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201813.01




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Rhein-Main-Gebiet
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Liebe @WhiteTiger vielen lieben Dank für Deinen ausführlichen Bericht über Deine ersten tage in der Tagesklinik.
Du warst sehr tapfer, hast die ersten Hürden genommen, Dich ind er Guppe geöffnet - kannst stolz auf Dich sein. :-)
Freut mich, das wir im Forum Dir Kraft und liebevollen Zuspruch geben konnten. :-)

das Autogene Training kenne ich, habe es 1996 bei einem stationären 3-monatigen Klinikaufenthalt mitgemacht.
Bei uns ich auch immer jemand eingepennt. :-)
Sehr nett von dem Mitpatienten, dass er Dich im Auto mitnimmt. :-)

Finde ich super, dass Du Japanisch lernst. Sugoi! Ich hab 2012 zwei VHS-Kurse gemacht, aber leider wurden sie nicht weitergeführt, weil viele Teilnehmer aufhörten. Japanisch ist nicht einfach, vor allem dei Schriften natürlich, aber dadurch, dass es keine Artikel, Ein- udn Mehrzahl und Konjugationen/Deklinationen gibt (dafür Adjektive in der Verneinung und Vergangenheitsform - voll abgefahren! :-) ), und die Aussprache recht einfach ist, kan man recht früh losparlieren. Das war ganz anders, als ich anfing, Polnisch zu lernen. es ist das härteste Brot, in das ich je gebissen habe, vor allem dei Aussprache, aber inzwischen beherrsche ich die Sprache leidlich.

ich wünsche Dir eine schöne, heilsame ud interessante Zeit in der Tagesklinik, und freue mich, von Dir zu lesen.

Eine liebe Umarmung

von calin

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke




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Münster
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  14.01.2018 00:34  
Danke @calin für deine lieben Worte! :)

Hehe, ich fand es irgendwie wirtig, als die Leiterin von diesem autogenen Training (die auch mitgemacht hat), zum Schluss genervt aufgestanden ist und leise fragte, wer da denn so schnarcht. ^^ Die arme, denn einem anderen, der letzte Woche neu dazugekommen ist (der, der mir auch angeboten hat, mich mitzunehmen) und mir hat sie noch gesagt, dass man nicht mitmachen sollte, wenn man zum Schnarchen neigt und wenn man erkältet ist, weil man die Anderen sonst nur ablenkt. ^^

calin-san arigatou gozaimasu. :)
Ist wirklich schade, wenn man selber nicht mehr teilnehmen kann, nur weil Andere aufgehört haben. :(
Bis jetzt kann ich von den Schriften nur Hiragana. Katakana muss ich noch üben und Kanji mache ich erst ganz zum Schluss, weil es davon am meisten gibt und diese ja so kompliziert sind. o_o
Aber ich finde es gut, dass es keine Mehrzahl gibt, aber dass Adjektive eine Vergangenheitsform haben, wusste ich noch gar nicht. :o Bei der Aussprache habe ich nur mit dem japanischen R Probleme, aber mit etwas mehr Übung müsste das auch gehen. ^^ Ich weiß nur, dass es wie eine Mischung aus L und D ist, wobei die Zunge dann so schnell bewegt werden muss und der Ton ja nicht wie im Deutschen aus dem Rachen kommt.
Anscheinend lernst du gerne Sprachen, wenn ich es nicht falsch interpretiere. Das ist wirklich bemerkenswert!

Vielen Dank und eine Umarmung geht auch an dich, calin!





Heute morgen hatte ich vor, auszuschlafen, aber irgendwelche Nachbarn renovieren gerade. Es ist zwar das Nachbarshaus, weshalb noch etwas Abstand ist, aber trotzdem wurde ich von einem Bohrgeräusch vor 9 Uhr wach. :c Irgendwann konnte ich einschlafen, bis mich mein Wecker um 10:30 Uhr weckte, damit ich mit meiner Mutter frühstücken kann. Von den Tabletten (Cipralex 10mg) werde ich natürlich erst nach ein paar Wochen eine Wirkung spüren, aber die Nebenwirkungen spüre ich schon heute: Leichter Schwindel, leichte Übelkeit, etwas Unruhe (aber nur beim Körper, denn gedanklich spüre ich keine vermehrte Unruhe) und das schlimmste: Müdigkeit. Alles, bis auf die Müdigkeit ist Phasenweise, also war nur heute morgen und jetzt am Abend da. Wenn ich gähne, was ja durch die Müdigkeit kommt, wird meine Übelkeit für einen kurzen Moment etwas schlimmer. Aber insgesamt sind diese Nebenwirkungen echt nicht schlimm. Bin ich halt nicht gewöhnt, weil es mir körperlich sonst gut geht.
Dann habe ich heute eine Tour vom Zeitungaustragen von insgesamt drei Touren gemacht. Die anderen zwei Touren sind morgen früh dran und da soll es angeblich auch weniger bewölkt sein.
Den restlichen Tag habe ich das Übliche gemacht.
In spätestens einer Stunde gehe ich aber schlafen, denn obwohl ich immer wacher werde, desto später es wird (bin lieber etwas nachtaktiver), nervt es mich, dass ich so gähnen muss und dass dabei immer ein kleiner Übelkeitsschub kommt. ^^ Vor allem ist das unangenehm, weil ich nicht einschätzen kann, ab wann ich erbrechen müsste, da es schon sehr lange her ist, dass ich mich übergeben habe (ca. 6 Jahre oder so). Vermutlich ist das mit der Übelkeit auch viel harmloser, als ich denke, da ja auch kein Würgereiz vorhanden ist.

Morgen werde ich mir mal mein Wochenziel für die Tagesklinik überlegen und muss noch eine Bewerbung schreiben, die ich der Frau von der Berufsberatung schicke. (Habe gar keine Lust auf diese Bewerbung, die ich schon seit einem Monat machen musste, damit diese noch vor dem nächsten Dienstag fertig ist...). Aber bei der Berufsberatung werde ich mir auch keinen neuen Termin holen, da dafür auch jemand in der Tagesklinik zuständig ist.





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Münster
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  14.01.2018 23:26  
Oh man... Heute habe ich noch weiter Zeitung ausgetragen, dann habe ich mit meiner Mutter "Frühstück" um Mittag gegessen und dann habe ich bis 15 Uhr geschlafen. Als ich aufwachte war ich noch so müde, dass ich eine Stunde im Bett lag und am Handy einfach spielte. Die meiste Zeit habe ich heute Musik gehört, da ich auf nichts Lust hatte... Und dabei müsste ich endlich mal eine Bewerbung schreiben, die bis morgen Abend fertig sein muss... Dafür hatte ich einen Monat Zeit und die Frau von der Berufserfahrung erwartet auch sicher, dass ich eine Vorstellung davon habe, welche Ausbildung ich machen möchte oder wo ich zumindest ein Praktikum machen möchte... Aber ich habe gar keine Ahnung... Das wird schrecklich.
Vor morgen habe ich wieder etwas Angst. Wir sollen in der Morgenrunde sagen, was unser Wochenziel sein wird... Es können die verschiedensten Wochenziele sein und ich glaube, dass ich einfach sage, dass ich zwischen den Therapien einfach Japanisch lerne. Und wenn sie fragen, warum das mein Ziel ist: Ich mag es normalerweise gar nicht, vor Anderen irgendetwas zu machen oder zu zeigen, was ich so mache. Ist also eine Art Training, finde ich.
Morgen gibt es Ergotherapie und eine Stationsversammlung. Dann gibt es Essen zum Mittag und später die Abschlussrunde... Ich sehe gerade, dass ich morgen wohl sehr viel Zeit haben werde zum Warten. <_<
Vor allem nach dem Mittagessen wird es eher langwierig.
Hoffentlich bin ich morgen nicht so müde, wie heute. Vor allem, wenn ich so früh aufstehen muss..



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Rhein-Main-Gebiet
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  15.01.2018 12:11  
Hallo, liebe @WhiteTiger , so einen Durchhänger hat jeder mal, gerade am Wochenende.
Mir erging es gestern nicht anders und versank abends in sehr schlechte Stimmung. :-(
Heute bin ich weiter krankgeschrieben, dabei wäre ich lieber wieder unter Leute gegangen.

Könntest Du Deiner Berufsberaterin nicht von deiner Leidenschaft für Japanisch erzählen?
Vielleicht findet sich da eine passende Ausbildung. Ist ja echt selten, dass ein junger Mensch
so eine exotische Sprache lernt. Von Dir und einer guten Freundin inspiriert, habe ich mein
"Japanisch im Sauseschritt 1" hervorgekramt und einiges wiederholt. Manches habe ich vergessen,
vieles kann ich noch.
Hast Du schon mit Kanji angefangen? Ich noch nicht. Da wird es wohl echt schwer...

Alles Liebe und eine gute Woche in der Klinik

calin





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Münster
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  19.01.2018 23:02  
Seit ungefähr vorgestern bin ich richtig erschöpft. Schmerzende Augen, wenn ich sie bewege, Druck am Kopf, Verspannung im Rücken und in den Schultern und ein kratzender Hals mit trockenem Husten. Ich versuche mich mit Tee aufzurappeln, da ich übermorgen noch Zeitung austragen muss und das nicht mehr absagen kann. Echt müde bin ich gerade und vernachlässige jetzt viel mehr. Einigen wollte ich noch schreiben, aber irgendwie fehlt mir die Kraft dazu. Zur Zeit möchte ich nur schlafen oder einfach rumsitzen und nichts tun und das schlimmer als sonst. Eine Grippe vermute ich nicht, da die Symptome relativ schleichend kamen, also dürfte es eine Erkältung sein. Hoffentlich wird das beim Austragen der Zeitungen nicht schlimmer.
Morgen schaue ich dann mal, wie gut ich Kontakten noch zurückschreiben kann und calin, du bekommst hier auch natürlich eine Antwort. Ich haue mich mal ins Bett, was ich schon vor einer Stunde vorhatte, aber jetzt mache ich es wirklich. Hoffentlich kann ich schnell einschlafen, denn heute morgen um 1 Uhr bis 3 Uhr war ich noch wach und konnte nicht einschlafen, weil es so wehtat. Jetzt ist es bisschen besser, also dürfte es jetzt auch besser klappen.



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Mittelfranken
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  19.01.2018 23:29  
Gute Besserung :knuddeln:

Erhol Dich und ruhe Dich einfach aus. Und mach Dir keinen Druck für irgendwas.

Wenn Du erschöpft und krank bist, dann gönn Dir einfach die Ruhe. :freunde:

LG



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Rhein-Main-Gebiet
212
  20.01.2018 17:29  
Liebe @WhiteTiger , auch von mir die besten Genesungswünsche. :kuss:
Mach es Dir gemütlich bei Teechen und Kerzenschein oder was D sonst magst,
und mach Dir keinen Streß mit dem Zurückschreiben. :freunde:

Alles Liebe

calin





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Münster
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  25.02.2018 21:21  
Liebes Tagebuch. Endlich nehme ich mir etwas Zeit, um hier etwas reinzuschreiben. Die Tagesklinik ist super und ist wohl richtig für mich. Die Leute sind nett und sie gehen mir nicht aus dem Weg, nur weil ich mich gerne mal zurückziehe und nicht so viel sage. Das ist optimal für mich, um mich zu öffnen. Jedoch raubt es mir auch Energie. Immer wenn ich Zuhause bin, könnte ich so ins Bett fallen und schlafen. Aber das ist noch einigermaßen in Ordnung, außer, dass ich weniger mit Leuten hier schreibe, die immer etwas länger auf eine Antwort von mir warten.
Gerade bin ich auch total müde und habe heute schon von 14 - 18 Uhr geschlafen. ^^"

Am Freitag habe ich für eine Frau, die aus der Tagesklinik entlassen wurde, ein Bild gebastelt. Diese Person gab mir Halt und Motivation. So ist es immer, wenn ich Personen mag. Für das Bild habe ich ein stabiles und dickeres Din-A3-Blatt genommen und habe das gesamte Blatt mit orangenen Schnipseln bedeckt, da die Person immer eine orangene Decke dabei hatte und dann dachte ich mir, dass orange wohl richtig sein könnte (und so war es auch). In die Mitte habe ich eine Eule aufgeklebt, wo ich ein Motiv dazu in den Schubladen gefunden habe und habe diese mit Aquarellfarben ausgemalt. Über das Ganze kamm eine Klarlackschicht zur Fixierung und auf die Rückseite schrieb ich nicht nur meinen Namen und das Datum in die Ecke, sondern ich schrieb auch positive (und teils witzige) Eigenschaften von der Person auf, die sie ausmachen. Die Frau hat vor Freude geweint, mich umarmt und meinte, dass es das schönste ist, was jemals jemand für sie gemacht hat. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich Andere glücklich machen kann.
Ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe, denn einen Abend zuvor habe ich noch geweint und war richtig schlecht drauf. Am Freitag ging es mir erst im Verlauf des Tages besser, während ich an dem Bild arbeitete. Ich finde es toll, dass wir uns verstehen, auch wenn der Altersunterschied bei uns groß ist (ca.38 Jahre). Aber es kommt mir auch nicht auf das Alter, sondern auf den Charakter an. ^^

Meht weiß ich gerade nicht, was ich schreiben soll, aber wenn mir noch etwas einfällt, kann ich hier ja immernoch etwas schreiben. ^^

Danke1xDanke


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  15.05.2018 11:09  
Hallo WhiteTiger,

ich freue mich, dass es bei dir voran geht! Deine Geschichte mit dem Bild fand ich sehr berührend, eine schöne Eigenschaft von dir, anderen gern eine Freude zu machen :)

Ich lese immer gerne von dir, da ich selbst ja auch so ein Prokrastinationstalent bin. Ich frag mich dann manchmal, wieso ist es jetzt so schwer mit dieser bestimmten Aufgabe anzufangen? Welche Blockade gibt es da in mir? Ich hab meine noch nicht gefunden, aber ich vermute, sie liegt in meiner Familiengeschichte bzw. hat sehr viel mit meiner Mutter zu tun...

Bist du denn noch in der Tagesklinik? Wünsche dir weiterhin alles Gute :freunde:





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Münster
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  05.08.2018 01:05  
Puh...

SEHR viele Veränderungen fanden in meinem Leben statt. Nach einem Streit mit meiner Mutter Anfang Juni, wo sie mich aus der Wohnung geschmissen hat in der Nacht und ich ohne Schlüssel dastand, da sie mir den auch abgenommen hat, habe ich verzweifelt eine Wochenration von Tabletten genommen. Es war kein Suizidversuch, sondern es sollte eine Ablenkung sein, da ich mich einsam und verlassen fühlte... Mich packte die Angst und anstatt alles auszuspucken durch Übergeben, habe ich Mitpatienten von der Tagesklinik angeschrieben. Einer fand mich und brachte mich zum Krankenhaus. Mein Puls raste für zwei Tage und ich war aufgedreht. Danach kam ich in die Geschlossene, da die Oberärzten der Tagesklinik behauptete, es sei ein Suizidversuch gewesen... :/ Dort blieb ich dann freiwillig länger, als es gemusst hätte, wegen Folgendem: Ich kontaktierte meinen Vater, dessen Lebensgefährtin in Münster lebt und dort wollte ich hin. Jedoch durfte ich nicht einfach nach Münster, sondern sollte dort einen Platz in der Offenen haben, aber dafür hätte ich ja erstmal nach Münster gemusst, um mich anzumelden, das durfte ich aber nicht. Mit einer Ärztin in der Geschlossenen verstand ich mich, die versuchte, mich dorthinzubringen. Das ging jedoch nicht und ich ging auf die Offene, wo ich mich auf eigenem Wunsch entlassen habe. Danach ging es ab nach Münster, wo ich jetzt meine eigene erste Wohnung habe, eine Stelle beim Bundesfreiwilligendienst, einen Nebenjob und eine Psychotherapeutin. Medikamente nehme ich keine mehr, nachdem ich sie versehentlich abgesetzt habe und beim erneuten Einnehmen mich übergeben habe. Es ist so viel passiert und von dem nördlichsten Teil Ostfrieslands nach Münster ist ein großer Sprung für mich.
Das einzige, was mir jetzt fehlt, ist Ruhe... Immer gibt es etwas zutun mit Terminen, etc... Ich bin schon etwas kaputt, hoffe jedoch, dass eine Besserung kommt. Mal sehen, wie es weitergeht, diese kleine Reise.





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Münster
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  05.08.2018 23:24  
Ich bin am Ende... Mein Leben habe nicht ich im Griff... Mir wird eingeredet, dass nur ich Fehler mache, weil ich ja so unerfahren bin, ich werde mit 20 Jahren noch als Kind bezeichnet und werde auch so behandelt... und das von meinem Vater und seiner Lebensgefährtin... Im Krankenhaus habe ich meinen Vater angeschrieben, um Hilfe zu suchen und nun bin ich wieder verzweifelt, sauer und traurig... Ich hasse es... Ich habe so doch nur mehr Angst, nach Hilfe zu suchen... Freizeit werde ich ersteinmal kaum haben... Für diese schei. Wohnung muss ich dauernd arbeiten... 8 Stunden von Montags bis Freitags in einer Kita und dreimal die Woche zusätzlich ca. 3,5-4 Stunden in einer Pommessbude... Und das, obwohl ich vorher noch nie gearbeitet habe und von Harz4 bin ich trotzdem abhängig... Okay, kann sein, dass es manchen schlechter geht... Ich bin einfach zu dumm für diese Welt ...



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  06.08.2018 03:10  
WhiteTiger hat geschrieben:
Ich bin am Ende... Mein Leben habe nicht ich im Griff... Mir wird eingeredet, dass nur ich Fehler mache, weil ich ja so unerfahren bin, ich werde mit 20 Jahren noch als Kind bezeichnet und werde auch so behandelt... und das von meinem Vater und seiner Lebensgefährtin... Im Krankenhaus habe ich meinen Vater angeschrieben, um Hilfe zu suchen und nun bin ich wieder verzweifelt, sauer und traurig... Ich hasse es... Ich habe so doch nur mehr Angst, nach Hilfe zu suchen... Freizeit werde ich ersteinmal kaum haben... Für diese schei. Wohnung muss ich dauernd arbeiten... 8 Stunden von Montags bis Freitags in einer Kita und dreimal die Woche zusätzlich ca. 3,5-4 Stunden in einer Pommessbude... Und das, obwohl ich vorher noch nie gearbeitet habe und von Harz4 bin ich trotzdem abhängig... Okay, kann sein, dass es manchen schlechter geht... Ich bin einfach zu dumm für diese Welt ...


Nein das bist du nicht..
Und es ist normal, dass man Angst hat vor gewissen Dingen, sei es einem Streit, einer Veränderung oder auch sich durchzusetzen..
Du bist ein total lieber, herzensguter und wundervoller Mensch und hast es nicht verdient, dass man so mit dir umgeht, keiner hat so etwas verdient, dass andere über das eigene Leben bestimmen.
Jeder muss erstmal Erfahrungen sammeln, eigene Erfahrungen und wenn man dabei einen Fehler macht, was ist schon dabei? Aus Fehlern lernt man, wenn man jedoch nur eingeredet bekommt ständig Fehler zu machen, das ist keine Hilfe..
Du hast soviel durchgestanden worauf du stolz sein kannst, soviel durchgemacht, gib dich bitte nicht einfach auf sondern kämpfe, lebe, du verdienst es glücklich zu sein, selbst über dein Leben zu bestimmen, damit du glücklich bist, denn du musst dein Leben leben und niemand anderer.
Ich habe es sowieso noch nie verstanden warum manche meinen sich in das Leben anderer einmischen zu wollen.. gut gemeinte Ratschläge geben ist eine Sache, jemanden zu etwas zu drängen eine andere.

Das klingt alles echt nicht wirklich schön, aber es gibt immer einen Ausweg. Auch wenn der Schritt manchmal schwer zu sein scheint, ich bin mir ziemlich sicher dass du nicht alleine bist ;) Ganz ganz sicher..
Es kommen wieder schönere Zeiten, ganz bestimmt! :knuddeln:

Danke1xDanke




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Münster
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  07.08.2018 00:21  
Ich kann nicht schlafen... Ich mache andauernd nur Fehler und habe Angst, irgendetwas noch zu tun... Beim schei. Imbissjob habe ich versehentlich Wasser in die Fritteusen gegeben, weil ich vergessen habe, etwas auszutauschen... Das war letzten Freitag... Am Samstag danach musste ich nicht arbeiten, aber die Mitarbeiter hatten Glück, keine Verbrennungen bekommen zu haben, weil die Fritteuse hochging... Ich bin so ein Idiot und Flüchtigkeitsfehler passieren mir andauernd... Ich bin ja gar nicht fähig, zu leben. Dann arbeite ich auch noch lahm und halte Andere somit auf... Wenn ich schon lebe, um nur zu arbeiten (und anscheinend besteht das Leben nur daraus), warum kann ich es denn nicht wenigstens ordentlich? Oft denke ich an den Tod und bin froh, wenn ich bei einem Umfall sterbe, aber ich lebe ja immer weiter und das gefällt mir nicht... Ich will jetzt nicht schlafen, um morgen wieder zu arbeiten... Oder ich will schlafen und nicht mehr aufwachen... Totale Wut habe ich auf mich und hasse mich so sehr... Am liebsten würde ich auch einfach nur weglaufen, jetzt mit einem Rucksack in der Nacht in eine Richtung laufen und nie mehr zurückkommen... Ich weine nur noch und empfinde keine Freude an irgendetwas, denn alles, was ich mache, fühlt sich wie eine Last an. Ich habe ständig das Gefühl nur auf etwas zu warten und das schon seit Jahren... Ist es der Tod oder was? Und mein schei. Selbstmitleid kotzt mich auch an... Was erhoffe ich mir dabei? Jedes Mal, wenn ich aufwache, bin ich unglücklich und will nicht aufstehen, sondern nur noch weiter und weiter schlafen.... Ich habe so viele Schwächen... Was sollen denn meine Stärken sein? Blöd rumstehen und Trödeln? Ja toll, da freue ich mich aber.... Ich kriege echt nie etwas geschissen und falle anderen echt nur noch zur Last...
Unterbewusst denke ich auch immer, dass man mich grundsätzlich nicht mag... Wenn die Leute mich so ansehen, denke ich mir, die finden mich abscheulich, wenn ich Fehler mache, denke ich mir, ich nerve andere... Ich bin einfach nur dumm... Warum heißt es denn "Dumm aber glücklich", wenn es so nicht ist?
Ich habe so schreckliche Angst vor der Zukunft... Ich kann nicht einfach zuschauen, sonst verliere ich meine Wohnung, habe kein Geld, etc. Ich darf nicht ausbrechen, sonst verbaue ich mir alles und dieser Gedanke setzt mich so sehr unter Druck... Ich will nie wieder Verpflichtungen haben... Warum traue ich mich einfach nicht, mir etwas anzutun? Was hält mich noch am Leben? Und wie komme ich an diesen letzten Lebenswillen heran, um ihn fest zu Umarmen und meine Kraft daraus zu schöpfen?
Wie schaffen andere es, locker miteinander zu reden, keine Angst zu haben (oder eben nur normale)? Warum kann ich nicht einfach auch so sein, dass ich mit anderen reden, lachen und leben kann? Ich bin so unfähig, was viele Dinge betrifft...
Ich habe so viel Angst und wenn ich jemandem etwas vom Tod erzähle, werde ich bestimmt wieder weggesperrt... Alleine gelassen und noch mehr wie ein dummes Stück schei. behandelt... So viele behandeln mich jetzt schon, wie ein dummes Kind...
Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich eine hässliche und dumme Kreatur, die nichts hinbekommt... Aus eigenem Antrieb schaffe ich gar nichts und Interesse an irgendetwas habe ich auch nicht... Ich sollte schlafen gehen, vielleicht sieht es morgen anders aus... oder so wie heute nicht.





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  07.08.2018 00:39  
Was soll man machen, wenn man die Hoffnung verloren hat, wenn man tierische Angst vor der Zukunft hat? Wenn ich mit jemandem darüber rede, werde ich bestimmt nicht ernst genommen, weil ich ja nur zu faul und zu langsam bin... Ich kann nicht mit jemandem darüber reden, aus Angst, Ärger zu bekommen... Ich habe so sehr Angst vor Ärger und es klingt auch noch so lächerlich...





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Münster
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  11.08.2018 13:49  
Nun schreibe ich wieder hier, weil ich sonst andere belästige. Ich verkrieche mich hier. Ich schmiede mir Pläne, wie ich weglaufen kann, um irgendwann vor Hunger und Durst irgendwo zu verdecken, da ich selber nicht den Antrieb habe, um noch irgendetwas zu ändern, also kommt auch keiner an mich ran. Ich verärgere Andere mit meiner Hoffnungslosigkeit und nun fühle ich mich einsamer. Würde ich nach und nach den Kontakt zu allen abbrechen, könnte ich fliehen, ohne Angst vor Ärger zu haben, da mich keiner suchen wird. Meine starke Angst macht mich wahnsinnig und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ca. 21 Wochen in einer Tagesklinik hat rein gar nichts gebracht, da ich auch nie ehrlich sein konnte und ehrlich sein kann. Wenn man mich fragt, ob etwas ist, sage ich, dass ich nur müde sei und alles gut ist. Ich drehe noch durch, weil ich Angst habe, mich falsch zu entscheiden, denn wenn ich stationär aufgenommen werden kann oder sonstiges, dann verliere ich noch meine Wohnung, meine eigene erste Wohnung, die ich erst seit kurzem habe und wo ich seit Jahren schon darauf wartete. Aber so wie jetzt will ich nicht mehr weiterleben... Ich will am liebsten nichts mehr trinken und essen, würde gerne mich selbst verletzen, damit ich mich wenigstens noch ernst nehmen kann, da ich mir vor Augen halte, dass etwas nicht stimmt oder sonstiges... Aber ich habe für nichts mehr die Kraft... Hygiene, Aufräumen und Freizeitaktivitäten sind zu anstrengend und ich will gar nichts mehr... Ich weiß nicht mehr weiter, überhaupt nicht und ich habe Angst, mich jemandem anzuvertrauen, da ich niemanden nerven will und ich will auch keinen Ärger haben... Mein Bruder scheint schon sauer zu sein, dass ich nicht mehr will und auch nichts ändere und mein Vater und seine Lebensgefährtin waren gestern entsetzt und leicht wütend, dass ich nichts mehr will... Ich fühle mich nicht ernst genommen... Ein Arzt/Psychiater würde mich mit Tabletten vollstopfen und würde mich auch nicht ernst nehmen... Ich bin verloren, ich werde mich nie mehr bessern... Das zeigten mir die letzten 10 Jahre, wo sich nie etwas gebessert hat... Ich fühle mich alleine, einsam und hilflos... Soll ich das Geld nehmen, was ich habe und einfach mit dem Zug in eine Richtung fahren und dann weiterlaufen, ohne jemals zurückzukommen, bis ich verdurste? Diese Frage stelle ich mir schon seit Tagen und ich plane es schon, aber ich traue mich nicht, es durchzuziehen, denn wenn ich gefunden werde, bekomme ich viel Ärger...
Warum sehe ich alle als böse an? Warum denke ich, dass mich jeder hasst, vor allem, wenn ich so rumjammere? Kann ich wirklich nur gemocht werden oder zumindest akzeptiert werden, wenn ich funktioniere? Anscheinend ja, das wird mir andauernd bewiesen und da ich nicht funktioniere, sondern überflüssig und anstrengend bin, werde ich gehasst und verabscheut. Ich sollte echt weglaufen, um niemandem mehr zur Last zu fallen...




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Rhein-Main-Gebiet
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  13.08.2018 12:57  
Liebe White Tiger,

ich fnde Deinen Zustand bedenklich und mache mir Sorgen um Dich.

Ich erkenne einiges an mir wieder, was Du schilderst: Sich um nichts mehr kümmern wollen,
allles liegenlassen, den Wunsch, sich zu verletzen oder sonst was Aufseheneerregendes zu tun,
damit einen die andern ernstnehmen, zudem Verständnislosigkeit und Ablehnung anderer.


Zu fliehen, bringt nichts, und zu verhungern und verdursten aus eigenem Antrieb, funktioniert nicht,
weil der Körper einen starken Lebenswillen hat.

Du zeigst alle Anzeichen einer schweren Depression, und die musst Du behandeln lassen, aber nicht
zwangsläufig Medikamente einnehmen.

Depression ist heilbar, und der schwrze nebeel um Dich herum wird sich einmal lichten.

Du bist unedlich viel wert, auch wenn Du nicht funktionierst, und gerade mit Deinen Schwächen wirkst Du menschlich
und smypathisch. :freunde:

Red am besten nochmal mit Deinen Eltern. Ich glaube nciht, dass sie Dich nun ablehnen; vielmehr waren sie wahrscheinlich
erschrocken und ratlos.

Alles Gute, und sei lieb umarmt :trost:

von calin

Danke2xDanke


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3
  13.08.2018 20:45  
Liebe WhiteTiger,

Wir kennen uns jetzt schon lange. Lange genug damit ich dir sagen kann, dass du ein wundervoller, sympathischer, humorvoller und toller Mensch bist!
Du musst nicht nur funktionieren, denn du bist kein Roboter. Jeder Mensch macht mal Fehler, gerade das ist es was uns menschlich macht.
Es gibt niemanden der absolut perfekt ist und nie auch nur einen einzigen Fehler macht.
Ich bin sehr sehr froh, dass wir uns kennen lernen durften und ich bin auch sehr sehr froh dass es dich gibt. Mir tun diese Menschen leid, die dich scheinbar nur mögen wenn du funktionierst.
Denn sie sehen gar nicht wie toll du eigentlich bist, irgendwann wirst du auch auf Menschen treffen, die genau diese liebe Art, die du hast mögen und zu schätzen wissen!

Weißt du.. bevor wir uns kennen gelernt haben, habe ich mich sehr alleine auf der Welt gefühlt, ich wurde soviel ausgenutzt und dann weggeworfen, doch du hast mir damals wieder Hoffnung geschenkt!
Ich kenne diese Leere die einen erfüllt wenn man Depressionen hat.. ich kenne es zu gut, oft lag ich nur da und hab geweint, hatte mir am Vortag soviel vorgenommen und nichts davon gemacht, aber ich habe es ein riesiges Stück rausgeschafft und das verdanke ich dir!
Oft sind es sogar die kleinen Dinge die mir dann riesige Freude bereiten, es gibt viel schönes, auch ich mache mir ganz große Sorgen um dich :(

Ganz liebe grüße :trost:

Danke2xDanke




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Münster
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  13.08.2018 23:16  
Ihr seid so lieb! Danke. Leider kann ich es nicht so sehr schätzen, wie ich es gerne würde, deswegen kommen mir jetzt schon wieder die Tränen...
Leider habe ich mit dem SVV wieder angefangen... zum Glück nur oberflächlich und nichts ernstes, aber ich habe Angst davor, immer mehr haben zu wollen... Das ist aber der Preis, den ich zahle, um von Tag zu Tag zu kommen, denn in dem Moment wird meine Anspannung, die schrecklich ist und nicht weggeht, etwas weniger, was eine Erleichterung ist. Wenn ich meine Wohnung nicht verlieren will, muss ich noch fünf Wochen in einer Kita arbeiten, bis die Probezeit vorbei ist... So lange kann ich es nicht aushalten und das bringt mich zum Verzweifeln... Und diese Verzweiflung und Wut lasse ich dann eben bei mir aus...



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Rhein-Main-Gebiet
212
  15.08.2018 11:38  
Liebe @WhiteTiger , so wie snowflower Dich charakterisiert hat, empfinde ich Dich auch,slebst wenn ich Dich nicht persönlich kenne:
liebenswert, warmherzig, tiefgründig, gefühlvoll. :-)

da tut es mir schon weh zu lesen, dass Du Dich selbst verletzt. Ich kenne das allerdings ein Stückweit auch von mir.
Ich habe mir gern ins Gesicht geschlagen. :stirn
Könntest Du Dir nicht einen Boxsack zulegen oder allgemen Sport treiben, damit Du Deine Wut auf gesunde Weise ableiten kannst?

Was hast Du denn für eine Stelle in der Kita? Was macht Dir daran keinen Spaß?

Nimmst Du Medikamente? Ich kann mir vorstellen, dass die chemische Krücke Dich stabilisiert. Haben die Ärzte in der Tagesklinik
Dir was verschrieben?

Du bist nciht allein - es gibt Menschen, die an Dich denken. :freunde:

Alles Liebe

calin





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Münster
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  23.08.2018 13:39  
So, schreibe über Handy, da ich kein Wlan habe für die nächste Zeit. Bin momentan auf offener Station in Behandlung und es ist richtig trostlos dort. Ich bin dort, um medikamentös eingestellt zu werden und hoffe, dass es bald vorbei ist und ich wieder in meiner Wohnung schlafen kann.
Hier scheint aber eine Sackgasse zu sein, da ich mich nicht auf Münster einlassen kann. Also bin ich am überlegen, mir eine Wohnung in meiner Heimat zu suchen, bin mir aber stark unsicher, was richtig und was falsch ist.
In der Kita war ich ungerne, da ich Kinder nicht wirklich mag. ^^
Außerdem bin ich viel zu angespannt. Am Wochenende werde ich meine Mutter und meinen Bruder besuchen. Mal sehen wie groß mein Heimweh danach sein wird, denn momentan habe ich großes Heimweh.


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