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Sunshine0800
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Hallo zusammen,
ich bin gerade in einer sehr schweren Phase und wollte mich einfach mal mitteilen, weil ich im Moment ziemlich überfordert bin.
Ich habe schon seit längerer Zeit mit starker Angst, innerer Unruhe und körperlichen Stresssymptomen zu tun. Außerdem bin ich in therapeutischer Behandlung (auch tiefenpsychologisch/psychoanalytisch) und beschäftige mich schon länger mit meinen Themen aus der Vergangenheit, unter anderem auch mit der Trennung/Scheidung meiner Eltern und vielen damit verbundenen Gefühlen, die sich immer wieder zeigen.
Trotz dieser ganzen Arbeit ging es mir zuletzt trotzdem nicht stabil gut.
Vor kurzem habe ich dann plötzlich die Nachricht bekommen, dass meine Oma verstorben ist, zu der ich sehr eng stand. Seitdem geht es mir psychisch extrem schlecht. Ich fühle mich stark überfordert, ängstlich, innerlich oft fremd und weiß gerade nicht, wie ich das alles sortieren oder aushalten soll.
Ich würde einfach gerne hören, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat – gerade wenn schon vorher viel Belastung da war und dann ein akuter Verlust dazu kommt – und wie ihr damit umgegangen seid.

29.06.2026 x 1 #1


3 Antworten ↓

bory
@Sunshine0800 Mein erster Impuls ist zu sagen: ich habe intensiv über den Verlust getrauert, aber liebevoll. Mit ganzen Herzen. Ich bin mir da nicht zu schade als Kampfsportler und Mann auch zu weinen, meiner Trauer so Ausdruck zu geben.
Wie die Angst ist Trauer ein Gefühl das ausgedrückt, erlebt werden will. Wegdrücken bringt nur mehr Druck auf den Kessel. Besonders wenn man gerade nicht so viel verträgt.

Ich konnte am Grab meiner Mutter bei der Beerdigung ihr ein Lied singen. Mir kommen heute noch Tränen der Trauer, aber auch der Dankbarkeit in die Augen.

Du machst eine gute Arbeit, wenn Du Dich dem allen stellst. Und du darfst Dich auch mal überfordert fühlen. Nicht aufgeben.

x 2 #2


A


Ängste/Verlust

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Zitat von Sunshine0800:
Hallo zusammen, ich bin gerade in einer sehr schweren Phase und wollte mich einfach mal mitteilen, weil ich im Moment ziemlich überfordert bin. Ich ...

Ich weine sehr viel aber war davor auch schon sehr überfordert. Ich bin eine Person die ganz schlecht alleine sein kann und sehr große Angst/Grusel vor dem Tod hat. Schon als Kind hat es mich traumatisiert wenn fremde Menschen gestorben sind ich konnte mich nie davon distanzieren es hat mich mitgenommen gegruselt…

#3


Kruemel_68
@Sunshine0800 Es ist völlig normal, dass einen der Tod einer engen Bezugsperson erst einmal aus der Bahn wirft, besonders, wenn man vorher schon nicht besonders stabil war.

In so einer Situation ist es wichtig, die unangenehmen und gefühlten unaushaltbaren Gefühle nicht einfach weghaben zu wollen, sondern dass man die Trauer akzeptiert und erlaubt, dass sie da sein darf. Wenn man Trauer verdrängt, nimmt sie sich irgendwann ihren Raum. Mach Dir bewusst, dass es nichts mit Deiner psychischen Erkrankung zu tun hat, sondern ein normaler, menschlicher Prozess ist.

Geht Schritt für Schritt, Tag für Tag weiter und schau, was Du jetzt, an diesem Tag gerade brauchst. Und lass es dann zu, egal was andere sagen. Trauer ist individuell und kann von sehr kurz bis sehr lang dauern. Und niemand hat ein Recht einem zu sagen, wie lange man trauern darf und kann.

#4





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