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201701.08




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9. Eintrag: [Teil 1 von 2]

Ab 16 Uhr hat die Arztpraxis geöffnet. Mir ist gerade so warm vor Nervosität und ich bekomme jetzt schon Bauchschmerzen. Aber wenn ich da war, bin ich sicher um so glücklicher, deswegen: Augen zu und durch!

Ich habe gerade weitergezeichnet und habe meinen Fortschritt in meinem Profil hochgeladen. Fertig ist das Bild noch nicht, vor allem, weil mir erst auf dem Foto Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mir gar nicht gefallen. Mir ist beispielsweise erst auf dem Foto aufgefallen, dass das eine Ohr größer ist als das andere. Naja, aber halb so schlimm, ich mache das aus Spaß und will damit ja keinen Preis gewinnen. Außerdem ist das ja auch zur Übung, damit ich besser werde. Die wichtigsten Bleistifte waren für mich die in der Stärke 2H, H und 2B.

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  02.08.2017 02:16  
9. Eintrag: [Teil 2 von 2]

Nachdem ich mich endlich überwunden habe, zur Arztpraxis zu gehen, stand ich vor geschlossenen Türen: Wegen Renovierungsarbeiten noch bis zum 08.08. geschlossen. Also muss ich mich nächste Woche erneut überwinden. Hmm, wenn ich es einmal geschafft habe, dann schaffe ich es sicher auch ein zweites Mal!





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  10.08.2017 23:09  
10. Eintrag:

Ich weiß nicht, was passiert ist...
Am Wochenende dachte ich, alles würde wieder bergauf gehen. Ich habe mit meiner Freundin beschlossen, jede zweite Woche zu schwimmen, um Streckentauchen zu üben. Endlich etwas, worüber ich mich freuen kann bei all meiner Lustlosigkeit.
Jedoch teilen sich die Berufsschule (wo ich hingehe) und eine andere Schule (IGS) die Bushaltestellen. Solche 5.-Klässler, kleine Jungs, haben mich lachhaft gefragt, ob ich ein Junge oder ein Mädchen sei... :shock: Ich war schockiert und da mir das total unangenehm war, war ich überfordert. Mir kamen die Tränen, aber das konnte ich vor denen noch verstecken. Außerdem wurde ich richtig wütend... Ich dachte, das Mobbing sei endlich vorbei und ich lasse mich nun von kleinen Jungs ärgern, obwohl ich 19 bin. Die Wut staute sich in mir (ich bin normalerweise zurückhaltend, sage nicht viel, verhalte mich unauffällig, friedlich und höflich) und ich konnte mich gerade so noch zurückhalten, sodass ich einem Jungen nur eine geklatscht habe. Aufgehört haben sie natürlich nicht, deswegen habe ich ihnen den Rücken zugekehrt, Musik gehört und versucht, die Tränen zurückzuhalten. Mir ist bewusst, dass diese Jungs es nur witzig finden, weil sie es wohl für eine Mutprobe halten, aber es ist schon doof, wenn ich das einzige Opfer für sie an der Bushalte bin (nicht, dass ich es Anderen wünsche. Es wäre besser, wenn niemand soetwas machen würde, so wie es letztes Jahr noch der Fall war). Das ist vor zwei Tagen passiert und jedes Mal, wenn ich sie sehe, reagieren sie so: "Das ist sie oder er. Frag ihn mal. Frag ihn ob er ein Junge oder Mädchen ist". Sie sind eigentlich total feige und trauen sich oft nicht, aber das Getuschel bekomme ich mit. Es ist schwachsinnig, aber seitdem bin ich in ein tiefes Loch gefallen und habe noch mehr Angst vor Anderen bekommen.
Ich weiß nicht, was deren Problem ist... Man sieht, dass ich ein Mädchen bin, auch wenn ich mich nicht schminke, weil ich morgens um 5 zu müde für soetwas bin und eine ranzige Jacke trage, weil ich mir keine neue leisten konnte.
Schon davor fühlte ich mich minderwertig, hatte Angst vor Anderen und fand mich hässlich (was mit Schminke auch nicht besser wird), aber jetzt wäre ich am liebsten einfach nicht da. Nur Beobachter und niemand bekommt mich mit. (Keine Anspielung auf Selbstmord! Ich würde mich am liebsten nur zurückziehen).
An dem besagten Tag war ich so wütend und traurig, dass ich bei der Busfahrt vorher ausgestiegen bin und 4km nach Hause gelaufen bin. Mein größtes Glück ist, dass diese Jungs nach der Schule bei der ersten Haltestelle aussteigen müssen und morgens bei der letzten einsteigen.
Ich hasse es so sehr. Meine Antriebslosigkeit ist sehr stark, ich sitze da und grübel herum, suche nach einer Lösung, wie ich denen aus dem Weg gehen kann oder im Notfall mich wehren kann.
Das erinnert mich sehr stark an früher: Ich habe das immer lange ertragen, bis irgendwann der Wutausbruch kam und ich auf einen der Mobber losgegangen bin und so stark es ging, an den Haaren gezogen habe, damit es sehr wehtut und ich meine Wut rauslassen kann.

Mich ärgert es, dass ich immernoch nicht beim Arzt war, um nach einer Überweisung zu fragen.
Außerdem ist es blöd, dass ich vor 6 Jahren SVV hatte und meine Mutter das auch mitbekam. Gemacht wurde nichts und ich hörte von alleine auf. Letztes Jahr hat mein Vater uns mit Schulden zurückgelassen. Ich klage immer über meine Antriebslosigkeit und meine Mutter denkt, dass das erst im letzten Jahr kam, obwohl es vorher schon da war... Warum hat sie vergessen, dass es mir früher nie gut ging? Konnte ich das so gut verstecken, um Andere nicht zu belasten? Da ich morgen bei einer Freundin bin, habe ich erst Montag wieder die Möglichkeit zum Arzt zu gehen. Ich sollte das mal tun, denn es nervt mich und belastet mich sehr, dass ich mit sozialen Situationen nie klar komme und mich weitgehends isoliert habe. Ich möchte nicht mit jedem Freundschaft schließen, aber ich möchte ohne Angst reden können. Ich versuche mich im Unterricht zu melden, aber das ist so anstrengend, weil ich so nervös und ängstlich bin...
Ich habe Angst vor morgen früh, wenn ich diese Jungs wieder sehe. In den Momenten würde ich immer am liebsten im Erdboden versinken.

Ich hoffe, ich kann jetzt schlafen, indem ich alles niedergeschrieben habe, was mich zur Zeit stark beschäftigt... :seufzen





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  14.08.2017 18:06  
:verrück Warum nur? Warum mache ich meins von Anderen so abhängig?
Heute musste ich erst zum Anwalt, weswegen ich Vormittags nicht zur Arztpraxis konnte. Deswegen habe ich den ganzen Tag bis 16 Uhr gewartet, wo die Arztpraxis wieder aufmacht, aber genau um 16 Uhr kam die Nachbarin vorbei. Deswegen blieb ich in meinem Zimmer und lauschte, wie meine Mutter und meine Nachbarin sich unterhalten haben. Ich traute mich nicht aus meinem Zimmer, deswegen habe ich gewartet, bis die Nachbarin endlich weggeht, aber sie ist sogar jetzt noch da, obwohl es zwischendurch den Anschein machte, dass sie los muss. Ich hätte einen Termin für morgen machen können, aber ich hatte gar keinen Empfang, um anzurufen...
Das ärgert mich total und ich könnte der Nachbarin den Hals umdrehen... Aber es ist ja eigentlich meine Schuld und meine Nachbarin wollte schließlich nur mit meiner Mutter reden. Wenn ich nicht zum Arzt gehe, ist es mein Problem und mein Verschulden...
Hätte ich einen Termin, würde ich morgen auf jeden Fall gehen, aber ohne Termin habe ich jetzt die Sorge, dass ich es morgen vielleicht wieder nicht schaffe, zum Arzt zu gehen, was ich schon seit Wochen vorhabe.
Ich dachte, ich könnte heute darüber berichten, wie es beim Arzt war, was mir gesagt wurde und ob ich eine Überweisung für einen Psychotherapeuten bekommen habe.
Vor Wut habe ich meine Fäuste gegen meinen Kopf gehauen und mir in die Hand gebissen. Zum Glück nicht stark, aber ich sollte das echt lassen... :/





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  16.08.2017 22:05  
Tja, seitdem die Ausbildung weiterging, ging es mit meiner Antriebslosigkeit immer mehr bergab... Mein Zimmer müllt zu (Plastikflaschen, Verpackungen von Naschkram, Zettel, Klamotten) und ich dachte, dass es nicht schlimmer werden kann ^^'
Hier im Forum habe ich ein paar nette Menschen kennengelernt, jedoch schreibe ich nicht mehr so oft zurück, wie ich es zuvor gemacht habe. Ich möchte doch mit ihnen schreiben.

Immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich beim Arzt war und eine Überweisung zum Psychotherapeuten bekommen habe. Die Überweisung war nicht wichtig, außer für mich, da ich zu viel Angst hatte, einfach so einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu erfragen und mit der Überweisung habe ich auch etwas, was ich meiner Mutter zeigen kann, damit sie weiß, dass ich es ernst meine. Der nächste Schritt ist nur noch, nach einem Termin zu fragen, was ich morgen machen wollte. Heute habe ich es noch nicht gemacht, weil ich eigentlich lernen musste für eine Arbeit, die ich morgen schreibe, aber ich konnte mich darauf gar nicht konzentrieren. Wenn ich mir etwas durchgelesen habe und das auch noch mehrmals, habe ich es sofort wieder vergessen...
Ob ein Therapeut helfen kann, weiß ich nicht, aber sicher hat er Tipps und das ganze ist hoffentlich eine Motivation für mich, etwas zu ändern, da ich gemerkt habe, dass ich Dinge besser machen kann, wenn Andere davon Bescheid wissen.

Gerade bin ich so energielos und müde und bin traurig, dass ich nicht lernen konnte. Gestern konnte ich auch schon nicht lernen und dieser Zeitdruck tut nicht gut. Vorher habe ich die Arbeit total vergessen (ich werde irgendwie immer vergesslicher) und bereue es. Letztes Schuljahr hat es zwar genügt, immer einen Tag vor einer Arbeit zu lernen, aber diesesmal ist das gar nicht ausreichend, vor allem weil ich mich weniger konzentrieren kann.

Und ich mag es nicht, dass ich mir immer denke "Ist das gut genug, was ich hier schreibe?" und dann nutze ich hier beim Schreiben immer die Vorschau... Ich muss diese Selbstzweifel mal loswerden.





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  27.08.2017 17:54  
Habe es letzten Donnerstag geschafft, bei einem Psychotherapeuten anzurufen... Naja, ich konnte meinen Namen und meine Telefonnummer auf der Mailbox hinterlassen und hoffe, dass ich in der nächsten Zeit zurückgerufen werde. Ich weiß, dass ich nicht sofort einen Termin bekommen werde, aber ich möchte wenigstens einen haben, damit ich sehe, dass es weitergeht.
Wieder habe ich die ganze Woche nichts gemacht... Nachdem ich jeden Tag in der Berufsschule war, saß ich vor dem Computer und habe nur darauf gewartet, dass es Abends wird und ich dann ins Bett kann. Diese Antriebslosigkeit nimmt mir die ganze Freude an allen Dingen und ich komme mir so vor, als würde ich nur rumexistieren, um diese Ausbildung zu machen und dann zu arbeiten, worauf ich auch keine Lust habe. Diese Antriebslosigkeit bringt mich echt zum verzweifeln, da ich Angst habe, die Ausbildung dadurch nicht zu schaffen, weil ich für die letzte Klausur z.B. gar nicht gelernt habe, weil ich mich einfach nicht auf das Lernen konzentrieren konnte... Am liebsten würde ich Tag für Tag nur in meinem Bett rumliegen. Selbst auf Essen oder Trinken habe ich gar keine Lust, ich weise meinen Bruder ständig ab, obwohl ich nicht mehr viel Zeit verbringen kann, da er in zwei Wochen wegen einem Studium wegzieht und ich habe auch keine Lust, Fahrrad zu fahren, um den Kopf frei zu bekommen. Ich sitze jeden Tag hier und gucke passiv Videos oder höre Musik, wobei ich darauf auch keine Lust habe...

Hoffentlich wird das irgendwann wieder besser. Ich habe es in den letzten Jahren nämlich nicht geschafft, die Antriebslosigkeit, Ängste und sonstige Sorgen zu bessern. Ich glaube, dass es sogar schlimmer wurde, weil ich in einer Abwärtsspirale bin.



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  28.08.2017 19:14  
Hey,
ich habe mir gerade einmal deinen bisherigen Thread durchgelesen. Ich finde es toll, dass du es geschafft hast, dir eine Überweisung zu holen und jetzt eine Therapie anfangen wirst! Ich kenne diese Antriebslosigkeit auch sehr gut und kann mir vorstellen, dass das nicht leicht war. Ich bin mir sicher, dass die Therapie dir dabei helfen wird, neu für dich zu überlegen, was du dir für dein Leben wünschst und wie du es dir Schritt für Schritt ermöglichen kannst. Außerdem ist es doch toll, dass du eine wirklich gute Freundin hast und ihr auch mal schöne Sachen zusammen unternehmt. So kommst du raus und hast einen positiven Ausgleich zu dem Frust, der sich in der restlichen Zeit ansammelt. Da du sagst, dass sich deine Antriebslosigkeit schon seit vielen Jahren immer mehr verstärkt hat, würde ich dir raten, es nicht gleich "mit der Brechstange" zu versuchen und alles auf einmal umkrempeln zu wollen. Du hast nun die Therapie in Gang gesetzt, das war ein sehr wichtiger erster Schritt und du hast es alleine geschafft! Nun kannst du dich fragen, was du als nächstes angehen möchtest und so langsam dein Leben wieder in die Hand nehmen und erfahren, dass du es kannst!
Ich wünsche dir viel Mut und Kraft und alles Liebe!
Ndapewa

Danke1xDanke




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  28.08.2017 21:47  
Hallo Ndapewa,

Danke für deine lieben Worte. ^^
Hoffentlich entdecke ich durch eine Therapie meine Lebensfreude wieder, die ich früher in der Grundschule hatte. Damals war ich noch ein Energiebündel und wollte alles erkunden. Jetzt wüürde ich immernoch gerne alles erkunden, aber die Antriebslosigkeit fesselt mich so sehr an meinen Computer.
Ja, ich bin sehr froh, meine Freundin zu haben. Sie hat wie ich auch soziale Ängste und meistens beachten wir das dann nicht, weil wir zusammen die Anderen nicht beachten, aber manchmal reden wir doch darüber und tauschen uns aus. Das tut auch neben den Aktivitäten gut.
Danke für den Tipp mit der Brechstange. Ich hätte zwar von selbst darauf kommen müssen, aber manchmal bin ich dann doch sehr durch den Wind und kann meine Gedanken nicht ordenen.
Ich stelle mir vor, wie ich sonst meine ganze Kraft mit der Brechstange aufbrauchen würde, was natürlich nicht funktioniert. Da ist es besser, die Kraft nach und nach für kleinere Ziele zu nutzen und somit etwas zu erreichen. Dankeschön. :)



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  31.08.2017 10:05  
Wenn du diese Lebensfreude in der Grundschule hattest, dann schlummert sie auch noch irgendwo in dir! Sie will nur durch irgendwas wieder erweckt werden :) Sehr gerne :freunde:





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  05.09.2017 22:00  
Da gebe ich dir recht Ndapewa. :)

Am Wochenende war meine Stimmung ganz plötzlich und ohne Ankündigung im Keller. Ich reagierte andauernd extrem gereizt gegenüber meinem Bruder und meiner Mutter. Meine Antriebslosigkeit war auch stark vorhanden und seitdem habe ich nur noch einer Person hier geschrieben, obwohl ich noch mehreren antworten wollte. Am Sonntag war plötzlich alles wieder gutt, bis auf die Antriebslosigkeit. Ich versuche nebenbei etwas Japanisch zu lernen und das macht meine einzige Freundin auch. Gegenseitig wollen wir uns motivieren zu lernen. Durch meine Antriebslosigkeit habe ich dann gar nicht mehr gelernt und sie konnte das gar nicht nachvollziehen. Ich habe ihr gesagt, dass ich das schon seit Jahren habe mit der Antriebslosigkeit. Sie hat mir gesagt, dass es kein Wundermittel gibt und dass "Blablalogen" (Psychologen) auch nicht helfen (sie hat da selber Erfahrung). Sie sagte mir, dass das wichtigste Selbstdisziplin ist. Jedoch weiß ich das doch und habe lange versucht dagegen anzukämpfen. Ich habe mich hier angemeldet, um mit Leuten zu schreiben und dann wollte ich einfach mich motivieren, zu Schreiben und somit die Antriebslosigkeit etwas zu mildern, jedoch klappt das gerade gar nicht. Meine Freundin scheint irgendwie leicht enttäuscht/wütend zu sein, wenn ich nicht lerne, obwohl das doch freiwillig ist. Das macht mir irgendwie Stress und ich fühle mich in die Ecke gedrängt... Leider habe ich nicht den Mut, etwas dagegen zumachen und was noch schlimmer ist: Ich weiß nicht wie. Ich weiß nie, was ich in so einer Situation sagen soll und dann versuche ich das Thema zu wechseln oder zu fragen, wieviel sie gelernt hat und wenn ich gar nicht weiter weiß, trinke ich etwas, denn dann kann ich ja gar nicht reden und kann überlegen.
Ich muss mal entspannter werden...

Mir ist aufgefallen, dass es vielleicht eine Verbindung zwischen Anspannung und Antriebslosigkeit gibt. Die Anspannung kommt in meiner Freizeit von dem Gefühl, dass ich kaum Zeit habe, etwas zu machen. Früher hatte ich das Gefühl nur, wenn ich in einer halben Stunde weg musste und ich in der halben Stunde nichts mehr anfangen konnte. Jetzt habe ich das Gefühl immer, obwohl ich auf nichts warte. Gefühlt warte ich aber doch nur darauf, endlich schlafen zu können und somit zu entspannen.
Ich weiß irgendwie nicht mehr weiter... Beim Schreiben fällt mir andauernd auf, dass meine Gedanken nie geordnet sind, dass ich von einem Thema zum nächsten springe und wieder zurück, dass ich zwischendurch den Faden verliere und mein Denken sich andauernd ändert und ich vorherige Aussagen nicht mehr logisch finde.
In dem Fall wäre ein Klinikaufenthalt echt gut: Ich kann entspannen, habe nicht das Gefühl, in die Ecke gedrängt zu werden, kann mich öffnen und und meine Gedanken ordnen, um nach Lösungen zu suchen. Zuerst wollte ich aber zu einem Psychotherapeuten und nachfragen, ob das wirklich sinnvoll ist, oder ob es in meinem Fall nicht nötig ist. Das blöde dabei ist aber, dass ich wahrscheinlich erst in einem Jahr einen Termin bekomme (hat er meiner Mutter am Telefon gesagt, als ich noch in der Berufsschule war). Aber in 1,5 Jahren wollte ich wegziehen und dann würde sich kein Termin mehr lohnen.

Außerdem fühle ich mich einfach überflüssig: Ich trage nie etwas bei, egal ob es sich um ein Gespräch, eine Gruppenarbeit oder sonstiges handelt... Ich stelle mir vor, wie meine Freundin jemand besseren als mich verdient hat, eine Person die viel mehr mit ihr redet. Mein Kopf ist oft einfach leer und dann weiß ich nie, was ich sagen soll... Und das Ergebnis ist, dass ich hier rumheule. Naja, wenigstens in meinem eigenen Tagebuch, da wird es wohl nicht stören.
Andauernd denke ich, ich habe eine Lösung, wie ich vorankommen kann, aber dann habe ich so eine Hoffnungslosigkeit, wo ich mir denke, dass tot sein besser wäre (bin nicht Suizidgefährdet, auch wenn ich mir selten mal Selbsttötungsmethoden überlege, aber das sind nur Fantasien, die so real sind, wie die Fantasie, ohne Hilfe von selbst fliegen zu können). Zum Glück glaube ich an Karma und Suizid führt zu viel schlechtem Karma, deshalb hoffe ich oft, dass ein Unfall passiert. Merkwürdig finde ich es, dass ich bei diesen Gedanken relativ normal weiterleben kann. Ich gehe zur Ausbildung und alles scheint so, als würde es immer weitergehen und ich gehe mit, also ich lebe immer weiter und mache weiterhin das, was verlangt wird, ohne einen Zusammenbruch, schwere körperlichen Symptome oder sonstiges. Ich habe nur am Wochenende wiedermal meine Fäuste gegen meinen Kopf gehauen, sodass ich im ganzen Kopf zuerst einen Druck hatte und später es an der Nase, genau zwischen den Augen gestochen hat, wenn ich nach unten geschaut habe und da mehr Blut hinfloss. Beinahe hätte ich mir eine Stelle am Arm aufgekrazt, aber ich konnte mich zurückhalten, sodass da nur für einen Tag eine rote gepunktete Stelle war.

So, das sind fast alle meine Gedanken, die ich mal loswerden wollte, was echt gut tut. Bei einigen Dingen kann sich meine Ansicht zwar wieder ändern, aber das ist mir jetzt egal, weil ich meine momentanen Gedanken loswerden wollte.


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