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Tavor ist kein Allheilmittel. Leider wird kein Valium mehr verschrieben. Damit hatte ich früher bessere Erfahrung.
Zuletzt war ich 14 Tage im KH. Zur Beruhigung beantragte ich auf Bedarf eine Medikation. Es wurde 1 mg Tavor verschrieben. Diese nahm ich jeden Abend und sie halfen mir sehr gut zu schlafen. Tagsüber war ich etwas gelassener. Nach dem KH nahm ich sie nicht mehr. Die erste Woche hatte ich extrem schlecht geschlafen, mich stetig im Bett hin und her gewälzt, war unruhig, ein unruhiger Schlaf. Tagsüber war ich davon erschöpft. Dann las ich im Beipackzettel: "Nicht bei Persönlichkeitsstörung einnehmen." Volltreffer! Ich hatte das den Ärzten aber gesagt. Hat sie scheinbar nicht interessiert. Heute scheint Tavor das Standardmittel zu sein, so wie es früher Valium war, nur dass es nicht wie Valium ist, sondern Gefahren birgt. Die Nächte in der ersten Woche nach dem KH waren eine Qual. Das war dann wohl ein Absetzsyndrom. Ein solches, mit anderen Symptomen, hatte ich schon einmal: SSRI-Absetzsyndrom. Das war auch eine extreme Qual, aber tagsüber. Die Ärzte sagten damals: Wenn sie das haben, dann sind sie noch nicht gesund. Da habe ich es weiter genommen. Erst beim dritten Versuch hatte ich mich wochen- und monatelang gequält (in den ersten Wochen war es extrem), bis es endlich besser wurde. Aber es war sogar noch Jahre danach spürbar. Beim Tavor wurde es zum Glück nach einer Woche besser und war danach nicht mehr zu spüren. Ob es andere Schäden verursacht hat, weiß ich nicht. Ich hatte es im KH am ersten Tag Morgens genommen und war den ganzen Tag über verwirrt und konfus und benebelt und abgeschweift. Das bin ich Monate danach immer noch kurzzeitig gelegentlich, kann aber auch an was anderem liegen.
Von einem Bekannten ist mir bekannt, dass dieser nach einer Herz-OP Infusion mit Ketamin bekommen hat, was für seine starke entspannende Wirkung bekannt ist. Beim Bekannten wirkte es aber gegenteilig. Dieser wurde darauf aggressiv. Anstatt das Medikament abzusetzen, haben sie ihn fixiert. Nach dem es abgesetzt wurde, war er wieder friedlich wie zuvor und hatte sehr verstörende Erinnerung an die Zeit unter Ketamin.
Es gibt mittlerweile Initiativen, die sich dafür einsetzen, dass es endlich anerkannt wird, dass Medizin bei Mann und Frau anders wirken kann. Ich würde sagen, dass das nicht unbedingt nur vom Sexualorgan abhängt, sondern an vielem mehr.
06.09.2026 22:37 •
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