» »


201727.06




1, 2, 3, 4  »
Ich versuche das jetzt auch einmal. Oft sehe ich vor lauter negativen Dingen das positive gar nicht mehr - oder gebe den negativen Aspekten viel mehr Raum - das fällt mir dann auf, wenn andere Menschen mit mir sprechen, die komplett überzeugt davon sind, wie intelligent, selbstbewusst, geduldig, strukturiert, zuverlässig,..... ich doch angeblich bin. Ich fühle mich allerdings in meiner Chaos-Gedankenwelt total gefangen und fühle mich eher dumm, unsicher, ungeduldig, nervig, chaotisch, unstrukturiert und frage mich dann immer, ob die mich mit jemand anderem verwechseln - ganz gewiss. Mein Bild von mir kann doch nicht so extrem von dem der anderen abweichen - außer ich bin eine gute Schauspielerin - guter Schutzmechanismus.

Im Moment bin ich müde und antriebslos. Ich spüre mein Herz schlagen und ich habe einen fetten Kloß im Hals, der mir die Luft raubt. Ich habe Angst, dass dieses Gefühl wieder länger anhält, denn es ist so unangenehm und löst Panik aus. Heute fehlt mir die Energie für alles. Ich kann mal wieder kaum schlafen. Einschlafen geht schon schlecht und dann schlafe ich maximal 90 Minuten am Stück, wenn überhaupt. Warum? Keine Ahnung. Eigentlich war gestern ein toller Tag. Ich war einkaufen und wir waren schwimmen. Ich hatte im Schwimmbad zwar eine Panikattacke, konnte sie aber unterdrücken und überwinden. Ich bin weder aufgefallen noch bin ich geflohen. Ich habe unterwegs sogar etwas gegessen. Ich verstehe nicht, warum ich keinen positiv Speicher habe. Normal müsste ich durch tolle Tage doch erfahren, dass ich es schaffen kann - und trotzdem beginnt der Kampf jeden Tag von neuem: Die Angst den Tag zu bewältigen, die Angst dass was "schlimmes" passiert, die Einsamkeit und Verzweiflung.
Ich müsste jetzt eigentlich meinen Haushalt schmeißen. Stattdessen hocke ich rum und bin müde, schlafen kann ich aber auch nicht.

Auf das Thema antworten


  28.06.2017 20:15  
Ein weiterer Tag vorbei. Heute war besser als gestern- gestern musste ich ziemlich oft gegen Atemnot ankämpfen, mein Magen hat sehr gedrückt und ich hatte abends dann noch sehr mit Panik zu kämpfen. Nachts lag ich wie immer weinend im Bett :(
Der Tag heute war etwas besser. Ich hatte auch unterwegs kaum Panik, der Magen ist auch wieder besser und ich war nicht so extrem müde. Dafür machen mich meine Zwänge wieder sehr nervös. Ich merke, dass ich mich sehr zusammen reißen muss.
Meine Gedanken die mein Gewicht betreffen sind gerade mal wieder sehr ambivalent, was glaube ich, daran liegt, dass ich das Gefühl habe nicht wirklich erst genommen zu werden.
Mein BMI liegt gerade bei 16,4 - einerseits habe ich Angst, dass es doch zu wenig sein könnte und ich den Alltag vielleicht nicht mehr schaffe.
Andererseits finde ich mich damit zu dick-ich habe gelernt, je weniger ich wiege, desto mehr werden meine Probleme ernst genommen. :( Die Angst zu essen macht das ganze nicht gerade leichter.



  29.06.2017 08:43  
Irgendwie hat der tag schon wieder mit viel zu vielen Problemen angefangen, um überhaupt noch gut zu werden. Magenschmerzen, übelkeit, angst zu essen, kein Datenvolumen mehr. Sitze jetzt bei meinem Bruder und nutze sein wlan. Finanziell mal wieder ganz mies. Sorgen sorgen. . .



  17.07.2017 16:34  
Mir geht es gerade richtig schlecht. Schon seit einer Woche bin ich körperlich so unendlich schlapp, müde, mir ist heiß, habe Bauchschmerzen. . . Das alles schürt meine Angst noch mehr. Ich fühle mich damit so unendlich alleine. Ich weiß gar nicht was ich noch tun soll. Warum fühle ich mich immer so schlecht?



  06.08.2017 18:38  
Ich habe jetzt leider erzwungener Maßen Therapiepause bis Ende September :seufzen
In mir staut sich alles und ich habe niemandem mit dem ich darüber sprechen könnte. Meine Familie interessiert es einen schei. und Freunde habe ich keine :seufzen
Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich es nicht Wert bin, dass ich endlich mal regelmäßige und adäquate Hilfe bekomme. Mein Therapeut hat jetzt nach einigen Sitzungen sehr wohl bemerkt, dass bei mir alles sehr komplex ist und ich sehr sehr viele Baustellen habe, die meine Lebensqualität total ruinieren. Durch Protokolle hat er gesehen, dass ich täglich extremst eingeschränkt bin. Trotzdem mutet er mir diese lange Pause zu :seufzen Ich bin total verzweifelt und fühle mich total einsam und aufgeschmissen.



  09.08.2017 11:13  
Mal wieder magenschmerzen. Die letzten Tage unstillbaren Hunger. Jetzt übelkeit, Magendrücken und nüchternSchmerz. Bestimmt wieder gastritis. Ich hasse es.



  09.08.2017 18:36  
Heute bin ich irgendwie wieder total traurig, frustriert und enttäuscht - enttäuscht von mir und ich habe Angst, dass mein *Geschenk* enttäuscht von mir ist. Ich bin immer so verunsichert. Mache ich genug? Ist es okay wie ich es mache? Bin ich eine Enttäuschung? Der Tag ist so entsetzlich lang,weil ich immer das Gefühl habe 100%ig präsent sein zu müssen.

Es stehen schon wieder einige Termine an und ich habe jetzt schon wieder Angst davor. Nächste Woche habe ich einen wegen einer chronischen Erkrankung. Es ist nicht akut, aber da ich mich seit 4 Jahren nicht mehr habe untersuchen lassen würde ich gerne mal abklären lassen, v.a. weil ich die Medikamente nicht genommen habe. Ich habe jetzt aber schon wieder das Gefühl ein Störfaktor zu sein :cry: Bin am überlegen den Termin doch abzusagen.



  10.08.2017 19:31  
Ich mag einfach nicht mehr :( Ich fühle meinen Magen permanent :( Es hört schon gar nicht mehr auf. Es drückt so sehr und wenn er nicht drückt ist er wie aufgescheuert und wund



  11.08.2017 18:55  
Heute ist irgendwie ein total deprimierender Tag! Es ist so dunkel, kalt und es regnet. Erinnert mich schon so an den Herbst und ich hasse den Herbst und den Winter - da sind die Ängste noch schlimmer. Ich bin heute morgen irgendwie schon total traurig aufgewacht. Ich bin nur am grübeln. Mein Magen drückt ununterbrochen und die Angst, dass es doch was schlimmes ist und nie wieder weg geht wird immer größer :cry: Ich würde so gerne einfach ein normales Leben haben :cry: Ich fühl mich so einsam und mir fehlt jemand zum reden. Ich würde hier so gerne einfach mal weg kommen.



  19.08.2017 19:06  
Ich weiß einfach nicht wie lange ich das alles noch schaffe :cry:



  24.08.2017 21:03  
Ich halte den schrecklichen Magendruck nicht mehr aus :seufzen Jeden Tag dieses schreckliche Druckgefühl. Dazu kommt gerade immer öfter Atemnot :(



  12.09.2017 14:24  
Nehme jetzt wieder Säurehemmer. Hatte gehofft es ohne zu schaffen. No Way :( Dafür hab ich jetzt halt wieder Kopfschmerzen. Dem Magen gehts aber dafür wieder besser. Die Tage stehen wieder mehrere Termine an - ja, der Alltag hat uns wieder. Auch die THerapie geht endlich weiter. Hab irgendwie Angst davor, weil ich ständig mit Dingen konfrontiert werde über die ich eigentlich gar nicht nachdenken möchte und irgendwie bekomme ich den Gedanken nicht los, dass es nie besser werden wird. Vielleicht bin ich einfach so geboren? Nicht in der Lage in der Gesellschaft bestehen zu können. Ich fühle mich immer so Fehl am Platz.



61
1
20
  12.09.2017 23:15  
Hallo enana,
ich bin gerade über dein Tagebuch gestolpert und habe mich mal eingelesen... Hast du momentan immer noch keine therapeutische Betreuung? Und wieso denkst du, du wärst ein Störfaktor und nicht geboren, um in dieser Gesellschaft bestehen zu können? Ich kenne dich zwar nicht, aber lass mich dir sagen: Das stimmt nicht! Jeder hat ein Recht darauf, gesund und glücklich zu leben und dafür ist es wichtig, dass du zum Arzt gehst und dich insgesamt gut um dich kümmerst. Darf ich fragen, wie du in diese Verfassung geraten bist? Wichtig ist aber vor allem eins: Wie kommst du wieder raus?
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute :freunde:
Ndapewa



  20.09.2017 20:31  
Danke für deinen Beitrag. Ich habe es leider nicht früher geschafft konzentriert zu antworten. Bin oft nur kurz über Handy online und da ist es schwer richtig zu schreiben.

Ndapewa hat geschrieben:
Hallo enana,
ich bin gerade über dein Tagebuch gestolpert und habe mich mal eingelesen... Hast du momentan immer noch keine therapeutische Betreuung? Und wieso denkst du, du wärst ein Störfaktor und nicht geboren, um in dieser Gesellschaft bestehen zu können? Ich kenne dich zwar nicht, aber lass mich dir sagen: Das stimmt nicht! Jeder hat ein Recht darauf, gesund und glücklich zu leben und dafür ist es wichtig, dass du zum Arzt gehst und dich insgesamt gut um dich kümmerst. Darf ich fragen, wie du in diese Verfassung geraten bist? Wichtig ist aber vor allem eins: Wie kommst du wieder raus?
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute :freunde:
Ndapewa


Doch ich bin mittlerweile in Therapie. Mein Therapeut scheint die Therapie aber scheinbar nicht so wichtig zu finden als ich oder einfach viel zu viele Patienten. Ich hatte jetzt 8 Wochen gar keine Termine und nun erst in 3 Wochen wieder :( Ich hätte gerne wöchentlich Therapie.
Ja wie bin ich in diese Verfassung geraten? Gute Frage. Ich war schon immer so -seit ich denken kann und deshalb habe ich einfach die Theorie, dass ich "unpassend" geboren bin.



61
1
20
  20.09.2017 22:29  
Gar kein Problem :)

Das ist ja schade mit deinem Therapeuten, ich kann verstehen, dass so sporadische Termine nicht so sehr helfen... Kannst du deinen Therapeuten nicht mal fragen, ob ein wöchentlicher Termin möglich wäre?

Was an dir findest du denn "unpassend"?

:freunde:




38
9
5
  20.09.2017 23:06  
Hallo enana

Auch wenn wir uns nicht kennen, tu mir doch bitte mal einen gefallen!
Schau in den spiegel! Du siehst einen Menschen aus fleisch und blut!
Du siehst einen Menschen der nur 1 leben hat.
Du siehst einen Menschen der was besonderes ist, weil es ihn nur 1 mal auf der ganzen Welt gibt!
Du bist ganz normal ( bzw. Was ust eigentlich normal? Wer legt sowas fest?)
Bei dir ist nur (wie wohl bei uns allen, sonst wären wir ja nicht hier) im kopf ein kurzschluss!
Aber sowas kann man reparieren!
Es gibt zigtausend sehr gute Therapeuten! Du bist nicht auf diesen einen angewiesen.
Du hast ja selbst schon festgestellt das du gerne 1 Therapiestunde pro Woche bräuchtest und auch möchtest richtig?
Damit liegst du absolut richtig!
Das leben ist zu kurz nur immer zu warten. Such dir einen neuen lieben Therapeuten der auf dich eingeht und dir zuhört was du ihm zu sagen hast!
Du hast es schliesslich verdient!
Fühl dich auf jeden Fall gedrückt

Danke1xDanke


  21.09.2017 14:17  
Ndapewa hat geschrieben:
Gar kein Problem :)

Das ist ja schade mit deinem Therapeuten, ich kann verstehen, dass so sporadische Termine nicht so sehr helfen... Kannst du deinen Therapeuten nicht mal fragen, ob ein wöchentlicher Termin möglich wäre?

Was an dir findest du denn "unpassend"?

:freunde:


Er hat mir schon gesagt, dass er nur 14-tägige Termine vergibt.
Ich fühle mich einfach so fremd in dieser Welt. Ich denke und fühle und handle oft ganz anders als die meisten Menschen und diese empfinden mich deshalb als seltsam. Ich bin wie ein Schwamm ich fühle ständig für andere. Das hört sich komisch an. Ich empfinde ständig Mitleid und spüre das so extrem als würde mir selbst jemand etwas tun. Ich habe immer das Gefühl gleich zu platzen, weil gar kein Platz mehr für Gefühle und Gedanken ist.





Schokocookie hat geschrieben:
Du hast ja selbst schon festgestellt das du gerne 1 Therapiestunde pro Woche bräuchtest und auch möchtest richtig?
Damit liegst du absolut richtig!
Das leben ist zu kurz nur immer zu warten. Such dir einen neuen lieben Therapeuten der auf dich eingeht und dir zuhört was du ihm zu sagen hast!
Du hast es schliesslich verdient!
Fühl dich auf jeden Fall gedrückt


Ich habe halt das Gefühl es vielleicht gar nicht Wert zu sein - und die Wartelisten betragen hier Ü12 Monate. Ich müsste wieder warten und warten und sooo vie ltelefonieren und ich habe panische Angst vor dem telefonieren.



38
9
5
  21.09.2017 23:00  
Bei vielen kann man auch auf der internetseite schriftlich kontakt aufnehmen!
Wenn du das lieber möchtest!

Natürlich bist du es wert! Du bist nicht weniger wert als andere auch!
Ich kämpfe auch immer mit meinem selbstwertgefühl da uns ja schon von klein auf das "ideal" des menschen eingetrichtert wurde!
Aber das ist blödsinn! Es ist doch gut das jeder verschieden ist bzw. So ist wie er ist!
Ansonsten wärs doch schei.!



61
1
20
  23.09.2017 13:18  
Liebe enana,

wenn er nur 14-tägige Termine vergibt und das für dich nicht reicht, ist das ein guter Grund, zu wechseln!
Und natürlich bist du das wert! Dafür ist die Therapie doch da, um deinen Selbstwert aufzubauen, und dafür muss sie eben auch zu deinen Bedürfnissen passen! Kannst du vielleicht während der Wartezeit noch bei ihm bleiben, sodass nicht so eine lange Pause entsteht?

Dieses "Fremdheitsgefühl" kennen glaube ich viele Menschen, wenn auch natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen. Wichtig ist für dich: jeder Mensch ist verschieden, und anders heißt nicht schlechter. Jeder bringt seinen eigenen Hintergrund mit, aufgrund dessen er so geprägt ist, wie er ist und was sich in seinem Verhalten, seinen Gedanken und Gefühlen ausdrückt. Gleichzeitig ist es immer leichter, die Charakterzüge von Menschen zu verstehen, die einem selbst ähneln, weshalb du bei Menschen, die einen ganz anderen Hintergrund haben, vielleicht das Gefühl bekommst, dass sie dich als seltsam empfinden. Das muss jedoch nicht der Fall sein. "Seltsam" ist so negativ konnotiert - dabei hat Diversität ja eigentlich etwas sehr positives. So kann jeder etwas anderes beisteuern, was ihm liegt und seiner Art entspricht. Natürlich entstehen dadurch auch Konflikte, aber das ist ganz normal und menschlich, und vor allem ist da nicht eine Meinung mehr wert als eine andere.

Kennst du dieses Gefühl, vor Mitgefühl zu platzen, von früher?

Fühl dich unbekannterweise lieb gedrückt!



  05.10.2017 09:54  
Was soll ich nur tun. Ich fühle mich so am Ende meiner Kräfte. Ich habe keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Die Therapie kann man völlig vergessen. Nach fast 8 Wochen Pause hatte ich eine Stunde, die damit endetet, dass er mir sagte, dass er erst in 3 Wochen wieder einen Termin hat. Ich fühle mich sitzen gelassen, allein mit diesem riesen Berg an Problemen. Ich bin gerade wieder dabei mir Verhaltensweisen von früher anzugewöhnen. Durch die ständigen Magenschmerzen, diesen Druck und das brennen - habe ich den einzigen Weg gewählt den mein Körper wohl will - dann halt gar keine Nahrung. Die Schmerzen durch den Hunger sind eher zu ertragen als die Schmerzen durch das Essen. So weit war ich vor vielen Jahren schon einmal.....Aber erst mit einem BMI von 10 wurde ich auch nur ansatzweise ernst genommen.


« Es gibt solche und solche Profilneurotiker Ler... Macht Luxus nur die armen Würstchen glücklich? » 

Auf das Thema antworten  75 Beiträge  1, 2, 3, 4  Nächste

Foren-Übersicht »Weitere Themen »Tagebücher & Aufzeichnungen


 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 

Depression Deluxe

» Zukunftsangst & generalisierte Angststörung

2

1403

10.05.2012








Weitere Themen