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201725.09




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Ich habe ein sehr schlechtes Gewissen, da ich vielen Leuten versprochen habe, am 16.09.2017 zurückzuschreiben, was ich nicht gemacht habe. Schon damals war ich nicht gut darin, Kontakte aufrecht zu erhalten. Ich wusste gar nicht, dass das jetzt immernoch so ist nach sehr vielen Jahren, aber es ist so und ich fühle mich schlecht. Klar bin ich nicht die einzige und wichtigste Person auf diesem Planeten und die Anderen sind nicht auf meine Texte angewiesen, aber wenn ich etwas verspreche, möchte ich es auch gerne einhalten. Aber das schaffe ich wohl leider nicht so, wie ich es mir gewünscht habe, da ich mich hier angemeldet habe, um Kontakte zu knüpfen und sie im besten Fall auch zu halten. Ich habe mein Profil deshalb aktualisiert und angegeben, dass ich keine neuen Kontaktanfragen haben möchte, damit ich nicht noch mehr enttäusche. So, jetzt versuche ich wenigstens mal nach und nach jemanden zurückzuschreiben, denn es wäre richtig unhöflich von mir, wenn ich mich gar nicht mehr melden würde.

Oh man, ich merke, wie ich hier nur rumgeheult habe, während ich in Wirklichkeit nicht so bin und alles von mir harmlos darstelle. Ich möchte lernen, das Jammern zu lassen und eine bessere Person als jetzt zu werden, die auch nach Lösungen sucht, anstatt nichts zu machen.
Auch wenn meine Kopfhörer kaputt gegangen sind und ich sie zwar Zuhause noch nutzen kann, sie jedoch so schäbig aussehen, dass ich damit nicht mehr vor das Haus will und mir mit meinem letzten Geld neue gekauft habe, die in den nächsten Tagen ankommen müssten. Ich kann einfach nicht ohne Musik, denn sonst wird der Schulweg zur Hölle.
So, nun versuche ich nur noch Positives zu schreiben und das war das letzte Negative, denn ich möchte somit meine Denkweise ändern. Nicht nur hier im Forum, sondern auch im Alltag, auch wenn es schwer wird, vor allem wegen finanziellen Problemen, die auch meiner Mutter und meinem Bruder nicht gut tun.

So, die Sachen, auf die ich mich freue, sind folgende:
-Am 23.12.17 kommt mein Bruder vorbei, der gerade seit drei Wochen nicht da ist, aufgrund eines Studiums und ich vermisse ihn schon seit dem ersten Tag, wo er nicht mehr da war.
-Ich freue mich auf Oktober, denn das ist mein Lieblingsmonat, denn ich liebe Sturm, Regen, Gewitter, Laub, warme Sachen zum Anziehen und warme Getränke, die man trinkt, während man nach draußen schaut.
-Ich hoffe, es stimmt, dass dieser Winter der kälteste seit 100 Jahren sein wird und es hier in Ostfriesland mal wieder richtig schneit (nicht nur 2cm hoch, wobei der Schnee dann schon nach spätestens 2 Tagen wieder weg ist und das wars, so wie es die letzten Jahre war)
-Ich freue mich, Fortschritte zu sehen, wenn ich in ein paar Monaten trainierter bin, da ich angefangen habe, Sport zu machen

Siehst du, WhiteTiger? Sind doch viele schöne Dinge, die du total übersiehst, wenn du dich nur auf das negative konzentrierst. ^^

Auf das Thema antworten


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  28.09.2017 13:32  
Hallo WhiteTiger,
ich kenne diese Gedanken, dass man sich ein schlechtes Gewissen dafür macht, wenn man nicht gleich antwortet oder viel Negatives erzählt - also quasi Schuldgefühle dafür, was man den anderen "zumutet"... Ich denke mittlerweile, dass es Situationen gibt, die eine schnelle Antwort fordern, und andere, in deben es sogar mehr wert sein kann, einen Moment abzuwarten, in dem man die Ruhe dafür hat. Und vor allem werden denke ich doch gerade in diesem Forum die meisten Leute Verständnis dafür haben. Jeder bewegt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Haben deine Mutter und dein Bruder dir gesagt, dass du zu viel "jammerst"? Ich finde es aber toll, dass du deinen Blick auch für das Positive öffnest, denn das macht das Leben schöner und lebenswerter :)
Welche Aufgabe steht denn bei dir als nächstes an?
GlG Ndapewa





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  17.10.2017 23:54  
Hallo Ndapewa,

Das mit dem "Zumuten" trifft es ganz gut. Meine Mutter und mein Bruder haben mir nicht gesagt, dass ich jammern würde, aber außerhalb des Internets rede ich absolut ungerne über mich und lasse es deshalb. Bestimmt jammere ich deswegen hier mehr, um das ganze mal loszuwerden. Das ist genauso mit meiner Gereiztheit: In der Öffentlichkeit (Internet und außerhalb des Hauses) versuche ich immer freundlich zu sein, auch wenn ich genervt bin und Zuhause lasse ich das ganze an meiner Mutter und meinem Bruder aus, obwohl ich das eigentlich gar nicht will. So ist es auch mit dem Jammern: Ich lasse es hier freien Lauf, obwohl ich das gar nicht will.
Die nächste Aufgabe ist für mich, Johanneskraut-Kapseln zu nehmen, um einen kleinen Aufschwung zu bekommen, damit ich mehr Motivation habe, meine Lage zu ändern.
Am Montag war ich beim Orthopäden, weil ich seit Jahren schief laufe und mein Knie seit kurzer Zeit deswegen immer leicht schmerzt. Am Freitag bekomme ich Einlagen und ich hoffe, ich laufe dann gerade, denn das würde mir bestimmt auch etwas mehr Selbstsicherheit geben, weil ich das Laufen in der Öffentlichkeit eigentlich nicht mag. Naja, mal sehen. ^^





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  17.11.2017 23:52  
So, es gibt Veränderungen.
Zur Zeit bin ich krankgeschrieben und gehe nicht zur Ausbildung. "Angefangen" hat es am 22.10. Ich musste für eine Arbeit (23.10.) lernen, in der ich vorher eine 6 geschrieben habe, aber ich habe das Lernen schlauerweise immer weiter aufgeschoben. Am letzten Tag vor der Arbeit habe ich gesehen, wieviele Blätter ich auswendig lernen musste und habe es versucht. Nichts blieb hängen und landete nochnichteinmal im Kurzzeitgedächtnis. Also habe ich verzweifelt mit meinem Bruder geschrieben und er hat mir den Tipp gegeben, das mit der entsprechenden Lehrkraft zu bereden, damit man nach einer Lösung suchen kann (Referate, etc.), denn konnte mir schon denken, dass es wieder eine 6 wird und mündlich bin ich total schwach, da ich mich nie melde. Bei den Gedanken, die Lehrerin anzusprechen habe ich Angst bekommen. Dann bin ich zu meiner Mutter gegangen, die ich vollgejammert habe. Dann habe ich gleichzeitig auch gesagt, dass es mich stört, dass ich durch meine Antriebslosigkeit nichts schaffe und dass ich somit auch glaube, die Prüfungen nach den Osterferien zu vermasseln. Da ich völlig durch den Wind war, hat meine Mutter mir geraten, zum Hausarzt zu gehen, damit ich mich krankschreiben lassen kann, um durchzuatmen und um zu überlegen, wie es weitergehen soll. Ich habe mich deswegen krankschreiben lassen und habe dann auch einen Termin bei der Diakonie gemacht, weil ich eine Beratung haben wollte.
Mein Entschluss ist, dass ich die Ausbildung pausiere und im August das zweite Ausbildungsjahr wiederhole, damit ich genug Zeit habe, meine Probleme in den Griff zu bekommen.
In der Zeit möchte ich aber auch nicht dauernd Zuhause rumsitzen, weshalb ich einen Termin bei einer Tagesklinik gemacht habe. Das Vorgespräch ist am 21.12. und ich bin froh, dass es noch dieses Jahr ist.

Die Hausärztin hat mir zusätzlich Laif900 verschrieben, was bestimmt viel viel besser ist, als das Zeug aus dem Internet mit zu wenig Wirkstoffen. Auch wenn ich bis jetzt immernoch keine Wirkung feststelle, aber ich nehme es auch erst seit zwei Wochen.

In den letzten Tagen habe ich wieder vermehrt Keyboard spielen geübt, was mich sehr freut, da ich mich schon lange nicht mehr dazu motivieren konnte. Übe gerade dauernd "Canon in D", welches bis jetzt das einzige Klassik-Stück ist, welches ich sehr mag.
Zusätzlich habe ich am Computer etwas gezeichnet/gemalt. Das Motiv ist ein Auge von einem Wolf. Es ist nicht so detailiert und die Proportionen stimmen auch noch nicht so ganz, aber es hat Spaß gemacht. Außerdem ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, weshalb ich wohl üben muss, um besser zu werden. Das Bild habe ich einfach mal auf meinem Profil hochgeladen, in der Hoffnung, mein erstes Bild irgendwann nicht mehr direkt dort zu sehen. (Löschen möchte ich das erste Bild nicht, weil es mir zeigen soll, wie ich angefangen habe).

Ich kann nie viel über meinen Alltag erzählen. Das ist schon blöd, da eine Frau, mit der ich bei der Diakonie geredet habe, mir empfohlen hat, ein Tagebuch zu führen, wo ich mich vor allem auf positive Erlebnisse konzentriere. Bei nächsten Termin am 28.11. möchte sie das mit mir dann durchgehen und möchte es mit mir besprechen. Hoffentlich bekomme ich da etwas zusammen, außer dass ich Videos schaue, etwas zeichne und Keyboard-Spielen übe...
Heute habe ich mich wirklich darauf konzentriert, was ich so alles positive erlebe, aber meine Gefühle sind die meiste Zeit neutral oder ich bin genervt von mir selber. :/
Naja, mal sehen, wie die nächsten Tage so werden. (Wo ich allerdings nicht glaube, dass sich da etwas ändern wird).

So, habe ich etwas vergessen? Ich hoffe mal nicht. :D
Schönen Abend an alle. ^-^





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  11.12.2017 14:16  
Weihnachten... Schon eine etwas schwierige Zeit, wenn man sich andauernd mit Anderen vergleicht. Blöde Angewohnheit, die ich mir abgewöhnen sollte. Es ist bloß trotzdem ein merkwürdiges Gefühl, wenn die Nachbarn nicht da sind und meine Mutter nimmt Pakete für sie an, denn heute waren es schon drei verschiedene Lieferdienste, die Pakete gebracht haben für die Nachbarn. Ich bin einfach nur froh, wenn mein Bruder dann Zuhause ist und wenn wir zu dritt versuchen, eine schöne Zeit zu haben. Zum Auspacken wird es nichts geben. Ich hoffe nur, dass wir wenigstens für das Essen an Weihnachten und Silvester etwas mehr Geld haben. Naja, das Gute an finanziellen Problemen ist ja, dass man die Ansprüche runterschraubt und auch die kleinen Dinge im Leben genießen kann. Ist zwar etwas blöd, da die Lichterketten für den Weihnachtsbaum kaputt gegangen sind und wir keine neuen kaufen, aber da finden wir sicherlich auch eine Lösung. Irgendwo habe ich noch eine kleine Lichterkette, die zwar nicht so passt, aber immerhin ist der Baum dann beleuchtet.

Und ich hoffe, das es hier viel schneien wird. In der Gegend, wo ich wohne, gab es die letzten Jahre zwar nur sehr sehr wenig Schnee, der schon nach einigen Tagen wieder geschmolzen ist, aber ich erinnere mich gerne an früher zurück, als es hier mal viel geschneit hat. Da war ich ungefähr 8 Jahre alt und fuhr mit Nachbarskindern Schlitten. Wir haben mehrere Schlitten (ca. 2 oder 3) miteinander verbunden und ein Vater von den Kindern hat uns gezogen. Dabei hat es so doll geschneit, dass man nicht mehr viel sehen konnte. Das fand ich super. Da weiß ich gar nicht, wie ich es geschafft habe, früher Freunde zu finden. Einmal habe ich früher jemanden kennengelernt, als ich mit einem Nachbarskind (welches eigentlich zu allen gemein war, außer zu mir, aber sehr viele mochten ihn nicht) durch einen Schloot lief. Beim Grundstück nebenan vom Schloot war ein Mädchen, welches einfach fragte, ob wir miteinander spielen wollen. Sie wohnte direkt unter mir (wohnte damals in einem Vierfamilienhaus) und ich kannte sie vorher nicht, aber wir wurden beste Freunde. Der Kontakt ging verloren, als ich umgezogen bin. Sie hat mich dann noch ein paar Male angerufen (sie hat mich angerufen... und ich sie kein einziges Mal... :/), aber das hörte irgendwann auch auf.
Nach dem Umzug musste ich in eine andere Grundschule, um in die 4. Klasse zu gehen. Ich und zwei andere Mädchen waren in diesem Schuljahr neu in der Klasse. Die anderen zwei Mädchen haben sich sehr schnell mit den anderen Mädchen angefreundet. Ich habe mich zuerst mit den Jungs angefreundet. Denn am ersten Tag wusste ich nicht, wo ich mich hinsetzen sollte und da fragte mich ein Junge, der an einem kleinen Gruppentisch alleine saß (er war nicht unbeliebt oder wurde sonst irgendwie ausgegrenzt. Es schien so, als hätte sich das einfach so ergeben und es hat ihn und die Anderen auch gar nicht gestört), ob ich mich zu ihm setzen möchte. Ich habe dann zugestimmt. Nach dem ersten Unterricht, als die Pause anfing, kam ein anderer Junge und hat den Jungen, bei dem ich saß, gefragt, ob sie in der Pause etwas zusammen machen wollen, aber der Junge, bei dem ich saß, hat gesagt, dass er in der Pause etwas mit mir machen will. Ich war schon etwas erschrocken, weil ich davon zuerst gar nichts wusste. Aber so habe ich mich eben auch mit den anderen Jungs angefreundet. Es war auch nicht schwer, weil wir auf einer Wellenlänge waren. Wir mochten Pokemon und sonstiges, was Mädchen da wohl eher nicht so mochten. Komischerweise habe ich mich schon immer gewehrt, typisch Mädchen zu sein: Ich mochte keine Barbie oder sonstige Puppen, ich hasste die Farbe Pink/Rosa und Kleider konnte ich gar nicht ausstehen. Viel lieber spielte ich Videospiele (z.B. Rennspiele, eben Spiele, die entweder für Jungs gemacht wurden oder neutral sind, aber reine Mädchenspiele mochte ich eher nicht... Außer es ging um Tiere:D ), ich kletterte gerne auf Bäumen, Dächern oder Erdhügeln, wodurch ich immer schmutzig wurde, aber das war mir egal. Ich habe wohl schon immer dieses Schubladendenken gehasst. Kleider möchte ich zwar immernoch nicht tragen, was jetzt eher damit zutun hat, dass ich finde, dass sie einfach nicht zu mir passen (und ich viel zu hässlich dafür bin), die Farbe Pink/Rosa finde ich auch nicht mehr schlimm, aber Puppen finde ich irgendwie gruselig:D
(Ach ja, zu den ganzen Leuten habe ich keinen Kontakt mehr gehabt, seitdem alle aus der Klasse zur Realschule gingen, außer drei Leute (insklusive mir), die zum Gymnasium gingen.)

So, einfach mal Gedanken aufschreiben, tut echt gut.



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  11.12.2017 23:11  
Hey, ich schaue seit längerem mal wieder hier vorbei und freue mich, mal wieder von dir zu lesen! Ja, die Weihnachtszeit...wir haben einen winzigen kleinen Weihnachtsbaum im Topf. Den habe ich letztes Jahr für 10Euro gekauft, ein paar kleine Kugeln dran und Teelichter druntergestellt und es war wunderschön. Dann habe ich ihn auf dem Balkon über den Sommer gebracht und jetzt kommt er dieses Jahr zu Weihnachten wieder rein. Etwas größer ist er, aber eine Lichterkette braucht er auch noch nicht. Teelichter funktionieren toll :) Ich wünsch euch eine schöne Zeit zu dritt!

Ja, Kinder sind da manchmal so viel unkomplizierter... Da wird nicht lange überlegt "wie spreche ich jetzt wen an?" - stattdessen wird ganz spontan nach Sympathie oder auch Zufall entschieden und drauflos gefragt. Da können wir Erwachsenen uns noch was abgucken :D
Liebe Grüße an dich :)

Danke1xDanke




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  12.12.2017 03:01  
Hallo Ndapewa,

Oh man, es ist für mich immernoch sehr ungewohnt, dass es auch mal vorkommt, dass man sich auf eine Reaktion von mir freut, aber irgendwie ist es mir auch eine Ehre, wenn du weißt, was ich meine. ^^
Das mit dem Baum ist eine schöne Idee. Wir haben einen Plastikbaum. Es ist zwar nicht so echt, aber der Vorteil daran ist wenigstens, dass er lange haltbar ist (den haben meine Eltern wohl noch vor meiner Geburt gekauft) und die Nadeln fallen dann auch nicht auf den Boden (was meine Mutter sehr gut findet, da sie ein kleiner Putzteufel ist).
Vielen dank, dir und deiner Familie/deinen Bekannten wünsche ich auch eine sehr schöne Zeit! :)

Ja, Kinder sind in dem Fall besser. Vermisse ich schon, dass man einfach auf Andere zugehen kann, ohne komisch angeguckt zu werden, weil man einfach fragt, ob man befreundet sein will, haha. :D Die gute alte Zeit. Das, was mich an die Zeit erinnert, sind Internetkontakte: Als ich mich hier angemeldet habe, haben sich auch ein paar einfach so bei mir über PM gemeldet und wollten/wollen schreiben. Das ist dann sehr schön. :3

Auch liebe Grüße an dich und guten Morgen (ich sollte mal schlafen gehen ^^)





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  19.12.2017 00:54  
Energy Drinks sind zwar ungesund, aber da ich mich immer antriebslos und energielos fühle, sind sie echt hilfreich. Habe gemerkt: Mehr Energie und mehr Antrieb = Viel glücklicher und aktiver.
Aber zu viel will ich davon nicht konsumieren, weil ich auch gerne aktiver sein möchte, ohne dass ich ständig Energy Drinks brauche.
Sollte echt mal mehr trinken (vorzugsweise Mineralwasser, was ich immer extra neben meinen Computer stelle), sonst werde ich immer müde bleiben, denn bei unter 1l Flüssigkeit pro Tag muss ich mich über Müdigkeit nicht wundern.^^"

Heute war ich bei einer Berufsberatung. Zuerst dachte ich, ich werde als faul abgestempelt, da ich ja schon eine Ausbildung gefunden habe, die ich jetzt im zweiten Ausbildungsjahr ersteinmal pausiert habe, aber ich wurde freundlich und gut beraten. Ich hatte zwar trotzdem den Wunsch, einfach zu flüchten, weil die gute Frau andauernd Augenkontakt halten wollte und ich auch nicht so viel sagen konnte, aber es war doch noch angenehmerals gedacht.





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  05.01.2018 00:21  
Die Weihnachtszeit war sehr schön. Es gab nicht viel, aber dadurch gab es umso mehr. Keine gespielte Freude, keine teuren Geschenke und keine Zeit alleine. Zu dritt freuten meine Mutter mein Bruder und ich uns über die kleinen Dinge: Gesellschaftsspiele spielen, gemütlich beisammensitzen und einfach die Zeit genießen.
Zwischendurch war es schon anstrengend, da ich viel weniger Zeit für mich hatte, da ich am Tag immer ein paar Stunden für mich brauche, wo ich alleine bin, aber zu schrecklich war es zum Glück nicht.
Mein Bruder musste wieder weg, wegen seinem Studium.

Ich muss mich bald in der Tagesklinik melden. Vielleicht kann ich es morgen machen... Davor habe ich aber Angst, da ich gar nicht weiß, was ich sagen soll. Naja, wenn meine Antriebslosigkeit durch die Tagesklinik verschwindet, wäre es ein Traum. Zumindest könnte sie ja abschwächen, denn nach mehreren Jahren reicht es mir.
Außerdem sollte ich versuchen, mehr etwas zu unternehmen, jetzt wo ich die Ausbildung pausiert habe. Den ganzen Tag Zuhause rumgammeln ist anstrengender als gedacht, aber das Wetter ist so blöd und in der Nähe gibt es nichts spannendes... Für alle Aktivitäten müsste ich ersteinmal lange mit dem Fahrrad durch Wind und Regen fahren oder Geld für den Zug ausgeben, was ich aber nicht will (ist finanziell nicht so rosig). Vielleicht finde ich in der Nähe ja noch ein Hallenbad, um Streckentauchen zu üben. Alleine ist es zwar etwas einsam, aber trotzdem macht mir Tauchen spaß. ^^
Wenn das Wetter wieder gut ist, sollte ich auch mal wieder mit dem Fahrrad in den nahegelegenen Wald fahren. Inlinerfahren mache ich lieber im Sommer, wenn ich mir sicher bin, dass die Wege trocken sind.
Mehr Aktivitäten fallen mir nicht mehr ein... So wie ich mich kenne, werde ich aber weiterhin vor dem Computer sitzen und nichts machen... Immerhin ist es für mich ja schon zu anstrengend, einen Teller in die Küche zu räumen oder ein Videospiel zu spielen (was ich aber gerne machen würde...).
Naja, vielleicht ändert sich ja alles spontan und ich mache mir unnötig Sorgen. ^^ Einfach mal schauen, was die Zukunft mit sich bringt und was ich machen kann.





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  05.01.2018 13:59  
Wöchentlich habe ich Termine beim Haus der Diakonie, um die Zeit zu überbrücken, bis ich in eine Tagesklinik kann. Die Frau, mit der ich dann immer rede macht ihren Job wirklich gut: Sie ist endlich eine Person in meinem Umfeld, die mir zuhört und versucht zu verstehen. Da meine Mutter selber Probleme hat, drängt sie nur ihre Sorgen in den Vordergrund und nimmt mich dabei gar nicht ernst.
Jedenfalls haben diese Frau von der Diakonie und ich besprochen, dass ich ein Tagebuch schreibe, wo ich auch meine Gefühle zum Ausdruck bringen kann, was sich die Frau durchlesen darf. (Sie hat sich sehr bedankt, dass ich ihr das anvertraue.)
Ich dachte mir, ich schreibe hier einen kleinen Ausschnit aus dem Tagebuch auf, weil es mich etwas beschäftigt und weil dieses Thema ja auch ein Tagebuch ist:
"Die Ärztin meinte, ich sei nicht so niedergeschlagen. In dem Moment war ich sauer auf mich selbst, da ich vor Anderen nicht so gut zeigen kann, was ich fühle. Wenn ich im Kontakt mit Anderen bin, habe ich eine Art Fassade, die Glücklichkeit ausstrahlt, damit niemand nachfragt, was los ist, da ich es selber nie genau beschreiben kann. Ich vermute, dass es deswegen anstrengend ist für mich, wenn ich zu wenig Zeit für mich selber habe, einfach weil das Aufrechterhalten der Fassade Energie raubt.
Schon beim Gymnasium war ich einmal erstaunt, als wir im Unterricht auf einem Zettel unsere Charakterzüge aufschreiben sollten. Der Lehrer wollte dann wissen, was auch Andere zu einer Person meinen und bei mir wurde gesagt, dass ich immer lächel und glücklich bin. Aber innerlich fühlte es sich nicht ganz so an und mir wurde diese Fassade zum ersten Mal richtig bewusst, auch wenn es mir zu der Zeit besser ging als jetzt.
Zurück zur Ärztin: Ich fühle mich nicht ganz so verstanden von der Ärztin, da es so klingt, als würde es mir laut ihr nicht so schlecht gehen und als könnte man einfach so die Probleme lösen. Naja, so schlimm ist es aber auch nun wieder nicht, da ich ja nur da bin für die Krankschreibungen. Was mich daran mehr stört, ist dass meine Mutter dabei ist. Ich finde es toll, dass sie mich begleitet, weil es auch praktisch ist, wenn meine Mutter selber Fragen hat zu mir oder auch sich selber, aber wenn die Ärztin mir keine direkte Frage stellt, redet sie mit meiner Mutter über mich in der dritten Person. Liegt vielleicht daran, dass ich oft weggucke, damit ich besser zuhören kann (wenn ich jemanden in die Augen schaue, werde ich nervös und kann schlechter zuhören) und somit wirke ich vielleicht desinteressiert oder so ähnlich.
Auch von meiner Mutter fühle ich mich nicht verstanden. Sie meinte zu den Johanniskrauttabletten, dass sie ja auch nur wirken, wenn ich etwas an meiner inneren Einstellung ändere. Ich denke, wenn ich so einfach meine innere Einstellung ändern könnte, dann wären die Tabletten ja so oder so überflüssig und hätten keine Wirkung. Im Mittelpunkt will ich gar nicht stehen, aber verstanden möchte ich werden."


Ich muss der Sozialpädagogin von der Diakonie sagen, dass es mir lieber wäre, wenn ich das Tagebuch am Computer schreiben könnte und ihr vielleicht als e-Mail senden könnte, da es für mich etwas umständlich ist, den ganzen Text in ein Heft zu schreiben, da ich immer etwas durcheinander schreibe und zwischendurch etwas am Text abändere oder mir auch am Anfang erst Stichpunkte mache, um eine Struktur zu bekommen. Oft passiert es dann... Nein, immer passiert es, dass ich im Heft meine Gefühle und den Tagesablauf zu ungenau beschreibe oder ich lasse die Gefühle auch weg. Das ist irgendwie nicht der Sinn bei dem Ganzen und da ich ihre e-Mail-Adresse habe, sollte das ja gehen. Da muss ich sie einfach mal danach fragen.

Manche Tage sind aber immer schwer zu beschreiben bei den Tagebucheinträgen. Wenn ich den ganzen Tag emotionslos nur Videos schaue oder Musik höre, dann gibt es nichts zu berichten und Musik hören und Videos schauen schreibe ich schon in jeden Tagebucheintrag rein. Wenn ich dann keine bestimmten Emotionen habe, ist das schwierig... Naja, mit genug Überlegen müsste mir auch für diese Tage etwas einfallen, aber die Sozialpädagogin wollte, dass ich mich eher auf das Positive konzentriere.

Oh nein, ich wollte heute noch in der Tagesklinik anrufen (was ich auch muss, damit ich in der Warteliste bleibe). Gerade bekomme ich Angst, wenn ich daran denke: Muskeln spannen sich an, Atmung wird flacher und schneller und mir wird wärmer... Wenn ich es hinter mich gebracht habe, habe ich etwas geschafft und kann stolz sein... Ja, genau! Ich mache das jetzt einfach, bevor Wochenende ist, dann muss ich davor auch keine Angst mehr haben und versaue mir das Wochenende nicht, wenn ich dann daran denke, dass ich Montak anrufen muss.


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