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HerosFan87

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Was könnte psychisch hinter meinen Beschwerden stecken? Ich suche Erfahrungen und Rat.

Hallo zusammen,

ich wende mich an euch, weil ich psychisch momentan sehr belastet bin und hoffe, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen mir helfen können, meine Beschwerden besser einzuordnen.

Meine Ehe ist seit Februar 2025 beendet. Hinter mir liegen elf Jahre Ehe mit schönen Erinnerungen, aber auch vielen Konflikten, Enttäuschungen und belastenden Situationen. Häufig hatte ich das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, wenig Freiraum zu haben und nicht richtig zur Ruhe zu kommen. Dazu kamen finanzielle Sorgen und rechtliche Auseinandersetzungen.

Obwohl die Beziehung schon lange vorbei ist, beschäftigt mich die Vergangenheit weiterhin sehr. Ich grüble viel, denke immer wieder über bestimmte Erlebnisse nach und habe Schwierigkeiten, gedanklich abzuschalten. Außerdem leide ich unter erheblichen Schlafproblemen und innerer Anspannung.

Der bevorstehende Scheidungstermin wühlt zusätzlich vieles auf. Ich merke, dass bestimmte Erinnerungen und Gedanken wieder stärker werden. Teilweise empfinde ich sogar Angst im Zusammenhang mit meiner früheren Partnerin. Ich möchte eigentlich mit der Vergangenheit abschließen und nach vorne schauen, aber emotional scheint mich vieles noch immer zu beschäftigen.

Ich bin inzwischen wieder in einer neuen Beziehung. Meine Lebensgefährtin unterstützt mich so gut sie kann, und dafür bin ich sehr dankbar. Sie gibt mir Rückhalt und ist an meiner Seite. Trotzdem verschwinden meine Beschwerden dadurch nicht einfach. Ich möchte meine Probleme verstehen und lernen, besser damit umzugehen, ohne dass die Belastungen aus der Vergangenheit mein heutiges Leben dauerhaft bestimmen.

Meine Hausärztin hat mir Verhaltenstherapie empfohlen und mir Escitalex 5 mg verschrieben. Ich habe allerdings noch viele Fragen und bin unsicher, was hinter meinen Beschwerden steckt und was mir wirklich helfen kann. Ich möchte verstehen, warum ich mich so fühle und welche Behandlung für mich sinnvoll ist.

Deshalb interessieren mich eure Erfahrungen besonders:

- Hat jemand nach einer langjährigen, belastenden Ehe noch lange nach der Trennung mit Ängsten, Grübeleien oder Schlafproblemen zu kämpfen gehabt?
- Kennt ihr das Gefühl, dass die Beziehung zwar vorbei ist, einen die Erlebnisse aber innerlich nicht loslassen?
- Können solche Beschwerden auf eine Angststörung, Depression, eine anhaltende Stressreaktion oder eine Traumafolgestörung hindeuten?
- Wer hat Erfahrungen mit Escitalopram beziehungsweise Escitalex 5 mg gemacht? Wie waren eure ersten Wochen und wie seid ihr mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen?
- Haben euch Verhaltenstherapie, Psychotherapie oder eine psychiatrische Abklärung geholfen?
- Was hat euch dabei unterstützt, die Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder mehr Ruhe, Sicherheit und Lebensqualität zu gewinnen?
- Wie schafft man es, trotz alter Belastungen eine neue, glückliche Beziehung zu führen, ohne dass die Vergangenheit alles überschattet?

Mir ist bewusst, dass niemand allein anhand eines Beitrags eine sichere Diagnose stellen kann. Ich wünsche mir ehrliche Erfahrungen, Hinweise und Anregungen, welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, meinen Beitrag zu lesen.

• • 15.10.2026 x 1 #1


9 Antworten ↓

Kruemel_68
Zitat von HerosFan87:
Können solche Beschwerden auf eine Angststörung, Depression, eine anhaltende Stressreaktion oder eine Traumafolgestörung hindeuten?

Das kann Dir hier leider niemand beantworten, da bräuchte man viel mehr Kontext. Anspannung, Unruhe und Grübeleien können natürlich auf eine psychische Erkrankung hindeuten. Wenn diese allerdings erst nach der Trennung auftraten und vorher noch nie aufgetreten sind, ist es eher unwahrscheinlich.


Zitat von HerosFan87:
Hat jemand nach einer langjährigen, belastenden Ehe noch lange nach der Trennung mit Ängsten, Grübeleien oder Schlafproblemen zu kämpfen gehabt?
- Kennt ihr das Gefühl, dass die Beziehung zwar vorbei ist, einen die Erlebnisse aber innerlich nicht loslassen?

Ich möchte Deine Beschwerden jetzt nicht abwerten - ich glaube Dir, dass Du darunter leidest. Allerdings liest sich das für mich wie "Leben". Eine Trennung/Scheidung ist schwierig und das hakt man nicht so einfach ab. Man muss es halt verarbeiten und seinen Umgang damit finden. Daher hat das für mich keinen Krankheitswert und ich finde es von der Ärztin komplett übers Ziel hinaus geschossen, Dir ein Antidepressivum zu verschreiben. Es wird vielleicht ein wenig Deine Symptome deckeln, aber es löst ja nicht die Probleme für Dich.

Eine Therapie ist sicherlich immer eine gute Idee, wenn man etwas verarbeiten muss, aber aktuell ist es extrem schwer, an einen Platz zu kommen. Ich würde an Deiner Stelle ein paar Stunden privat bezahlen und erst einmal schauen, ob es nötig ist und etwas bringt.


Zitat von HerosFan87:
Wie schafft man es, trotz alter Belastungen eine neue, glückliche Beziehung zu führen, ohne dass die Vergangenheit alles überschattet?

Ich habe da keine persönliche Erfahrung, aber ich denke, dass das jeder für sich rausfinden muss. Es gibt kein Patentrezept dafür. Man muss mit der alten Beziehung abschließen - und der Weg dahin ist höchst individuell.

• x 1 #2


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Was könnte psychisch hinter meinen Beschwerden stecken?

x 3


HerosFan87
Zitat von Kruemel_68:
Wenn diese allerdings erst nach der Trennung auftraten und vorher noch nie aufgetreten sind, ist es eher unwahrscheinlich.

Das fing schon während der Ehe an so 2019 ungefähr....

Zitat von Kruemel_68:
Daher hat das für mich keinen Krankheitswert und ich finde es von der Ärztin komplett übers Ziel hinaus geschossen, Dir ein Antidepressivum zu verschreiben. Es wird vielleicht ein wenig Deine Symptome deckeln, aber es löst ja nicht die Probleme für Dich.

Genau das selbe dachte ich mir auch, aber viele Hausärzte Frühstücken einem ab und beschäftigen sich nicht mit dem Problem der Patienten. Hab mich auch ehrlich gesagt nicht ernst genommen gefühlt.

• #3


Kruemel_68
Zitat von HerosFan87:
Genau das selbe dachte ich mir auch, aber viele Hausärzte Frühstücken einem ab und beschäftigen sich nicht mit dem Problem der Patienten. Hab mich auch ehrlich gesagt nicht ernst genommen gefühlt.

Wenn ich Dir etwas raten darf - nimm das AD nicht. Ggf. handelst Du Dir damit noch weitere Probleme ein, die Du jetzt noch nicht hast. Die Möglichkeit bleibt Dir ja immer noch offen, wenn Du keinen anderen Weg findest, damit umzugehen.

• x 3 #4


HerosFan87
Zitat von Kruemel_68:
Wenn ich Dir etwas raten darf - nimm das AD nicht. Ggf. handelst Du Dir damit noch weitere Probleme ein, die Du jetzt noch nicht hast. Die Möglichkeit bleibt Dir ja immer noch offen, wenn Du keinen anderen Weg findest, damit umzugehen.

Dürfte ich fragen warum Du mir davon abraten würdest?

• #5


Kruemel_68
Zitat von HerosFan87:
Dürfte ich fragen warum Du mir davon abraten würdest?

Aber klar - wie gesagt - das ist alles meine persönliche Meinung aufgrund meiner Erfahrungen...

Antidepressiva sind keine Bonbons. Es sind Medikamente, die in den Gehirnstoffwechsel eingreifen - mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Das Einschleichen ist nicht von Pappe und dauert - je nachdem wie empfindlich man reagiert - Wochen, bis eine Wirkung eintritt. Diese Einschleichphase ist oft von einem bunten Strauß an Symptomen begleitet (extreme Unruhe, Herzrasen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen). Dazu kommt in der Regel noch eine Erstverschlimmerung der Ängste und Grübelgedanken.

Ist man da einmal durch, kämpft man mit den zahlreichen Nebenwirkungen. Starke Gewichtszunahme, Libidoverlust etc.

Und dann musst Du es ja auch irgendwann wieder absetzen. Da darfst Du Dich dann nochmal mit der Absetzproblematik auseinandersetzen, die die meisten Ärzte immer noch negieren und behaupten: "Das kann nicht sein, das ist die Grunderkrankung." Nein, ist sie nicht. Einige haben Glück und können es einfach absetzen. Andere müssen es über Monate ausschleichen und landen dann in einem Rebound. Niemand kann vorhersagen, wie man auf den Entzug der Botenstoffe und Freigabe der Synapsen reagiert.

Das alles wäre es mir für eine Lebenskrise nicht wert. Ich würde es immer erst mit einer Therapie versuchen. Ich bin halt ein gebranntes Kind, was Escitalopram betrifft. Meine Hausärztin hatte sie mir als "leichtes" Antidepressivum aufgedrängt und mich damit in eine 5-wöchige Hölle geschickt. Das wünsche ich keinem.

• x 2 #6


HerosFan87
Zitat von Kruemel_68:
Das alles wäre es mir für eine Lebenskrise nicht wert. Ich würde es immer erst mit einer Therapie versuchen. Ich bin halt ein gebranntes Kind, was Escitalopram betrifft. Meine Hausärztin hatte sie mir als "leichtes" Antidepressivum aufgedrängt und mich damit in eine 5-wöchige Hölle geschickt. Das wünsche ich keinem.


Das tut meine jetzt auch! 5mg mit Ordnung 1-0-0 und wenn ich es verkraften möchte sie die Dosis erhöhen.. Sie meinte das dieses Medikament mich eher ruhiger macht von den Ängsten etc. Aber wenn ich das so von dir so lese... Katastrophe! Hab heute schon damit angefangen die zu nehmen.

Hatte mal vor 2-3 Jahren Antidepressiva (so ne rote Tablette) genommen und war ein ganzen Tag lang außer Gefecht gesetzt.

• #7


Kruemel_68
Zitat von HerosFan87:
Hatte mal vor 2-3 Jahren Antidepressiva (so ne rote Tablette) genommen und war ein ganzen Tag lang außer Gefecht gesetzt.

Nur einmalig oder länger?

• #8


HerosFan87
Zitat von Kruemel_68:
Nur einmalig oder länger?

Die Antidepressiva hab ich 1x genommen und war am nächsten Tag außer Gefecht gesetzt. Hab es direkt sein lassen die weiter zu nehmen.

• #9


Kruemel_68
Zitat von HerosFan87:
Die Antidepressiva hab ich 1x genommen und war am nächsten Tag außer Gefecht gesetzt. Hab es direkt sein lassen die weiter zu nehmen.

Dann würde ich es jetzt wieder so machen und erst einmal Therapie versuchen.

• #10


A


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