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Niiv
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Hallo,
nachdem ich nun schon seit drei Jahren stiller Mitleser bin muss ich doch mal einen Beitrag schreiben…

Ich leide seit drei Jahren an Panikattacken und Depressionen. Habe seitdem Verhaltenstherapie und war in einer Psychosomatischen Tagesklinik.

Ich hatte im letzten Jahr zum Glück nur kleine Anflüge von Panik die ich gut in den Griff bekam, bevor sie stark wurden.
Vor zwei Wochen allerdings hatte ich Unterbauchschmerzen rechts, die sich hauptsächlich bei Draufdrücken zeigten und in manchen Bewegungen. Der Schmerz war nicht stark aber doch zu merken. Natürlich habe ich dann obwohl ich es besser weiß das googeln angefangen und alle Blinddarm Symptome erstmal ausgeschlossen. Ich habe dann aber trotzdem immer weiter dran rumgedrückt und bin in eine Spirale gefallen in dem ich mich den ganzen Tag überprüft habe.
Nachts kam dann die Panik: die Schmerzen waren etwas doller und auf einmal kam eine Welle von *beep* Angst nach einigem hin und her sind mein Mann und ich in die Notaufnahme gefahren. Dort waren alle sehr nett, haben Blut abgenommen etc. und die Ärztin machte einen Ultraschall und tastete die üblichen Druckpunkte ab. Es war alles unauffällig und sprach nicht für eine akute Blinddarmentzündung. Lediglich die Leukos waren auf 15,7 erhöht, CPR nicht da ich ihr aber erzählte dass ich eine Paradontitis habe war das für sie nicht weiter aufregend. Die Schmerzen ließen lustigerweise auch Stück für Stück nach während wir dort waren. Daheim angekommen war ich erstmal total beruhigt und schaffte es schnell einzuschlafen. Die Schmerzen verliefen sich in den nächsten drei Tagen und bei der Nachkontrolle des Blutes sind die Leukos auch wieder gesunken auf 10,3. in diesen drei Tagen kontrollierte ich allerdings meine Temperatur ständig (kenne ich aus der Vergangenheit von mir auch)

Ich hatte dann zwei Wochen keinerlei Beschwerden. Hatte aber immer wieder Gedanken ob die Blinddarmentzündung nicht doch kommt.
Bis der Donnerstag kam: mir war an den Tag wieder etwas komisch und ich meinte noch zu einem Freund im Scherz nicht dass die Bauchschmerzen wieder kommen. Das taten sie dann abends, allerdings diesmal nicht nur auf der rechten Seite sondern auch in der Mitte (sogar eher) ich schaffte es die eine Nacht durchzuhalten weil es diesmal wieder nur auf Druck im Sitzen, aufstehen oder drücken aushaltbar zog. Merkte aber dass ich doch etwas Panik bekam. Leider verschwanden die Schmerzen nicht wie vor zwei Wochen sondern blieben (nahmen aber nicht an Intensivität zu) ich ging dann Freitags zum Hausarzt und machte einen Termin beim Gyn für Dienstag aus. Mein Hausarzt tastete mich ab (Schmerzen waren stärker in der Mitte, rechts ziepte es bisschen) nahm Blut und Urin ab und ich soll mich Montag melden. Er meinte unbedingt gynäkologisch abklären er gehe aber nicht wirklich vom Darm aus. Anscheinend hielt er ein Ultraschall nicht für nötig.
Zu Hause war alles ok bis die Nacht kam…Ich hatte es irgendwann nicht mehr ausgehalten permanent dieses Gefühl und Schmerz zu haben und merkte wieder wie Todesangst kam, also wir wieder in die Notaufnahme gefahren diesmal in ein anderes Krankenhaus, dort schaute mich nur eine Gyn. An. Ultraschall von Gebärmutter und Tastbefund unauffällig. Blut stand noch aus. Gerade als wir gehen wollten kam sie auf mich zu und fragte ob der Blinddarm noch drin ist, ich bejahte und sie meinte die Leukos sind erhöht auf 15,2. ich meinte dass sie das vor zwei Wochen schon waren und sie meinte nur wenn sie sich übergeben, starke Schmerzen haben, Fieber unbedingt wieder kommen. Das hat mich wieder so dermaßen verunsichert. Ich versuche mir aber zu sagen dass wenn sie sich wirklich Sorgen gemacht hätte bestimmt noch ein Bauch Ultraschall gemacht hätten…

Daheim angekommen hab ich mich ins Bett gelegt und hatte drei Panikattacken mit heftigem Zittern bis ich irgendwann dank bewussten Atmen und viel Lavendel eingeschlafen bin. Und heute am Samstag was soll ich sagen die Schmerzen sind noch da. Ich schmiere mich mit Schmerzöl ein, Buscopan und Paracetamol hilft nicht wirklich. Allerdings habe ich zumindest das Gefühl dass es wirklich weniger weh tut wenn ich drüber streiche.
Tagsüber war alles soweit ok und jetzt wo es wieder dunkel ist merke ich wie die Panik wieder kommt. Was ist wenn es doch der Blinddarm ist? Was ist wenn es etwas anderes ist? Was ist wenn es schlimmer wird? Und da kriecht die Angst wieder hoch und ich bin wieder kurz davor in die Notaufnahme zu fahren, obwohl ich weiß dass ich schon 2x dort war. Ich fühle mich halt gestern nicht richtig untersucht. Ich habe Angst, Angst, Angst. Mein Mann sagt ich bin seit zwei Wochen von vier verschiedenen Ärzten untersucht worden und keiner hat es nötig gesehen mich ins Krankenhaus aufzunehmen. Ich weiß ja dass er recht hat…Aber es beunruhigt mich dass diesmal diese Schmerzen nicht weggehen.
Ich werde morgen überlegen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst zu gehen oder ich schaffe es noch einen Tag durchzuhalten und am Montag abzuwarten was mein Hausarzt sagt und dort um einen Ultraschall bitten.

Ich weiß nur echt nicht was ich solange machen soll. Ich wende alle Tricks an aber die Panik ist trotzdem da. Ich kann mich tagsüber ganz gut ablenken aber nachts kommt die große Angst. Ich will nicht zu jemanden werden der ständig in die Notaufnahme fährt…vor allem wenn sich nichts verschlimmert hat.
Ich weiß auch dass ich in den letzten Wochen starken psychischen Stress habe weil es einige Themen gibt für die ich keine Lösung finde, aber die Bauchschmerzen sind ja real. Ich bin verzweifelt.

Was macht ihr bei akuten und auch nicht kurzfristigen Körpersachen? Wie schafft ihr es beruhigt zu sein?
Wie hält man das aus?

Entschuldigt den langen Text.

• • 03.10.2026 #1


2 Antworten ↓

Donnie_Darko

N
Ja auch der war unauffällig,vor zwei Wochen auch schon

• #3





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