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201716.07




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Hallo,

Mit diesem Tagebuch möchte ich anfangen, da ich mich antriebslos fühle und nach mehreren Jahren ist das echt nicht mehr schön.
Ich versuche mit diesem Tagebuch mir vor Augen zu halten, dass ich doch mehr erlebe, als ich denke.
In meinem Kopf herrscht oft Gedankenleere und ich sitze die meiste Zeit nur vor dem Computer. Ich habe insgesamt nur drei Kontakte in meinem privaten Leben (zwei davon sind Familienmitglieder) und ich möchte mich nicht mehr einsam fühlen.
In diesem Tagebuch möchte ich schöne Dinge und auch Dinge, die mich beschäftigen festhalten, um sie mir selber vor Augen halten zu können. Ich möchte zudem auch festhalten, was ich für Ziele habe und ob ich zu den Zielen gelange oder ob die Antriebslosigkeit mich wieder nur dazu bringt, vor dem Computer zu sitzen und nicht zu wissen, was ich ohne große Anstrengung machen kann.
Ich möchte aus dem Teufelskreis der Antriebslosigkeit ausbrechen, denn ich finde, dass dies sicher mein erster Schritt ist, um aus der Einsamkeit auszubrechen.

LG WhiteTiger

Auf das Thema antworten
Danke4xDanke


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Rhede
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  16.07.2017 00:27  
Ja Einsamkeit ist furchtbar,ich fühle mich schon mein ganzes Leben mehr oder weniger einsam, immerhin schon 27 Jahre,habe auch kaum soziale Kontakte,kann nur sehr schlecht Nähe anderer Menschen zulassen.Aber Einsicht ist der erste Schritt in Richtung besserung,du kannst ganz sicher daran arbeiten,auch wenn es nicht einfach ist.

Danke1xDanke




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  16.07.2017 00:39  
So, nun nach der Erklärung im ersten Beitrag möchte ich mit dem ersten Tagebucheintrag beginnen.

Durch meine Antriebslosigkeit zögere ich immer das Zeitung-Austragen am Samstag unnötig in die Länge. Anstatt mit Aufstehen, Pausen und Austragen maximal vier Stunden zu brauchen, bauche ich immer sechs bis acht Stunden. Das Blöde dabei ist, dass ich mich nicht wohl fühle, solange ich noch nicht fertig bin, deshalb bringen mir die langen Pausen gar nichts. In Zukunft muss ich da konsequenter werden, damit ich die Zeit nicht so verschwende.

Seit Anfang der Woche wollte ich Inliner fahren, habe es aber immer auf den nächsten Tag verschoben.

Ein sehr nettes Forenmitglied, mit dem ich per PN schreibe, hat mich dazu gebracht, dass ich The Legend of Zelda A Link to the Past spielen will, aber obwohl ich es unbedingt spielen will, habe ich nicht großartig viel gespielt. So ist es leider bei vielen Dingen, die ich unbedingt machen will. Ich will die Dinge machen, fange an, höre nach spätestens ein paar Minuten auf und denke mir, dass ich ja später noch Zeit habe. Obwohl ich dann immer keine Freude an Dingen habe, habe ich immer Lust, diese zu machen. Das ist so paradox und ich hasse das.

Meine Ziele für die nächste Zeit:
-Inliner fahren
-TLoZ ALttP (The Legend of Zelda A Link to the Past) spielen
-Fire Emblem Echoes spielen
-Zeichnen
-Keybord spielen üben

An mich selbst: Auf gutes Gelingen :wink:

Danke2xDanke




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  17.07.2017 01:13  
2. Eintrag:

Heute bin ich ca. 15km im Regen/Niesel mit Inlinern gefahren. Am Anfang fuhr ich noch sehr langsam und wackelig, aber nach und nach wurde ich schneller und konnte das Gleichgewicht gut halten, auch bei Steinchen auf und Risse in der Straße. Da ich Regen liebe, fand ich es voll toll, aber weil ich keine Sitzgelegenheit gefunden habe, haben meine Beine sich dann nach 15km ohne Sitzen vie Pudding angefühlt. Leider habe ich mein Hauptziel nicht erfüllt. Mein Hauptziel war es, das Bremsen zu üben, da ich sonst nur vorwärts fahre und ausrolle. Hat sich aber trotzdem gelohnt und da sind die ganzen Fahrradwege von Dorf zu Dorf ganz praktisch.

Außerdem habe ich heute etwas Zelda gespielt und das ist ganz entspannend und wenn ich etwas habe, wo ich die Ergebnisse meiner investieren Zeit sehe, denke ich mir, dass ich meine Zeit nicht verschwendet habe, wie beim Videogucken. Ich bin beim spielen nicht sehr weit gekommen, aber ich möchte ja auch keinen Speedrun machen, sondern es einfach genießen.

Gerade habe ich noch etwas Nintendogs gespielt, was ich mir letztens gekauft habe. Da wird meine Vorfreude immer größer, bis ich in 1 ½ bis 2 Jahren meine erste eigene Wohnung haben werde und mir einen Hund/Freund hole. Ich hatte noch nie ein Haustier, da meine Eltern das nie wollten, aber ich liebe Tiere so sehr. Beim Zeitung-Austragen bin ich immer so froh, wenn ich einen Hund bei irgendeinem Haus sehe. Ich will dann alle immer streicheln, aber das geht nicht immer, da meistens ein Zaun dazwischen ist, aber beim letzten Mal konnte ich dann einen Labrador streichen der so lieb und verschmust war.

Ziele:
-Inliner fahren [x]
-TLoZ ALttP spielen ___
-Fire Emblem Echoes spielen [ ]
-Zeichnen[ ]
-Keyboard spielen üben [ ]
-SMITE endlich herunterladen! wollte ich schon seit einer Woche oder länger machen... [ ]

Legende:
[x]=Erledigt
[ ]=Noch nicht erledigt
___=Wird erstmal nicht aus der Liste genommen, da es ein "Langzeitprojekt" ist

Fire Emblem Echoes streiche ich erstmal aus der Liste, da ich mir das Spiel noch etwas aufheben möchte und zwar für den Schulweg zu Ausbildung.
Es ist eine schulische Ausbildung, dass heißt ich gehe dort immer an Schultagen hin, ohne Praxiserfahrung zwischendurch.
Da hier die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel für mich ungünstig sind und ich keinen Führerschein habe, ist das mein täglicher "Fahrplan": (und morgens muss ich dann dafür um 5 Uhr aufstehen, was ich gar nicht mag :D)

-5-10 min. mit dem Fahrrad zum Bahnhof
-7 min. mit dem Zug fahren
-eine halbe Stunde auf den Bus warten (die Zeit, wo ich DS spiele)
-eine Stunde mit dem Bus fahren

[Schule]

-eine Stunde mit dem Bus fahren
-eine ganze Stunde warten (DS-Zeit)
-7 min. mit dem Zug
-5-10 min- mit dem Fahrrad

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn ich Fire Emblem jetzt schon durchspiele, habe ich dann nichts mehr für den Schulweg.





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  18.07.2017 02:06  
3. Eintrag:

Heute war ich im nächst größeren Ort, um meiner Freundin etwas für ihren morgigen Geburtstag zu kaufen. Es sind sehr viele Süßigkeiten und ich hoffe, sie wird sich freuen, vor allem, weil wir uns sonst nie etwas schenken ^^.
Habe mir bei der Gelegenheit den Energy Drink Monster geholt. Ich verstehe nicht, wieso ich dieses Chemiegemisch so lecker finde, aber es ist so erfrischend, süß und zu schnell leer :mrgreen:.
Bei diesem Getränk finde ich es aber toll, dass es durch den hohen Koffeingehalt meine Sprechhemmung etwas löst und ich mehr rede. Jedoch ist das keine Lösung für mich, da das Zeug ja sehr ungesund ist und ich es mir selten mal hole.

Etwas Zelda habe ich auch weitergespielt, aber nicht so viel, wie ich eigentlich wollte. Naja, ist ja nicht schlimm, denn dann habe ich ja noch länger etwas von dem Spiel.

Ich habe angefangen zu zeichnen. Es ist ein Kopf von einem Wolf.
Ich kann nicht gut aus dem Gedächnis zeichnen und deswegen habe ich mir eine Vorlage rausgesucht, die ich dann abzeichne, damit ich die Proportionen hinbekomme.
Das fertige Bild möchte ich dann gerne in meinem Profil veröffentlichen, da ich es hier in diesem Thema nicht hochladen kann. Wenn es fertig ist, schreibe ich es dann auch hier ins Tagebuch.

Morgen werde ich erst am Abend meine Ziele weiterverfolgen, da ich vorher noch bei meiner Freundin bin und wir uns den neuen Spiderman-Film im Kino ansehen möchten.

Ziele:
-TLoZ ALttP spielen ___
-Zeichnen ___
-Keyboard spielen üben [x]
-SMITE endlich herunterladen! [ ]

Legende:
[x]=Erledigt
[ ]=Noch nicht erledigt
___=Wird erstmal nicht aus der Liste genommen, da es ein "Langzeitprojekt" ist





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  22.07.2017 23:53  
4. Eintrag:

Am Dienstag war ich im Kino mit meiner Freundin, die 20 wurde. Der neue Spiderman Film lief ca. 2 Stunden und 20 Minuten und es war sehr toll. Am Abend war ich dann noch etwas Inliner fahren.

Die Tage Mittwoch und Donnerstag kann ich zusammenfassen, da ich da nicht wirklich etwas gemacht habe. Ich saß wieder nur vor dem Computer rum. Ich habe weniger gezeichnet und weniger gespielt. Ich war wieder im alten Muster gefangen und hatte für nichts Antrieb.

Am Freitag war ich noch bei meiner Freundin (mit der ich auch im Kino war) und wir haben zwei Stunden mehrere Folgen von einem Cartoon geguckt, die erste Folge der neuen Staffel von Game of Thrones und zum Schluss haben wir die ungeschnittene Fassung des zweiten Harry Potter Films angesehen (war drei Stunden lang).

Heute habe ich mich wieder kaum überwunden, Zeitung auszutragen und habe das unnötig in die Länge gezogen...
Ich schaue normalerweise jeden zweiten Tag ab 20 Uhr mit meinem Bruder ein Video, aber weil ich durch meine Antriebslosigkeit nie mit ihm ein bestimmtes Spiel spielen will, welches wir uns extra geholt haben, wollte er heute auch kein Video mit mir schauen. Ich hasse diese Antriebslosigkeit, die auch dazu geführt hat, dass ich hier mehrere Tage nichts mehr geschrieben habe. Ich müsste auch mein Zimmer aufräumen, denn auf meinem Schreibtisch liegen Verpackungen von Naschkram, Stifte, eine leere Dose, irgendwelche abgelaufenen Zugtickets, die ich vor zwei Monaten gebraucht habe, etc. Irgendwie schaffe ich es noch nicht ganz, von dieser Antriebslosigkeit loszukommen, aber das ist ja auch irgendwie verständlich: Ich habe diese Antriebslosigkeit schon mehrere Jahre...
Meine Freundin hat mich mal gefragt, ob ich eine Depression habe, da sie das mal hatte und die Symptome wiedererkannt hatte, aber ich weiß es nicht. Ich war noch nie in Therapie und möchte das auch gar nicht. Ich hatte die Hoffnung, dass ich alleine wieder glücklich werden kann, aber es ist schwierig.

Mein Bruder hat doch noch das Video mit mir geschaut und währenddessen war draußen fast zwei Stunden lang ein Wetterlechten, was ich so schön fand, vorallem weil es in der Nacht dann immer so hell aufleuchtet. Einfach unglaublich, ich konnte beinahe nicht mehr wegsehen. :gewitter: Jetzt scheint es erst aufgehört zu haben.

Das mit den Zielen lasse ich doch vorerst weg, da es mir nicht viel bringt.





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  27.07.2017 02:36  
5. Eintrag:

Ich war vorgestern (24.07.) im Duisburger Zoo mit einer Freundin von mir. Zuerst mussten wir eine Stunde mit dem Auto zum Bahnhof fahren und sind dann noch ca. 3 Stunden mit dem Zug gefahren. Dann sind wir zum Zoo gegangen. Zwischendurch hat es angefangen zu Regnen, aber das war kein Problem. Die Tiere sind alle so toll und ich habe eine Delfinvorführung gesehen.
Danach sind wir etwas mit der S-Bahn gefahren und mussten dann noch 3,5km durch den Regen laufen um zur größten Zoohandlung der Welt zu kommen: Zoohandlung Zajac. Dort konnte man viele weitere Tiere sehen, wie Fische, Schlangen, Spinnen, Hunde, Katzen, etc. Eben viele Tiere, die man als Haustier haben kann. Die zwei albino Tigerpythons waren sehr beeindruckend und niedlich.
Nach dem ganzen Stehen und Laufen taten die Füße schon ein bisschen weh, aber wir mussten dann zum Bahnhof zurück, also mussten wir die 3,5km wieder zu Fuß zurück gehen. Durchnässt und mit schmerzenden Füßen und Beinen sind wir mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof gefahren. Dann noch 3 Stunden mit dem Zug und 1 Stunde mit dem Auto nach Hause. Die Klamotten waren aber die ganze Zeit über nass und kalt, deswegen habe ich jetzt eine Erkältung und fühle mich schlapp und außerdem tun mir jetzt immernoch die Beine weh, aber es hat sich total gelohnt! Ich würde sowas wieder machen, egal wie kaputt ich danach bin, denn es war echt super.

Durch meine Erkältung habe ich gestern aber nicht wirklich etwas gemacht, weil ich mich schlapp fühle. Das bedeutet, dass ich mich die nächsten Tage ausruhen muss, damit ich bis Samstag hoffentlich wieder erholt bin, da ich am Samstag noch Zeitung austragen muss.

Ich möchte irgendwann in eine Therapie, da ich seit ca. 8 Jahren unzufrieden mit meinem Leben bin. Am Anfang habe ich es nicht wirklich gemerkt, aber von Jahr zu Jahr wurde meine Unzufriedenheit immer größer. Von der 5. Klasse bis ungefähr zur 10. Klasse wurde ich gemobbt, ich wurde antriebslos, hatte immer weniger Freude an vielen Dingen, ich wurde immer zurückhaltender und habe Angst mit Leuten zu reden. Außerdem habe ich nur realen Kontakt zu einer Freundin, meinem Bruder und meiner Mutter. Mein Vater ist letztes Jahr abgehauen und hat uns mit Schulden zurückgelassen. Seitdem ich hier im Forum bin, seit Anfang des Monats, schreibe ich auch mit Manchen, was echt gut tut, da ich vorher mit niemanden geschrieben habe.
Deswegen möchte ich eine Therapie machen, um wieder glücklich zu werden, mehr Antrieb zu haben, da ich seit Jahren wirklich kaum etwas mache und mich das extrem belastet, weil ich mich nicht überwinden kann, etwas zu machen. Selbst auf Essen habe ich oft keine Lust (außer Süßigkeiten und soetwas zu naschen). Oft habe ich auch eine Gedankenarmut und dann komme ich mir so vor, als würde ich einfach eine leere Hülle sein, die nur existiert, um später zu arbeiten (bin jetzt noch in einer Ausbildung). Es kommt mir so vor, als würde meine Freizeit nur aus Warten bestehen, ohne dass ich auf etwas warte.
Ich traue mich aber gar nicht, einen ersten Schritt zu machen und einen Therapeuten/eine Therapeutin aufzusuchen. Ich habe Angst davor, über mich zu reden. Ich war mal bei einem Beratungslehrer und habe mich gar nicht wohl gefühlt und als mal ein Lehrer von mir bei mir Zuhause war, war mir das auch ziemlich unangenem. Schreiben fällt mir leichter, aber über mich zu reden kann ich gar nicht ab und ich mag es auch nicht, wenn Andere über mich reden.
Zudem möchte ich mein Zeitungsgeld nicht für die Fahrkosten ausgeben. Ich müsste mit dem Zug 25km fahren und eine Monatskarte kostet dann so um die 50€... Ich vermute mal, dass die Krankenkasse nicht die Fahrten bezahlt, sondern nur die Therapie... Mit dem Fahrrad wäre das zu weit. Ich muss ersteinmal eine Möglichkeit finden, wie ich günstig eine Therapie machen kann. :/





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  28.07.2017 00:39  
6. Eintrag:

Heute habe ich nicht viel gemacht. Ich habe weiter Zelda (A Link to the Past) gespielt und habe es auch etwas länger gespielt als sonst und bin stolz darauf. Sonst habe ich mich hier im Forum umgesehen, etwas geschrieben und Musik gehört.
Da ich erkältet bin, konnte ich nicht raus gehen. Leider habe ich die Zeit nicht genutzt, um z.B. Japanisch weiter zu lernen. Aber das ist nicht schlimm.
Heute ist der Eintrag mal etwas kürzer. :mrgreen:





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  30.07.2017 22:34  
7. Eintrag:

Ich habe das Tagebuch "Tagebuch der Überwindung" genannt, weil ich lernen möchte, meine Ängste zu überwinden.
Das ist aber echt schwierig... Ich möchte diese Woche zur Hausärztin, um eine Überweisung zu bekommen und das dann danach meiner Mutter zu sagen.
Aber da habe ich totale Angst davor. Ich würde auch gerne in eine Klinik gehen, um auch mal von Zuhause wegzukommen, da ich hier Tag ein Tag aus nur vor dem Computer hocke und mich langweile, weil ich keinen Antrieb für etwas habe. Ich war vor einem Jahr aus dem selben Grund bei der Hausärztin, aber im Gespräch habe ich mich dann doch nicht getraut, nach einer Überweisung zu fragen. Ich glaube, ich wollte schon vor 6 Jahren in eine Therapie, aber bis jetzt ist es nie dazu gekommen, weil ich mich nie getraut habe, das zu äußern.

In den Osterferien habe ich ein Praktikum in einer Apotheke gemacht und der Apotheker ist unser Nachbar. Die Frau von dem Apotheker hat meiner Mutter gestern gesagt, dass ich sehr zurückhaltend war und dass sie sich unsicher ist, ob ich dann wirklich Kunden bedienen kann. (Naja, später habe ich vor in einer Krankenhausapotheke zu arbeiten, wo ich keine Kunden bedienen muss).

Anscheinend fällt es auf, dass ich im Sozialen Probleme habe. Selbst den Lehrern fällt es sicher auf, weil sie mir jedes Mal bei einer Notenbesprechung ganz freundlich sagen, dass ich mich trauen muss etwas im Unterricht zu sagen, weil sie wissen, dass ich es kann. Ich weiß nicht, woher sie es wissen wollen, aber sie sagen mir, dass ich meistens das richtige sage, wenn sie mich einfach so -ohne dass ich mich gemeldet habe- drannehmen.

Ich glaube, dass es meiner Mutter nicht so auffällt, weil sie sich wohl daran gewöhnt hat, dass ich nur eine Freundin habe und zurückhaltend bin (dass ich Angst habe bei sozialen Situationen weiß sie jedoch nicht) und weil sie gerade selber sehr viel Stress hat.
Wenn etwas mit mir nicht stimmt, geht sie darauf nie ein und wenn sie mich doch einmal fragt, sage ich aus Angst einfach, dass alles in Ordnung ist... :/

Ich habe den ganzen Tag versucht, mich mental auf den Arztbesuch vorzubereiten, aber ich habe trotzdem Angst. Hätte ich einen Termin würde ich hingehen, weil ich es nicht mag, Termine nicht einzuhalten, aber ich muss ja noch erst nach einen Termin fragen... Ich habe so Angst.

(Und die letzten Tage saß ich nur vor dem Computer und habe nur Musik gehört, das Forum andauernd aktualisiert und sehr wenig (zu weinig meiner Meinung nach) Zelda gespielt.)





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  31.07.2017 23:27  
8. Eintrag:

Habe wiedermal nichts richtiges gemacht. Ich habe mir wieder Videos angeschaut, Musik gehört und heute mal für eine halbe Stunde Keyboard gespielt.
Am liebsten hätte ich irgendeinen Termin beim Arzt vereinbart, aber ich habe mich nicht getraut. Vielleicht gelingt mir das ja endlich morgen.
Es wäre auch schön gewesen, wenn ich Inliner gefahren wäre, aber selbst das habe ich nicht gemacht. Vielleicht kann ich ja morgen beim Arzt vorbeischauen, wenn ich schon mit den Inlinern unterwegs bin. (Natürlich ziehe ich mir, bevor ich in die Praxis gehe, normale Straßenschuhe an und gehe da nicht mit Inlinern rein :mrgreen:)
Ich hoffe so sehr, dass ich morgen endlich zum Arzt gehe und nach einer Überweisung frage...





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  01.08.2017 15:28  
9. Eintrag: [Teil 1 von 2]

Ab 16 Uhr hat die Arztpraxis geöffnet. Mir ist gerade so warm vor Nervosität und ich bekomme jetzt schon Bauchschmerzen. Aber wenn ich da war, bin ich sicher um so glücklicher, deswegen: Augen zu und durch!

Ich habe gerade weitergezeichnet und habe meinen Fortschritt in meinem Profil hochgeladen. Fertig ist das Bild noch nicht, vor allem, weil mir erst auf dem Foto Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mir gar nicht gefallen. Mir ist beispielsweise erst auf dem Foto aufgefallen, dass das eine Ohr größer ist als das andere. Naja, aber halb so schlimm, ich mache das aus Spaß und will damit ja keinen Preis gewinnen. Außerdem ist das ja auch zur Übung, damit ich besser werde. Die wichtigsten Bleistifte waren für mich die in der Stärke 2H, H und 2B.





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  02.08.2017 02:16  
9. Eintrag: [Teil 2 von 2]

Nachdem ich mich endlich überwunden habe, zur Arztpraxis zu gehen, stand ich vor geschlossenen Türen: Wegen Renovierungsarbeiten noch bis zum 08.08. geschlossen. Also muss ich mich nächste Woche erneut überwinden. Hmm, wenn ich es einmal geschafft habe, dann schaffe ich es sicher auch ein zweites Mal!





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  10.08.2017 23:09  
10. Eintrag:

Ich weiß nicht, was passiert ist...
Am Wochenende dachte ich, alles würde wieder bergauf gehen. Ich habe mit meiner Freundin beschlossen, jede zweite Woche zu schwimmen, um Streckentauchen zu üben. Endlich etwas, worüber ich mich freuen kann bei all meiner Lustlosigkeit.
Jedoch teilen sich die Berufsschule (wo ich hingehe) und eine andere Schule (IGS) die Bushaltestellen. Solche 5.-Klässler, kleine Jungs, haben mich lachhaft gefragt, ob ich ein Junge oder ein Mädchen sei... :shock: Ich war schockiert und da mir das total unangenehm war, war ich überfordert. Mir kamen die Tränen, aber das konnte ich vor denen noch verstecken. Außerdem wurde ich richtig wütend... Ich dachte, das Mobbing sei endlich vorbei und ich lasse mich nun von kleinen Jungs ärgern, obwohl ich 19 bin. Die Wut staute sich in mir (ich bin normalerweise zurückhaltend, sage nicht viel, verhalte mich unauffällig, friedlich und höflich) und ich konnte mich gerade so noch zurückhalten, sodass ich einem Jungen nur eine geklatscht habe. Aufgehört haben sie natürlich nicht, deswegen habe ich ihnen den Rücken zugekehrt, Musik gehört und versucht, die Tränen zurückzuhalten. Mir ist bewusst, dass diese Jungs es nur witzig finden, weil sie es wohl für eine Mutprobe halten, aber es ist schon doof, wenn ich das einzige Opfer für sie an der Bushalte bin (nicht, dass ich es Anderen wünsche. Es wäre besser, wenn niemand soetwas machen würde, so wie es letztes Jahr noch der Fall war). Das ist vor zwei Tagen passiert und jedes Mal, wenn ich sie sehe, reagieren sie so: "Das ist sie oder er. Frag ihn mal. Frag ihn ob er ein Junge oder Mädchen ist". Sie sind eigentlich total feige und trauen sich oft nicht, aber das Getuschel bekomme ich mit. Es ist schwachsinnig, aber seitdem bin ich in ein tiefes Loch gefallen und habe noch mehr Angst vor Anderen bekommen.
Ich weiß nicht, was deren Problem ist... Man sieht, dass ich ein Mädchen bin, auch wenn ich mich nicht schminke, weil ich morgens um 5 zu müde für soetwas bin und eine ranzige Jacke trage, weil ich mir keine neue leisten konnte.
Schon davor fühlte ich mich minderwertig, hatte Angst vor Anderen und fand mich hässlich (was mit Schminke auch nicht besser wird), aber jetzt wäre ich am liebsten einfach nicht da. Nur Beobachter und niemand bekommt mich mit. (Keine Anspielung auf Selbstmord! Ich würde mich am liebsten nur zurückziehen).
An dem besagten Tag war ich so wütend und traurig, dass ich bei der Busfahrt vorher ausgestiegen bin und 4km nach Hause gelaufen bin. Mein größtes Glück ist, dass diese Jungs nach der Schule bei der ersten Haltestelle aussteigen müssen und morgens bei der letzten einsteigen.
Ich hasse es so sehr. Meine Antriebslosigkeit ist sehr stark, ich sitze da und grübel herum, suche nach einer Lösung, wie ich denen aus dem Weg gehen kann oder im Notfall mich wehren kann.
Das erinnert mich sehr stark an früher: Ich habe das immer lange ertragen, bis irgendwann der Wutausbruch kam und ich auf einen der Mobber losgegangen bin und so stark es ging, an den Haaren gezogen habe, damit es sehr wehtut und ich meine Wut rauslassen kann.

Mich ärgert es, dass ich immernoch nicht beim Arzt war, um nach einer Überweisung zu fragen.
Außerdem ist es blöd, dass ich vor 6 Jahren SVV hatte und meine Mutter das auch mitbekam. Gemacht wurde nichts und ich hörte von alleine auf. Letztes Jahr hat mein Vater uns mit Schulden zurückgelassen. Ich klage immer über meine Antriebslosigkeit und meine Mutter denkt, dass das erst im letzten Jahr kam, obwohl es vorher schon da war... Warum hat sie vergessen, dass es mir früher nie gut ging? Konnte ich das so gut verstecken, um Andere nicht zu belasten? Da ich morgen bei einer Freundin bin, habe ich erst Montag wieder die Möglichkeit zum Arzt zu gehen. Ich sollte das mal tun, denn es nervt mich und belastet mich sehr, dass ich mit sozialen Situationen nie klar komme und mich weitgehends isoliert habe. Ich möchte nicht mit jedem Freundschaft schließen, aber ich möchte ohne Angst reden können. Ich versuche mich im Unterricht zu melden, aber das ist so anstrengend, weil ich so nervös und ängstlich bin...
Ich habe Angst vor morgen früh, wenn ich diese Jungs wieder sehe. In den Momenten würde ich immer am liebsten im Erdboden versinken.

Ich hoffe, ich kann jetzt schlafen, indem ich alles niedergeschrieben habe, was mich zur Zeit stark beschäftigt... :seufzen





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  14.08.2017 18:06  
:verrück Warum nur? Warum mache ich meins von Anderen so abhängig?
Heute musste ich erst zum Anwalt, weswegen ich Vormittags nicht zur Arztpraxis konnte. Deswegen habe ich den ganzen Tag bis 16 Uhr gewartet, wo die Arztpraxis wieder aufmacht, aber genau um 16 Uhr kam die Nachbarin vorbei. Deswegen blieb ich in meinem Zimmer und lauschte, wie meine Mutter und meine Nachbarin sich unterhalten haben. Ich traute mich nicht aus meinem Zimmer, deswegen habe ich gewartet, bis die Nachbarin endlich weggeht, aber sie ist sogar jetzt noch da, obwohl es zwischendurch den Anschein machte, dass sie los muss. Ich hätte einen Termin für morgen machen können, aber ich hatte gar keinen Empfang, um anzurufen...
Das ärgert mich total und ich könnte der Nachbarin den Hals umdrehen... Aber es ist ja eigentlich meine Schuld und meine Nachbarin wollte schließlich nur mit meiner Mutter reden. Wenn ich nicht zum Arzt gehe, ist es mein Problem und mein Verschulden...
Hätte ich einen Termin, würde ich morgen auf jeden Fall gehen, aber ohne Termin habe ich jetzt die Sorge, dass ich es morgen vielleicht wieder nicht schaffe, zum Arzt zu gehen, was ich schon seit Wochen vorhabe.
Ich dachte, ich könnte heute darüber berichten, wie es beim Arzt war, was mir gesagt wurde und ob ich eine Überweisung für einen Psychotherapeuten bekommen habe.
Vor Wut habe ich meine Fäuste gegen meinen Kopf gehauen und mir in die Hand gebissen. Zum Glück nicht stark, aber ich sollte das echt lassen... :/





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  16.08.2017 22:05  
Tja, seitdem die Ausbildung weiterging, ging es mit meiner Antriebslosigkeit immer mehr bergab... Mein Zimmer müllt zu (Plastikflaschen, Verpackungen von Naschkram, Zettel, Klamotten) und ich dachte, dass es nicht schlimmer werden kann ^^'
Hier im Forum habe ich ein paar nette Menschen kennengelernt, jedoch schreibe ich nicht mehr so oft zurück, wie ich es zuvor gemacht habe. Ich möchte doch mit ihnen schreiben.

Immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich beim Arzt war und eine Überweisung zum Psychotherapeuten bekommen habe. Die Überweisung war nicht wichtig, außer für mich, da ich zu viel Angst hatte, einfach so einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu erfragen und mit der Überweisung habe ich auch etwas, was ich meiner Mutter zeigen kann, damit sie weiß, dass ich es ernst meine. Der nächste Schritt ist nur noch, nach einem Termin zu fragen, was ich morgen machen wollte. Heute habe ich es noch nicht gemacht, weil ich eigentlich lernen musste für eine Arbeit, die ich morgen schreibe, aber ich konnte mich darauf gar nicht konzentrieren. Wenn ich mir etwas durchgelesen habe und das auch noch mehrmals, habe ich es sofort wieder vergessen...
Ob ein Therapeut helfen kann, weiß ich nicht, aber sicher hat er Tipps und das ganze ist hoffentlich eine Motivation für mich, etwas zu ändern, da ich gemerkt habe, dass ich Dinge besser machen kann, wenn Andere davon Bescheid wissen.

Gerade bin ich so energielos und müde und bin traurig, dass ich nicht lernen konnte. Gestern konnte ich auch schon nicht lernen und dieser Zeitdruck tut nicht gut. Vorher habe ich die Arbeit total vergessen (ich werde irgendwie immer vergesslicher) und bereue es. Letztes Schuljahr hat es zwar genügt, immer einen Tag vor einer Arbeit zu lernen, aber diesesmal ist das gar nicht ausreichend, vor allem weil ich mich weniger konzentrieren kann.

Und ich mag es nicht, dass ich mir immer denke "Ist das gut genug, was ich hier schreibe?" und dann nutze ich hier beim Schreiben immer die Vorschau... Ich muss diese Selbstzweifel mal loswerden.






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  27.08.2017 17:54  
Habe es letzten Donnerstag geschafft, bei einem Psychotherapeuten anzurufen... Naja, ich konnte meinen Namen und meine Telefonnummer auf der Mailbox hinterlassen und hoffe, dass ich in der nächsten Zeit zurückgerufen werde. Ich weiß, dass ich nicht sofort einen Termin bekommen werde, aber ich möchte wenigstens einen haben, damit ich sehe, dass es weitergeht.
Wieder habe ich die ganze Woche nichts gemacht... Nachdem ich jeden Tag in der Berufsschule war, saß ich vor dem Computer und habe nur darauf gewartet, dass es Abends wird und ich dann ins Bett kann. Diese Antriebslosigkeit nimmt mir die ganze Freude an allen Dingen und ich komme mir so vor, als würde ich nur rumexistieren, um diese Ausbildung zu machen und dann zu arbeiten, worauf ich auch keine Lust habe. Diese Antriebslosigkeit bringt mich echt zum verzweifeln, da ich Angst habe, die Ausbildung dadurch nicht zu schaffen, weil ich für die letzte Klausur z.B. gar nicht gelernt habe, weil ich mich einfach nicht auf das Lernen konzentrieren konnte... Am liebsten würde ich Tag für Tag nur in meinem Bett rumliegen. Selbst auf Essen oder Trinken habe ich gar keine Lust, ich weise meinen Bruder ständig ab, obwohl ich nicht mehr viel Zeit verbringen kann, da er in zwei Wochen wegen einem Studium wegzieht und ich habe auch keine Lust, Fahrrad zu fahren, um den Kopf frei zu bekommen. Ich sitze jeden Tag hier und gucke passiv Videos oder höre Musik, wobei ich darauf auch keine Lust habe...

Hoffentlich wird das irgendwann wieder besser. Ich habe es in den letzten Jahren nämlich nicht geschafft, die Antriebslosigkeit, Ängste und sonstige Sorgen zu bessern. Ich glaube, dass es sogar schlimmer wurde, weil ich in einer Abwärtsspirale bin.



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  28.08.2017 19:14  
Hey,
ich habe mir gerade einmal deinen bisherigen Thread durchgelesen. Ich finde es toll, dass du es geschafft hast, dir eine Überweisung zu holen und jetzt eine Therapie anfangen wirst! Ich kenne diese Antriebslosigkeit auch sehr gut und kann mir vorstellen, dass das nicht leicht war. Ich bin mir sicher, dass die Therapie dir dabei helfen wird, neu für dich zu überlegen, was du dir für dein Leben wünschst und wie du es dir Schritt für Schritt ermöglichen kannst. Außerdem ist es doch toll, dass du eine wirklich gute Freundin hast und ihr auch mal schöne Sachen zusammen unternehmt. So kommst du raus und hast einen positiven Ausgleich zu dem Frust, der sich in der restlichen Zeit ansammelt. Da du sagst, dass sich deine Antriebslosigkeit schon seit vielen Jahren immer mehr verstärkt hat, würde ich dir raten, es nicht gleich "mit der Brechstange" zu versuchen und alles auf einmal umkrempeln zu wollen. Du hast nun die Therapie in Gang gesetzt, das war ein sehr wichtiger erster Schritt und du hast es alleine geschafft! Nun kannst du dich fragen, was du als nächstes angehen möchtest und so langsam dein Leben wieder in die Hand nehmen und erfahren, dass du es kannst!
Ich wünsche dir viel Mut und Kraft und alles Liebe!
Ndapewa

Danke1xDanke




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  28.08.2017 21:47  
Hallo Ndapewa,

Danke für deine lieben Worte. ^^
Hoffentlich entdecke ich durch eine Therapie meine Lebensfreude wieder, die ich früher in der Grundschule hatte. Damals war ich noch ein Energiebündel und wollte alles erkunden. Jetzt wüürde ich immernoch gerne alles erkunden, aber die Antriebslosigkeit fesselt mich so sehr an meinen Computer.
Ja, ich bin sehr froh, meine Freundin zu haben. Sie hat wie ich auch soziale Ängste und meistens beachten wir das dann nicht, weil wir zusammen die Anderen nicht beachten, aber manchmal reden wir doch darüber und tauschen uns aus. Das tut auch neben den Aktivitäten gut.
Danke für den Tipp mit der Brechstange. Ich hätte zwar von selbst darauf kommen müssen, aber manchmal bin ich dann doch sehr durch den Wind und kann meine Gedanken nicht ordenen.
Ich stelle mir vor, wie ich sonst meine ganze Kraft mit der Brechstange aufbrauchen würde, was natürlich nicht funktioniert. Da ist es besser, die Kraft nach und nach für kleinere Ziele zu nutzen und somit etwas zu erreichen. Dankeschön. :)



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  31.08.2017 10:05  
Wenn du diese Lebensfreude in der Grundschule hattest, dann schlummert sie auch noch irgendwo in dir! Sie will nur durch irgendwas wieder erweckt werden :) Sehr gerne :freunde:





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  05.09.2017 22:00  
Da gebe ich dir recht Ndapewa. :)

Am Wochenende war meine Stimmung ganz plötzlich und ohne Ankündigung im Keller. Ich reagierte andauernd extrem gereizt gegenüber meinem Bruder und meiner Mutter. Meine Antriebslosigkeit war auch stark vorhanden und seitdem habe ich nur noch einer Person hier geschrieben, obwohl ich noch mehreren antworten wollte. Am Sonntag war plötzlich alles wieder gutt, bis auf die Antriebslosigkeit. Ich versuche nebenbei etwas Japanisch zu lernen und das macht meine einzige Freundin auch. Gegenseitig wollen wir uns motivieren zu lernen. Durch meine Antriebslosigkeit habe ich dann gar nicht mehr gelernt und sie konnte das gar nicht nachvollziehen. Ich habe ihr gesagt, dass ich das schon seit Jahren habe mit der Antriebslosigkeit. Sie hat mir gesagt, dass es kein Wundermittel gibt und dass "Blablalogen" (Psychologen) auch nicht helfen (sie hat da selber Erfahrung). Sie sagte mir, dass das wichtigste Selbstdisziplin ist. Jedoch weiß ich das doch und habe lange versucht dagegen anzukämpfen. Ich habe mich hier angemeldet, um mit Leuten zu schreiben und dann wollte ich einfach mich motivieren, zu Schreiben und somit die Antriebslosigkeit etwas zu mildern, jedoch klappt das gerade gar nicht. Meine Freundin scheint irgendwie leicht enttäuscht/wütend zu sein, wenn ich nicht lerne, obwohl das doch freiwillig ist. Das macht mir irgendwie Stress und ich fühle mich in die Ecke gedrängt... Leider habe ich nicht den Mut, etwas dagegen zumachen und was noch schlimmer ist: Ich weiß nicht wie. Ich weiß nie, was ich in so einer Situation sagen soll und dann versuche ich das Thema zu wechseln oder zu fragen, wieviel sie gelernt hat und wenn ich gar nicht weiter weiß, trinke ich etwas, denn dann kann ich ja gar nicht reden und kann überlegen.
Ich muss mal entspannter werden...

Mir ist aufgefallen, dass es vielleicht eine Verbindung zwischen Anspannung und Antriebslosigkeit gibt. Die Anspannung kommt in meiner Freizeit von dem Gefühl, dass ich kaum Zeit habe, etwas zu machen. Früher hatte ich das Gefühl nur, wenn ich in einer halben Stunde weg musste und ich in der halben Stunde nichts mehr anfangen konnte. Jetzt habe ich das Gefühl immer, obwohl ich auf nichts warte. Gefühlt warte ich aber doch nur darauf, endlich schlafen zu können und somit zu entspannen.
Ich weiß irgendwie nicht mehr weiter... Beim Schreiben fällt mir andauernd auf, dass meine Gedanken nie geordnet sind, dass ich von einem Thema zum nächsten springe und wieder zurück, dass ich zwischendurch den Faden verliere und mein Denken sich andauernd ändert und ich vorherige Aussagen nicht mehr logisch finde.
In dem Fall wäre ein Klinikaufenthalt echt gut: Ich kann entspannen, habe nicht das Gefühl, in die Ecke gedrängt zu werden, kann mich öffnen und und meine Gedanken ordnen, um nach Lösungen zu suchen. Zuerst wollte ich aber zu einem Psychotherapeuten und nachfragen, ob das wirklich sinnvoll ist, oder ob es in meinem Fall nicht nötig ist. Das blöde dabei ist aber, dass ich wahrscheinlich erst in einem Jahr einen Termin bekomme (hat er meiner Mutter am Telefon gesagt, als ich noch in der Berufsschule war). Aber in 1,5 Jahren wollte ich wegziehen und dann würde sich kein Termin mehr lohnen.

Außerdem fühle ich mich einfach überflüssig: Ich trage nie etwas bei, egal ob es sich um ein Gespräch, eine Gruppenarbeit oder sonstiges handelt... Ich stelle mir vor, wie meine Freundin jemand besseren als mich verdient hat, eine Person die viel mehr mit ihr redet. Mein Kopf ist oft einfach leer und dann weiß ich nie, was ich sagen soll... Und das Ergebnis ist, dass ich hier rumheule. Naja, wenigstens in meinem eigenen Tagebuch, da wird es wohl nicht stören.
Andauernd denke ich, ich habe eine Lösung, wie ich vorankommen kann, aber dann habe ich so eine Hoffnungslosigkeit, wo ich mir denke, dass tot sein besser wäre (bin nicht Suizidgefährdet, auch wenn ich mir selten mal Selbsttötungsmethoden überlege, aber das sind nur Fantasien, die so real sind, wie die Fantasie, ohne Hilfe von selbst fliegen zu können). Zum Glück glaube ich an Karma und Suizid führt zu viel schlechtem Karma, deshalb hoffe ich oft, dass ein Unfall passiert. Merkwürdig finde ich es, dass ich bei diesen Gedanken relativ normal weiterleben kann. Ich gehe zur Ausbildung und alles scheint so, als würde es immer weitergehen und ich gehe mit, also ich lebe immer weiter und mache weiterhin das, was verlangt wird, ohne einen Zusammenbruch, schwere körperlichen Symptome oder sonstiges. Ich habe nur am Wochenende wiedermal meine Fäuste gegen meinen Kopf gehauen, sodass ich im ganzen Kopf zuerst einen Druck hatte und später es an der Nase, genau zwischen den Augen gestochen hat, wenn ich nach unten geschaut habe und da mehr Blut hinfloss. Beinahe hätte ich mir eine Stelle am Arm aufgekrazt, aber ich konnte mich zurückhalten, sodass da nur für einen Tag eine rote gepunktete Stelle war.

So, das sind fast alle meine Gedanken, die ich mal loswerden wollte, was echt gut tut. Bei einigen Dingen kann sich meine Ansicht zwar wieder ändern, aber das ist mir jetzt egal, weil ich meine momentanen Gedanken loswerden wollte.


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