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Theking

Theking
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Hallo zusammen, ich bin total verzweifelt, vielleicht kann einer mir helfen und kennt das Gefühl selbst. Ich leide schon immer an starken Ängsten und psychischen Problemen. Seit einem Monaten kamen noch schwere depressive Verstimmungen hinzu. Plötzlich machte ich mir quälende Gedanken über die Vergänglichkeit und alles fühlt sich bedrohlich traurig und fremd an. Hatte Mirtazapin bekommen, um wieder zu schlafen, das ging auch gut für 2/3 Wochen und Sertralin 50mg, davon nahm ich aus Angst jedoch nur 25mg. Es ging mir seit vorletzte Woche allmählich besser und ich dachte, ich hätte meine Probleme wieder im Griff. Konnte meinen Alltag wieder bewältigen. Aber seit vorgestern gehts mir wieder schlagartig schlechter. Fing damit an, dass ich unruhiger schlief, mehr Alpträume hatte. Jetzt habe ich wieder diese ekligen Gefühle, so ein Gefühl, mein Leben endet bald. Ich bin 26 Jahre alt, körperlich habe ich keine Beschwerden, war ja noch letzten Montag beim Thaiboxen. Aber ich kriege das Gefühl nicht weg. Vielleicht hätte ich in der guten Phase von letzten Wochen 50mg Sertralin nehmen sollen, statt 25mg. Das Ding ist auch, ich bin nicht nur depressiv sondern auch ohne Grund eine komische plagende Unruhe und vor allem, wenn ich im Bett liege, kriege ich unkontrollierte wirre Gedanke, Gefühle und das bedrohliche Gefühl, das das die Endphase meines Lebens ist und ich früher als andere sterben werde.

• • 10.10.2026 x 2 #1


39 Antworten ↓

Raffa1974
SSRI's wie Sertralin können starke Unruhe auslösen, bis hin zu Suizidgedanken. Informiere dich vielleicht mal umfassend über Antidepressiva, bevor du einfach so alles schluckst. So schnell wird nicht gestorben

• x 5 #2


A


Gefühl bald zu sterben

x 3


E
Wende dich bitte zeitnah an den Arzt, der dir das Mirtazapin und das Sertralin verordnet hat.
Er sollte das wissen, wie es dir aktuell mit der Medikation geht und auch, dass du nur 25mg genommen hast.
Eine richtig schwere Depression kann sich schon mal so anfühlen, als wäre das Leben bald vorbei.
Von deinen Stimmungsschwankungen solltest du ihm auch berichten, dass du also kürzlich noch beim Sport gewesen bist und nun wieder völlig down.
Angstzustände zeigen sich ja oftmals als innere Unruhe. Innere Unruhe IST oftmals Angst.
Wenn es dir sehr schlecht geht, kannst du auch übers WE die 116 117 anrufen und vielleicht traust du dich ja doch noch, 50mg Sertralin zu nehmen.
Sprich mit dem Arzt. Er kann dir aktuell am besten helfen.

• x 1 #3


F
Hi Theking
Ich habe schon öfters darauf hingewiesen, dass der Mensch aus vielen Ängsten besteht.
Gute Ängste und Ängste, die nur Schlechtes auslösen.
Wie schön wäre es, die Angst, ähnliche einem Lichtschalter, für immer auszuknipsen.
Das geht nicht, aber Angst kann man täglich überwinden, das mache ich jeden Tag.
Ich habe gelernt, wie das geht!
Du hast die Wahl, starke Medikamente schlucken, oder Entspannung und Atemübungen einzusetzen.
Aber einfach ist es nicht.
Ich wünsche dir, dass du auch lernst, wie man seine täglichen Ängste überwindet.
Servus

• x 1 #4


Schlaflose
Zitat von Theking:
und das bedrohliche Gefühl, das das die Endphase meines Lebens ist und ich früher als andere sterben werde

Das kann man nicht vorausfühlen oder -sehen, es sei denn es wurde eine Krankheit diagnostiziert, die vorzeitig zum Tod führt, oder aber man hilft nach.

• x 1 #5


Theking
Mich plagt einfach der Gedanke, dass da was im Hirn ist, ein Tumor oder so. Weil ich wirklich so wieder wirre diffuse Gedanken habe, kaum schlafe und verrückt zucke.

• x 1 #6


M
Zitat von Theking:
Plötzlich machte ich mir quälende Gedanken über die Vergänglichkeit und alles fühlt sich bedrohlich traurig und fremd an.

Vergänglichkeitsgedanken drängen sich in Angstphasen insbesondere dann auf, wenn man sich mit Vergänglichkeit grundsätzlich noch nicht ausreichend beschäftigt hat.
Zitat von Theking:
Mich plagt einfach der Gedanke, dass da was im Hirn ist, ein Tumor oder so. Weil ich wirklich so wieder wirre diffuse Gedanken habe, kaum schlafe und verrückt zucke.

Hier hilft es, sich mit der Funktion von Neurotransmittern zu beschäftigen. Wie sie arbeiten, wie sie aktiviert, angeheizt und beruhigt werden können. Gutes Buch hierfür: "Was die Seele essen will" v. Julia Ross. Alles Gute!

• x 2 #7


kadisha
Zitat von moo:
Vergänglichkeitsgedanken drängen sich in Angstphasen insbesondere dann auf, wenn man sich mit Vergänglichkeit grundsätzlich noch nicht ...

Oh ja! Dieses Buch ist der Hammer ! Hast du ihre Empfehlungen zu Supplementen umgesetzt? Bzw getestet ?

• #8


L
Hey

Habe mir deine Themen angeschaut. Du bist einfach komplett überreizt, du bist nicht verrückt.
Es sind Depressionen/Ängste und Derealisation. Gerade letzteres geht mit existenziellen Zwangsgedanken einher.

Du bist nicht verrückt. Ich kenne es auch sehr gut.
Es wird besser 🫶🏻

• x 1 #9


Schlaflose
Zitat von Theking:
Mich plagt einfach der Gedanke, dass da was im Hirn ist, ein Tumor oder so. Weil ich wirklich so wieder wirre diffuse Gedanken habe, kaum schlafe und verrückt zucke.

Das sind aber keine Symptome eines Hitntumors. Die sind in erster Linie körperlicher Art. Oft fängt es mit Kopfschmerzen im Liegen mit Übelkeit und Erbrechen an, da der Tumor einen erhöhten Hirndruck verursacht. Und dann kommt es zu neurologischen Ausfallerscheinungen, je nachdem, an welcher Stelle des Gehirns der Tumor sitzt, z.B Sprachstörungen, Sehstörungen wie Sehfeldausfälle, Doppelbilder, ungleiche Pupillenreaktion, Lähmungen, Gangstörungen, Krampfanfälle u.ä. Verwirrtheit und Wesensveränderungen können auch zusätzlich auftreten, aber erst im fortgeschrittenen Stadium, wenn man schon viele andere Symptome hat.
Muskelzucken gehört definitiv nicht zu den typischen Symptomen und auch Schlafstörungen nicht. Ich habe beides seit zig Jahren und bin gesund.

• #10


Theking
Ja aber meine Schlafstörungen und unkontrollierte Gefühle und verwirrtheit fühlt sich so bedrohlich und endgültig an…. Denn ich habe überhaupt keinen Zugriff auf die wirren diffusen traumartigen Gedanken und Gefühle.
Oder wenn kein Tumor dann vielleicht andere hirnkrankheit wie Lewy Körper Demenz wo man auch depressiv wird. Aber ich drehe mich Kreis das weiß ich…

• x 1 #11


Theking
Ja aber ich glaube ich sterbe. Bin so am Ende. Wenn’s kein Tumor dann ne andere schwerwiegende hirnkrankheit, denn ich kann diese unkontrollierte Flashbacks Erinnerungen komische diffuse Gedanken sonst nicht erklären. Ich zucke inzwischen auch mit dem Kiefer und ganzem Körper .

• x 1 #12


Schlaflose
Zitat von Theking:
denn ich kann diese unkontrollierte Flashbacks Erinnerungen komische diffuse Gedanken sonst nicht erklären

Das ist typisch psychisch.

• x 1 #13


rolf54
Das einfachste ist, du gehst dich bei einer Neurologin abklären!
Dann weisst du was physisch und was psychisch ist. Ich bin sicher, es ist psychisch. Das hilft dir aber nicht, deshalb lass dich neurologisch abklären.

• #14


Theking
@rolf54 danke für die Antwort. Kann aber die Psyche echt so heftig reagieren? Kann man so kaputt sein?

• #15


E
Zitat von Theking:
Ja aber ich glaube ich sterbe. Bin so am Ende. Wenn’s kein Tumor dann ne andere schwerwiegende hirnkrankheit, denn ich kann diese unkontrollierte Flashbacks Erinnerungen komische diffuse Gedanken sonst nicht erklären. Ich zucke inzwischen auch mit dem Kiefer und ganzem Körper .

Als Flashbacks bezeichnet man in der Psychologie das intensive Wiedererleben von traumatischen Ereignissen inklusive der damit verbundenen Gedanken und Emotionen.

Flashbacks werden meist durch Schlüsselreize (Trigger) ausgelöst. Sie können von unterschiedlichen Gefühlen geprägt sein (Wut, Freude, Angst, Trauer) und dauern meist wenige Sekunden bis zu einer Minute.
Physiologische Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Herzklopfen, Zittern, etc. sind möglich.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch Flashbacks, die im Rahmen von psychischen Erkrankungen (z.B. posttraumatische Belastungsstörung) und Suchtmittelmissbrauch auftreten.

Wenn es grad so schlimm ist, wie du sagst, dann gehe bitte morgen zum Arzt (oder auch heute noch in die Notaufnahme einer Psychiatrie).

• #16


E
Zitat von Theking:
Ja aber ich glaube ich sterbe. Bin so am Ende. Wenn’s kein Tumor dann ne andere schwerwiegende hirnkrankheit, denn ich kann diese unkontrollierte Flashbacks Erinnerungen komische diffuse Gedanken sonst nicht erklären. Ich zucke inzwischen auch mit dem Kiefer und ganzem Körper .

Als Flashbacks bezeichnet man in der Psychologie das intensive Wiedererleben von traumatischen Ereignissen inklusive der damit verbundenen Gedanken und Emotionen.
Du hast keine "Gehirnkrankheit", aber es kann sein, dass dein Gehirnstoffwechsel gerade gestört ist.
Bei einem Flashback verwechselt das Gehirn die Vergangenheit mit der Gegenwart, weil einige wichtige Hirnbereiche nicht mehr richtig zusammenarbeiten.

Flashbacks werden meist durch Schlüsselreize (Trigger) ausgelöst. Sie können von unterschiedlichen Gefühlen geprägt sein (Wut, Freude, Angst, Trauer) und dauern meist wenige Sekunden bis zu einer Minute.
Physiologische Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Herzklopfen, Zittern, etc. sind möglich.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch Flashbacks, die im Rahmen von psychischen Erkrankungen (z.B. posttraumatische Belastungsstörung) und Suchtmittelmissbrauch auftreten.

Wenn es grad so schlimm ist, wie du sagst, dann gehe bitte morgen zum Arzt (oder auch heute noch in die Notaufnahme einer Psychiatrie).

• x 1 #17

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M
@kadisha Klar, sonst hätte ich's nicht empfohlen. 👍

• x 1 #18


rolf54
@Theking : du bist nicht kaputt! Die Psyche kann sehr viel anrichten. Das kann Angst machen und wird zum Teufelskreis. Habe damit leider auch sehr viel aushalten müssen. Wenn es die Veranlagung dazu ist, gehört es zum Leben. Anstrengend und doch lebenswert. Viele Menschen haben schwere körperliche Leiden. Du bist jung und zu 99.99 % körperlich gesund. Lass dich neurologisch abklären, dann hast du Gewissheit und kannst dich auf deine Ängste konzentrieren. Es ist der bessere Weg, als dir noch lange Zeit die Lebensqualität zu nehmen.

• #19


Theking
Danke für die zahlreichen Tipps. Ich habe nur so einen Leidensdruck und die Befürchtung, dass meine Probleme vielleicht Therapie und Medikamenten resistent sind. Habe von Fällen gelesen, wo den Patienten garnicht mehr geholfen werden konnte. Habe so ein panisches Gefühl, dass meine Schlafstörungen Depressionen und verfremdete Wahrnehmung unbehandelbar sind.

• x 2 #20


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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