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Tulpe88

Tulpe88
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Hallo liebes Forum, ich habe das gestern schon einmal in einem alten Thread zum Thema gepostet, aber leider noch keine Reaktion erhalten, weshalb ich hier noch einmal neu fragen möchte:
Ich nehme seit einigen Jahren Olanzapin, bin vor einem halben Jahr circa von 5mg auf 2,5mg täglich runter gegangen, in Absprache mit meiner Ärztin. Das hat auch alles gut geklappt. Nun will ich aber wegen der Nebenwirkungen es ganz absetzen, und es klappt nicht. Ich hatte bereits zwei missglückte Versuche. Nach ein paar Tagen war ich nur noch ängstlich, und die Gedanken haben immer um die gleichen Ängste und Sorgen gekreist, ich kam gar nicht mehr zur Ruhe. Meine Ärztin möchte auch, dass ich es absetze, aber ich habe Angst, es noch einmal zu versuchen mit den ganzen Absetzsymptomen. Es nur jeden zweiten Tag nehmen oder auch mal ein paar Tage am Stück weglassen klappt zwar, aber nach einer knappen Woche geht es nicht mehr ohne. Hat jemand Erfahrungen damit, diese Minidosis auszuschleichen, mit möglichst wenig Absetzerscheinungen? Und was habt ihr in der Zeit gemacht, in der diese Absetzerscheinungen auftraten, um euch zu beruhigen, und klar zu kommen?

• • 20.10.2026 #1


21 Antworten ↓

L
@Tulpe88
2,5 mg ist keine Minidosis!
Psychopharmaka soll man immer in ganz kleinen Schritten absetzen!
Dosis halbieren, oder einfach weglassen, klappt bei den meisten gar nicht.
Jeden 2. Tag oder länger, funktioniert auch nicht.
Hast du Tabletten oder Kapseln?

• #2


A


Olanzapin langsam absetzen

x 3


Tulpe88
2,5 mg ist die kleinstmögliche Tablettengröße bei Olanzapin, die verkauft wird.
Ich nehme Tabletten @luciana

• #3


L
Zitat von Tulpe88:
2,5 mg ist die kleinstmögliche Tablettengröße bei Olanzapin, die verkauft wird. Ich nehme Tabletten @luciana

Ok, dann kannst du es mit der Wasserlösemethode reduzieren.In der Apotheke Spritzen mit 10 ml und 2 ml kaufen. In ein Glas kommen 100 ml Wasser, Tablette rein, und solange rühren bis sie aufgelöst ist.
Wenn alles gelöst ist (das kann 10 Minuten dauern, nicht alle Tabletten lösen sich schnell, dann rühren, damit sich nichts unten absetzt, und aus dem Strudel 10 ml rausziehen und wegspritzen.
Den Rest trinken.
Damit hättest du 10% von 2,5 mg abgesetzt.
Diese Dosis nun 2-4 Wochen halten. Beim nächsten Absetzschritt dann wieder 10% der letzten Dosis abziehen und wegspritzen, usw. Dafür die Dosis immer im Dreisatz berechnen. Es sind also bei ersten Mal 10 ml, beim 2. Mal 19 ml, usw.
Du kannst auch in 10 ml auflösen und dann 1 ml wegspritzen (dafür dann die kleinere Spritze)

Für ein schonendes Absetzen ist diese Wasserlösemethode bestens geeignet. Man vermeidet starke Absetzsymptome, und gibt der Gehirnchemie immer ausreichend Zeit sich auf die neue Dosis einzustellen.
Wie du merkst dauert es damit aber sehr lange.
Man sollte immer 10% der LETZTEN Dosis absetzen. Psychopharmaka sind sehr potente Medikamente und sollte schonend ein und ausgeschlichen werden.Ärzte raten immer die Dosis zu halbieren und dann wegzulassen. Das geht fast immer in die Hose. Wwenige beschäftigen sich wirklich mit Absetzsyndromen, und haben schlicht keine Ahnung. Erst wenn man selbst mal erlebt hat wie schlimm Absetzsymptome sind, beginnt man zu recherchieren.

Du kannst dir auch eine Feinwaage kaufen und alle paar Wochen ein wenig von der Tablette abkratzen und wiegen, dass du immer auf 10 % weniger der letzten Dosis kommst.
Viel Erfolg!

• x 3 #4


1660
@Tulpe88

Hallo
Darf ich fragen wielange Du das Olanzapin genommen hast? Wie ist es Dir damit gegangen? Mir wurde es jetzt verschrieben. Habe aber keine Schizophrenie u. Angst sie zu nehmen. Die Psy . sagte das man drauf ruhig wird u. nicht müde. 🙏

• #5


Tulpe88
@1660

Hallo, ich nehme das Olanzapin seit sechs Jahren. Am Anfang noch in höherer Dosis, ich glaube 10mg. Dann irgendwann 5, und jetzt 2,5mg seit einem halben Jahr.
Also, ich habe den Eindruck, dass ich von Olanzapin irgendwie dösig werde. Die Ängste hat es gut bekämpft. Allerdings hat es in den ersten Monaten meinen Appetit EXTREM gesteigert. Ich hatte gar kein Hungergefühl mehr, und habe infolgedessen fast pausenlos gegessen. Das Ergebnis waren +30kg innerhalb weniger Monate. Habe ähnliches von anderen Leuten, die das Medikament genommen haben, gehört.

• #6


1660
@Tulpe88
Danke🍀Die Ärutin hat gesagt ich werde ruhig davon. Was hat Dein Magen zu dem vielen Essen gesagt?
Hast Du ein anderes Medikament auch genommen?
Was hast Du für eine Krankheit?

• #7


Tulpe88
@1660

Mir war öfter übel von den ganzen Essen, ja. Das Problem war, dass zu dem ständigen Hungergefühl noch dazu kam, dass sich meine Gedanken nur ums Essen gedreht haben.
Ich habe zusätzlich über die Jahre noch verschiedene Antidepressiva eingenommen, und nehme jetzt, seit ich Olanzapin in kleinerer Dosis nehme, zusätzlich noch Abilify, was den Antrieb steigert.
Ich habe eine Angststörung, Panikstörung, PTBS und schizoaffektive Störung.

• #8


1660
@Tulpe88
Das wundert mich.
Ich habe auch eine Angststörung aber keine Schizofrenie.

• #9


L
Zitat von 1660:
@Tulpe88 Das wundert mich. Ich habe auch eine Angststörung aber keine Schizofrenie.

Olanzapin wird auch bei Angststörung und PTBS als beruhigendes Medikament verschrieben. Es beruhigt, man schläft besser, und der Appetit wird auch besser. Viele mit Angststörungen haben ja auch Appetitmangel, Übelkeit, usw. da hilft es ebenfalls gut. Es wird deshalb auch bei nicht schizoaffektiven Erkrankungen off label gegeben.
@1660du kannst ja wenig essen, leidest oft unter Übelkeit, hast Probleme dein Gewicht zu halten, und du hast eine Angststörung. Deshalb würde das Olazapin für dich passen.
In welcher Dosierung wurde es dir verordnet?
Versuch es doch mal in niedriger Dosierung einzuschleichen. Olanzapin kann man auch teilen, soviel ich weiß, also könntest du die 2,5 mg nochmal halbieren.
Versuch es doch einfach.

• #10


1660
@luciana
Die hat mir 2,5 mg verschrieben.
Du kennst mich u. weißt das ich von den Medis ein Trauma habe.

• #11


L
Zitat von 1660:
@luciana Die hat mir 2,5 mg verschrieben. Du kennst mich u. weißt das ich von den Medis ein Trauma habe.

Ja, das weiß ich, aber scheinbar brauchst du eine medikamentöse Therapie um aus deinem Loch raus zu kommen.
Du hattest ja nun schon mehrere Medis verschrieben bekommen, aber alle wieder schnell abgesetzt, oder gar nicht erst probiert, weil du so Angst vor Medikamenten hast.
Wenn du eine kleine Dosis ausprobierst, wirst du keine schlimmen NW spüren. Beim Olanzapin wirst du maximal ein wenig müde, und du bekommst Appetit. Mehr passiert da nicht. Wenn du einen guten Spiegel aufgebaut hast, also nach 7-10 Tagen merkst du auch schon eine gute angstlösende Wirkung. Bei schizoaffktiven Erkrankungen wird es in viel höherer Dosis gegeben.
Hast du es schon mal eingenommen, oder nur verordnet und noch nicht getraut zu nehmen?

• #12


1660
@luciana
Habe es gestern verschrieben bekommen . Die 2,5 mg mussten erst in der Apotheke bestellt werden Habe sie jetzt zu Hause.

• #13


L
Kannst ruhig mal eine halbe nehmen. Da wirst nix merken, außer dass es dir besser geht, oder bisserl müde.

• #14


1660
@luciana
Bleibt das dann so? Ich nehm schon die 1 mg Temester u. bin so müde. Trotzdem aber nervös.
Ich wollte was wo ich ruhiger werde

• #15


1660
@luciana
Die Psy. hat gesagt ich muss die Temester nehmen

• #16


L
Zitat von 1660:
@luciana Bleibt das dann so? Ich nehm schon die 1 mg Temester u. bin so müde. Trotzdem aber nervös. Ich wollte was wo ich ruhiger werde

Nach der Einschleichphase wird das besser, das ist nur am Anfang so. Bei der niedrigen Dosierunge merkst du wahrscheinlich gar nichts.
Das mit deiner Psychiaterin ist unverständlich.
Temesta ist ein Notfallsmedikament, und sollte nach ein paar Wochen "Notfall" wieder ausgeschlichen werden. Es ist kein Dauermedikament.
Wenn du jetzt das Olanzapin bekommen hast, sollte das anstatt dem Temesta sein. Nicht schlagartig absetzen, aber zumindest mal reduzieren. Wenn du immer müde bist, dann reicht sicher auch eine kleiner Dosis von Temesta.

• #17

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1660
@luciana
Danke

• #18


1660

L
Ja kann ich mir vorstellen. Sie ist dann ja nicht Langzeitabhängige.
Und ob ich was absetzen darf oder will, entscheide ich selbst.
Man muß nicht immer machen was einem ein Arzt sagt, noch dazu wenn es nicht gut tut.
Du hast keine Epilepsie wo es als Notfallsmedikament legitim wäre.
Benzos sind Notfallsmedijamente und nicht für Dauereinnahme. Sie wirken immer weniger gegen Angst je länger man sie nimmt.
Bei Langzeiteinnahme führen sie oft zu Depressionen oder verstärken sie. Im Alter kann eine Demenz begünstigt werden.
Niemals schlagartig absetzen, sondern immer langsam ubd schrittweise.
Deine Psychiaterin macht es sich einfach;)
Wenn dein Temesta so gut wirken würde gegen deine Angsterkrankung dann bräuchtest du ja kein anderes Medikament und es würde dir supergut gehen.
Du leidest aber noch immer sehr, was hilft es dir also?

• #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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