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201807.03




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Wien
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mamamia75 hat geschrieben:
Schockopudding, jetzt gilt es nur noch die gewonnene Erkenntnis umzusetzen.


Räusper, räusper ... ich habe leider weniger einer Erkenntnis-Problem, sondern va ein Umsetzungsproblem. Wenn es mir schlecht geht, dann bin ich immer sehr veränderungswillig und mir gelingen auch tatsächlich Sachen wie Abgrenzung, mehr auf mich schauen, aber so bald es mir wieder besser geht, dann rutsche ich gaaaanz schnell in die alten Muster zurück. Und da ich dieses Mal besonders gut vorgewarnt bin, werde ich hoffentlich auch mittel- und langfristig die Kurve kriegen. Genug Krisen hätte ich ja jetzt hinter mir ;-)

Auf das Thema antworten


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Wien
197
  08.03.2018 10:18  
Liebe @Schokopudding , auch von mir ein frühlingshaftes Packerl mit
besten Gesundheitswünschen und der Ermutigung, Dich auf Deinen Lorbeeren
auszuruhen und stolz auf das Erreichte zurückzublicken. :daumen:

Gestern hatte ich einen leichten Rückfall in die Hetzeretti- Zeiten:
ich fühlte mich gestern recht schwindlig und schwach auf den Beinen,
hatte aber einem Telefoninterview zugestimmt, obwohl ich vor dem
Kuschelabend mich noch frischmachen wollte.
Da war ich richtig froh,
dass der Vermittler eine Viertelstunde später als verabredet anrief;
da war ich schon am Waschbecken. So wichtig ist mit das Telefonat auch nicht,
denn ich habe in Österreich eine unbefristete Festanstellung, und die Aussicht,
nach Deutschland zurückzukehren, ist nurmehr schemenhaft.
Außerdem habe ich gestern beim Kuscheln jemand Nettes kennengelernt...

Schoko, hast Du viele Vereine o.ä., also Hobbys mit festen wöchentlichen Terminen?
Wenn ja, könntest Du einen oder zwei streichen? Das hat mir nämlich geholfen, aus
der Dauergehetztheit rauszukommen. Heute lasse ich Fünge gradesein und Badminton & Co.
schon mal ausfallen.

Alles Liebe

calin
Vielleicht wird das zwischen Wien und mir ja doch noch was. :-)

Danke1xDanke




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2
Wien
324
  08.03.2018 18:27  
So, trotz Erkältung und Kopfweh habe ich mich heute zum Infogespräch in der Reha-Einrichtung geschleppt.
Zwei wichtige und gute Erkenntnisse: ich darf schon am 3. April kommen und ich darf Schema-Therapie machen.
Ich wollte das eh schon mal ausprobieren. Soll ja bei uns Angstis ganz gut wirken.
Also langer Rede, kurzer Sinn, es hat sich ausgezahlt, dass ich mich da heute hinbegeben habe. Bei kommt auch immer hinzu, dass ich so einen Bammel vor solchen Terminen habe, also generell mit Leuten, die ich als Autorität empfinde und von denen ich was brauche. Ich habe da immer Angst, dass mir die Leute das Gewünschte verweigern könnten. Macht mir im Vorfeld immer den totalen Stress und wenn ich dann rausgehe, dann bin ich immer total erleichtert. Ich weiß nicht, was da mit mir abgeht bzw. vielleicht weiß ich es ja doch: ich habe Angst vor Ort einen Fehler zu machen und so dramatische Konsequenzen heraufzubeschwören. Daher habe ich einen riesen Druck dort ja alles richtig zu machen. Das führt dazu, dass ich zu 100 % auf das Gegenüber fokussiert bin und überhaupt nicht mehr bei mir. Es ist ein bißchen so, also ob ich mich selbst aufgebe, nur damit ich keinen Konflikt heraufbeschwöre. Gleichzeitig spüre ich aber auch, dass mich dieses Unterordnen ohnmächtig und auch zornig macht. Tja, und mit diesem Gefühlschaos gehe ich dann in wichtige Termine hinein. Kein Wunder, dass ich zuvor Ängste habe. Sollte ich vielleicht auch mal in der Therapie thematisieren. Morgen wär schon Gelegenheit dazu ....



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BaWü
7460
  08.03.2018 21:05  
Nun, hier hast du doch schon die ganze Wahrheit. Perfekt, brav, lieb damit man dir nix kann. Hihi, kenn ich auch. Kannst dir doch überlegen, was als Alternative funktioniert, wenn deine Vorstellungen nicht umgesetzt werden. Mach ich immer so. Hab schon vorher alles überlegt, was kommen könnte und wie weit ich bereit bin, da mitzumachen.

Ich nenne das meine innere Freiheit. Und das funktioniert sehr gut. Hab nie gelernt schlagfertig zu sein, oder negative Emotionen Fremden gegenüber zu zeigen. Allerdings kann man lernen, das man eben bei wichtigen Dingen verschiedene Möglichkeiten schon mal im Kopf hat.

Dann trifft es einen nicht mehr bis ins Mark. Und komischerweise haben andere auch ihre Probleme. Bleibt man dann sachlich und korrekt, wundert man sich, was alles plötzlich so funktionkert.

Danke1xDanke


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  08.03.2018 21:55  
Ich bin eher der Prüfungstyp, vorher mache ich mir in die Hose, aber beim Gespräch bin ich hundertprozentig konzentriert und bei mir.

Sicher nicht immer, manchmal bin ich verwirrt, fühle mich hilflos aber für mich gibt es einen ganz wichtigen Satz den mir einmal meine Thera sagte und den ich auswendig lernte.

ICH BRAUCHE ZEIT, DARÜBER MUSS ICH ERST NACHDENKEN.
Lassen Sie sich nie nie hetzen, zu einer schnellen Entscheidung zwingen, sagte meine Thera immer.





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Wien
324
  09.03.2018 00:36  
Icefalki hat geschrieben:
Kannst dir doch überlegen, was als Alternative funktioniert, wenn deine Vorstellungen nicht umgesetzt werden.


Magst du das mal mit mir durchdenken?

Also meine zwei Angstszenarien waren, dass ich nur zu einem ganz bestimmten, unverhandelbaren Termin kommen darf und dass ich mich Vorort so ungeschickt anstelle, dass ich gar nicht auf Reha darf.

Szenario 1: hier war meine Angst, dass ich gleich nächsten Montag einrücken muss, was mir aber schlecht passt, da ich nächste Woche viele langerwartete Arzttermine habe. Und wenn ich diesen Termin nicht akzeptiere, dass ich dann überhaupt nicht zur Reha kommen darf.

Szenario 2: beim Vorort Gespräch wird ein mir noch unbekannter Grund gefunden, warum ich nicht auf Reha darf.

Also beide Szenarien hängen bei mir offensichtlich mit Verlust- und Versagensängsten zusammen.

Welche alternativen Gedanken würdest du dir bei Szenario 1 und bei Szenario 2 machen? Für mich fühlen sich beide als auswegslos an, dh wenn ich mich nicht zu 100% an das Gegenüber anpasse, dann sind meine Ziele (= Reha) gefährdet.



11922
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BaWü
7460
  09.03.2018 01:27  
Schokopudding hat geschrieben:
Welche alternativen Gedanken würdest du dir bei Szenario 1 und bei Szenario 2 machen? Für mich fühlen sich beide als auswegslos an, dh wenn ich mich nicht zu 100% an das Gegenüber anpasse, dann sind meine Ziele (= Reha) gefährdet.


Die Reha nicht als ultimativ anzusehen. Etwas zu wollen und es zu bekommen, sind zwei Paar Stiefel.

Reha steht nur stellvertrend für etwas, das andere dir geben können/müssen. Hier hast du dein Ausgeliefertseinszenario. Was passiert, wenn man keine Kontrolle hat, hilflos ist, abhängig? ANGST.

Wieder dein Muster. Wenn man das mal durchschaut hat, können zukünftige Wünsche gerne bestehen bleiben, man kann sie artikulieren, fordern, auf sein Recht bestehen, aber nie davon abhängig werden. Bekomme ich meinen Willen/Wunsch nicht, vorher Plan B zurechtlegen, man rechnet eine Niederlage ein. Und ob die nun eintritt oder nicht, abwarten.

Dein ganzes Denken richtest du auf dich aus. Du willst etwas, sprich es an. Warte ab, was du dann bekommst. Bekommst du es nicht, suche Wege, um es zu bekommen, oder Plan B.

Es geht nur darum, wie du damit umgehst. Mach dich nicht von deinen Wünschen so abhängig, dass du bei Ablehnung den Boden unter den Füssen verlierst. Oder dich anbiederst, dich verbiegst.

Gleichzeitig hört man auch raus, dass du denkst, deine Erkrankung wird nicht ernst genommen. Bedeutet, du hast sie noch nicht ganz akzeptiert. Denn eine Rehamassnahme ist nichts anderes, als dich wieder auf die Beine zu stellen, sprich, dass du am Arbeitsprozess teilnehmen kannst. Eigentlich deren Interesse mal ganz ehrlich gedacht. Also, warum sollte diese Massnahme für dich nicht kommen?

Terminwünsche, nun, angenommen du müsstest in 5 Tagen einrücken. Dann entscheide, was dir wichtiger ist, Sprech es an und höre, was dir geantwortet wird.

Danke1xDanke




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Wien
324
  09.03.2018 19:51  
@Icefalki

Ganz vielen lieben Dank, dass du dir Zeit genommen hast, das so schön für ich aufzudröseln. Ist wirklich nicht selbstverständlich und hilft mir sehr viel weiter. :freunde:

Ich habe heute auch in der Therapie schon drüber gesprochen. Ganz offensichtlich fällt es mir schwer mit Alternativen zu arbeiten. Bei mir gibt es oft nur entweder oder, Alternativen kommen mir gar nicht in den Sinn. Ich bin fix überzeugt, dass ich die Reha unbedingt brauche. Diese Reha alternativlos ist. Dabei ignoriere ich, dass ich die Phase der schlimmsten Krise auch ohne Reha überstanden habe. Auch den Urlaub meiner Thera habe ich überstanden. Also, ist die Reha zwar wünschenswert, aber eben nicht alternativlos. Gleichzeitig bin ich fix davon überzeugt, dass der Beginn der Reha nicht verhandelbar ist. Wenn ich nicht zum Termin A kann oder möchte, dann darf ich die Reha überhaupt nicht antreten. Auch das ist rational betrachtet nicht richtig. Es wird immer wieder vorkommen, dass Patienten bestimmte Lebenssituationen haben, die einen flexiblen Umgang mit Terminen erfordern.

Ich denke in Zukunft sollte ich eine Dreifachstrategie entwickeln und überprüfen:
- Ist das Gewünschte wirklich so dringend notwendig? Welche Alternativen kann es geben?
- Wie können mögliche Verhandlungsstrategien, Argumente aussehen, um das Gewünschte zu erreichen?
- Wie mache ich weiter, wenn sich das Gewünschte tatsächlich als unerreichbar herausstellt?

Gleichzeitig möchte ich auch meinem erwachsenen Ich mehr Raum geben, damit mein oft so verängstigtes und abhängiges inneres Kind vom erwachsenen Ich an die Hand genommen werden kann.

Danke1xDanke




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Wien
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  09.03.2018 20:00  
calinmagique hat geschrieben:
Schoko, hast Du viele Vereine o.ä., also Hobbys mit festen wöchentlichen Terminen?Wenn ja, könntest Du einen oder zwei streichen? Das hat mir nämlich geholfen, ausder Dauergehetztheit rauszukommen. Heute lasse ich Fünge gradesein und Badminton & Co.schon mal ausfallen.


Die festen wöchentlichen Termine geben mir Struktur und Halt. Bei mir ist es eher so ein Grundeinstellungsproblem, ich setze mich selbst permanent unter Druck, dass ich alles super fix und super gut können muss. Und dabei geht es mir leider oft gar nicht darum, ob ich das will, sondern ob es jemand von mir erwartet oder erwarten könnte.



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BaWü
7460
  09.03.2018 20:13  
Schokopudding hat geschrieben:
Ich denke in Zukunft sollte ich eine Dreifachstrategie entwickeln und überprüfen:
- Ist das Gewünschte wirklich so dringend notwendig? Welche Alternativen kann es geben?
- Wie können mögliche Verhandlungsstrategien, Argumente aussehen, um das Gewünschte zu erreichen?
- Wie mache ich weiter, wenn sich das Gewünschte tatsächlich als unerreichbar herausstellt?

Gleichzeitig möchte ich auch meinem erwachsenen Ich mehr Raum geben, damit mein oft so verängstigtes und abhängiges inneres Kind vom erwachsenen Ich an die Hand genommen werden kann.


Lass dir damit Zeit, denn das ist ein Prozess. Es kommt nur darauf an, dass du deine Probleme verstehst. Deswegen wird's beim nächsten Mal wieder ein Kopf durch die Wandgeschichte. Allerdings wirst du dann merken, Mist, mir geht es nicht gut. Und dann beginnst du, darüber nachzudenken.

Weisst du, jeder tickt ja anders. Das Interessante ist, rauszufinden, warum man so ist, oder so geworden ist. Dann kann man beschließen, Sodele, ich versuch es mal ein bisschen anders. Krampf nicht mehr so schrecklich und siehe da, es wird leichter. In kleinen Schritten.

Danke2xDanke

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