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F
Hallo ihr Lieben,

heute, als ich wieder einmal gedankenversunken am Kindergarten stand und auf meine Tochter gewartet habe, während meine Gedanken immer noch bei irgendwelchen Ärzten waren, erschrak ich vollkommen, weil irgendein Vieh (eine Mücke oder Fliege) auf mich zuflog. Ich wollte dem Vieh hinterhersehen, aber es war nicht mehr da. Ich könnte gerade über mich selbst lachen, aber es hat mich wirklich erschreckt, genauso wie zwei Tage zuvor an derselben Stelle, als ein Blatt vom Baum in Richtung meines Kopfes fiel. Ich habe es bemerkt und mich total erschrocken. Im Moment bin ich so schreckhaft. Ich zweifle langsam an mir selbst. Bin ich schizophren, weil ich mir dieses Vieh eingebildet habe? Oder habe ich mich einfach so sehr in meine Gedanken vertieft, dass ich meine Umgebung nur halb wahrgenommen habe? Kennt das jemand?

26.10.2007 16:40 • 10.10.2023 #1


26 Antworten ↓


SonneD
Hallo feuerelfee,

sowas passiert mir auch schonmal, wenn ich an der Bushaltestelle oder so stehe. Dann bin ich so in Gedanken und erschrecke mich auch, wenn eine Mücke mir plötzlich vor die Nase fliegt!

Wieso denkst du denn, dass du dir das Vieh eingebildet hast? Und was hat das mit schizophren zu tun? Das ist doch etwas ganz anderes, oder nicht?

Ich denke nicht, dass du dir darüber größere Gedanken machen musst, ich finde das völlig normal.

Viele Grüße von SonneD!

26.10.2007 16:49 • #2


A


Bin ich schizophren?

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F
ja keine ahnung, ich hab das halt nicht so war genommen das da was is und hab mich dennoch erschreckt... mein freund hat letzens mit so einer mini taschenlampe rumgeleuchtet, das hat mich auch ziemlich hochgejagt weil ich dachte da kommt was auf mich zugerasst... mir viel anfang des jahres nen fetter spiegelschrank auf den kopf so das ich ins KH musste, ob ich das evt gerade unterbewusst verarbeite?

26.10.2007 16:53 • #3


SonneD
Hallo feuerelfee,

ich glaub, ich würd mich auch erschrecken, wenn jemand mit einer Taschenlampe plötzlich rumleuchtet. Ich bin generell auch ein sehr schreckhafter Mensch.

Das könnte ich mir gut vorstellen, dass du deshalb so schreckhaft bist, weil du Anfang des Jahres den Unfall mit dem Spiegelschrank hattest.

Also ich denke, du solltest dir keine Gedanken machen, dass das irgendwie eine Krankheit ist, die da dahinter steckt.

Viele Grüße von SonneD!

26.10.2007 17:08 • #4


T
Hallo Feuerelfe,

ich finde auch, dass du dir darüber keine Gedanken machen solltest. Es geht doch allen Menschen mal so, dass sie in Gedanken vertieft sind, und sich dann erschrecken, selbst wenn es sich nur um eine kleine Fliege handelt. Und wir Angsthasen neigen ja dazu, ständig in Gedanken zu sein ;o).

Versuche doch mal, dich außerhalb einfach mehr auf deine Umwelt zu konzentrieren. Dies lenkt dich auch ein bissi vom Denken ab ;o)

28.10.2007 20:44 • #5


J
Hi,

das ist kein Prob, kenn ich auch, grade wenn ich mal ne labile Phase habe. Hab auch schon an Schizro gedacht, ist aber quatsch. Ich denke dass kommt daher da man innerlich angespannt ist und so einiges dann als Bedrohung empfindet, was aber gar nicht fundiert ist.

28.10.2007 20:48 • #6


A
ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen..

ich bin, bis auf ein paar ausnahmen, dauerdepressiv. ab und zu habe ich auch das gefühl gar nicht in der realität zu sein, als wäre ich nur beobachter meiner selbst.. sitz auch meist allein in meiner wohnung und muss mich regelrecht zwingen raus zu gehen und etwas mit meinen freunden zu unternehmen. wenn ich in meinen spiegel sehe, sehe ich eine hübsche 20-jährige frau, aber das bin nicht ich. ich wäre aber gern wie sie.. auch wenn ich traurig bin, sehe ich in den spiegel, dann komme ich mir nicht so allein vor. ich kriegs auch oft hin gleichzeitig zu lachen und zu weinen, weil ich mich in dem moment nicht entscheiden kann welches gefühl stärker ist. ich mag gefühle, sie erinnern mich daran, das ich menschlich bin. als ich damals angst hatte, zb vor der dunkelheit, habe ich mir immer gedacht, das mein ich mich an die hand nimmt und mir damit die angst nimmt. ich habe mich daran gewöhnt und dachte nur noch im sinne von: ,,wir gehen jetzt brötchen kaufen wir, also ich und mein anderes ich. zudem habe ich auch immer sehr pessimistische stimmen in meinem kopf, die mir oft sagen das ich nie gut genug für etwas sein werd usw.

danke schon mal im vorraus für eure hilfe..

23.08.2011 13:55 • #7


Christina
Hi,

hörst du die Stimmen richtig oder denkst du nur über dich selbst so negativ? Warst du schon mal in Therapie?

23.08.2011 14:30 • #8


A
ich versuche positiv über mich zu denken, aber die stimmen erschweren es mir..

nein war noch nicht in therapie, dachte das ich das alles selbst lösen kann.. bzw mit der hilfe anderer menschen..

23.08.2011 14:41 • #9


Christina
Hm, wenn man Stimmen hört, muss man noch längst nicht schizophren sein. Aber du solltest auf jeden Fall mal zu einem Nervenarzt gehen, denn dauerdepressiv zu sein, sich so zurückzuziehen und auch die Stimmen, das alles tut dir nicht gut. Das ist überhaupt keine Schande, im Gegenteil, oft ist es gut, sich professionelle Hilfe zu holen, statt sich allein rumzuquälen.

Liebe Grüße
Christina

23.08.2011 15:12 • #10


Strand
Liebe Amanda,

ich stimme Christina zu dass Du auf jeden Fall mal zum
Nervenarzt gehen solltest.
Bei Deiner Depression kann Dir auf jeden Fall geholfen werden, Du musst nur bereit sein Dir professionelle Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Wenn Du eine längere Wartezeit beim Psychiater hast, dann geh doch mal zu Deinem Hausarzt und schildere wie es Dir ergeht.
Wenn Du keine richtigen hörbaren Stimmen hörst, sondern nur so negative Gedanken über Dich selbst wie viele Menschen haben, denke ich nicht dass Du eine Schizophrenie hast.
Einen gewissen Dialog hat ja jeder in seinem Kopf

LG
Strand

23.08.2011 15:22 • #11


M
Hallo Amanda,
ich gehöre zu den sogenannten Stimmenhörern und das ist wirklich schlimm. Angefangen hat es bei mir ganz ähnlich so, wie du deine Situation schilderst und mit der Zeit ist es immer schlimmer geworden. Ich hatte wirklich einen kleinen Mann im Kopf, der selbständig mit mir gesprochen hat. Mir konnte kein Arzt und keine Therapie helfen.
Erst ein Freund, der mir wieder neuen Lebensmut zugesprochen hat, konnte den bösen Geist vertreiben. Ich würde Dir raten, einfach ein bisschen offener auf Menschen zuzugehen. Also nicht: ,,wir gehen jetzt Brötchen kaufen, sondern, Ich habe Lust auf ein paar Brötchen, der Bäcker hat auf, ich geh los und: auf gar keinen Fall darüber nachdenken, wie du auf andere wirkst, eher: hey, der Taxifahrer eben hat mich nett angesehen, vielleicht findet er mich auch hübsch und ich habe einen guten Eindruck auf ihn gemacht. Was ich sagen will, versuche dich einfach ein bisschen als Teil der Gesellschaft zu sehen. Mir hat das sehr geholfen. Einfach ausprobieren!

23.08.2011 15:36 • #12


U
für was sollst du nicht gut genug sein?


ich kenne es von mir das ich mir immer wieder fehler die ich gemacht habe vor die augen führe. viele vergesse ich schnell wieder, andere hohlen mich früher oder später ein.

23.08.2011 20:22 • #13


A
danke für eure antworten. zu den stimmen, gedanken kann man steuern, stimmen nicht. es ist zu damals auch schon erheblich besser geworden, ich hatte davon oft starke kopfschmerzen und dank der pessimistischen stimmen dacht ich mit 9 das erste ma an selbstmord, hatte jedoch zu viel angst vor schmerzen. mit 13 hatt ich aber erst n messer vor mir liegen..
geholfen hat mir nur mein jetziger freund, ich kann ihm alles erzählen und er ist der erste der nicht vor meinem hirn angst hat. es ist sehr befreiend..
trotzdem hab ich angst ihn deshalb zu verlieren. die stimmen waren bei ex freunden stärker, ging eig imma darum das ich schluss machen sollte..
die sache mit dem nicht gut genug ist auf meine mutter zurückzuführen:
ich bekam eine 6 in einer schularbeit - ich bekam eine woche hausarrest und fernsehverbot
ich bekam eine 1- sie guckte und sagte: ,,na da scheints ja keine schwere arbeit gewesen zu sein. oder sie unterschriebs und sagte gar nichts..
(im durchschnitt stand ich immer auf 2,4 also nicht ganz soo schlecht wie ich finde..)

23.08.2011 22:46 • #14


U
hattest du mal keinen freund? wenn ja, was hast du dann gedacht?

24.08.2011 18:35 • #15


A
ich hatte eig immer jmd.. doch wenn i paar monate niemanden hatte, ham sich die stimmen mehr auf die schule verkrampft..

28.08.2011 18:25 • #16


U
das von der schule kenne ich echt, das andere nicht, habe ja nie eine freundin...

ich schätze das ist normal bis zu einem gewissen grad.

aber vielleicht bin ich ja auch krank.

gehst du noch zur schule?

02.09.2011 16:05 • #17

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A
nein bin arbeitslos..
was meinst du mit das ist normal bis zu einem gewissen grad ? das ich immer n freund hatte?

07.09.2011 13:17 • #18


U
nein meinte ich nicht. ich versteh das jetzt auch nichtmehr, schizophrenie ist so eine schlimme erkrannkung, und trotzdem glücklich mit dem freund. wie viel zeit verbringt dein freund mit dir?

08.09.2011 19:05 • #19


A
mein freund verbringt fast jeden tag mit mir.. er weis von allem, von den stimmen, depressionen usw.
er ist der erste, der keine angst vor meinen gedanken hat.. er hilft mir u unterstützt mich immer

ich hab jetzt auch rausgefunden das es keine schizophrenie ist, sondern eine dissotiative identitätsstörung mit neurotischen depressionen.

lg

09.09.2011 11:31 • #20


A


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Dr. Reinhard Pichler