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Das tut mir sehr leid, dass es dir gerade so schlecht geht.

Gar nichts mehr zu essen wird wohl keine Lösung sein, verträgst du gar nichts, auch nichts magenschonendes in kleinen Mengen? Bist du mal auf Unverträglichkeiten untersucht worden?

Ich habe hier im Forum den Tipp bekommen, es mit Käspappeltee zu probieren. Ich habe auch Probleme mit dem Magen und Reflux und gerade mal wieder mehr Beschwerden. Ich trinke ihn jetzt ein paar Tage und ich glaube, es hilft wirklich. Ist in Deutschland nicht ganz so einfach zu bekommen, den gibt es wohl nur Österreich. Aber hier kann man ihn bestellen:

https://www.shop-apotheke.com/arzneimit ... beutel.htm

Die Abstände zwischen den Therapiestunden sind ja schon sehr lang. Vielleicht könntest du deinem Therapeuten eine Email schreiben und ihm sagen wie wichtig dir regelmäßige Termine sind.

Auf das Thema antworten


  07.10.2017 11:46  
Ich habe das Problem mit dem Magen jetzt schon seit 20 Jahren :( Angefangen hat es als ich gerade mal 12 Jahre alt war. Meine Eltern haben mich nicht wirklich ernst genommen. Es fand gerade mal ein Arztbesuch statt. Dieser hat mir einmal auf den Bauch gedrückt und gesagt da wäre nichts :( Ich kann mich noch genau daran erinnern. Er meinte dann zu meiner Mutter ich solle mich halt gesund ernähren und nicht nur Chips essen ( was ich ja eh nicht getan habe) - Ich habe dann angefangen auf ihn zu hören. Aus der Not, nicht zu wissen was ich sonst tun soll, habe ich zuerst alle Süßigkeiten gestrichen, danach alles fettige - übrig blieb ausschließlich Schonkost. Ich habe Zahlen und Lebensmittelzwänge entwickelt. Mit 15 habe ich noch 23 kg gewogen. Erst da ist dem Arzt ( nicht einmal meinen Eltern!) aufgefallen da stimmt etwas nicht. In den Kliniken wurde ich gegen typische Essstörung behandelt - ich wusste aber, da stimmt etwas nicht. Ich passte nicht ins Schema. Ich hatte keine Körperschemastörung, ich fand mich nicht ansatzweise zu dick, ich habe keine Kalorien gezählt, nichts. Ich hatte nur Schmerzen. Es wurde dann behauptet: KLar hast du Schmerzen, du isst ja nichts! Das war aber nicht wahr. Die Schmerzen waren zuerst da und ich habe nur versucht Schmerzen zu vermeiden. Ist quasi die Ei - Huhn Geschichte.
Da mir keiner geglaubt hat habe ich mein Leben halt iiirgendwie weiter gelebt. Habe einen sehr guten Schulabschluss gemacht, weil mich das Lernen einfach abgelenkt hat. Mit Arbeiten hat es aber nie wirklich geklappt und ich habe nur den einen Wunsch. Einfach schmerzfrei zu sein und wie jeder Arbeiten zu gehen und es tut mir so weh, so eine Versagerin zu sein. Ich weiß aber nicht was ich noch tun kann.



  08.10.2017 14:04  
Halbe Stunde nach dem Essen. Blubbern und das Gefühl mein Magen ist innen Wund - irgendjemand hat die Faust fest um den Magen geschlossen und drückt zu.



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  09.10.2017 11:42  
enana hat geschrieben:
ich habe nur den einen Wunsch. Einfach schmerzfrei zu sein und wie jeder Arbeiten zu gehen und es tut mir so weh, so eine Versagerin zu sein. Ich weiß aber nicht was ich noch tun kann.


Hallo enana, das kann ich so gut verstehen! Deine Magengeschichte hört sich wirklich schlimm an. Woran liegt es denn, dass es mit dem Arbeiten nicht klappt? Aber woran auch immer: Du bist ganz sicher keine Versagerin! Du hast deine Gründe und das ist in Ordnung. Aber du wirfst ja selbst schon die richtige Frage auf: Was kannst du tun? Denn so kann es ja nicht weitergehen - erst recht nicht nach 20 Jahren. Das Leben hat dir mehr zu bieten, und du deinem Körper auch! Teste doch mal vorsichtig verschiedene Sachen aus. Dein Magen muss sich wahrscheinlich auch erst mal wieder daran gewöhnen, Nahrung zu bekommen. Gibt es denn nichts, womit du bisher gute Erfahrungen gemacht hast? Vielleicht kannst du auch mal einen Ernährungsberater aufsuchen? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ein leerer Magen entwickelt doch viel Säure. Da kannst du wahrscheinlich am besten mit basischer Kost gegenarbeiten? Fang mit kleinen Schritten an, aber hab ein klares Ziel vor Augen :) :freunde:



  09.10.2017 11:48  
Ndapewa hat geschrieben:

Hallo enana, das kann ich so gut verstehen! Deine Magengeschichte hört sich wirklich schlimm an. Woran liegt es denn, dass es mit dem Arbeiten nicht klappt? Aber woran auch immer: Du bist ganz sicher keine Versagerin! Du hast deine Gründe und das ist in Ordnung. Aber du wirfst ja selbst schon die richtige Frage auf: Was kannst du tun? Denn so kann es ja nicht weitergehen - erst recht nicht nach 20 Jahren. Das Leben hat dir mehr zu bieten, und du deinem Körper auch! Teste doch mal vorsichtig verschiedene Sachen aus. Dein Magen muss sich wahrscheinlich auch erst mal wieder daran gewöhnen, Nahrung zu bekommen. Gibt es denn nichts, womit du bisher gute Erfahrungen gemacht hast? Vielleicht kannst du auch mal einen Ernährungsberater aufsuchen? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ein leerer Magen entwickelt doch viel Säure. Da kannst du wahrscheinlich am besten mit basischer Kost gegenarbeiten? Fang mit kleinen Schritten an, aber hab ein klares Ziel vor Augen :) :freunde:


Ich habe nicht die Kraft zu arbeiten, weil ich, wenn ich nach draußen muss, nichts essen kann. Ich schaffe es dann aber kaum mich auf den Beinen zu halten. Das geht für ein paar Wochen aber irgendwann reicht die Kraft nicht mehr aus. Ich konnte mich auf Arbeit auf nichts mehr konzentrieren - bin immer auf die Toilette um zu weinen, weil ich einfach nur nach Hause wollte. Die Schmerzen in meinem Magen machen mir draußen noch mehr Angst als zu Hause. Arbeit und ständige Panikattacken und nichts essen können - ich habe es einfach nicht mehr geschafft.



  12.10.2017 11:01  
Ich habe nachher nach 3 Wochen wieder Termin beim Therapeuten. Ich werde nochmals, so gut ich es eben kann, formulieren wie schlecht es mir geht - geht es wieder nicht darauf ein, werde ich die nächsten Termine an andere Patienten abgeben- es geht mir noch schlechter, wenn er alles so verharmlost und mich in meiner Not nicht ernst nimmt.



  12.10.2017 13:29  
Der Termin war so dermaßen für´n Ar.*. Er hat keine Ahnung wie er mir helfen soll. Er kommt jetzt bei mir an seine Grenzen. Mal so betrachtet. Wir hatten seit Juli heute den 2. Termin :evil: Die Zeit bestand aus warten - und dann fragt er mich was ich zu Hause alles gegen meine Probleme gemacht habe. Wir haben noch nie über irgendwelche Strategien geredet. Wenn ich wüsste was ich brauche, dann müsste ich ja nicht zu ihm gehen :evil: Wir sehen uns in 2 Wochen wieder. Ich habe jetzt BMI von 15,9 und habe ihm gesagt, dass ich nicht essen kann aus Angst. Keine Reaktion. :evil:



  25.10.2017 20:41  
Morgen wieder Termin beim Therapeuten. Nach 2 Wochen. Ich freue mich riesig *Achtung Ironie*. Nach dem letzten Termin habe ich 3 Tage durchgeheult und dachte ich kann und will so nicht weiter leben. Seit ein paar Tagen geht es mir zumindest etwas besser, trotz eines sehr schweren Termins zu Beginn der Woche. Habe echt Angst, der durchtrieben das morgen wieder. Ich fühle mich überhaupt nicht ernst genommen. Wenn ich erzähle wie ich denke und handle, habe ich immer das Gefühl Spott in seinen Augen zu sehen. Oder, ach ich weiß nicht, nicht wirklich Spott - mir fehlt der richtige Begriff.



  27.10.2017 18:54  
Er meinte wenn ich meine zwänge aufgebe, die ich durch die Angst entwickelt habe dann würden die Ängste verschwinden. Ist das nicht völliger Blödsinn? Die Ängste haben doch die zwänge ausgelöst und nicht die zwänge die ängste.



  09.02.2018 12:37  
Es tut sich was.....
Ich war die letzten Monate endlich wieder öfter weg..habe neue Leute kennen gelernt....evtl. auch einen Mann :)
Bald geht es in die Reha und ich habe sogar meinen Wunschtermin und die Wunschklinik "bekommen".
Irgendwie habe ich Angst aber andererseits freue ich mich auch auf die Chance und eine neue Herausforderung.


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