Zitat von KiraStuttgart26: Ich fühle mich unsicher , einfältig und kann mich schlecht aufs Gespräch konzentrieren weil ich mich selbst dauernd beobachte und denke dass ich dann auch komisch wirke.
Wenn wir schon beim Thema "Ich" sind ... Ich will nochmal diesen Part aufgreifen: "weil ich mich selbst dauernd beobachte".
Die Frage dabei ist, wie intensiv der Abstand deines Beobachters zu dir selbst ist. Wobei hier zuerst die Frage wäre, was ist "Beobachter" und was "Beobachtete". Bin mir da selbst unsicher. Am einfachsten wird es sein die Dualität von Körper und Geist anzuwenden:
Beobachtete: Körper (der ohne sich selbst bewusst seiende Mensch).
Beobachter: Geist (die sich ihrer selbst bewusste Person).
Bei mir sind beide manchmal sehr getrennt. So als ob es zwei verschiedene wären. Die Geist-Person hat dabei keinen Einfluss auf den Körper-Mensch. Sie beobachtet ihn nur wie er tut und macht, als würde es die Geist-Person gar nicht benötigen. So wie ein von den Eltern emanzipiertes Kind, dass selbständig ist. Aber, die Geist-Person beobachtet, bzw. erscheint es ihr so, bzw. geht sie davon aus, dass der Körper-Mensch sich seiner selbst nur körperlich bewusst ist und nicht geistig. Er läuft wie ein Uhrwerk. Er funktioniert. Und insbesondere wird beobachtet, dass er ohne die Geist-Person für diese zufriedenstellend antwortet und spricht und sich verhält.
Manchmal ist es so sehr getrennt, dass es unmöglich erscheint, dass die Geist-Person Einfluss auf den Körper-Mensch nehmen kann. Rein theoretisch sollte sie das aber jederzeit und immer tun können - um korrigierend eingreifen zu können. Aber in diesen Situationen scheint es da eine Blockade zu geben, wie eine unüberwindbare unsichtbare Hürde, eine Spaltung — schizo.
Die meiste Zeit hat es den Anschein, dass der Beobachter (Geist-Person) im Vordergrund ist und dabei gar nicht beobachtet, da sie selbst die Position der Beobachteten (Körper-Mensch) einnimmt. Insbesondere ist dies zu bemerken durch die unsagbar ekelhaften Erfahrungen mit Depersonalisation, bei der eine fremde Geist-Instanz den Körper einnimmt. Wobei ... bei dieser Betrachtung könnte es auch sein, dass eine fremde Körper-Instanz den Körper einnimmt und damit zugleich die eigene Geist-Person von dieser Position verdrängt und abdrängt zu einer reinen Beobachter-Instanz, die dann nichts mehr zu sagen und zu walten hat. Damit wäre Depersonalisation eine Erscheinung innerhalb von schizo. Eventuell ist es aber auch so, dass ich eine eigene Definition von Depersonalisation habe, die eher schizo ist. Laut der offziellen Definition bedeutet Depersonalisation nicht, dass eine andere Instanz den eigenen Körper übernimmt.
Damit wäre aber Körper nicht Fleisch und Knochen und Blut (Organismus), sondern Geist, sowie der bisher hier beschriebene Geist wäre geistiger Geist. Das ist dann der typische Wechsel der Sichtweise von Dualität zu Trinität. Alles erscheint neu und nichts vom vorherigen ist mehr gültig.
Trinität:
Körper = Organismus (Mensch)
Geist = sich seines Geistes unbewusst lebender Mensch
geistiger Geist = sich ihres Geistes bewusst lebende Person
Bei dieser Betrachtung ist die Geist-Instanz sich deswegen seiner selbst nicht bewusst, da sie diese Instanz selbst ist. Sie sieht sich nicht selbst. Sie sieht nur den Organismus. Also ist sie das pure "Ich" als Körper, das sich nur insoweit seiner selbst bewusst ist, als dass es Raum einnimmt und tut und macht.
Die geistiger-Geist-Instanz ist sich dabei deswegen ihrer selbst bewusst, weil sie die Geist-Instanz beobachtet und sich dabei zudem bewusst ist/wird, dass sie aus dieser hervorgeht und also auch "ist" ("ist" = Flexion von "sein" = Bewusstsein).
Wird jetzt die antike Mythologie angewandt, dann besagt diese, dass im Grunde nur die geistiger-Geist-Instanz existiert und Geist und Körper sich aus dieser ergeben, durch Musterbildung. Während die geistiger-Geist-Instanz die Mustererkennung ist.
Das ist insoweit schlüssig, da Beobachter beobachten beobachtend eine Eigenschaft ist. Die antike Mythologie besagt, dass die Basis des Universums eine Eigenschaft ist. (sehr speziell: die Eigenschaft "nicht" = unbegreiflich).
Also kommen wir der Sache näher, denn nicht der Mensch (Körper), und auch nicht der Organismus (Geist, inklusive Hirnfunktionen bezüglich "reagieren") war am Anfang, sondern geistiger Geist. Durch die Existenz von "geistiger Geist" entstand Geist und Körper.
Der Beobachter-Instant ist die Basis. Aus ihr geht alles hervor. Ohne sie gäbe es alles andere nicht. Das ist eine komplett konträre Sicht- und Denkweise zur gegenwärtigen.
Erst somit ist die dieses Thema betreffende Beobachtung zu begreifen. Wir beobachten das, was aus der "geistiger Geist"-Instanz hervorgeht und sich scheinbar (illusiorisch) von dieser distanziert/abtrennt - schizo.
Meine Beobachtungen im Bezug zu meiner Definitoon von Depersonalisation - bei der eine andere Instanz den Geist und somit Körper (das Verhalten betreffend) übernimmt, ergeben, dass diese fremde Instanz ebenso aus der eigenen "geistiger Geist"-Instanz hervorgeht und demnach gar nicht fremd ist, sondern es sind (fremde, da bisher nicht eigene) Eigenschaften (Verhalten) einer anderen Person, die übernommen werden. Wieso? Keine Ahnung. Zumal es sehr ekelhaft und schrecklich ist. Es fühlt sich (nur) so an, als sei es fremd. Tatsächlich ist es uns sehr vertraut und "eigen" geworden. Wir wechseln den Charakter bishin die Persönlichkeit.
Die Frage an dich, KiraStuttgart26 ist nun, wie du die Beobachtung deiner selbst erlebst im Bezug zu "Distanz" und "fremd" sowie "eigen". Würdest du sagen können, das bist schon noch du, also gehört zu dir ("eigen"), oder besteht ein Abstand ("fremd")? Dies auch im Bezug zur Kontrolle seiner selbst, inklusive dem "ich würde gerne anders sein, aber weiß nicht wie" bishin "so will ich nicht sein" und "das bin ich nicht"/"das bin nicht ich".