ich habe gehört, eine übertherapierte Schilddrüsenunterunktion kann die Ursache für Ängste sein. Könnten dann nicht auch z.B. Schwankungen des Schilddrüsenhormonpegels, die durch Kaffe und sonstige sich darauf dämpfend oder verstärkend wirkende Nahrungsmittel ausgelöst werden, Probleme machen? Und ggf. Ursache für Panikattacken und ähnliches sein?
Hat damit eventuell hier schon jemand Praxis-Erfahrungen gesammelt?
Falls das starke Auswirkungen hat wäre es ja bei der Therapie wichtig hier besonders auf Dosis und Ernährung zu achten.
• • 18.08.2026x 3#1
18 Antworten ↓
Sprotte Mitglied
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@Schildsucher Da hänge ich mich gleich mit rein. Schilddrüse ist kompliziert. Was meinst du mit übertherapiert? Kennst du neben dem TSH auch deine freien Werte? LG
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x 3#2
A
Ängste durch Schilddrüsenunterfunktion / Hormonschwankungen?
x 3
Sprotte Mitglied
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Ich habe seit ungefähr 25 Jahren eine Unterfunktion und bin viele Jahre mit Euthyrox zurechtgekommen. Seit einigen Jahren sind die freien Werte nicht so gut - viel ft4 / zu wenig ft3. Unterfunktion kann sehr viele Probleme und Symptome machen.
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x 3#3
kadisha Mitglied
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Hallo zusammen,
als es bei mir mit den Panikattacken anfing, war das drei Monate nach der Schwangerschaft. Exakt zur ersten Regel nach der Schwangerschaft hatte ich meine allererste Panikattacke. Es wurde nichts gefunden. Nur mein Tag war zu hoch. Es hat sich dann rausgestellt, dass ich Hashimoto habe. Ich bekomme meine freien Werte nicht hoch. Egal welche Dosis L thyroxin ich nehme. Der tsh geht runter aber freien Werte ziehen nicht mit an. Zuletzt war der ft4 zu hoch und der ft3 zu niedrig
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x 2#4
Sprotte Mitglied
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@kadisha Same here…..
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x 1#5
kadisha Mitglied
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Zitat von Sprotte:
@kadisha Same here…..
Es fing bei dir auch nach der Schwangerschaft an mit Panik und Schilddrüse ?!
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x 1#6
Sprotte Mitglied
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@kadisha Nein, das nicht. Meine Kinder sind schon groß - ich bin 65. Schilddrüsenunterfunktion habe ich seit 25 Jahren - Probleme erst seit sechs Jahren.
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#7
sandracookie Mitglied
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Ich kenne es von vielen, dass eine oder mehrere Schwangerschaften die Schilddrüse scheinbar in Mitleidenschaft ziehen bzw. die ganzen Umstellungen im Körper währenddessen da was zu triggern scheinen und anschließend Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto auftreten. Ich hab bisher keine Anzeichen auf Hashimoto (Antikörper negativ, US Schilddrüse i.O.), aber bin familiär vorbelastet und neige zur Unterfunktion, weshalb ich mit 25 Mikrogramm L-Thyroxin behandelt werde. Bei mir ist das nur ein kleiner Aspekt, der mit rein spielt in Bezug auf meine Angststörung und Depressionen. Weder der vit d Mangel (inzwischen ausgeglichen), noch die leichte Unterfunktion waren alleinige Ursache. Wenn man L-Thyroxin einnimmt, kann es bei den Blutwerten wohl irgendwann so aussehen, als ob man in der Überfunktion wäre, aber die ist quasi durch das Medikament und keine echte Überdosis - zumindest haben mir das die Ärzte so gesagt. In solchen Fällen wurde bei mir in der Vergangenheit maximal die Thyroxin Dosis gesenkt und dann geschaut wie die Werte sind. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das Einfluss auf meine Symptome hatte. Was Lebensmittel betrifft, die Koffein oder andere Wachmacher enthalten, so bringen die den Körper generell durcheinander und gerade wenn man auf Koffein empfindlicher reagiert (zittern, Unruhe, Herzklopfen) überschneidet sich das schnell mit Symptomen von Panikattacken. Ob es da auch konkrete Zusammenhänge mit dem Schilddrüsensystem gibt weiß ich nicht. Aber ich achte mittlerweile schon sehr auf den Konsum von Kaffee, schwarzen/grünen Tee und Energy Drinks und verzichte mittlerweile oftmals lieber, weil vieles was aktivierend wirkt, sofort mein Nervensystem überreagieren lässt. Das Problem hatte ich auch bei antriebssteigernden ADs, dass nur die Unruhe und Alarmbereitschaft gesteigert wurde und nicht der eigentliche Aspekt, dass man generell wieder mehr Energie und Motivation im Alltag hat, weshalb ich die Behandlungen abgebrochen habe.
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x 1#8
S
Schildsucher Mitglied
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Mit übertherapiert meine ich, ob ich vielleicht zu viel L-Thyrox bekomme und deshalb Symptome einer Überfunktion habe.
fT3 und fT4 sind bei mir im Normbereich, wobei fT4 bei der Messung fast über den Normalwert hinausgeschoßen wäre. War allerdings ohne Absetzen des L-Thyroxin gemessen. TSH basal wurde diesmal nicht mitgemessen, lag bei selber Medikation im Frühjahr immer so zwischen 1 und 2, also deutlich in der unteren Hälfte.
Die beiden Hashimoto Antikörper wären negativ und Schilddrüse ist im Ultraschall zwar etwas klein aber ansonsten unauffällig.
Da Menschen ja sehr verschieden sind hier eben die Vermutung ob das L-Thyroxin vielleicht eigentlich etwas zu hoch dosiert sein könnte und deshalb Symptome einer Überfunktion vorliegen.
Das mit dem Kaffee werde ich gleich umsetzen und auf koffeinfreie Variante wechseln. Da ich sehr viel Kaffe getrunken hatte und auch Morgens direkt nach der Tablette, könnte es sein dass normalerweise der Pegel gedrückt wurde - und wenn ich mal keinen Kaffe getrunken habe zu hoch war und damit Ängste ausgelöst hat.
•
#9
S
Schildsucher Mitglied
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Zitat von kadisha:
Hallo zusammen, als es bei mir mit den Panikattacken anfing, war das drei Monate nach der Schwangerschaft. Exakt zur ersten Regel nach der Schwangerschaft hatte ich meine allererste Panikattacke. Es wurde nichts gefunden. Nur mein Tag war zu hoch. Es hat sich dann rausgestellt, dass ich Hashimoto habe. Ich bekomme ...
Hallo kadisha,
das hört sich für mich an als könnte eine Umwandlungsstörung vorliegen.
EDIT: Und bei Sprotte hört es sich ähnlich an.
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x 1#10
kadisha Mitglied
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Zitat von Schildsucher:
Hallo kadisha, das hört sich für mich an als könnte eine Umwandlungsstörung vorliegen. EDIT: Und bei Sprotte hört es sich ähnlich an.
Das denke ich auch. Aber das war nur diesmal so extrem. Ich habe auch mein escitalopram abgesetzt und wieder klein eindosiert. Ich denke durch den Stress ist das Cortisol zu hoch was die Umwandlung bremst. Ich muss das beobachten. Ich hatte auch mal Thybon versucht. Damit ging’s mir auch nicht besser
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x 1#11
Sprotte Mitglied
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Ja, die Umwandlungsstörung… die Schulmedizin winkt ab; die Alternativmedizin hat viele Ideen - so richtig funktioniert das bei mir aber nicht. Was ich gerade gelernt habe - wenn die Nebennieren nicht gut funktionieren, kann die Schilddrüse das auch nicht. Speicheltests - auch von der Schulmedizin nicht anerkannt - können darüber Aufschluss geben. Gefährlich kann Morbus Addison sein - selten zwar, aber manchmal mit Schilddrüsenerkrankung zusammen, weil beides autoimmun. Es ist sehr komplex und kompliziert.
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x 1#12
Kaju Mitglied
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@Schildsucher also mir wurde vor 20 Jahren fast meine komplette Schilddrüse entfernt. Seit dem immer ein auf und ab. Im Jahr 22 ging es mir zunehmend schlechter. Extremes Herzrasen mit Panik, an schlaf war nicht zu denken. Es war der absolute Horror. Schuld war überdosierung L Thyroxin. Mein TSH war bei 0,1. Also hart. Ich musste erstmal die Tabletten aussetzen. Und dann die Dosis radikal runter Schrauben. Was auf jeden wichtig ist, das grundsätzlich eine halbe bis ganze Stunde nach Einnahme kein Koffein und keine Nahrung aufgenommen werden sollte. Desweiteren nehme ich meine Tabletten nur noch mit Leitungswasser, da manchmal die Mineralwasser zu viele Nährstoffe haben was die Aufnahme auch verfälschen kann. Schilddrüse ist schon ein harter Gegner. Manchmal lässt es mich echt verzweifeln. Endokrinologe ist für mich ein wichtiger Ansprechpartner geworden. Die haben einfach mehr Ahnung. Ach und der Grund warum meine Dosierung auf einmal zu hoch eingestellt war, ich hatte helicobacter. Der wurde behandelt. Und nachdem der Keim behandelt wurde, fing es an. Der Endokrinologe meinte das der Helicobacter die Aufnahme von Lthyroxin auch hemmt. Das fand ich schon sehr interessant.
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x 3#13
-juli Mitglied
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@Kaju wieder was dazugelernt… Das wusste ich auch noch nicht.
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x 2#14
S
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@kaiju Dass ein Helico Bacter da Auswirkungen haben könnte wäre ich nie drauf gekommen. Wegen dem Kaffee, das betrifft auch koffeinfreien Kaffe, richtig? Und solange man den Abstand einhält ist alles in Butter?
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#15
Greta__ Mitglied
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Zitat von Kaju:
@Schildsucher also mir wurde vor 20 Jahren fast meine komplette Schilddrüse entfernt. Seit dem immer ein auf und ab. Im Jahr 22 ging es mir ...
Same here. Schilddrüse 1998 entfernt. Täglich L-Thyroxin, immer mit Leitungswasser und erst 30 Minuten später der 1. Kaffee.
2024 extreme Angst und Panikattacken entwickelt, 24/7. Ich war in den Wechseljahren und es hat fast 1 Jahr gedauert bis mal jemand an die Schilddrüse gedacht hat. Schlimm. 😪😪 L-Thyroxin musste reduziert werden. Von 150 in Schritten auf 100.
Das war eine wirklich schlimme Zeit, wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht.
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x 2#16
Kaju Mitglied
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@Greta__ ja das ist heftig. Das will man nicht erleben. Aber wir haben auch das überstanden. Lg
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x 1#17
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@Schildsucher also ich würde mit allem warten. Und eine halbe Stunde ist ja nicht doll. Das kann man aushalten. Dann gehst du auf Nummer sicher. Und wichtig ist die Schilddrüse in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen. Also Werte und auch Beschaffenheit. Ich find es auch immer nervig. Aber was muss das muss. 😅 Es ist nunmal eines der Organe was viel mit Angst und Panikattacken auslösen kann. Oder auch das Gegenteil. Wenn es genau anders herum ist. Also unterdosiert. Dann kann man viel mit Erschöpfung, Müdigkeit und auch Depressive Phase haben. Lg