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201823.02




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Bin wieder zurück im Forum ... die letzte Woche hat mich weiter aus der Bahn geworfen.
Mein Psychologe hatte mich kurzfristig bis heute krank geschrieben, weil ich ihn geradezu angebettelt hatte, mir zu helfen. Ich habe fast nur noch Panik. Dazu komm ich von den Dro. nicht einfach runter, ohne rauchen geht nicht, mir ist seit 3 Tagen konstant schlecht, ich weiß nicht, was ich machen soll. Meine Freundin hätte es natürlich gerne, dass ich mich heute arbeitslos melde und dann flugs nächste Woche wieder Arbeit finde, damit "dieses Drama" endlich ein Ende hat.
Stattdessen sitze ich hier wie ein Häufchen Elend alleine beim Gedanken an "Arbeit", und was sie sich darunter vorstellt. Entweder reiße ich mich heute zusammen und fahre zum Amt, oder ich fahre heulend zum Psychologen - der mich dann wieder für eine Woche krank schreibt.

Ich brauche dringend Hilfe und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann, welche Möglichkeiten ich habe. Für mich finde es ich total falsch, jetzt wieder in irgendeinen Job reinzuschlittern weil ich muss und dann nach einer Woche das Handtuch zu schmeißen, weil ich psychisch wieder total fertig bin. Das hilft mir auch nicht. Dank wiederkehrender Suizidgedanken hatte ich sogar die Ambulanz nicht ausgeschlossen, aber den Teil meines Gehirns habe ich wieder halbwegs unter Kontrolle. Hier wird nicht so schnell aufgegeben. Aber was soll ich machen? Ein anderer Therapeut wäre wahrscheinlich das Beste, aber den finde ich nicht mal eben so, zumal die KK den Antrag auf Wechsel abgelehnt hat. Am besten wäre tatsächlich eine stationäre Therapie, aber das kann ich meiner Partnerin momentan nicht antun.
Ich bin einfach nur verzweifelt, weil ich momentan so unselbstständig bin. Diese konstante Angst lähmt mich, ich habe das Gefühl sterben zu müssen vor jedem Termin, egal wo. Es kostet mich eine Wahnsinnsmühe, z.B. einkaufen zu gehen, weil mir alles Angst macht in letzter Zeit. Und alleine komme ich aus diesen Gedankenkreisen nicht heraus ...

Auf das Thema antworten


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6****
4691
  23.02.2018 10:37  
seventeen hat geschrieben:
Am besten wäre tatsächlich eine stationäre Therapie, aber das kann ich meiner Partnerin momentan nicht antun.


Wieso? Sie wäre wahrscheinlich froh, dich für eine Weile los zu sein.





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  23.02.2018 10:50  
Schlaflose hat geschrieben:
Wieso? Sie wäre wahrscheinlich froh, dich für eine Weile los zu sein.


Das wäre schön, dann wäre ich längst nicht mehr hier. Aber sie steckt selbst gerade in einer Krise und kann sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dies alleine durchstehen zu müssen. Sie hat ein großes Problem damit, auch nur eine Nacht ohne mich zu verbringen. Dazu kommt, dass sie im Falle meiner Abwesenheit die Verantwortung für unsere beiden Haustiere übernehmen müsste, und das kann/will sie momentan nicht. Und natürlich will ich sie auch nicht mit der Verantwortung "sitzen lassen".



15814
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6****
4691
  23.02.2018 11:23  
Dann solltet ihr beide gleichzeitig, vielleicht sogar zusammen einen Klinikaufenthalt machen.





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  23.02.2018 13:19  
Das wäre begrüßenswert, aber sie steckt mitten in der Vorbereitung für die Abschlussprüfung. Ich kann sie ja nicht zwingen, Hilfe anzunehmen. Sie geht derzeit zu einer Psychologin, das ist bereits ein immenser Schritt.

Komme gerade zurück aus der Hausarztpraxis. Der "Chefarzt" war überraschend kompetent und hat es mir ausgeredet, jetzt!sofort! in eine psychiatrische Ambulanz zu wollen. Er findet mich im jetzigen Zustand nicht wirklich therapiefähig (auch, weil ich mit Psychiatrie Trauma verbinde), sondern meinte erst mal, ich soll zur Ruhe kommen und dann reden wir über Möglichkeiten. Ich kann nicht einschätzen, wie ernst es ihm damit ist, aber er hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Vor allem war es schön, tatsächlich ernst genommen zu werden. Er hat mir zwar einerseits abgeraten, zu Psychopharmaka zu greifen, mir aber für den Notfall Bromazepam mitgegeben, falls es gar nicht mehr geht und ich nicht mehr schlafen kann. Ich soll heute Abend ein drittel der 6mg-Tablette nehmen und schauen, ob ich damit besser zurecht komme. Nächste Woche habe ich dann einen Termin bei ihm.





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  20.03.2018 10:19  
Hi ihr,
ich hole das Theme hier nochmal hoch - stecke immer noch fest.

Ende des Monats habe ich einen Termin in einer Instituts-Ambulanz zwecks Therapie, das ist schon mal ein kleiner Erfolg auf kompetente Hilfe. Doch die Sorgen bis dahin machen mich verrückt.

Derzeit bin ich nicht krank geschrieben und habe (mal wieder) ALG1 beantragt. Deshalb morgen einen Termin bei der Arge und meiner alten Sachbearbeiterin, was mir Magenschmerzen bereitet.
Was soll ich ihr sagen? "Da bin ich wieder, wurde aus der letzten Tätigkeit leider rausgemobbt und habe jetzt wieder solche psychischen Probleme, dass ich mich für nicht arbeits- bzw. vermittlungsfähig halte, obwohl ich ihnen vor wenigen Monaten glaubhaft versichert habe, den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt gewachsen zu sein." ?

Mein Restanspruch auf ALG ist sowieso nur noch ein knapper Monat; Konto ist soweit gedeckt dass ich noch insgesamt 3 Monate über die Runden komme. Aber dann bin ich komplett pleite. Wahrscheinlich gibt's noch Sperrzeit. Hatte angeblich einen groben Fehler bei der Antragstellung gemacht, das konnte ich klar stellen mit Belegen, aber wer weiß, was die sich noch einfallen lassen... Warum ist in dieser Gesellschaft Geld wichtiger als alles andere?

Naja ...jetzt sitz ich hier, kleines Häufchen Elend, und will doch eigentlich nur einen vernünftigen Arbeitsplatz wo ich nicht heillos überfordert bin. Nur .. in meiner "gelernten" Branche fast unmöglich, dazu Schicht- und Bereitschaftsdienst. Ich kann das nicht mehr. Aber ich bin zu jung, um das sagen zu dürfen. Reha-Anträge wurden abgelehnt. Eine neue Ausbildung zu machen hab ich versucht, aber Vollzeit + zu wenig Lebensunterhalt funktioniert nicht, zumindest nicht in meinem Kopf.

Ich könnte so viel machen, wenn ich durch Ängste etc. nicht so eingeschränkt wäre. Klar würde ich dann jetzt putzen gehen oder Teller waschen wenn es sein muss oder hätte die Ausbildung durchgezogen, weil mir die Probleme nicht so viel ausgemacht hätten.

Ich verstehe nicht, dass psychische Erkrankungen und Probleme auf so wenig Verständnis in der Gesellschaft stoßen. Ich bin krank. Ich will mich nicht darauf ausruhen, aber es kann doch nicht sein, dass man wo es nur geht Steine in den Weg gelegt bekommt. Ich will doch auch, dass ich wieder "gesund" bin und "funktioniere". Aber das ist keine Einstellungssache ...



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Bärlin Spandow
3749

Status: Online online
  20.03.2018 10:27  
seventeen hat geschrieben:
Deshalb morgen einen Termin bei der Arge und meiner alten Sachbearbeiterin, was mir Magenschmerzen bereitet.
Was soll ich ihr sagen? "Da bin ich wieder, wurde aus der letzten Tätigkeit leider rausgemobbt und habe jetzt wieder solche psychischen Probleme, dass ich mich für nicht arbeits- bzw. vermittlungsfähig halte, obwohl ich ihnen vor wenigen Monaten glaubhaft versichert habe, den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt gewachsen zu sein." ?


Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Wenn du nicht arbeitsfähig bist, können sie dich auch zu nichts zwingen. Wenn doch würde ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen.Vielleicht schicken die dich erst mal Amtsarzt und das dauert Wochen bis du da ran kommst. Und immer schön zum Arzt gehen und dich krankschreiben lassen.

Danke1xDanke


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Zuckerwattewolke
85
  20.03.2018 10:36  
seventeen hat geschrieben:
Ich kann das nicht mehr. Aber ich bin zu jung, um das sagen zu dürfen.

Das ist Schwachsinn, und zwar deswegen:

Zitat:
Ich verstehe nicht, dass psychische Erkrankungen und Probleme auf so wenig Verständnis in der Gesellschaft stoßen. Ich bin krank. Ich will mich nicht darauf ausruhen, aber es kann doch nicht sein, dass man wo es nur geht Steine in den Weg gelegt bekommt. Ich will doch auch, dass ich wieder "gesund" bin und "funktioniere". Aber das ist keine Einstellungssache ...


Lass dich nicht von den empathielosen Leuten runterziehen, die nur neidisch darauf sind, dass sie ihren ungeliebten Job machen können. Wären sie in deiner Situation, würden sie aber blöd aus der Wäsche gucken und wären froh, dass sie arbeiten müssen!
Und nebenbei, ich finde die Einstellung deiner Freundin zu deiner Situation absolut daneben und respektlos! Mit einem Menschen, der so eine empathielose Ansicht zu meiner Psyche hat, würde ich keine Minute verbringen. Sie scheint mir durch deine Erzählungen desweiteren sehr egoistisch. Du musst für sie da sein immer und überall, aber auf dich nimmt sie keine Rücksicht? Merkwürdiger Mensch.

Danke1xDanke


9161
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Bärlin Spandow
3749

Status: Online online
  20.03.2018 11:12  
Narandia hat geschrieben:
Wären sie in deiner Situation, würden sie aber blöd aus der Wäsche gucken und wären froh, dass sie arbeiten müssen!


Ja, ein ungeliebter Job ist da noch das kleinere Übel. Aber das auch nur wenn man nicht gemobbt wird. Sonst sitzt man ganz schnell auf der anderen Seite des Tisches.



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Zuckerwattewolke
85
  20.03.2018 11:17  
petrus57 hat geschrieben:
Ja, ein ungeliebter Job ist da noch das kleinere Übel. Aber das auch nur wenn man nicht gemobbt wird. Sonst sitzt man ganz schnell auf der anderen Seite des Tisches.


Ich habe Mobbing in der Ausbildungszeit als Maler und Lackiererin (und später ein paar Monate als Gesellin) hinter mir. Ich war froh, wenn ich wieder zur Berufsschule konnte oder Lehrgang war. Meine Klasse - bestehend nur aus Jungs - akzeptierte mich und da fühlte ich mich wohl. Selbst wenn es der einzige Beruf wäre, den es noch gibt auf der Welt, würde mich keiner da jemals wieder rein kriegen.

Danke2xDanke

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