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Hallo ihr Lieben,

In einem anderen Post hab ich meine allgemeine Situation ja schon beschrieben.
Seit vorletzten Samstag habe ich wieder ziemlich heftige Herzrythmusstörungen. Es fing an besagtem Samstag nachts an. Ich wurde wach, spürte mein Herz rasen, musste plötzlich total dringend aufs Klo. Zurück im Bett bekam ich Schüttelfrost und musste alle 10 Minuten wieder auf Toilette. Natürlich hatte ich Angst, obwohl genau das schon 4 mal seit letztem Jahr passiert ist. Die Ärzte meinen das könnte ein Kurzschluss gewesen sein. Bei manchem Menschen liegen 2 Leitungen im Herz sehr nah zusammen und dann passiert sowas. Ätzend aber ungefährlich. Mich wundert nur, dass mir das in meinem Leben vorher nie passiert ist. Jedenfall stolpert mein Herz seitdem spürbar, sobald ich aufstehe oder etwas mache fühle ich mich unbelastbar und es schlägt schneller. Nach einer Weile muss ich sogar schneller atmen und das obwohl ich nicht das Gefühl habe gerade panisch zu sein. Fast dauerhaft hab ich ein brennendes stechendes Gefühl in der Brust.
Ich muss ehrlich sagen, ich mache mir sorgen

Wenn es psychisch bedingt ist kann ich es mir nur so erklären, dass ich vor dem "Kurzschluss" versucht habe Möglichkeiten zu finden meinen Job loszuwerden. Habe im Grunde keine gefunden und war sehr frustriert. Die letzte Woche hab ich mich trotz Herzrythmusstörungen und begleitsymptomen zur Arbeit geschleppt, da ich noch einiges aufarbeiten musste und mich vor dem Urlaub (beginnt nächste Woche) nicht krank melden wollte. Letzten Freitag ging dann aber gar nix mehr und seitdem liege ich mehr oder weniger zu Hause und schone mich. Seit Montag bin ich jetzt doch AU da ich mich nicht mehr weiter quälen konnte.

Meine Frage an euch ist: habt ihr dauerhaft diese Symptome oder geht das bei euch auch los sobald ihr Stress habt? Wie lange dauert so eine Phase bei euch und was macht ihr dagegen? Ich hab große Sorge, dass ich in diesem Zustand nächste Woche in den Urlaub fliegen muss ich hab mich so auf diesen Urlaub gefreut aber so könnte ich ihn nicht genießen. Habe eben beim Arzt angerufen um dich noch ein EKG machen zu lassen, aber die hatten schon zu ;(

Sorry, ist schon wieder so ein langer Text geworden... Danke fürs lesen!

PS: Im Dezember 15 wurde EKG, BelastungsEKG, Blutbild, Sono Schilddrüse und Herz gemacht. Extrasystolen waren deutlich erkennbar aber angeblich ungefährlich und sonst alles in Ordnung.

25.05.2016 14:03 • 15.09.2016 #1


FlorianMehne98
Hey,

mal ne kurze frage, welche 2 Leitungen sollen das sein? Mir wurde von einem Arzt genau das gleiche erzählt und Mittlerweile haben mir 2 Kardiologen und 1 Oberarzt bestätigt das es völliger Quatsch ist.

25.05.2016 15:48 • #2



An alle mit Herzrythmusstörungen/Herzklopfen/Herzrasen

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Das ist eine wirklich gute Frage! Ich hab dazu bisher auch nichts gefunden. Mir hat das ein Kardiologe gesagt. Mein Hausarzt hat davon gesprochen dass es sich auch um das sog. WPW Syndrom handeln könnte... Ich hoffe es nicht... Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es bloß eine Panikattacke war. Schonmal jemand nachts mit Herzrasen wachgeworden ? Ich versteh auch gar nix mehr. Sicher schienen meine Ärzte auch nicht. Hmmm...

25.05.2016 16:11 • #3


FlorianMehne98
WPW? Das wäre eine zusätzliche Leitungsbahn, die entfernt man normalerweiße über eine Herzkathederuntersuchung aber man sieht eigentlich auch direkt im EKG ob das vorliegt (Gefährlich ist es nicht). Bin noch nie mit Herzrasen wachgeworden nur morgens beim aufstehen habe ich Herzklopfen aber das ist normal weil ich immer aus dem Bett hechte wie ein Irrer Mach auf jeden fall mal einen Termin bei einem vernünftigen Kardiologen

25.05.2016 16:17 • #4


Man würde das im normalen EKG sehen? Hm. Also davon war bei mir weder beim normalen EKG noch beim Belastungsekg EKG die Rede. Beim EKG könnte man nur sehr regelmäßige extrasystolen sehen, die aber nach Ca 2 Wochen wieder aufgehört haben und wohl stressbedingt waren. Und beim Belastungsekg hieß es, mein Herz hätte ja nix drauf, ich solle 3 x pro Woche 30 Minuten Sport machen. Das ist wohl wahr... Ich hab 2012 mit Leistungssport aufgehört und fand seitdem auch keinen Gefallen mehr an Sport Ich hab die letzten Wochen versucht wieder mehr zu machen aber seit die stolperer und das brennen in der Brust wieder da sind hab ich mich natürlich geschont...

25.05.2016 16:25 • #5


FlorianMehne98
Jup, man würde so genannte Deltawellen festellen das ist eine Hebung vor der R-Zacke,die die Q-Zacke überlagert. Sport ist auf jeden fall eine gute Sache

25.05.2016 16:28 • #6


Du hast aber keine herzrythmusstörungen die psychosomatisch bedingt sind oder? Ich würde so gerne wissen wie lange es dauert bis das wieder besser wird. Irgendwie spüre ich keine Verbesserung ich weiß ich bin ungeduldig aber ich entspanne mich jetzt seit 5 Tagen und fühle mich bis auf einige ängstliche Gedanken auch gar nicht mehr so gestresst.

25.05.2016 16:31 • #7


Ja, kenne ich.
Kommt bei mir ab und an mal vor, daß ich aus dem Tiefschlaf aufwache
und plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, erst Herzstolpern, dann Herzrasen habe.
Ich spring dann vor Schreck aus dem Bett, huste ein paar mal kräftig und trinke schnell kaltes Wasser.
Das Herzrasen beruhigt sich recht schnell, danach spüre ich noch ein paar harte stolperartige
unrhytmische Herzschläge, nach 1-2 Minuten ist der Spuk dann vorbei.
Ist dann auch schon mal mit Todesangst verbunden.
Bei mir wurde vor Jahren ein Mitralklappenprolaps festgestellt.
Ungefährlich, aber diese nächtlichen Attacken sind widerlich.
Zum Glück nicht allzu oft.

25.05.2016 16:32 • #8


FlorianMehne98
Nein ich hatte aber mal richtige Herzrythmusstörungen, wichtig ist lass die Schonerei sein bau den Stress und alles andere durch Sport oder ein Hobby ab (Das wird dir auch jeder Arzt sagen) denn dir wird keiner sagen können wie lange das dauert, das liegt alles bei dir

25.05.2016 16:34 • #9


Wenn es doch schon nach 2 Minuten vorbei wäre x( ich brauche eher so 2-3 Stunden um überhaupt wieder einschlafen zu können. Ob die Angst da der Grund ist oder was anderes weiß ich auch nicht. Wie hat man das denn bei dir diagnostiziert?

25.05.2016 16:34 • #10


Der Prolaps wurde beim Kardiologen im Ultraschall mittels Farbdoppler erkannt.
Zudem macht das Herz beim abhorchen ein gewisses "Klick-Geräusch".

Glaube mir, anfangs war für mich die Nacht auch hinüber, nach solch einer Episode.
Inzwischen kenne ich es ja und komme mit der genannten Vorgehensweise klar.

Wichtig für Dich wäre, wie Flo bereits geschrieben hat, eine sportliche Aktivität, um deinem Herzen wieder zu vertrauen
und dir ein besseres Körpergefühl zu geben, wo nicht gleich jede Treppe zum unüberwindbaren Hinderniss wird.

Mein Kardiologe hat mir geraten 2-3 x die Woche für jeweils 30-40 Min. zu joggen.
Anfangs war die Geschichte von starken Rhaytmusstörungen begleitet, einfach war es nicht.
Sachte angefangen mit joggen und einigen Gehpausen.
Gehpausen langsam abgebaut, joggen langsam aufgebaut.

Der Kram braucht Geduld und 'ne Menge Ehrgeiz.
Von heut auf morgen geht es leider nicht.

Wünsche Dir viel Glück.

25.05.2016 16:44 • #11


Danke für eure Antworten. Ich hab es mir fast gedacht. Sehr fies Für mich als Sportmuffel ist das natürlich doppelt schwer... Aber ich hab wohl keine Wahl und ich will den Mist loswerden. Wenn ich dafür laufen muss werd ich es machen.

25.05.2016 16:53 • #12


Ich stelle die Frage einfach hier, damit ich nicht noch einen neuen Thread aufmache und hoffe ihr seht sie trotzdem

Wollen einen die Panikattacken irgendwas sagen? Ist es so, dass quasi die Seele aus irgendeinem Grund "AUA" brüllt und das immer lauter durch Angst und körperliche Symptome bis man die Ursache bzw das was der Seele weh tut abstellt?
Ich habe gehört, dass es oft hilft etwas Grundlegendes zu ändern.

In meinem Fall ist es so, dass ich sehr unglücklich mit meinem Job bin. Seit 6 Jahren arbeite ich dort, hab mir eingeredet dass das schon in Ordnung geht und ja nicht alles immer perfekt sein kann im Leben. Schließlich sind die Rahmenbedingungen gut und ich verdiene nicht schlecht. Allerdings verkümmern dort meine Fähigkeiten, ich konnte mich noch nie mit dem Job identifizieren und mittlerweile ist es so weit, dass mich der Kundenkontakt extrem belastet. Ich mag die restliche Tätigkeit auch nicht, aber im Grunde ist der Rest nur Büroarbeit, das ließe sich verschmerzen. Aber so langsam frage ich mich echt: jede Woche 40 Stunden mit etwas verbringen das sich sinnlos anfühlt und mich unglücklich macht? Leider bin ich in keiner Situation um einfach zu kündigen. Alternativen gibt es zumindest aktuell auch keine. Und wenn es mal welche gibt, ändert sich vllt das Aufgabengebiet aber ich glaube nicht dass ich woanders zufriedener wäre. Egal, genug geschwafelt...

Haltet ihr das für möglich? Das der Schlüssel zu mehr Gesundheit eine sinnvolle Veränderung im Leben sein könnte?

26.05.2016 22:05 • #13


Digo
also ich wache immer mit herzrasen auf wenn ich tagüber einschlafe. Morgens passiert es nicht. Außer ich habe viel gegessen und meine verdauung war am arbeiten. da bin ich auch schon mal davon nachts aufgewacht mit herzrasen. es ging vorbei - ich ging aufs klo. und gut wars wieder...

Also ich habe auch phasen (Tage bis Wochen), wo schlechter ist oder ich habe gar keine symptome

15.09.2016 16:20 • #14



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Dr. Christina Wiesemann