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201805.01




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Und nochmal ein kleiner Beitrag: Habe es geschafft, mich bei der Tagesklinik zu melden. Sofort habe ich die Telefonnummer rausgesucht und habe angerufen. Das blöde ist, dass man mir nicht weiterhelfen konnte und ich am Montag nochmal anrufen muss und dabei wurde mir noch eine andere Telefonnummer gegeben. Also nochmal anrufen und sich überwinden... Stressig, aber hoffentlich auch hilfreich. ^^

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  06.01.2018 03:21  
*seufts*
So langsam habe ich das Gefühl, dass sich gerade die Freundschaften in meinem Leben aussortieren. Das traurige ist, dass ich bis vor kurzem eine Freundschaft hatte und jetzt keine mehr. Und das nur weil ich nicht wie ein braver Hund wieder zur Ausbildung gekommen bin. Weil ich mal mein Ding durchziehen wollte. Ich bin schon enttäuscht, aber fühle mich andererseits auch befreit. Ich habe mich immer mehr isoliert und warte nur noch auf die Aufnahme in der Tagesklinik. Darauf freue ich mich schon, aber dann habe ich wieder Angst, mich ausgeschlossen zu fühlen. Dass ich nicht dazugehöre, wie sonst auch.
Meine Sozialpädagogin meinte, dass meine vielen Umzüge (jetzt müssten es schon ca. acht Umzüge gewesen sein) dazu geführt hat, dass ich nie richtig Kontakte knüpfen konnte. Ich habe ihr gesagt, dass ich Abwechslung aber sehr gerne mag, jedoch glaube ich, dass diese Umzüge dazu führten, dass ich angefangen habe, mich nicht dazugehörig zu fühlen. Die Grundschule musste ich einmal wechseln und habe dabei alle alten Kontakte verloren. Dann war der Wechsel zum Gymnasium und da verlierte ich wieder Freundschaften, da die meisten zur Realschule gegangen sind und ich hatte eine beste Freundin. Beim Gymnasium lernte ich wieder welche kennen, aber dann blieb ich sitzen (habe nie gelernt, im Unterricht aufgepasst, habe viel Blödsinn gemacht, sodass die Lehrer öfters mit meinen Eltern reden mussten). Meine beste Freundin blieb und ich lernte nur noch einmal welche kennen, die aber hinter meinem Rücken über mich lästerten, bis ich ihnen gesagt habe, dass ich mit denen nichts mehr miteinander zutun haben möchte. Dann waren es nur noch Kurskameraden, wo ich nur gut genug zum Reden war, wenn deren Freunde nicht zum Sprechen da waren... Ich war da nur Mittel zum Zweck und war auch noch zu blöd, um das zu verstehen. Und nun geht auch die letzte Freundschaft dahin, weil ich mich endlich mal durchsetzen möchte. Weil ich etwas gegen meine Antriebslosigkeit und gegen meine Minderwertigkeitsgefühle unternehmen möchte. Aber der Verlust der besten Freundschaft befreit mich jedoch auch, denn ich fühlte mich schon längere Zeit eingeengt, da ich alles mit mir machen lassen habe.
Nun sitze ich Tag ein Tag aus Zuhause vor dem Computer, weil ich die Ausbildung pausiert habe und bin froh, dieses Forum hier zu haben. Es entstanden einige Kontakte. Es sind Menschen, die offen zuhören, mich nicht sofort verurteilen und mit denen ich endlich normal kommunizieren kann.
Oft habe ich das Gefühl, zu versagen, da ich durch meine Antriebslosigkeit eher spät antworte, aber das wird einfach so akzeptiert. So kannte ich es ehrlich gesagt vorher gar nicht. Meine "beste Freundin" beschwerte sich oft über mich: Ich rechtfertige mich zu viel, ich lese ihre Nachrichten, antworte aber immer erst viel später, ich habe zu oft gesagt, wie müde ich sei (um 5 Uhr morgens aufwachen ist einfach nicht mein Ding) und sie beschwerte sich auch mal, als ich eine Zeit lang fast nichts mehr gesagt habe. Sie hat auch gerne ihre Wut (für die ich oft nichts konnte) an mir ausgelassen und suchte den Fehler immer bei mir oder Anderen. In einem anderen Forum schrieb sie etwas über sich, was ich schon vorher wusste, da sie es mir gesagt hat, aber in dem Beitrag schrieb sie, dass sie es noch Niemanden erzählt hat.
Ich beiße mich bestimmt an den Kleinigkeiten fest...

Im Forum habe ich mich angemeldet, weil ich mich einsam fühlte. Geändert hat sich nicht viel, außer dass ich einige Forenkontakte habe, über die ich sehr dankbar bin.
Naja, genug mit dem Rumgeheule, denn immerhin heißt dieses Tagebuch ja "Tagebuch der Überwindung" und nicht "Tagebuch der Rumheulerei".
Ich muss nur versuchen, Kontakte in meinem Umfeld zu knüpfen, denn ich habe zur Zeit nur meine Mutter, die selber genug Stress hat. Mein Bruder studiert etwas weiter weg, wo ich nicht hinkomme und meine Sozialpädagogin kann ich ja nicht zu den Freizeitkontakten zählen.
Ach, könnte ich einfach mal mit Leuten etwas unternehmen. Pizza oder auch Eis essen gehen würde mir für das erste reichen, auch wenn ich durch Probleme lieber am sparen bin.
Mal sehen, was das neue Jahr mit sich bringt und vielleicht treffe ich in der Tagesklinik ja nette Leute. Nach Sportvereinen in meiner Umgebung habe ich geguckt, aber da war nichts spannend genug, außerdem bin ich nicht so mobil.

O_O Es ist ja schon nach 2 Uhr! Oh nein, ich sollte lieber etwas schlafen, da ich die letzte Nacht auch nur 4 Stunden geschlafen habe.
Letzte Nacht war es irgendwie auch noch gruselig. Da ich sehr müde war und meine Augen etwas überanstrengt waren, habe ich mir eingebildet, einen hellen roten Punkt in der Dunkelheit gesehen zu haben, was mich an ein böses Auge erinnert hat. Hehe ^^', ich kriege zu leicht Angst vor der Dunkelheit, obwohl ich genau weiß, dass da ja keine Monster sind. :oops: Zum Glück ist das aber nicht immer so. :mrgreen: (Wie unnötig, soetwas zu erwähnen, aber wenn man in dem Moment Angst vor der Dunkelheit hat und die Augen einem einen roten, leuchteten Punkt vortäuschen (war wirklich nur Einbildung, da dort nichts leuchten konnte), dann funktioniert nur noch die "Decke über den Kopf zieh'"-Technik, bis man einschläft. Das blöde ist auch noch, dass ich trotzdem lieber bei völliger Dunkelheit einschlafe. ^^)



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RGB-West
2034

Status: Online online
  06.01.2018 20:51  
So ist das leider, Ich kenne das auch durch Schulwechsel oder weil sich Leute (zum Nachteil) verändern... Man selbst auch durch Depressionen, Antriebslosigkeit, Einsamkeit etc. Oft erkennt man auch erst zu spät, wer ein Freund ist und wer nicht. Ich kenne das Rumgammeln von mir auch noch, früher, auch so in deinem Alter, lag Ich öfters bis 16 Uhr im Bett. Zu nichts Lust und sogar das Zähneputzen war ein Kraftakt. Ein Tag wie der andere. Tagesklinik klingt doch schon mal gut und Du brauchst Kontakte. Letzteres sagt sich aber leicht, das ist echt schwierig. Dein Musikgeschmack ist übrigens nicht der Verkehrteste. ;)





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  08.01.2018 00:21  
Oh ja, leider wahr. Ich glaube, ich bin etwas zu naiv, aber andererseits bin ich auch zu skeptisch, sodass es gar nicht erst zu einen Kontakt kommt.
Dass selbst das Zähneputzen zum Kraftakt wird, verstehe ich echt gut.
Bei der Tagesklinik erhoffe ich mir nette Leute, die mit einem vielleicht auch in der Freizeit etwas unternehmen wollen und vielleicht kommt man dann schon wieder mit Bekannten von ihnen in Kontakt, sodass man nicht mehr isoliert ist. Vielleicht stelle ich es mir gerade zu einfach vor, denn ich will ja auch nicht irgendwelche Kontakte, sondern Freunde, mit denen man sich versteht. ^^
Oh und danke. :)

Habe nachgedacht: Vermutlich bin ich skeptisch Fremden gegenüber, da meine Mutter immer zu viele Sorgen hat und mein Vater wollte schon immer der Beste sein. Dass meine Mutter sich immer so sorgt ist in ordnung, so sind viele Mütter (auch wenn sie sich immer zu viele Sorgen macht), aber ich glaube, dass ich durch meinen Vater denke, dass Andere nur böse sind. Bei jedem Bekannten von mir hatte er etwas auszusetzen und mein Vater ist sehr dominant. Vielleicht habe ich mir dann immer die selben Dinge eingeredet: Ich muss besser sein, als Andere und Andere ziehen mich nur runter. Immer haben mich Andere angeblich runtergezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass man mir sagt, was ich besser machen kann, außer gute Noten in der Schule zu schreiben (wozu es aber eher selten gekommen ist).
Mein Vater nannte mich öfters Moppelchen, obwohl ich nicht moppelig bin, er meinte, ich bin nur am essen, obwohl ich immer appetitloser wurde und er meinte, ich sehe schlampig aus, weil ich keine hochhackigen Schuhe trage und typische Mädchenkleidung. Na und? Ich trage halt gerne Hoodies, wobei ich sogar darauf achte, dass ich keine zu luftigen Hoodies trage, ich trage eben gerne flache Schuhe, einfach weil mich das Klackern von hochhackigen Schuhen nerven würde und weil diese Schuhe auch nicht zu den Hoodies passen. Ich trage meine Haare eben offen und mache mir keine Zöpfe, weil ich offene Haare mehr mag, ich will kein Knochen sein und esse eben, was mir gefällt, denn ich bin beim BMI-Wert in der goldenen Mitte, ich zeige meinen Körper nicht wie auf einem Präsentierteller, indem ich Hintern und Brust betone, sondern ich will Kontakte finden, die meinen Charakter mögen. Okay, ich schminke mich nicht, aber einfach nur, weil ich nicht noch mehr Pickel riskieren möchte, da mein Gesicht da wohl etwas empfindlich ist. Außerdem sehen meine Augen zu düster aus, wenn ich sie schminke, finde ich. Also, lieber Vater: Was willst du? Du bist selber nicht besser. Du kümmerst dich um dein Aussehen, aber du hast einen miesen Charakter. Du bist ein Großmaul, bist nicht bodenständig, willst dich abheben und stehst am Ende als Volltrottel da. Meine Mutter traute sich nicht, mit dir irgendwen zu besuchen, da du dich auch daneben benehmen kannst. Und dann lässt du uns auch noch mit Schulden zurück und hast meiner Mutter Karrieremöglichkeiten verwehrt, weil sie sich um mich und meinen Bruder kümmern soll. Du bist dann aber abgehauen und meine Mutter ist zu alt, um noch richtig Geld verdienen zu können. Niemand stellt ältere Frauen mit wenig Berufserfahrung ein. Ich würde dir am liebsten in den Hintern treten, wenn ich dich irgendwann wiedersehen sollte. Du hast viel Schuld daran, dass ich so geworden bin, wie ich bin. Eine eigene Meinung durfte ich nicht haben, somit habe ich immernoch Angst, meine Meinung offen zu sagen. Ich musste immer gehorchen und wenn ich gerufen wurde, musste ich sofort da sein und musste meine Beschäftigung SOFORT unterbrechen, sonst gab es Ärger. Dadurch bin ich auch bei Anderen so, dass ich versuche, sofort parat zu sein.
Und dann gab es auch noch meine "beste Freundin", die mich öfters an meinen Vater erinnert hat. Wenn ich meine eigene Meinung geäußert habe, wurde ich schief angeguckt, also habe ich es immer mehr gelassen. Sie hat viel an mir rumgenörgelt und ich habe ihr dann auch noch immer blöderweise recht gegeben.
Ich fühle mich in sozialen Situationen immer hilflos und würde immer am liebsten wegrennen. Oft stelle ich mir vor, wie ich einfach mächtig bin und mich rächen kann. Wie ich Andere zerstören kann, damit ich weiß, wie es ist, nicht ich zu sein. Naja, sind nur wirre Gedanken, die immer schnell wieder verblassen, da ich keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Aber zu oft spüre ich diesen Hass in mir, den ich eher verberge. Oft weiß ich selber nicht, dass es Hass ist, aber immer wenn ich z.B. die Leute aus meiner Ausbildung gesehen habe, spürte ich den Hass.
Wenigstens richte ich diesen Hass nicht gegen mich selbst, aber ich baue ihn auch sonst nicht ab. Wenn, dann reagiere ich nur gereizt zu meiner Mutter, die nichts dafür kann.
Oh, das sollte nur ein Satz werden, aber irgendwie kam ich in so einen Flow. ^^"





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  08.01.2018 01:45  
Ach ja, mir fällt ja noch ein, dass mein Vater viel beim Essen geredet hat. Und das ohne Punkt, was bedeutet, dass man zuhören musste und man konnte kaum selber etwas sagen. Ob ich deswegen schlecht beim Smalltalk bin? Wer weiß, ich muss etwas ändern. Morgen... Oh, nein heute rufe ich dann nochmal bei der Tagesklinik an. Auf der Warteliste bin ich schonmal und hoffe nur noch so bald wie möglich aufgenommen zu werden. Bei dem Gedanken daran freue ich mich einerseits, da ich so aus der momentanen Isolation wieder herauskommen könnte und ich könnte auch vieles lernen, wenn es um soziale Situationen geht. Andererseits habe ich aber auch Angst, alles zu vermasseln, sodass ich mich wieder distanziere, weil ich nicht weiß, was ich sagen kann und dann die Gewohnheit habe, Kontakt zu vermeiden... Da muss ich mich wohl überraschen lassen.





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  08.01.2018 13:54  
Mist, mir fällt gerade wieder etwas ein: Bei der Berufsschule für meine Ausbildung hatten wir Schließfächer, wo wir immer einen Laborkittel und einen Koffer mit Laborkram drin haben. Die Sachen muss ich irgendwann einmal abholen... Das wird ein Akt. Zuerst müsste ich mit dem Fahrrad ca. 2 Stunden dahin fahren, würde am liebsten die Sachen abholen, wenn alle Unterricht haben, da ich nicht von meiner ehemaligen Klasse gesehen werden möchte und dann müsste ich wieder mit dem Fahrrad 2 Stunden zurückfahren... Wenn ich mit dem Bus fahren würde, müsste ich fast 6 Stunden warten, bis ich wieder zurückfahren kann und in dem Bus sitzt immer eine aus meiner ehemaligen Klasse. *seufz* Irgendwann muss ich das durchziehen... Davor habe ich aber Angst. Was ist, wenn mich doch welche aus meiner ehemaligen Klasse sehe? Ich will nicht ausgefragt werden und ich habe die Angewohnheit, mich so darzustellen, als hätte ich keine Probleme, nur damit mich niemand fragt. Wenn ich ihnen sage, dass ich krankheitsbedingt fehle, werden sie sicher nachfragen. Naja, zur Not könnte ich einfach sagen, ich habe private Probleme, denn dann sind sie hoffentlich höflich genug, nicht weiter nachzufragen. Aber trotzdem möchte ich denen nicht begegnen! Wenn alle Unterricht haben, müsste es aber hoffentlich klappen. ^^

Habe heute geschafft, wieder bei der Tagesklinik anzurufen, so wie die Frau von Freitag es am Telefon wollte. Ich bin auf der Warteliste und muss in 14 Tagen wieder anrufen, damit sie wissen, dass von mir aus noch Interesse besteht.





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  08.01.2018 19:54  
Antriebslosigkeit ist wieder etwas verstärkt... -_- Und dann muss ich auch noch viele Tagebucheinträge nachholen für die Sozialpädagogin und ich mag es nicht, wenn ich morgen dort unvorbereitet erscheine. Vor allem weiß ich nie, was ich schreiben soll, da ich nichts erlebe. Ich soll mehr auf meine Gefühle eingehen, aber die meiste Zeit ist meine Stimmung neutral und ich warte nur, bis ich wieder ins Bett kann, um zu schlafen. Also Besonderes erlebe ich nicht. Ich könnte reinschreiben, dass ich bei der Tagesklinik angerufen habe und dass ich froh bin, das geschafft zu haben, aber was soll ich für die restlichen Tage schreiben? Außerdem habe ich keine Lust, jetzt noch etwas in ein Heft zu schreiben, da das am Computer viel schneller geht, aber ausdrucken möchte ich jetzt auch nichts... Naja, das heißt wohl, dass ich mich den ganzen Abend da ransetzen muss... v_v





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  10.01.2018 14:50  
O_O Ich wurde gerade von der Psychologin von der Tagesklinik angerufen... Ich kann morgen direkt dahin. Von 8 Uhr bis 13 Uhr bleibe ich dort und muss danach zum Arzt für eine neue Einweisung (wegen neuem Quartal) und für ein EKG. Oh, mir fällt ein, dass das mein erstes EKG in meinem Leben sein wird... Morgen ist Donnerstag, ich muss mal auf den Stundenplan gucken, was morgen so passiert (habe beim Vorgespräch glücklicherweise einen Stundenplan bekommen). Okay, zuerst gibt es Frühstück, dann kommt die Morgenrunde (alle berichten, was sie am vorherigen Tag gemacht haben) und danach gibt es... oh nein, es gibt Ausdrucksmalerei... Ich bin ein kleines bisschen perfektionistisch und verwerfe sehr schnell alle meine Zeichnungen... Aber da kann ich noch nichteinmal zeichnen, sondern muss sicherlich einfach Formen in verschiedenen Farben malen... Naja, danach gibt es immer zwei Patienten, die für die Koch und Backgruppe einkaufen gehen. Danach gibt es Ergotherapie gefolgt von einem Mittagessen. Ich sehe gerade, dass danach eine Außenaktivität kommen würde, bei der ich aber nicht dabei bin. Ist ja logisch, da ich spontan dazugekommen bin und diese Außenaktivitäten sind ja schon vorher geplant (vielleicht soetwas wie Schwimmengehen, in ein Museum gehen oder sonst was).
Ich freue mich so sehr, dass es so schnell geklappt hat und ich freute mich schon die ganze Zeit darauf, aber jetzt bekomme ich richtig Angst. Welche Leute sind da? Alle kennen sich schon und ich bin neu, also wie verhalte ich mich am besten, wenn ich einen guten, erste Eindruck hinterlassen möchte? Was sage ich in der Morgenrunde, denn viel mache ich ja nicht am Tag, wegen der Antriebslosigkeit... Was ist, wenn ich mich blöd anstelle, nur weil ich so nervös bin? Werde ich wie immer ausgegrenzt, da die Patienten dort ja auch nur Menschen sind?
Oh nein... Am liebsten würde ich wegrennen. Zum Glück halte ich Termine ein und zugesagt habe ich ja schon...
Wovor ich auch Angst habe: Dass ich einfach keine Lust mehr habe. Diese Angst hatte ich schon, als ich mich auf den Besuch von meinem Bruder gefreut habe, da ich oft unvorhersehbar ziemlich motivationslos bin.

Ach ja: Motivationslosigkeit... Seit dem 01.01.2018 nehme ich keine Johanniskrauttabletten mehr (waren pünktlich aufgebraucht ^^) und jetzt gerade bin ich noch Antriebsloser als sonst. Solche Phasen habe ich immer mal, aber was ist, wenn es diesesmal von dem Aufhören der Einnahme von den Tabletten kommt? Das würde bedeuten, dass mir diese Tabletten nichts gebracht haben. Schlimmer noch: Sie haben es verschlechtert...





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  11.01.2018 15:55  
Puh, war das ein Tag... Ich bin so richtig erschöpft, da ich bei Nervosität immer alle Muskeln anspanne und das dann ganze 5h lang, zusätzlich hin und zurück mit dem Fahrrad (jeweils ca. 30 Minuten) und dann auch nur 4h Schlaf gehabt, obwohl ich ein totaler langschläfer bin... Naja, heute noch zur Hausärztin und dann habe ich für heute komplett frei. ^^

Von der Tagesklinik möchte ich gerne berichten, damit ich nochmal alles verarbeiten kann:
Als ich ankam, zeigte mir ein Mann erst die ganzen Räume und führte mich dann zu der Gruppe in einen Raum. Ich war ziemlich nervös. Danach wurde ich aber noch nervöser, als die Morgenrunde dran war: Alle sitzen in einem Stuhlkreis und berichten, was sie am vorherigen Tag gemacht haben, wie sie geschlafen haben, wie sie zur Tagesklinik gekommen sind und wie sie sich gerade fühlen. Vielleicht konnte man es nicht sehen, aber ich spürte richtig, wie ich gezittert habe.
Dann saßen wieder alle in dem Raum vom Anfang und redeten etwas miteinander, viele gingen zur Ausdrucksmalerei und ich ging dann wieder zu den einen Mann, der mich begrüßt hat, damit er den Papierkram mit mir durchgehen konnte. Danach ging ich wieder zurück zu den Gruppenraum und dann fing die Ergotherapie an. Die ersten 15 Minuten konnte ich noch dabei sein und alle sollten ein kleines Buch basteln, wo man sich seine Wochenziele reinschreiben kann. Denn montags werden alle nach ihren Wochenzielen in der Morgenrunde gefragt und freitags wird gefragt, ob man sein Wochenziel erreicht hat. Das Buch habe ich natürlich gar nicht fertigbekommen und kann sicher nächsten Donnerstag daran weiterarbeiten. Nach den 15 Minuten musste ich nämlich zu einer Psychologin, die mir mir nochmal ein paar Sachen durchgegangen ist. Direkt danach hat die Oberärztin eine Körperuntersuchung bei mir durchgeführt. Darauf war ich gar nicht vorbereitet, als sie mir sagte: "Jetzt folgt die Körperuntersuchung. Dafür musst du dich miss auf Unterhose und BH ausziehen." :oops:
Naja, zu schlimm war es zum Glück nicht. Was ich mich nur frage ist folgendes: Sie hat mit so einem Hämmerchen meine Reflexe getestet. Alles war gut, aber bei meinen Handgelänken reagierte nichts. Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat, aber ich traute mich auch nicht, nachzufragen, vor allem, da ich mir dachte, dass sie es schon sagen würde, wenn etwas nicht stimmt, also finde ich das nicht schlimm. Bin nur neugierig.
Danach ging ich schnell auf das WC und sah im Spiegel, dass ich ja total rot im Gesicht und in den Augen war. Mir fiel dann auf, dass ich auch spürte, dass mein Gesicht so warm war und sich so angespannt anfühlte. Würde ich Kopfschmerzen bekommen (welche ich noch nie hatte), hätte ich diese sicherlich gehapt, so verspannt fühlte sich alles an. Dann dachte ich mir aber: "Schei* drau, ich gehe jetzt zurück zum Gruppenraum, egal ob ich rot im Gesicht bin oder nicht!" Und schon habe ich mir auch kaum noch Gedanken darüber gemacht. Dann holte mich schon wieder der eine Mann ab, um mit mir die Krankschreibungen zu besprechen und er hat mir einen Zettel gegeben, auf dem ich ankreuzen muss, wie etwas auf mich zustimmt. Soetwas wie, ob ich mich minderwertig, traurig, energielos fühle, ob ich mal an Suizid dachte und soetwas. Den fülle ich gleich noch aus.
Dann ging ich wieder in den Gruppenraum, wo sich schon alle Essen geholt haben. Netterweise brachte mir ein Anderer noch das Essen und hat sich dafür entschuldigt, nicht an mich gedacht zu haben, obwohl er für das Essen zuständig war. Ganz langsam wurde ich auch lockerer, aber trotzdem merkte ich: Essen auf nervösen Magen klappt nicht so gut. Ich habe versucht viel zu essen, da ich normalerweise immer aufesse, aber ich habe so langsam gegessen, da ich kein Hunger hatte, obwohl mein Bauch kurz vorm Knurren war. Naja, das ist aber dann eigentlich eher Appetitlosigkeit, obwohl ich Hunger habe. Mir wurde nur ganz leicht übel und ich dachte mir, dass ich wenigstens das Fleisch aufesse, da dafür ja auch ein Tier gestorben ist und beim Rest habe ich so viel es geht, gegessen. Den Rest habe ich aber weggeworfen, da es nicht mehr ging, obwohl das eine kleine Portion war.
Auch wenn ich sehr nervös war und angespannt war (was ich jetzt sogar noch bin... Hoffentlich kann ich heute noch entspannen), habe ich versucht, interesse anzudeuten. Ich habe mich zwar nicht getraut, etwas zu sagen, aber ich habe zu den Anderen geguckt und zugehört. Zwei Patientinnen werden morgen entlassen und dafür hat jemand zwei Armbänder gekauft und jeder, der wollte, konnte dafür 80ct zahlen. Obwohl ich die zwei gar nicht kenne, habe ich auch gezahlt und habe mich somit überwunden, von meinem Platz aufzustehen, durch den Raum zu laufen und zu sagen: "Hier, von mir auch noch." Natürlich guckte die Person etwas verwundert, da ich ja erst neu bin und wirklich nichts zahlen musste, aber ich bin froh, es getan zu haben.

In der Gruppe gibt es offene und verschlossene Menschen. Ich selber habe das Problem, Andere anzusprechen, aber wenn sie mich mal angesprochen haben, habe ich geantwortet und habe versucht auch etwas mehr zu sagen. Kann ich zwar noch verbessern, aber immerhin hat es irgendwie funktioniert.
Einmal habe ich versucht, ein Gespräch von Anderen weiterzuführen: Ein Patient sagte, dass er im Baumarkt zufällig ein rotes Oberteil anhatte (was die Mitarbeiter ja immer haben) und er wurde von einem anderen Kunden nach etwas gefragt. Daraufhin sagte der eine Mann, dass er es nicht weiß und der Kunde hat sich bei der Kasse beschwert, wo ihm gesagt wurde, dass der eine Mann auch nur ein Kunde ist. ^^
Dann habe ich diesem Patienten gesagt, dass das auch meinem Vater passiert ist, außer dass mein Vater antworten konnte, da er selber mal in einem Baumarkt gearbeitet hat für kurze Zeit. ^^

Aua, ich merke, wie ich immernoch verkrampft bin... Gleich schaue ich ersteinmal Videos und esse und trinke etwas zur Entspannung und hoffentlich klappt das.
Bei der Tagesklinik habe ich heute sogar schon Medikamente bekommen: Cipralex, bei denen ich morgen früh 5mg einnehmen soll und an den darauf folgenden Tagen immer 10mg am Morgen.
Ist ein leichtes Antideprissivum, welches gegen Ängste und Antriebslosigkeit wirkt. Mal sehen, ob es etwas bringt (natürlich weiß ich, dass es nicht sofort wirken wird).





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  13.01.2018 00:57  
Heute, beim zweiten Tag in der Tagesklinik, ziehte sich alles, wie ein Kaugummi. Gestern gab es andauernd Einzelgespräche, bezüglich der Aufnahme mit Besprechungen über Medikamente, Krankschreibungen, welcher Kollege für was zuständig ist, Untersuchung und Papierkram. Heute begann der Tag mit einer Blutabnahme... Oder eher mehreren: Zwei größere Blutentnahmeröhrchen und drei kleinere. Dabei bestätigte sich meine Befürchtung: Dieser komische Schwindel mit etwas Übelkeit und ein Gefühl, als würde der Körper überhitzen. Also bin ich zum WC gegangen, um da kurz meine Ruhe zu haben und kaltes Wasser in den Händen zu spüren zur Ablenkung, weil es sich anfühlte, als würde ich gleich umkippen. Dann sah ich in den Spigel und ich hatte ein total bleiches Gesicht, außer um die Augen herum, denn da war ich total rot. o_o Nach kurzer Zeit ging es mir wieder besser und ich bin auch froh, dass ich vor der Blutabnahme auch nur gering Angst habe. Natürlich ist es beängstigend, die Spitze der Kanüle zu sehen, aber wenn das Blut schon abgenommen wird, ist alles kein Problem mehr. Zum Glück braucht man bei mir auch nur einen Versuch, um die Ader zu treffen. Was ich aber merkwürdig fand ist, dass ein weiterer Patient auch zur Blutabnahme war, aber er hatte eine normale Gesichtsfarbe und ihm ging es in der Hinsicht gut. Naja, liegt vielleicht auch daran, dass er viel größer als ich ist und dass dann entsprechend weniger Auswirkungen auf den Mann hat.
Danach passierte für mehrere Stunden nichts... Ich spielte auf meinem Handy rum und finde es schade, dass ich kein mobiles Internet habe, sonst hätte ich noch Kontakten antworten können. Nächste Woche muss ich mir dann einfach mal etwas zur Beschäftigung mitnehmen, wenn ich auf die nächste Therapie warte. Ich habe an Zeichenmaterial und an mein Japanischlehrbuch gedacht. Hoffentlich ziehe ich das auch durch, denn ich werde ungerne darauf angesprochen, aber das wird dann bestimmt passieren. Aber das ist dann ja auch wieder ein Training.
Nach dem langen Warten gab es Essen, wo ich sogar mehr essen konnte als gestern, aber den Nachtisch habe ich wieder nicht geschafft... v_v. Darauf folgte eine Entspannungstherapie. Wir sollten uns Matten holen und sollten eine bequeme Sitz- oder Liegeposition suchen. Da sich jeder eine Decke zusätzlich genommen hat, habe ich es auch gemacht, aber ich glaube, ich war die einzige Person, die gesessen hat. xD Sitzen finde ich irgendwie entspannter, wenn Andere anwesend sind, da ich mich zusammengekugelt im Schneidersitz wohler fühle, als ausgestreckt auf dem Boden liegend. Eine CD wurde abgespielt, wo eine Stimme von Kopfmuskeln bis Fußmuskeln gesagt hat, dass wir diese jeweiligen Muskelgruppen erst bewusst wahrnehmen sollen, dann anspannen sollen, dann sollten wir sie wieder lockern und "loslassen" und dann wieder anspannen und lockern. Das ging ca. eine halbe Stunde und das klappte ganz gut, auch wenn jemand voll abgeschnarcht hat (war wohl zu entspannend xD). Zuerst dachte ich mir nur, dass ich mich unwohl fühlen werde, da ich sowieso immer versuche kein Geräusch zu machen und dann bekomme ich voll Angst (fand ich auch auf Klassenfahrten schlimm, wenn im Gruppenzimmer alle still lagen und ich mich nicht getraut habe, ein Geräusch zu machen. Ich habe da sogar sehr flach geatmet.) Aber ich konnte mich wirklich entspannen. Gestern war ich so nervös, dass meine Schultern vor Anspannung wehtaten, aber nach der Entspannungstherapie heute, waren diese leichten Schmerzen weg und ich spürte nur noch eine leichte Anspannung.
Es gab danach noch Kuchen, den zwei Patienten in der Backgruppe gebacken haben, der sehr lecker war (mit Himbeeren) und ganz zum Schluss war die Abschlussrunde dran, wo jeder berichten sollte, ob man sein Wochenziel erfüllt hat (musste ich noch nicht beantworten, da das heute erst mein zweiter Tag war), wie man sich gerade fühlt und was man am Wochenende macht. Zwei Patientinnen wurden heute verabschiedet und für sie wurden Eigenschaften aufgeschrieben. Die jeweilige Person musste den Raum verlassen, während alle anderen Eigenschaften genannt haben, die aufgeschrieben wurden. Obwohl ich beide nicht kannte, konnte ich auch etwas dazu beitragen (und da bin ich stolz auf mich, dass ich meinen Mund aufbekommen habe). Ich habe nämlich beobachtet, wie die eine sich gemeldet hat, die Abschlussrunde zu beginnen und wie sie sich auch gemeldet hat, den Raum zuerst zu verlassen. Deswegen habe ich bei ihr die positive Eigenschaft "mutig" genannt, da sie sich traute, Dinge als erstes zu machen. Zusätzlich habe ich es geschafft, beide persönlich zu verabschieden und denen Glück zu wünschen. Ich habe ihnen aber nur die Hand gegeben, da ich sie nicht gut genug kannte und da ich auch nicht zu aufdringlich sein wollte, während die Anderen sie umarmt haben.

Was ich noch positives vom Tag berichten kann: Der Patient, der auch die Blutentnahme hatte, saß noch mit mir kurz im Wartezimmer und er hat wohl aufgeschnappt, dass ich täglich mit dem Fahrrad hin und her fahre. Er hat mir angeboten, mich bei schlechtem Wetter mitzunehmen, da er mit dem Auto eh durch meine Ortschaft muss, um zur Tagesklinik zu kommen. Das war richtig lieb und aufmerksam. :)
Außerdem bemerke ich, dass ich durch die Nervosität mehr Hunger bekomme. Da mein Appetit jedoch immernoch sehr gering ist, trinke ich mehr, damit mein Magen nicht knurrt und somit habe ich heute erfolgreich mehr als einen Liter Mineralwasser getrunken. (Vorher habe ich nur eine Tasse Kakao am Morgen und zwei Gläser Cola am Abend getrunken, da ich irgendwie nie richtig Durst habe.)

Verändert habe ich mich in den zwei Tagen natürlich noch nicht, aber ich konnte so viel Positives mitnehmen. Im Gruppenraum, wo jeder seinen Platz hat und wartet, bis die nächste Therapie beginnt (wenn man nicht gerade in der Fußgängerzone spazieren geht), reden die Leute mal mehr und mal weniger miteinander, ein Radio sorgt für entspannte Atmosphäre, drei Frauen reden viel über Stricken und Häkeln und Stricken und Häkeln währenddessen sogar und das ist gerade angenehmer als Zuhause. Meine Mutter hat leider viele Sorgen und ich versuche sie immer zu beruhigen und zuzuhören, damit sie einfach jemanden zum Reden hat, aber in den letzten zwei Jahren wurde sie immer pessimistischer. Deswegen reagierte ich auch öfters gereizt zu ihr und ging oft mit schlechter Laune in mein Zimmer.
Und während ich gestern durch diese ganze Überforderung schon etwas geweint habe (auch heute morgen etwas, als ich mit dem Fahrrad dahingefahren bin), bin ich heute schon etwas glücklicher. Ich bin glücklich, dass ich nicht sofort das Gefühl habe, als würde mich da irgendjemand einfach hassen, ich gewöhne mich etwas an Leute und sitze nicht nur vor dem Computer rum.
Anscheinend war es eine sehr gute Idee, in die Tagesklinik zu gehen und ich bin gespannt auf die nächste Zeit. Wie lange ich dort sein werde, weiß ich nicht. Der Patient, der da schon am längsten ist, ist schon seit dem August dort. Am liebsten würde ich diesem Mann irgendwie helfen, da er sehr zurückhaltend ist, auch wenn er eine liebe Art hat, wenn man ihn etwas fragt.

So, jetzt ersteinmal Wochenende. Morgen kann ich endlich wieder ausschlafen, muss aber noch Zeitung austragen. Zur Zeit habe ich gemischte Gefühle, da ich einerseits froh bin, dass alles so gut klappt, aber andererseits hasse ich diese Angst, die immernoch da ist. Angst, vom Platz aufzustehen und auf mich aufmerksam zu machen, Angst, vor den Anderen zu essen, zu sprechen, zu laufen, etc. Was mich verwundert ist, dass ich bei den Morgenrunden und Abschlussrunden relativ frei reden kann (während ich auf den Boden starre). Vielleicht ist das der Anhaltspunkt, das ganze weiter auszubauen.
Ich glaube auch, dass das Forum hier mir auch sehr geholfen hat, offener zu werden. Ich durfte hier Leute kennenlernen, durfte mich austauschen, durfte hier lesen und darf das alles immernoch. Vielen Dank an alle, denn ich glaube nicht, dass ich all das geschafft hätte, wenn ich nicht hier im Forum gewesen wäre. Vermutlich würde ich sonst wie ein Zombie die Ausbildung weitermachen und weiterhin unzufrieden sein.

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