Hallo, als Einzekind aufgewachsen, musste ich schon früh alleine spielen oder mir aktiv jemanden suchen. Damals wie heute hatten aber fast alle Geschwister. Meine Großeltern zogen mich groß. Andere Generation. In der letzten Schule kein Ärger, aber auch keine Freunde. Kontakt heute noch zu einer Schulkameradin von der Grundschule an. Treffen umgeht sie aber und ich möchte auch nicht mehr fragen. Also Kontakt per WhatsApp. Ansonsten hauptsächlich Kontakt per WhatsApp zu Bekannten (Job, frühere Kollegen, eine Frau vom Katzenverein). Ich habe 3 Kinder. Aber die Großen sind bald und absehbar erwachsen und das jüngere Kind ist ein Junge und möchte auch nicht mit Mama groß was noch unternehmen. Ich habe 3 Katzen. Um die kümmere ich mich gerne. Es macht mich traurig, immer wieder enttäuscht zu werden. Man lernt Leute lenken, unterhält sich, schreibt Nachrichten, manchmal geht man auch in Gruppen. Trotzdem ist es nicht von Dauer.Ich möchte auch nicht mehr fragen. Habe ich oft genug. Meist wurde konkret nichts daraus oder es wurde abgesagt. Egal, ob von früher oder über die Kinder. Größtenteils Fehlanzeige. Mein Vater hat eine Frau und 3 weitere Kinder. Kontakt geht so. Zu meiner Mutter ein Verhältnis wie zu einer Nachbarin. Schwiegereltern alt und krank. Nun bin ich 44 und blicke traurig auf andere, die eingebunden sind, sich treffen, zusammen im Cafè sitzen. Es gibt sogar Frauen, die fahren zusammen in den Urlaub. Ich bin alleine. Und irgendwann werden auch meine Kinder weg sein und nur noch zu Besuch kommen. Warum haben andere Freundinnen? Mit denen sie etwas unternehmen?Ich mag mich gar nicht mehr bemühen. Zuletzt zerschlug sich wieder ein Treffen mit zwei Frauen von weiter entfernt. Lange geplant, sich ausgemalt und darauf gefreut. Endlich mal 2-3 Tage von zu Hause weg. Etwas anderes erleben und sehen. Plötzlich hatte die eine doch keine Zeit und tausend Ausreden. Zum Glück war noch nichts gebucht und bezahlt, was kurz bevorstand. WInder in jemandem getäuscht, dem man viel anvertraut hat. Geht es jemandem auch so?
@karlakolummna Hey, es tut mir unglaublich leid, dass du dich gerade so fühlst. Das Gefühl der Einsamkeit und der Gedanke, keine Freunde zu haben, können unglaublich schwer auf der Seele lasten. Es ist absolut verständlich, dass dich das traurig und vielleicht auch hilflos macht – dieser Schmerz schneidet oft tiefer, als man es in Worten ausdrücken kann. Wenn du magst, nimm dir für einen Moment diesen einen Gedanken ganz fest zu Herzen: Deine aktuelle Situation bestimmt nicht deinen Wert als Mensch. Dass du dich gerade einsam fühlst, bedeutet überhaupt nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt oder dass du nicht liebenswert bist. Oft spielen Lebensumstände, große Veränderungen, Umzüge oder manchmal auch einfach eine Pechsträhne eine Rolle dabei, wie sich unser soziales Umfeld entwickelt. Auch wenn es sich gerade verdammt isoliert anfühlt, bist du mit diesem Gefühl nicht allein auf der Welt. Millionen von Menschen kennen exakt diesen Schmerz und stehen irgendwann vor demselben Punkt – und viele von ihnen finden auch wieder einen Weg heraus. Der wichtigste erste Schritt ist jetzt, ganz behutsam und voller Selbstfürsorge mit deinen eigenen Emotionen umzugehen. Erlaube dir die Traurigkeit, aber verurteile dich nicht selbst dafür. Hab ein bisschen Geduld mit dir und dem Leben, denn soziale Kreise können sich auch wieder im Kleinen neu formen. Alles Liebe für dich 🫶