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Alien2
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HALLO zusammen

Seit 2021 hat sich mein Leben durch Missempfindungen stark verändert und habe seit dem praktisch ein 2. Leben bekommen - ein eingeschränktes Leben durch die Herzphobie. Angefangen hat alles mit den Herzstolpern usw. denke die Herzneuroser:innen kennen das.

Zu Beginn war es so schlimm, dass ich mich fast ausschliesslich in meinem Wohnquartier und in meinem Zuhause frei bewegen konnte. Abends mal in die Innenstadt zu gehen oder auszugehen war unmöglich.
Auch hatte ich Zuhause oft Schiss, wenn das Herz mal wieder gerumpelt hat und konnte nicht entspannen. Zuhause hab ich diese Ängste mittlerweile auch nicht mehr und im normalen Alltag fühle ich mich zu 80% wohl

Mittlerweile ist das kein Problem mehr in der Stadt und auch naheliegende Ortschaften, die man mit der Tram erreichen kann, sind kein Problem. Also diesbezüglich gab's ein Fortschritt (nach 3 Jahren ist das auch zu erwarten 🤔 )

Nur das Zugfahren ist ein Riesenproblem wenn ich in eine andere Stadt muss, die 1 bis 2 h entfernt ist. Die Züge fahren ja auch teilweise durch die Pampa durch Wälder für 10 bis 20 Minuten am Stück und da bin ich dann ausgeliefert.
Mit Begleitung geht es mittlerweile. Das war auch ein grosser Schritt mit dem Zugfahren (also Fahrten, bei denen ich mindestens 13 Minuten nicht raus kann)
Leider hab ich nicht so ein grosses Umfeld und kann nicht jedes Mal jemanden darum bitten, mich wohin zu begleiten und dann wieder abzuholen, das ist ganz klar.
Dummerweise hab ich jetzt jemanden, den ich ganz gerne mal öfters besuchen möchte und kann es nicht alleine und ich ärgere mich so fest über mich, wieso ich nicht einfach entspannt und normal sein kann.


Ich verstehe meine Angst nicht mehr so genau, ich habe Angst, im Zug einen Herznotfall zu erleiden und dass Hilfe zu weit weg ist, wenn der Zug sich gerade irgendwo in der Pampa befindet.
Aber im Alltag und Zuhause fühl ich mich doch mittlerweile sicher, das macht keinen Sinn im Zug Angst zu haben.
Ich habe das Gefühl, es geht gar nicht mehr um die herzphobie, sondern dass sich das irgendwie verschoben hat und zu einer Agoraphobie entwickelt hat, aber wie genau besiege ich die Agoraphobie?

Auch die Vorstellung mit dem Zug nach z.B Paris zu fahren und dort Urlaub zu machen, bereitet mir Angst, denn selbst wenn ich die Zugfahr überstanden hätte, würde ich mich dort verloren und unsicher fühlen und hätte Angst vor dem Rückweg. Ich denke mmer " wie komme ich wieder nach Hause, wo ich mich wieder wohl fühlen würde".

Ich hab jetzt einen Begleitdienst kontaktiert, die solche Dienstleistungen anbieten, wo mich jemand begleiten würde, allerdings ist das natürlich teuer und ich bezahle es selbst, da es ja um meine Freizeitgestaltung geht und die KK das nicht übernimmt, was auch ok ist. Bin mal gespannt wie das wird. Am meisten hilft mir übrigens, wenn eine Person mit medizinischem Hintergrund mich begleitet. Kennt ihr das?

Ich hab echt keine Idee, wie das jemals wieder gut wird und welche Denkansätze helfen könnten, da gibts ja echt nichts was hilft.

Wie habt ihr ds gemacht und kennt Ihr das Gefühl und diese Angst und wurde es jemals besser?
Liebste Grüsse

• • 10.10.2026 #1




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Dr. Christina Wiesemann
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