wie ganz viele andere Frauen auch - und da ist es normal, dass man Angstzustände, Missempfindungen, Schmerzen, Depressionen, usw hat.
Rede mal mit Deiner Gynäkologin und kaufe dir Mönchspfeffer. Das hilft sehr gut! Allerdings muss man es regelmäßig nehmen und es fängt oft erst nach knapp vier Wochen an zu wirken. Ist dafür ohne Nebenwirkungen, gut verträglich und schadet nicht. http://www.awl.ch/heilpflanzen/vitex_agnus_castus/index.htm
Und auch hier gilt: Je mehr man sich darauf konzentriert, desto schlimmer wirds. Bei mir hilfts oft vor der Mens so viel zu entspannen wie möglich, mal ein Entspannungsbad zu nehmen und vor allem: Bewegung. Versuch mal täglich, vllt vor dem Schlafengehen, so eine gute halbe Stunde draußen rumzulatschen. Das kann ich nur empfehlen...
Genau so mache ich es auch und es hat enorm viel geholfen ::PS: Bin in den nun auch in den Wechseljahren,,,


LG suma

15.01.2010 12:10 • #3


Hallo!

Ich kenne diese Gedanken und Missempfindungen ganz genau!
Man denkt dann, alles ist nur ein Traum und was ist wenn man tot ist! Ist dann wirklich alles vorbei?? Echte Horrorgedanken!
Ich denke dann auch immer, das Körperteile gar nicht zu mir gehören!
Bei mir ist es auch ganz schlimm kurz vor und während der Mens. werde mal meine Gyn fragen, ob man da was machen kann!

lg Jane

15.01.2010 16:34 • #4


hi.. diese depersonalisierung (Entfremdung) und/ oder derealisation (Unwirklicheitsgefühl) gehören soz. zur angsstörung häufig dazu. es ist auch eine abwehr der psche vor überlastung, sprich nach langem stress und bei dir plus hormonänderung schaltet der geist ein wenig ab oder kann die reize nicht mehr richtig verarbeiten oder was auch immer.. mir ist dann auch immer alles viel zuuuu laut und viel zuuu hell..
keine sorge: das sind keine wahnvorstellungen: du erkennst ja, dass deine wahrnehmung getrübt ist und hältst dich nicht authentisch für nicht existent.
ich kenn das leider auch und bei mir verindet es sich zu einer kaum aushaltbaren anspannung, die ich löse, indem ich ein gummiband am handegelenk schalzen lasse oder mich zwicke. ich hatte phasen da stand ich vor dem spiegel und hatte keinen bezug zu der frau die ich dort sah und erst als ich mich gezwickt habe erkannt, dass ich das real war und selbst dann hätte ich es nicht gefühlt. zieh dich zurück und lass dir nix einreden. in solchen phasen ist man dünnhäutig, beeinflussbar und noch unsicherer zu machen. deine psyche braucht ruhe und ruhe und ruhe. tut mir leid dass es dir grad so geht: aber du bist nicht allein- es ist oft auch bei mir so und kommt und geht.. lass dich drücken, lieben gruss

15.01.2010 17:19 • #5


Zitat von funnycosmo:
hallo liebe alle!
dann verstricken sich meine gedanken und ich denke so über sachen nach wie z.b. wie kann all das leben auf dieser welt so existieren und wie kann es sein, das ich lebe, lebe ich wirklich?
dann diese missempfindungen, das macht mich alles wahnsinnig!
ich könnte nur heueln!

Das klingt jetzt erstmal merkwürdig: Gut, dass es dir genauso geht. Denn ich hatte auch so 2,3 Wochen nach Weihnachten eine krasse DP / DR-Phase in der ich mich EXAKT diese Dinge gefragt habe und aufgrund dessen auch befürchtete, Wahngedanken zu entwickeln. Gut deshalb, weil das doch ein recht eindeutiger Beweis dafür ist, dass unsere Verunsicherung, ob wir und die Welt wirklich existieren, keine Wahngedanken sind, sondern mit Depersonalisierung und Derealisation einhergehen. Es ist doch logisch: Wer bei einer Angstattacke massives Herzrasen und Stolpern verspürt, wird sich danach immer wieder zwanghaft fragen, ob sein Herz krank sei und ob er bald einen Herztod stirbt, weil er das Vertrauen in die Selbstverständlichkeit seiner Herzfunktion verloren hat. Und je mehr er darüber nachdenkt, desto schlimmer wird das Herzrasen, was die Gedanken daran nochmal verstärkt. Typische Angstspirale. Das gleiche trifft auf DP und DR zu. Bei starker DP und DR glaubt man, sich nicht mehr auf seine Wahrnehmung der eigenen Person oder seiner Umwelt verlassen zu können. Man fragt sich, ob das alles (inklusive einem selbst) wirklich da ist. Solche Fragen bei DP und DR sind für mich im Nachhinein völlig verständlich. Ich würde mich eher wundern, wenn jemand, der sowas mal erlebt hat und zudem eine gewisse Vulnerabilität (Empfänglichkeit) für psychische Erkrankungen und Probleme hat, NICHT über solche Dinge nachdenken würden. Mit Wahn oder Schizophrenie hat das in etwa soviel zu tun wie Herzrasen aufgrund von Aufregung mit plötzlichem Herztod.

Ich bin übrigens nicht verrückt geworden, im Gegenteil, mittlerweile geht es mir deutlich besser. Bei mir war auch das Grübeln zwischenzeitlich noch schlimmer als DP und DR. Geholfen hat mir dabei eine strikte Tagesstruktur, die mir kaum Raum für Leerlauf ließ, zudem habe ich zweimal täglich eine Stunde Gedankenkonfrontation mittels Tonbandschleifen, wo ich meine schlimmsten Befürchtungen draufsprach, gemacht, was mir nach einiger Zeit geholfen hat, die Grübeleien besser in den Griff zu bekommen, was dann auch einen sehr positiven Effekt auf DP und DR hatte. Ich weiß nicht, inwiefern Zwangsbefürchtungen und Katastrophengedanken bei dir mit reinspielen, aber falls dem so ist, würde ich einer Gedankenkonfrontation mal eine Chance geben. Am besten natürlich mit therapeutischer Anleitung, aber wenn du derzeit überhaupt keine Möglichkeit dazu hast, findest du z.B. auch auf der Seite von Dr. Hans Morschitzsky, www.panikattacken.at Informationen über die Durchführung einer solchen Konfrontation.

Ich bin sehr optimistisch, dass du diese Zustände bald besser im Griff hast und drücke dir (und nicht zuletzt auch mir

03.02.2010 00:43 • #6




Dr. Hans Morschitzky