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Hallo ich habe nach mehreren Gesprächen und etlichen Fragebögen an der Hochschulambulanz einer psychiatrischen Einrichtung die Diagnose Hypochondrie und Depressionen erhalten. Auch in etlichen Erstgesprächen kam es immer zum Verdacht Ängste und Depressionen.
Leider steigere ich mich in letzter Zeit extrem in psychische Krankheiten rein, das liegt wohl an der Hypochondrie. Früher waren es körperliche und heute psychische Krankheiten. Bin von Schizophrenie über bipolar bei Borderline gelandet. Das lässt mich nicht mehr los... Habe sogar extra noch einmal in der Hochschulambulanz angerufen wo mir auch noch einmal versichert wurde dass ich das Kriterium für Borderline nicht erfülle. Trotzdem geht es mir nicht aus dem Kopf ..
Ich habe auch wieder so viel gegoogelt und Tests gemacht. Bei den Tests war ich immer an der Grenze, hatte also Anteile von Borderline aber war es nicht.
Ich schildere einfach Mal alle meine Symptome die mich denken lassen dass ich vielleicht Borderliner bin:
- extreme Stimmungsschwankungen. Werden extremer je unausgeglichener ich bin. Hatte das schon immer. Kann sein dass ich an einem Tag zwischendurch total optimistisch bin und motiviert, wenige Stunden später total schlecht drauf, steigere mich dann rein und es kann dann sein ich muss weinen und bin richtig aufgelöst. Danach geht es mir dann meistens besser

- hatte schon immer Angst vorm alleine sein, aber war trotzdem immer sehr gerne alleine. Aber seit ich mit meinem Freund zusammen bin und wir in einer Fernbeziehung sind fühle ich mich oft sehr alleine. Fühle mich dann wie ein Kind dass von seiner Mama verlassen würde

-angst von wichtigen Bezugspersonen verlassen zu werden

- ich bin sehr empfindlich und nehme vieles persönlich. Lasse aber mit mir reden und ändere dann meistens mein Bild von der Person

- immer wieder depressive und ängstliche Phasen

- habe Angst meinen Freund zu verlassen, obwohl die Beziehung sehr schwer ist.

- extreme Gefühlseinbruche bei zu viel Stress und Druc
-allgemein bin ich ein sehr emotionaler Mensch

-ich habe zwar immer die gleichen Interessen und Ziele, aber manchmal merke ich dass ich mich so an andere Menschen Anpasse. Dann habe ich Angst dass ich vielleicht kein Identitätsgefühl habe.

Was ich NICHT habe:
- Selbstverletzung
-kein Selbstmordversuch
- keine Dro. oder gefährliches verhalten
-keine Wutausbrüche
- kein extremes schwarz weiß denken (nur ein bisschen )
- keine instabilen Freundschaften
- habe keine extreme Angst vorm allein sein, war es eigentlich immer sehr gerne, habe es richtig gebraucht. Aber seit meiner Beziehung fällt es mir schwerer


Ich weiß ihr seid keine Psychiater, aber kann mir vielleicht irgendjemand weiterhelfen?

10.04.2019 20:36 • 07.02.2021 #1


21 Antworten ↓


Icefalki
LouM , Hypochondrische Angst ist eben jetzt auf Borderline gefallen. Ist auch nix anderes, als das, was du schon kennst. Das ist eben das Wesen der Hypochondrie.

Lass das Googeln sein.

10.04.2019 22:30 • x 2 #2



Angst vor Borderline

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Safira
Auf der Suche nach sich selbst würde ich jetzt mal sagen

10.04.2019 22:33 • x 1 #3


@LouM

Hallo erstmal!

Wenn ich dir was sagen darf- egal, was du letzendlich für Diagnosen hast/ gestellt bekommst, du als Mensch veränderst dich nicht dadurch.

Dein Wert steigt oder sinkt nicht durch irgendeine Diagnose.

Du wirst nur spezifisch therapiert werden.

Und irgendwann wirst du dich besser fühlen und fitter werden.

Ich hab vor 3 Jahren auch einige Diagnosen erhalten, dabei dachte ich, ich wäre ' nur ' depressiv.
Zuerst war ich geschockt .
Dann hab ich das als Chance begriffen und bin seitdem in Therapie.

Und mir geht es tausend mal besser als jemals zuvor.

Kopf nicht hängen lassen!

Liebe Grüße

11.04.2019 00:01 • x 3 #4


Zitat von ichliebekuchen:
@LouM

Hallo erstmal!

Wenn ich dir was sagen darf- egal, was du letzendlich für Diagnosen hast/ gestellt bekommst, du als Mensch veränderst dich nicht dadurch.

Dein Wert steigt oder sinkt nicht durch irgendeine Diagnose.

Du wirst nur spezifisch therapiert werden.

Und irgendwann wirst du dich besser fühlen und fitter werden.

Ich hab vor 3 Jahren auch einige Diagnosen erhalten, dabei dachte ich, ich wäre ' nur ' depressiv.
Zuerst war ich geschockt .
Dann hab ich das als Chance begriffen und bin seitdem in Therapie.

Und mir geht es tausend mal besser als jemals zuvor.

Kopf nicht hängen lassen!

Liebe Grüße


Ich bin nur leider vom Wesen her so (glaube wegen der Hypochondrie) dass ich mich von einer Diagnose einschränken lassen würde. Z.b. würde ich bei einer Persönlichkeitsstörung wie Borderline denken, dass das ganze ja eh unheilbar ist und deswegen werde ich das nie überwinden können... Es würde mir einen Teil meiner Selbstbestimmung und Motivation nehmen

11.04.2019 00:41 • #5


@loum,

Persönlichkeitsstörungen sind " nur" ein anderer Begriff für Beziehungsstörungen.

Nicht deine Persönlichkeit ist gestört!
Du bist nicht gestört.

Du hast lediglich eine verzerrte Wahrnehmung.

In der Verhaltenstherapie kannst du zb lernen, anders zu bewerten.
Das nicht nur alles gut/ schlecht, schwarz/weiß etc ist.

Du musst dir eine Persönlichkeitstörung wie eine Ritterrüstung vorstellen.

Diese Rüstung hat deine Seele viele viele Jahre beschützt .

Wenn du bereit bist, sie langsam Stück für Stück abzulegen ( Therapie) wirst du dich leichter und freier fühlen.

Persönlichkeitsstörungen sind per Definition nicht " heilbar " .

Aber man kann verdammt gut lernen, damit umzugehen.

11.04.2019 21:56 • x 5 #6


@ichliebekuchen wow, gut gesagt! Ich verzweifle an meiner Persönlichkeitsstörung, aber dein Text hat mir auf jeden Fall etwas gut getan. Thanks

12.04.2019 09:01 • x 2 #7


Zitat von ichliebekuchen:
@loum,

Persönlichkeitsstörungen sind " nur" ein anderer Begriff für Beziehungsstörungen.

Nicht deine Persönlichkeit ist gestört!
Du bist nicht gestört.

Du hast lediglich eine verzerrte Wahrnehmung.

In der Verhaltenstherapie kannst du zb lernen, anders zu bewerten.
Das nicht nur alles gut/ schlecht, schwarz/weiß etc ist.

Du musst dir eine Persönlichkeitstörung wie eine Ritterrüstung vorstellen.

Diese Rüstung hat deine Seele viele viele Jahre beschützt .

Wenn du bereit bist, sie langsam Stück für Stück abzulegen ( Therapie) wirst du dich leichter und freier fühlen.

Persönlichkeitsstörungen sind per Definition nicht " heilbar " .

Aber man kann verdammt gut lernen, damit umzugehen.


Das hast du wirklich sehr schön geschrieben, hat mir total geholfen

Leider ist mein Hypochonder Hirn dann gestern zum Thema bipolar weiter und jetzt muss ich aufpassen dass ich mich nicht darin verliere...ich weiß manchmal echt nicht ob ich über mich lachen oder weinen soll

12.04.2019 15:25 • x 1 #8


Safira
Ich hatte das kürzlich auch. Von bipolar zu Borderline, Schizophrenie und Depressionen. Diverse angstörungen und was es alles noch gibt.
Es ist echt nicht gut sich damit zu sehr zu identifizieren, denn irgend ein Merkmal haben wir alle zu jedem. Und daran hängen wir uns auf und stecken uns selbst in eine Schublade.

12.04.2019 15:32 • x 1 #9


Schlaflose
Zitat von ichliebekuchen:
Persönlichkeitsstörungen sind per Definition nicht " heilbar " .

Aber man kann verdammt gut lernen, damit umzugehen.


Richtig. Ich habe eine und es geht mir gut damit. Man muss sich nur sein Leben so einrichten, dass man trotzdem zurechtkommt.

12.04.2019 15:42 • x 2 #10


kritisches_Auge
Borderline ist nicht unheilbar, das ist eins der Vorurteile die noch immer herrschen, mit einem entsprechendem Training kann man Borderline in den Griff bekommen unter unheilbar verstehe ich, dass man keinen Einfluß darauf nehmen kann.

Vor allem: Diagnosen sind nichts statisches sondern sie können sich laufend ändern, meine eigenen Diagnosen änderten sich und dein Schreiben erinnert mich nicht an Borderline.

12.04.2019 16:22 • x 1 #11


Zitat von Safira:
Ich hatte das kürzlich auch. Von bipolar zu Borderline, Schizophrenie und Depressionen. Diverse angstörungen und was es alles noch gibt.
Es ist echt nicht gut sich damit zu sehr zu identifizieren, denn irgend ein Merkmal haben wir alle zu jedem. Und daran hängen wir uns auf und stecken uns selbst in eine Schublade.


Das beruhigt mich dass es jemandem auch so geht. Wie hast du es wieder da raus geschafft?

12.04.2019 16:30 • #12


Zitat von kritisches_Auge:
Borderline ist nicht unheilbar, das ist eins der Vorurteile die noch immer herrschen, mit einem entsprechendem Training kann man Borderline in den Griff bekommen unter unheilbar verstehe ich, dass man keinen Einfluß darauf nehmen kann.

Vor allem: Diagnosen sind nichts statisches sondern sie können sich laufend ändern, meine eigenen Diagnosen änderten sich und dein Schreiben erinnert mich nicht an Borderline.


Vielen Dank für deine Antwort
Ich denke ich analysiere mich gerade zu Tode. Jedes Gefühl wird festgehalten, benannt usw. Außerdem machen mir meine Emotionen momentan einfach Angst, ich fühle mich bedroht davon, denke ich werde mich vielleicht für immer so fühlen. Dadurch halte ich glaube ich alle Emotionen fest und mache sie noch größer

12.04.2019 16:33 • #13


Habe in jungen Jahren in einer Klinik die Diagnose Borderline bekommen.
Auf einer Station mit Ärzten,die darauf spezialisiert sind.Einer Borderlinestation.

Später wurde das immer wieder in Frage gestellt.
Der eine Arzt sagt,ich würde mich "borderlinetypisch" verhalten,ein anderer Arzt in der gleichen Klinik fand das nicht.

Das verwirrt einen dann.
2 Ärzte 5 Diagnosen.....

Ich denke,Du machst eine schwierige Zeit durch.
Man versucht,alles zu analysieren um dem Herr zu werden.

12.04.2019 16:40 • x 1 #14


kritisches_Auge
Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel deine anderen Diskussionen gelesen zu haben.
Ich halte es für möglich ( aber es ist nur meine Meinung) dass ein Teil deiner Probleme von der Beziehung mit deinem Freund kommt, was du über deinen Freund schreibst hätte ich über meinen Ex schreiben können.

Es sind nicht die Schimpfwörter über die ich mich aufrege, in der Beziehung bin ich sehr tolerant, mir geht es darum, dass er dir ein Kissen auf das Gesicht drückte.
Das darf einfach nicht sein, ich hatte mit meinem Freund Ähnliches erlebt und meine Thera sagte wenn das so weiter ginge würde sie die Therapie abbrechen da sie es nicht mehr verantworten könne davon Zeuge zu sein.

Ich kenne es auch, gebissen zu werden, es war nur schrecklich.

Wie gesagt, es kann sein, dass in deinen Ängsten sich diese ungesunde Beziehung spiegelt, verzeihe meine Offenheit, aber ich fühle mich dazu verpflichtet gerade weil ich Ähnliches erlebte.

12.04.2019 16:47 • x 3 #15


Zitat von kritisches_Auge:
Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel deine anderen Diskussionen gelesen zu haben.
Ich halte es für möglich ( aber es ist nur meine Meinung) dass ein Teil deiner Probleme von der Beziehung mit deinem Freund kommt, was du über deinen Freund schreibst hätte ich über meinen Ex schreiben können.

Es sind nicht die Schimpfwörter über die ich mich aufrege, in der Beziehung bin ich sehr tolerant, mir geht es darum, dass er dir ein Kissen auf das Gesicht drückte.
Das darf einfach nicht sein, ich hatte mit meinem Freund Ähnliches erlebt und meine Thera sagte wenn das so weiter ginge würde sie die Therapie abbrechen da sie es nicht mehr verantworten könne davon Zeuge zu sein.

Ich kenne es auch, gebissen zu werden, es war nur schrecklich.

Wie gesagt, es kann sein, dass in deinen Ängsten sich diese ungesunde Beziehung spiegelt, verzeihe meine Offenheit, aber ich fühle mich dazu verpflichtet gerade weil ich Ähnliches erlebte.


Das Gefühl habe ich auch oft. Aber ich neige auch immer noch dazu zu denken dass ich es einfach bin die psychisch kranke ist und dass ich die Beziehung nur als Ausrede benutzte. Aber wenn ich in mich reinhöre weiß ich dass meine Probleme viel mit der Beziehung zu tun haben...das macht ja auch was mit einem wenn man ständig psychisch verletzt wird und die Gefühle nicht einmal richtig rauslassen kann... Meine Freunde wissen zum Glück von meiner Situation und unterstützten mich die Trennung früher oder später durch zu ziehen. Momentan haben wir keinen Kontakt und ich merke das tut mir auch gut. Ich denke zwar oft an ihn und das tut weh. Aber noch mehr tut es weh wenn ich mit ihm telefoniere oder schreibe. Selbst wenn es ein schönes Gespräch ist merke ich danach einen tiefen Schmerz in mir von den Dingen die er getan hat, die mich verletzt haben. Der Kontakt zu ihm zieht mich runter, aber alleine sein ist auch momentan der Horror für mich...das ist ein Teufelskreis.

Vielen vielen Dank für deine Antwort. Ich habe schon einmal in einem anderes Forum von meiner Beziehung geschrieben, um Tipps und Erfahrungen mit anderen betroffenen Austauschen zu können, aber ich wurde nur angefeindet und als schwach und krank im Kopf abgestempelt (weil ich so lange bei ihm geblieben bin und es irgendwo auch noch bin). Deswegen tat es gut Mal eine Antwort von jemandem zu lesen dem es auch so ging und der mich nicht verurteilt. Vielen Dank!

12.04.2019 16:56 • #16


Zitat von Flame:
Habe in jungen Jahren in einer Klinik die Diagnose Borderline bekommen.
Auf einer Station mit Ärzten,die darauf spezialisiert sind.Einer Borderlinestation.

Später wurde das immer wieder in Frage gestellt.
Der eine Arzt sagt,ich würde mich "borderlinetypisch" verhalten,ein anderer Arzt in der gleichen Klinik fand das nicht.

Das verwirrt einen dann.
2 Ärzte 5 Diagnosen.....

Ich denke,Du machst eine schwierige Zeit durch.
Man versucht,alles zu analysieren um dem Herr zu werden.


Analysieren tue ich auf jeden Fall zu viel und das macht alles schlimmer.... Ich versuchen mir dadurch zu helfen indem ich eine Erklärung für meine Emotionen finde, aber im Endeffekt tue ich mir nur was schlechtes damit an

12.04.2019 16:59 • #17


Zitat von LouM:
Analysieren tue ich auf jeden Fall zu viel und das macht alles schlimmer.... Ich versuchen mir dadurch zu helfen indem ich eine Erklärung für meine Emotionen finde, aber im Endeffekt tue ich mir nur was schlechtes damit an


Das war nicht negativ gemeint,im Gegenteil.
Man versucht halt herauszufinden,woher das alles kommt und was man tun kann.
Das ist eine gute Sache!

12.04.2019 17:05 • x 2 #18


Zitat von Flame:

Das war nicht negativ gemeint,im Gegenteil.
Man versucht halt herauszufinden,woher das alles kommt und was man tun kann.
Das ist eine gute Sache!


Leider übertreibe ich es immer ein bisschen mit dem analysieren dann dreht sich irgendwann alles nur noch um dieses Thema

12.04.2019 17:14 • #19


Zitat von LouM:
Leider übertreibe ich es immer ein bisschen mit dem analysieren dann dreht sich irgendwann alles nur noch um dieses Thema


Das ist doch das Problem,was fast alle hier haben.

Mir selbst hat im Endeffekt ein Medikament geholfen.

12.04.2019 17:40 • #20



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