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Vorsicht kann belasten.

Mein Leben 1. Teil meine Kindheit zu Hause.
Mein Monster war ein sehr starker Alk., er trank Wein und Schnap., ging ständig in Kneipen und vertrank seine Rente (er war Frührentner).
Meine Mutter arbeitete zum Teil nachts, um morgens zu schlafen während wir in der Schule waren.
Er war, wenn er getrunken hat sehr gewalttätig und er war fast jeden Tag betrunken.
Er schlug meine Mutter oft grün und blau, auch vor uns Kindern macht er keinen Halt. Er schlug mit allem was er in die Hand bekam, Schürhaken, Gürtel, Kochlöffel oder schmiss mit Gegenständen nach uns. Und das alles nur weil etwas nicht richtig war oder er einfach schlechte Laune hatte.
Besonders eine Nacht war sehr, sehr schlimm. Ich weis nicht wie es angefangen hat.
Ich bin in der Nacht wegen des lauten Krachs meiner Eltern wach geworden und das Monster war krank. Vielleicht wollte er Alk. haben und meine Mutter konnte ihm keinen geben, weil wir nichts hatten, das weis ich nicht mehr genau.
Plötzlich nahm er eine volle Wasserflasche und warf nach ihr. Er hat sie zum Glück nur am Bein getroffen, aber es hat fürchterlich geblutet.
Das Bein war eine einzige offene Wunde.
In dieser Nacht hatte ich zum ersten Mal Mordgedanken meinem Monster gegenüber. Wenn ich schon etwas älter gewesen wäre (ich war gerade sieben Jahre alt) hätte ich wahrscheinlich versucht ihm etwas anzutun. Doch die Angst, wenn er das überlebt hätte, dass er sich dann rächt an mir oder an meiner Mutter, war zu groß.
Diese Nacht ging meine Mutter das erste Mal von meinem Monster weg. Sie ging mit uns (bis dahin nur zwei Kindern) zu Bekannten.
Doch nach langen Betteln von ihm und weil er krank war, ging sie wieder zurück zu ihm. Was natürlich ein großer Fehler war, denn es ging weiter wie bisher.
Meine Mutter musste, wenn er S. haben wollte immer bereit sein, was oft einer Vergewaltigung gleich kam.
Da wir alle im einem Zimmer schliefen, bekam ich das immer mit. Als ich dann acht Jahre alt war kam dann noch meine jüngste Schwester auf die Welt.
Als Älteste musste ich natürlich auf sie aufpassen, sie zum Teil wickeln, füttern und spazieren fahren, aber ich habe es gerne getan.
Mit zwei Jahren ist sie dann in ein Auto gelaufen, was sie glücklicherweise gut überstanden hat. Zu meinem Glück war das Monster damals so krank das er ans Bett gebunden war, sonst hätte er mich totgeschlagen.
Er sagte wörtlich: sei froh das ich nicht aufstehen konnte, sonst hättest du das nicht überlebt. Er hätte es auch gemacht, davon bin ich heute noch überzeugt.
Als er dann nicht mehr in die Kneipe gehen konnte, musste ich dann immer seinen Weinvorrat im Laden oder auch Abends in einem Lokal besorgen, ich war da zwischen 10 und 12 Jahre. Meine Mutter hatte deswegen oft kein Geld um etwas zu Essen zu kaufen.
Also gab es Schläge wenn kein Alk. da war oder wenn es nicht genug zu Essen gab.
In der Schule wurden wir gehänselt, weil wir sehr arm waren und wir nur gebrauchte Kleidung trugen, denen man es auch ansah.
Das Monster schaute auch natürlich nicht ob wir sauber gekleidet waren und uns richtig gewaschen hatten.
Meine Mutter, die noch nicht von der Nachtschicht zu Hause war, hatte zwar immer Wäsche raus gelegt, aber entweder gefiel uns das nicht, oder das Monster meinte, so oft frische Wäsche brauch man nicht.
Dadurch wurden wir in der Schule immer ausgegrenzt und gehänselt, niemand wollte was mit uns zu tun haben. Von der Lehrerin kam auch keine Hilfe, im Gegenteil.
Sie zog mich einmal sogar vor die gesamte Klasse und zeigte denen wie schmutzig ich und meine Kleidung war, ich war damals grade 8 Jahre.
Die Schulzeit war für mich auch die reinste Hölle.
2. Teil kommt später.

Auf das Thema antworten
Danke2xDanke


1978
18
NRW
662
  26.01.2018 17:39  
Ich finde das sehr traurig und sehr hart. Ich weiß leider nicht, was man da machen kann. Vielleicht eher eine tiefenpsychologische Therapie, bei der es um deine Vergangenheit geht? Was auch helfen könnte wäre es zu verstehen warum er so war, dass er ein starkes Problem hatte und deshalb sich so verhielt und vielleicht auch dass du ihm verzeihst.





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  26.01.2018 18:08  
Hallo liebe Levent, ja es war sehr traurig und auch sehr hart, aber es ist lange her und vorbei, aber verzeihen geht nicht mehr, ist schon seit 1967 vergraben.
Würde ich auch nie, kann sehr gut damit leben. Er war nicht der Einzige im weiterem Leben dem ich verzeihen müsste.

Ich möchte das alles vielleicht mal zu einem Buch zusammenfassen, es geht ja noch weiter und auch nicht schön
Auch möchte ich es mir jetzt wieder bewusst machen, aus was für einer Hölle ich es heraus geschafft habe.
Und da ich jetzt wieder mal ziemlich in hadere und mit Ängsten und Panikanfälle kämpfe, dann sage ich mir jetzt aber: ich habe daraus geschafft, dann schaffe ich das jetzt erst recht. Ich will nicht so tief in dieser tiefen grausamen Hölle landen.
Aber das wird erst in weiteren Beiträgen zu erkennen sein.





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  27.01.2018 01:32  
2. Teil der Kindheit

Kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag sagte ich zu meiner Mutter,
das ich es zu Hause nicht mehr aushalte und Angst hatte dass er uns doch irgendwann einmal totschlägt, und ich deshalb lieber in ein Kinderheim möchte.
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor diesem Monster weiterhin schützen könnte..
Meine Mutter ging mit uns zum Jugendamt und innerhalb zwei Tagen waren wir alle drei im Heim.
Vorher habe ich ihm ins Gesicht gesagt, dass ich ihn hasse.
Habe mich aber so hingestellt das er mich nicht fassen konnte und ich wusste wir kommen ja jetzt gleich weg.
Zu unserem Glück konnten wir das vor ihm geheim halten.
Er hätte dass nie zugelassen. Er hätte uns wahrscheinlich so zugerichtet dass wir nirgends mehr wohin hätten gehen können.
Ich habe nicht erfahren wie es meiner Mutter ging, als sie ohne uns wieder nach Hausen kam.
Ich konnte es mir nur vorstellen und hatte immer große Angst um sie, ich fühlte mich auch oft schuldig, weil ich sie nicht schützen konnte.
Doch die Angst um mein Leben war derart groß, dass ich nicht anders konnte.
Meine Schwestern kamen nach drei Monaten wieder nach Hause, aber das ging nicht lange gut,
die ältere der beiden kam auch wieder ins Heim, aber in ein anderes, die jüngste blieb zu Hause, denn sie war sein Liebling, ich bin in dem Heim geblieben.

Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf.
Denn es waren die ersten Jahre in meinem Leben wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte.
Ich hatte nicht das Pech in so ein schlimmes Heim zu kommen, wie ich es schon oft gelesen hatte. Es war für mich die schönste Zeit meiner Kindheit.
Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiter schlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst.
Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint.
Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war immer noch zu groß.
Meine Mutter konnte mich immer nur einmal im Monat besuchen, weil sie das Geld für die Fahrkarte nicht hatte,
sogar für diese 1 Fahrt sparte sie einen ganze Monat lang, es waren immer ein par Pfennige die sie zurücklegte.
Sie musste es auch gut verstecken, dass es mein Vater nicht fand und es dann in Alk. umsetzte.

Nach zwei Jahren ging ich wieder nach Hause. Da mein Vater nur noch im Bett lag, dachte ich, es könne ja nicht mehr so schlimm ein.
Doch auch von da aus machte er uns das Leben noch zur Hölle. Wenn das Essen ihm nicht schmeckte, wurde es gegen die Wand geschmissen.
Da meine Mutter ihn sauber machen musste, gelang es ihm immer noch ihr weh zu tun.
Als ich sechzehn Jahre alt war wurden wir erlöst. Er ist nach drei Schlaganfällen gestorben.
Doch meine Mutter war seelisch und nervlich am Ende. Sie wollte sich das Leben nehmen. Zum Glück konnten wir es verhindern.
Die erste Hölle war endlich zu Ende, jetzt konnte es nur besser werden.

Die nächsten Jahren waren dann auch erst OK. Aber dazu im nächsten Beitrag.



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  27.01.2018 02:29  
dieRückfällige hat geschrieben:
2. Teil der Kindheit

Kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag sagte ich zu meiner Mutter,
das ich es zu Hause nicht mehr aushalte und Angst hatte dass er uns doch irgendwann einmal totschlägt, und ich deshalb lieber in ein Kinderheim möchte.
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor diesem Monster weiterhin schützen könnte..
Meine Mutter ging mit uns zum Jugendamt und innerhalb zwei Tagen waren wir alle drei im Heim.
Vorher habe ich ihm ins Gesicht gesagt, dass ich ihn hasse.
Habe mich aber so hingestellt das er mich nicht fassen konnte und ich wusste wir kommen ja jetzt gleich weg.
Zu unserem Glück konnten wir das vor ihm geheim halten.
Er hätte dass nie zugelassen. Er hätte uns wahrscheinlich so zugerichtet dass wir nirgends mehr wohin hätten gehen können.
Ich habe nicht erfahren wie es meiner Mutter ging, als sie ohne uns wieder nach Hausen kam.
Ich konnte es mir nur vorstellen und hatte immer große Angst um sie, ich fühlte mich auch oft schuldig, weil ich sie nicht schützen konnte.
Doch die Angst um mein Leben war derart groß, dass ich nicht anders konnte.
Meine Schwestern kamen nach drei Monaten wieder nach Hause, aber das ging nicht lange gut,
die ältere der beiden kam auch wieder ins Heim, aber in ein anderes, die jüngste blieb zu Hause, denn sie war sein Liebling, ich bin in dem Heim geblieben.

Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf.
Denn es waren die ersten Jahre in meinem Leben wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte.
Ich hatte nicht das Pech in so ein schlimmes Heim zu kommen, wie ich es schon oft gelesen hatte. Es war für mich die schönste Zeit meiner Kindheit.
Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiter schlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst.
Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint.
Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war immer noch zu groß.
Meine Mutter konnte mich immer nur einmal im Monat besuchen, weil sie das Geld für die Fahrkarte nicht hatte,
sogar für diese 1 Fahrt sparte sie einen ganze Monat lang, es waren immer ein par Pfennige die sie zurücklegte.
Sie musste es auch gut verstecken, dass es mein Vater nicht fand und es dann in Alk. umsetzte.

Nach zwei Jahren ging ich wieder nach Hause. Da mein Vater nur noch im Bett lag, dachte ich, es könne ja nicht mehr so schlimm ein.
Doch auch von da aus machte er uns das Leben noch zur Hölle. Wenn das Essen ihm nicht schmeckte, wurde es gegen die Wand geschmissen.
Da meine Mutter ihn sauber machen musste, gelang es ihm immer noch ihr weh zu tun.
Als ich sechzehn Jahre alt war wurden wir erlöst. Er ist nach drei Schlaganfällen gestorben.
Doch meine Mutter war seelisch und nervlich am Ende. Sie wollte sich das Leben nehmen. Zum Glück konnten wir es verhindern.
Die erste Hölle war endlich zu Ende, jetzt konnte es nur besser werden.

Die nächsten Jahren waren dann auch erst OK. Aber dazu im nächsten Beitrag.


Heftig was du durchmachen musstest. :knuddeln:

Danke1xDanke


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Mittelfranken
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  27.01.2018 02:35  
Ich finde das furchtbar, was Du erlebt hast, eigentlich macht mich sowas sprachlos. Ich weiß, dass solche "Väter" gar keine Seltenheit waren damals (heute vielleicht auch noch?), und ich werde nie verstehen, warum Frauen, bzw. Mütter das mit sich machen lassen und das zulassen, dass solche Väter die Kinder misshandeln. Das ist mir unerklärlich. Heute gibts da ja zum Glück auch Frauenhäuser. Denn zu so einer "Ehe" gehören immerhin zwei.

Für mich ist klar, nach einem ersten Schlag packt man normalerweise seine Koffer und ist weg.

Mein Vater war (und ist) glücklicherweise das Gegenteil. Er tut alles für seine Familie, seine Frau und uns Kinder. Er ist sehr fürsorglich. Was anderes hätte sich meine Mutter aber auch niemals gefallen lassen.

Es tut mir sehr leid, dass Du so eine Kindheit erleben musstest.
Ich finde aber, dass Deine Mutter nicht ganz unschuldig daran ist, weil sie das alles so lange mitgemacht hat.

Danke1xDanke




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  27.01.2018 13:39  
@loudnhard, Danke dir.





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  27.01.2018 14:12  
Hallo @kalina, ich gebe meiner Mutter keine Schuld. 1. war sie auch sehr depressiv, durch ihr eigenes Elternhaus und ihre 1. Ehe, sie wurde von ihren Eltern einfach mit dem 1. Mann verkuppelt. Früher war das auch in Deutschland so und nicht nur Ausland.
Damals wusste man über Depressionen noch nichts und deswegen wurde auch entsprechend behandelt. Da galtest du eher als verrückt und kamst dann in eine geschlossene Anstalt. Und ich weis nicht ob du darüber Bescheid weist wie es damals in diesen Anstalten zugegangen ist.
Ich hatte mich mal darüber informiert und glaub mir, das war mehr als grausam.
Meine Mutter ist immer dazwischen gegangen wenn er auf uns eingeschlagen hatte und hat die Prügel in Kauf genommen.
Früher gab es auch noch keine Frauenhäuser, und wenn du zu der Zeit, als ich das alles erlebt hatte, einfach deine Koffer gepackt hast und ausgezogen bist, dann galt das als böswilliges Verlassen und deine Kinder wurden dir für längere Zeit als 2 Jahre weggenommen.
Eltern hatte meine Mutter keine mehr, und von ihrer Mutter hatte sie eh nie Liebe erfahren.
Die Bekannte bei der sie bei dem einem Auszug war ist nach ein par Wochen nach Amerika ausgewandert, sonst gab es niemanden. Sie stand also völlig alleine da.
Ich habe meine Mutter sehr geliebt und ich war froh dass sie meinem Wunsch ins Heim zu gehen nach gekommen ist.

Ich freue mich wirklich für dich dass du so tolle Eltern gehabt hast. Und leider gibt es heute noch diese grausamen Väter und auch Mütter , wie man es ja sehr sehr oft durch die Nachrichten erfährt und ich denke das ist nur die Spitze des Eisberges, die Dunkelziffer liegt bestimmt noch höher, nur es kümmert sich zu wenige darum.

Danke2xDanke




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  27.01.2018 18:38  
3. Teil, das langsame Erwachsen werden.

Jetzt konnten wir erst mal aufatmen, es war keiner mehr da der uns weh tun konnte, der uns schikanierte, das Monster konnte uns jetzt wirklich nichts mehr antun.
Ich wollte erst nicht mit zur Beerdigung, doch ich wollte meine Mutter dieses Mal nicht alleine lassen und ging dann doch mit.
Dass war aber das einzige Mal, dass ich an seinem Grab war, ich war nie wieder dort.
Ich habe das Monster zu sehr gehasst, wenn ich hingegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich sein Grab verwüstet.
Während seines Lebens habe ich es aus Angst nicht geschafft ihn zu vernichten.
Doch wegen Grabschändung eine Strafe zu bekommen, das war er mir nicht mehr wert. Ich war einfach nur froh dass er nicht mehr lebte.
Wie sehr er mir noch nach seinem Tod später mein Leben durcheinander bringen sollte, ahnte ich ja damals noch nicht.

Es begann für mich eine schönere Zeit.
Ich arbeitete schon einem halben Jahr in einer Feinkostfabrik, verdiente mein eigenes Geld, gab die Hälfte meiner Mutter ab.
Ich lernte aber immer die falschen Männer kennen.
Ich sehnte mich so sehr nach jemanden der mich wirklich liebte, ohne gleich mit mir ins Bett zu wollen.
Ich war dazu noch nicht bereit, auch weil ich durchs Elternhaus notgedrungen nur Negatives mitbekommen habe,
aber immer wenn ich dazu nein sagte, wurde ich fallengelassen wie eine heiße Kartoffel.

Dann lernte ich meinen 1. Mann kennen, er arbeitete im gleichen Betrieb wie ich. Er war anders als die anderen vorher.
Er wollte warten und er wartete sage und schreibe 2 Jahre lang, wir waren schon 1 halbes Jahr verlobt.
Nun wie war es, na ja .., lohnt sich nicht darüber zu schreiben.
Er hatte wunderbare Eltern, die mich sehr ins Herz geschlossen haben.
Sein Vater war zwar nur der Stiefvater, aber sie hatten ein tolles Vater-Sohn Verhältnis.
Nur seine Mutter trank damals schon gern mal etwas zu viel Alk., obwohl sie schwer Herzkrank war.
Auch sein Vater war sehr schwer Herzkrank, er trank keinen Tropfen Alk..
Er war mir mehr tausend Mal Vater als es mein V je gewesen war.
Doch auch hier war mir das Schicksal nicht wohl gesonnen.
Er sollte ein zweites Mal am Herzen operiert werden, aber leider hatte er die OP nicht überstanden, er wurde nur 42 Jahre alt.
Nun wurde mir das erst mal jemand genommen der mir sehr nahe stand.
Wir haben das Trauerjahr abgewartet und haben dann geheiratet.
Ich war 19 Jahre, er war 21 Jahre, ich habe damals noch die Unterschrift meiner Mutter gebraucht,
man war zu dieser Zeit erst mit 21 Jahren Volljährig.
Wir wohnten erst mit seiner Mutter in einer 3 Zimmerwohnung zusammen, sie hatte den Tod ihres Mannes noch nicht überwunden und mir tat sie sehr leid.
Wir hatten uns ja auch sehr gemocht. Doch ich bereute sehr schnell mein gutmütiges Verhalten.
Sie trank immer mehr Alk., sie lehrte täglich einen halben Liter Asb.... und mehrere Flaschen B..
Wenn ich von der Arbeit kam, lag sie betrunken auf der Couch, es war sehr ekelhaft.
Das Schlimme war dann noch dass mein Mann auch immer mehr trank, nun hatte ich täglich einen betrunkenen Mann und betrunkene Schwiegermutter um mich rum.
Ich hatte drei Mal eine gute und bezahlbare Wohnung für uns zwei, aber er sagte zu mir dass er seine Mutter doch nicht alleine lassen kann.
Der Knall kam dann als ihr ältester Sohn, den ich vorher noch nie gesehen hatte auch noch in die Wohnung einzog.
Da war bei mir die Grenze dann doch überschritten und ich packte meine Koffer und zog erst mal zu meiner Mutter zurück.
Er war, auch nach dem ich ausgezogen war, nicht dazu bereit einen Neustart mit mir zu wagen,
deswegen reichte ich die Scheidung ein, da war ich grade mal 21 Jahre alt.
Das wars dann mit der 1. Ehe.

Danke2xDanke




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  27.01.2018 23:42  
Ich lernte dann wieder jemand kennen, am Anfang war alles wunderschön, ich war sehr verliebt, hatte auch das Gefühl dass ich wieder geliebt werde,
wir haben auch zusammen gewohnt.
Doch nach knapp 2 Jahren betrog er mich dann mit einer anderen.
Für mich brach eine Welt zusammen, ich war am Boden zerstört.
Wieder eine herbe und bittere Endtäuschung, hat lange gedauert bis ich das verarbeitet habe.
Ich bin dann bei ihm ausgezogen und habe mir dann ein Zimmer gemietet und das 1. Mal alleine gelebt und das war für mich schlimm.
Ich hatte große Angst alleine zu leben.
Hatte immer große Angst, was ist wenn mir was passiert, wenn ich krank werde.
Und schwupp war die Angst wieder da, dass ich während des Schlafs sterben werde.
Ich war zu der Zeit in einem Karnevallverein und lernte dort jemand kennen,
dem ich besser nie begegnet wäre, doch das konnte ich am Anfang nicht wissen.
Auch wenn es am Anfang vielleicht Anzeichen gab, ich hätte sie bestimmt nicht wahrgenommen.
Denn in meiner panischen Angst alleine zu leben hätte ich auch jeden Hinweis einfach verdrängt.

Danke3xDanke




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  30.01.2018 14:47  
Die 2. Hölle bahnt sich an und ich erkannte es nicht, oder verdrängte es.

Wie immer am Anfang war alles schön, ich hatte wieder jemand der gut zu mir war, den ich auch gerne hatte.
Mein 2. Mann trank keinen Tropfen Alk. und darüber war ich richtig froh und ich dachte endlich mal jemand der ohne auskommt
und der kann ja auch dann nur ein guter Mensch sein.
Ich natürlich wieder schnell bei ihm eingezogen, weil ich in meinem kleinem Zimmer vor lauter Panik nachts nicht schlafen konnte.
Bei ihm wäre ich ja nicht alleine, er würde mir bestimmt beistehen und mich beruhigen.
Wenn ich nur ein bisschen genauer auf die Merkmale geachtet hätte wäre mir diese Hölle erspart geblieben.
Doch durch meine Todesängste bin ich wie mit Scheuklappen in diese Beziehung gestolpert.
Habe dann auch seine Mutter kennengelernt und habe sie sofort gemocht.
Sie war vom dem Vater meines 2 Mannes getrennt, warum ja wegen Alk. und rohrer Gewalt die von ihm ausging.
Sie hat mir viel davon erzählt und auch wie ihr Sohn darunter gelitten hatte.
Und so naiv wie ich war, dachte ich dann vertrauensvoll dann wird der Sohn bestimmt nicht so werden wollen wie sein Vater.
Ich wurde dann schell eines besseren belehrt.
Die erste Ohrfeige ließ nicht lange auf sich warten, er hatte danach sofort um Verzeihung gebettelt
und hoch und heilig versprochen dass das nie mehr vorkommen würde, er wird nicht so wie sein Vater.
Und ich naive Kuh habe ihm das auch geglaubt. Es ging auch 2 Jahre Weile sehr gut.
Was ich aber wieder hätte sehen müssen dass er zu Jähzorn neigt, denn er hatte wenn etwas nicht in Ordnung immer laut rumgebrüllt.
Na gut das kannte ich ja alles von meinem Monster und dachte so sind die Männer halt,
der eine trinkt, schreit und schlägt, der andere trinkt nur und schläft seinen Rausch aus, wie mein 1. Mann
und dann wieder andere Männer die dich betrügen.
Und bei ihm dachte ich er trinkt ja nicht und hat mir nur mal eine Ohrfeige gegeben,
ja,ja ich weiß da hätte ich schon meine Koffer packen sollen, hätte ich das bloß getan.

Ok er trank zwar keinen Alk., doch nach der Hochzeit drehte er sich zu 100 %.
Die 2. Hölle begann, und er wurde zu meinem 2. Monster.
Er schlug fast immer gezielt zu, so dass keine blauen Flecken oder Verletzungen im Gesicht oder Hals zu sehen war,
die Arme musste ich immer mit langärmeligen Pullis oder T-Shirts bedecken, keiner hätte mir geglaubt dass er so ein gewalttätig war.
Nach Außen war er ein hilfsbereiter Mensch dem niemand Gewalt zugetraut hätte.
Er hätte sein letztes Hemd gegeben nur um einem Freund zu helfen, so ein Mann schlägt doch keine Frau.

Er schlug zu, nur wenn nach seiner Meinung irgendetwas nicht in Ordnung war, ob Essen, Haushalt,
egal er fand immer einen Grund um zuzuschlagen.
Und wenn ich versuchte mich zu wehren, ging es erst recht los. Ich durfte mich nicht mal mit Worten wehren,
wenn ich mich aber dann doch mal traute zu wiedersprechen, gab es wieder Schläge..
Er klemmte mir die Beine zwischen die Tür und drückte zu so fest er konnte.
Ein anderes Mal nahm er meinen Kopf und schlug ihn gegen die Wand.
Der S. war nur grausam, ich musste immer wenn er wollte oder er ließ mich die ganze Nacht nicht schlafen.
Er sagte: Wenn ich nicht bekomme was mir als Ehemann zusteht, dann brauchst du nicht denken dass du heute Nacht nur ein Auge zumachst
Ich fühlte mich, als hätte er mich vergewaltigt.
Ich habe es dann einfach alles über mich ergehen lassen, auch weil ich Angst hatte, dass er mich nicht nur nicht schlafen lässt sondern auch zuschlägt.
Auch ein Nasenbeinbruch habe ich ihm zu verdanken., da habe ich wieder mal versucht nicht das zu machen was er wollte.
Da verlies ihn seine kontrollierte Gewalt und gab mir eine Kopfnuss auf die Nase.
Und was machte ich blöde Kuh, ich habe mir dann eine Ausrede für die Öffentlichkeit einfallen lassen, wie das angeblich passiert ist war.
Hätte ich es aber nicht getan, hätte ich noch mehr Schläge hinterher bekommen.
In der Öffentlichkeit demütigte er dann mich wo er nur konnte, auch Gewalttaten passierten dann in der Öffentlichkeit.
Es hatten einige Leute mitbekommen, doch es hatte sich keiner eingemischt um mir zu helfen.
Er hat mich im Schwimmbad getreten , im Auto während der Fahrt mit voller Wucht mit der Rückhand auf den Mund geschlagen,
es hat fürchterlich geblutet. Das sind nur einige Beispiele.

Ich hatte schon oft an Trennung gedacht, sofort kam dann die Todesangst wenn ich ans alleine leben gedacht hatte.
Und er hatte mir einmal gesagt, dass ich nicht gehen dürfte wann ich es will, er bestimmt das und dass er mich überall finden würde,
und dann weist du was dir blüht.

Ich habe es dann aber doch mit Hilfe eines Freundes geschafft, ihm endlich zu sagen dass ich ihn verlasse.
Denn langsam wurde die Angst vor ihm größer und das die Schläge so schlimm werden, dass ich danach nicht mehr aufstehen konnte.
Der Freund war dabei anwesend, denn ich hatte ja eine riesige Angst dass er ausflippt und mich dann wirklich total zusammenschlägt.
Denn es war ja auch ein Mensch der bestimmen will wann es Schluss ist, ihn dürfe man ja nicht verlassen. Aber er blieb erstaunlich ruhig.
Der Blick und die geballte Faust des Freundes, er war auch um einiges größer und kräftiger wie er, hielt ihn wahrscheinlich dann doch zurück.
Er wollte mich aber zum Schluss nur nochmal psychisch verletzen und sagte mir dass er mich schon lange betrügen würde.
Als ich erfahren hatte mit welchen Schl..... er mich betrog, denn bei denen war er nicht der Einzige,
da fühlte ich mich nicht mehr verletzt, aber geekelt hatte ich mich vor ihm, mir war richtig schlecht.
Ich bin dann erst mal bei den Eltern des Freundes untergekommen.
Ich habe die 2. Hölle überlebt.

Aus dem Freund wurde viel, viel mehr.

Danke1xDanke


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1353
  31.01.2018 09:13  
Hallo Christel,

es ist nicht zu glauben was Menschen einem antun...leider habe ich auch diese Erfahrungen gemacht.

Vieles ähnelt deiner Geschichte...es macht sehr traurig.

L.G. Waage

Danke2xDanke




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  31.01.2018 19:51  
Hallo Waage, auch von deinem Mann ?
Leider gibt es bestimmt abertausende Frauen und deren Kinder die solch eine Hölle mitmachen.
Heute kann ich es nicht mehr verstehen dass ich das so lange ausgehalten habe, nur wegen der schei...... Angst vorm Alleinesein und die Angst vor ihm.
Heute würde ein Schlag reichen und ich würde sofort ausziehen, aber meine jetziger Mann würde mich niemals schlagen.





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  07.03.2018 18:08  
Nach ein par Jahren habe diesen Brief an meinen Ex schrieben.

Ja Harald, du wirst dich wahrscheinlich sehr wundern wer dir hier schreibt.
Denk mal einige Jahrzehnte zurück, es war genau am 01.03.1980.
Da hat man mich endlich aus deinen fürchterlichen Klauen befreit, na fällst dir ein?
Oder hast du alles schön beiseite geschoben, ist ja so einfach.
Ich habe es auch versucht und es nach langer Zeit geschafft, doch aus einem anderen Grund wie du.

Wie geht es deiner Frau, ich hoffe für sie dass sie nicht die gleiche Hölle erlebt hat wie ich,
das gleich hoffe ich für deine Kinder, ich für meinen Teil bin heilfroh dass ich mit dir keine Kinder hatte.
Im Grunde kann ich mir nicht vorstellen, das du dich geändert hast, denn wer einmal schlägt,
der schlägt immer wieder zu, sei denn du hättest ein Therapie gemacht um deine Aggressionen in den Griff zu kriegen.
Aber du bestimmt nicht, du fühltest dich doch im Recht, denn bei dir hatte eine Frau zu parieren und den Mund zu halten
und alles so zu machen wie du das für richtig hieltest, eine Frau war für dich nur Mittel zum Zweck, für den Haushalt und fürs Bett.
Und das auch alles so wie und wann du wolltest.

Du hast dich doch überlegen gefühlt wenn du zugeschlagen hasst, dann hattest du die Macht
Und anschließend den armen reuenden Ehemann gespielt und gewinselt:
Bitte, bitte bleib bei mir, ich tue das auch nie wieder und ein par Tränen hast du sogar noch rausbekommen,
und ich war jedes Mal so naiv, das ich dir geglaubt habe und mich auch noch schuldig gefühlt,
was tue ich mich auch verteidigen gegen deine verbalen Beleidigungen, wie konnte ich nur, war ja selber schuld.

Der S. mit dir war nur grausam, doch irgendwann bin ich abgestumpft und hab dich einfach nur ertragen
und gehofft dass es gleich vorbei ist, denn sonnst hättest du mich die ganze Nacht nicht schlafen lassen.
Wenn du dein Recht auf dein S. nicht bekommen hast, konntest du ach so armer Ehemann ja nicht schlafen,
also warum sollte ich schlafen können, das stand mir dann nicht zu, dafür sollte ich büßen.
Immer wenn ich mich umdrehte und versucht habe zu schlafen hast du mich wieder wach gemacht
Und gesagt: wenn ich mein Recht nicht kriege was mir als Ehemann zusteht und du das nicht erfüllen willst
wie sich das gehört für meine Frau, dann machst du die ganze Nacht kein Auge zu, das schwöre ich dir.
Da legte ich mich halt auf den Rücken und sagte zu mir selbst; komm steig drüber und habe dann einfach zur Seite gekuckt
und gewartet bis es vorbei war, gespürt habe ich schon lange nichts mehr.

Wahrscheinlich warst du wirklich stolz drauf, dass ich Angst hatte vor dir, jeden Tag.
Ich war mir bewusst, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, wirst du einen Grund finden um zu toben
und mir vorhalten, dass ich wieder einmal nicht so gemacht habe wie du es wolltest, oder was vergessen habe,
das Essen nicht nach deinem Geschmack war.
Mir war oft schlecht auf dem Weg nach Hause, weil ich wusste es gab Krach oder sogar Schläge.

Nach außen warst du ja am Anfang ein hilfsbereiter Mensch dem niemand Gewalt zugetraut hätte.
Denn du schlugst ja so raffiniert zu, fast immer gezielt, so dass keine blauen Flecken oder Verletzungen im Gesicht oder Hals zu sehen war,
keiner hätte mir geglaubt dass du so ein gewalltätigst warst
Du klemmtest mir die Beine zwischen die Tür und Rahmen drücktest so fest zu wie du konntest,
nur um mir zu zeigen, du kannst mit mir machen was du willst.

Weil ich mich beschwerte, über Sparmaßnahmen zu meinem Geburtstag, da sollte es keine Geschenke geben,
weil es finanziell klemmte, du dann aber einen wirklich riesigen Pralinenkasten für eine Kollegin gekauft hattest,
wo nicht mal ein Bogen Geschenkpapier gereicht hatte zum einpacken, da nahmst du meinen Kopf und schlugst ihn gegen die Wand,
warum habe ich dich damals nicht einfach umgebracht, ich wäre bestimmt mit Notwehr davon gekommen.

Auch ein Nasenbeinbruch habe ich dir zu verdanken. Da verlies dich deine kontrollierte Gewalt und gabst mir eine Kopfnuss auf die Nase.
Ich habe dann eine Ausrede für die Öffentlichkeit erfunden, wie das passiert ist, wie blöd war ich eigentlich.
Im Auto während der Fahrt mit voller Wucht mit der Rückhand auf den Mund geschlagen, es hat fürchterlich geblutet,
nur weil ich es wieder mal gewagt hatte dir zu widersprechen

Irgendwann waren dir auch Gewalttaten in der Öffentlichkeit überhaupt nicht mehr peinlich,
im Gegenteil du hast es genossen, denn es hatten einige Leute mitbekommen, doch geholfen hatte mir keiner, das bestätigte dich noch in deinem Verhalten.
Warum ich immer noch nicht gegangen bin, wenn mir keiner hilft wo es doch alle sehen, wie soll mir einer glauben der dich nicht so kennt,
jeder dem ich erzählt hätte was du mit mir machst, hätte gesagt: aber doch Harald nicht, der gutmütige Mensch, der immer hilfsbereit ist,
kann gar nicht sein, das glaube ich dir nicht.

Anzeigen ging damals noch nicht, du hättest ja nicht ausziehen müssen, ich wäre wahrscheinlich nur im Krankenhaus gelandet und hätte weiter geschwiegen.
Ob du das je lesen wirst, ich weis es nicht, bist du jetzt stolz drauf auf das was du da liest, könnte ich mir vorstellen.

Nur eins hast du nicht geschafft, du hast mich nicht total kaputt gemacht, auch die anderen Männer, wie mein Erzeuger,
anschließend ein Chef der mir den Job kaputt gemacht hat, ihr habt es alle nicht geschafft dass ich am Boden liegen geblieben bin
Mir hat das Schicksal meinen Mann geschickt, der mich damals vor dir gerettet hat, sonst würde es mich bestimmt heute nicht mehr geben,
oder auch vielleicht dich nicht und somit deine Familie nicht, ob es besser für sie war, keiner weis es.

Nur eins kann ich dir unter die Nase reiben, nachdem ich die Hölle noch durchgemacht habe mit schweren Depressionen durch dich und deine Konsorten,
bin ich trotzdem bis heute glücklich mit meinem Mann zusammen.

Und nur mir hast du es zu verdanken dass du heil geblieben bist, denn nur ein Wort von mir in jener Nacht,
als ich mich endlich von dir trennen konnte, zu meinem Retter (jetzigen Mann) und er hätte dich zusammengefaltet.
Aber das warst du mir nicht wert, das mein Lebensretter sich wegen Körperverletzung vor Gericht zu verantworten hätte.
Ich hoffe inständig das deine Familie nicht die gleiche Hölle durchmachen mussten.

Ich habe diesen Brief dann doch nicht abgeschickt, sondern in einen Umschlag gesteckt und bin mit meinem jetzigen Mann zu einem Fluß und habe meinen Ex mit diesem Brief sozusagen ersäuft.
Das war eine unheimlich Befreiung, das war noch mal ein Felsbrocken von meinem Rücken gefallen.

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  14.05.2018 19:19  
3: Ehe
Ich habe noch während der Ehe meinen jetzigen Mann kennengelernt. Ein Mann der mich von Anfang an nicht mehr aus dem Kopf ging.
Ich wollte es erst nicht wahrhaben, dass ich mich in ihn verliebt habe. Ich war ja verheiratet, es durfte also nicht sein.
Doch die Liebe war größer und da mein zweiter Mann immer schlimmer wurde, gestand ich ihm meine Liebe und bei ihm war es genauso.
Ich zog von meinem Exmann zu ihm ein. Er hatte mich buchstäblich aus der Hölle rausgeholt, (er hat mir beigestanden als ich meinem damaligen Mann sagte dass ich von Ihm trenne.)
Am Anfang merkte ich es nicht, dass auch er ein Problem mit dem Alk. hatte, denn ich war viel zu sehr verliebt. Auch war er jünger als ich.(fünf Jahre).
Ich stellt ihn nach einem bösen Krach vor die Wahl, der Alk. oder ich. Er hatte sich für mich entschieden. Es ging ein Jahr lang sehr gut.
Es war der der erste Mann der mich achtete, meine Wünsche respektierte auch in Punkto S.
Er traute mir auch etwas zu, ermutigte mich im Beruf. Ich bekam durch ihn viel mehr Selbstvertrauen. Durch ihn nahm ich mich eine leitende Stelle an, die ich mir sonst nie zugetraut hätte. Und ich habe meine Arbeit auch gut gemacht.
Doch er wurde immer wieder rückfällig. Da er aber mich nie geschlagen hatte, mich nie mit schlimmen Worten beschimpft hatte, wie mein Vater und mein zweiter Mann, auch mich nicht gedemütigt und beleidigt hatte, bin ich bei ihm geblieben und habe um ihn gekämpft gegen den Alk..
Es wurde die Liebe meines Lebens. Und es begannen für mich, trotz seinem Alk. die schönsten Jahre seit ich lebe.

Ab 1998 versuchte mich ein neu eingestellter Stellvertreter für meinen Chef, als schlecht arbeitende Mitarbeiterin hinzustellen,
weil ich ihm auf einige Fehler hinwies, die er gemacht hatte.
Aber als ihm das nicht gelang, unterstellte er mir Betrug mit der Arbeitszeitkarte. Da das nicht stimmte, konnte er es nicht nachweisen, aber er drehte es so dass es die ganze Abteilung mitbekam
Und keiner der Kollegen stand mir zur Seite, weil die meisten von ihm abhängig waren.
Ich wurde dadurch sehr krank, bekam Magenschmerzen, stark vermehrte Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, wenn ich morgens zur Arbeit musste.
Nachts konnte ich nicht mehr schlafen worauf ich dann tagsüber so müde wurde das ich öfters am Arbeitsplatz einschlief.
Dadurch schaffte ich mein Arbeitspensum nicht mehr und man nahm mir die Leitung der Geschäftsstelle ab und steckte mich in die Ablage.
Die Symptome der Krankheiten wurden immer stärker und die Fehlzeiten häuften sich dementsprechend.
Im Februar kam ich in die neurologische Klinik nach Darmstadt um im Schlaflabor nach den Ursachen der Schlafstörungen zu suchen.
Das Ergebnis war, das alles nervlich bedingt sei.
Im Frühjahr 2000 bekamen wir noch massiven Ärger mit unseren damaligen Vermieter, das mich zusätzlich belastete.
Wir suchten nach einer neuen Wohnung was uns auch recht schnell gelang.
Aber erst stand uns noch im Mai die Renovierung und Umzug meiner jüngsten Schwester bevor.

Wärendessen bekam ich dann eine Gallenkolik und musste dringend ins Krankenhaus und wurde operiert.
In dieser Zeit ist der Mann meiner jüngsten Schwester eine Woche nach ihrem Umzug gestorben.
Im August mussten wir dann umziehen. Ich probierte nach dem Umzug wieder zu arbeiten, was ich aber nicht lange unter diesen Bedingungen aushielt.
Es fand dann eine Unterredung statt, wo der Betriebsrat, Personalchef, mein Abteilungsleiter und sein Vertreter vorhanden waren.
Es sollten die Anschuldigungen besprochen werden. Die damit endete das ich als Märchentante und Lügnerin hingestellt wurde.
Das gab mir dann den Rest, ich wurde, dann, weil mir die Nerven einfach durchgingen, sehr laut und habe die Unterredung einfach abgebrochen.
Ich war dann wieder krank geschrieben, worauf dann am 20 Dezember 2000 die Kündigung kam mit eine Auslauffrist bis zum 30.06.01 und ich nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen brauche, das sie als sehr groszügig hinstellten und das nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Ich schaltete dann einen Rechtsanwalt ein, der das alles für mich erledigte und holte noch einen Monat Fristverlängerung und eine gute Abfindung raus

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  14.05.2018 19:59  
Die Deprihölle meldete sich dann erst mal kurz an.
Das Alles hat mich dann doch sehr krank gemacht.
Im Januar 2001 ging ich dann in eine Tagesklinik, in der ich dann bis April 2001 behandelt wurde durch Gesprächstherapie und Medikamenten
Mir ging es danach sehr gut
Ich habe mich dann kurz vor dem Ende der Kündigungsfrist arbeitslos gemeldet.
Im Computer vom Arbeitsamt fand ich dann sogar eine Arbeitstelle, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Ich konnte sie am 01.10.2001 antreten.
Dann kam nach 14 Tagen der nächste Schlag. Meine jüngste Schwester rief mich an und teilte mir mit, dass unsere Schwester mit einer Gehirnblutung im Krankenhaus liegt.
Sie war im Koma, ist zwar noch operiert worden, aber sie wachte nicht mehr auf.
Ich war ab den dritten Tag bis zu ihrem offiziellen Tod fünf Tage jeden Tag am ihrem Bett. In der Zeit war ich krank geschrieben.
Die Firma hat mir dann auch gekündigt, was mich in dieser Zeit aber überhaupt nicht betroffen hat.
Ich hatte das eigentlich alles gut überstanden. Im Februar meldete ich mich dann übers Arbeitsamt an einem EDV Kurs an.
Ich habe den Kurs mit großer Freude begonnen, obwohl, wenn ich dort ankam, mein Unterhemd wechseln musste, weil ich so geschwitzt hatte.
Aber es machte großen Spaß und ich kam auch ganz gut mit.
Doch dann fing es wieder an, erst war ich einen Tag krank, ich hatte wieder Magen/Darmprobleme, dann kam noch eine Erkältung dazu, von da an war ich wieder länger krank.
Konnte morgens nicht aufstehen, weil ich sehr müde war, obwohl ich da nachts noch keine Schlafstörungen hatte, zumindest war es mir nicht bewusst.
Die Schule meldete mich dann beim Arbeitsamt ab, da das Lernziel bei dieser langen Fehlzeit nicht mehr erreicht werden konnte, das war ungefähr Mitte Ende Mai.
Von da an ging es mir fast nur noch schlecht. Ich konnte dann nachts auch nicht mehr schlafen und war dann tagsüber entsprechend müde.
Auch litt ich öfters unter Alpträume und wache dann vom eigenen Schrei auf.
Hinzu kamen dann noch die körperlichen Beschwerden, wie starke Kreuzschmerzen im Lendenwirbelbereich, Schmerzen in der Schulter, Ellenbogen, in den Händen, was vom Halswirbel kommt wo ein starker Verschleiß an den Knorpeln vorliegt.
Miniskusprobleme im rechten Knie, ab und zu Schmerzen in der Hüfte und Kopfschmerzen bis hin zu Migräneanfällen.
Öfters litt ich, besonders morgens, unter sehr starker Unruhe und starkes Zittern.
Tagsüber und abends vor dem Einschlafen hatte ich schrecklichen Vorstellungen, das meinen Angehörigen und Freunde die mir besonders nahe stehen,
etwas schlimmes passieren könnte, entweder eine sehr schlimme Krankheit oder einen schweren Unfall erleiden.
Ich sah dann genau in Bildern wie das alles abläuft bis hin zum Tod und Beerdigungen.
Auch hatte ich Angst wenn ich neben meinem Mann im Auto saß. Ich dachte dann, wenn jetzt ein Unfall passiert, auch da sah ich dann schlimme Bilder vor mir.
Abends hatte ich oft Todesangst. Ich hielt mich mit aller Gewalt wach, weil ich Angst hatte einzuschlafen und nicht aufzuwachen.
Das hatte ich schon in meiner Kindheit.
Ich ging dann nicht mehr alleine aus dem Haus, hatte panische Angst, nur wenn es unbedingt erforderlich war und es mußte aber jemand vertrautes dabei sein.
Ich fühlte mich alleine da draußen nicht wohl und kam mir sehr verlassen vor, obwohl viele Leute da sind. Ich dachte mir könnte ja etwas passieren und keiner von den vielen Leuten hilft mir.
Die Bilder meiner schlimmen Kindheit und die meiner beiden gescheiterten Ehen, eine wegen Alk., die zweite wegen Gewalt, kommen mir auch immer öfters wieder.
Ich war ab Ende November 2002 2 Wochen in der Psychiatrischen Klinik.
Dann Januar 2003 für ca. 2 ½ Monate in der Tagesklinik , doch die Behandlung hat auch nicht lange angehalten. Im Nov/Dez 2003 habe ich es dann noch mal in der Tagesklinik probiert, was ich aber nicht mehr geschafft habe. Ich war dann mittlerweile so am Boden zerstört, dass ich nicht mehr garantieren konnte, dass ich mir wirklich nichts antun würde in meiner großen Verzweiflung.
Also meldete ich mich Mitte Dezember 2003 stationär in der Psychiatrischen Klinik wieder an. War dann dort bis Mitte Januar 2004.

Auch machte ich mir Sorgen um meinen Mann. Zwei Wirbel sind bei ihm kaputt, er hat ständig Schmerzen. Außerdem hat eine unheilbare Augenkrankheit die irgendwann zur Blindheit führen kann.

Trotz seinen eigenen Problemen stand mein Mann in dieser ganzen Zeit voll hinter mir, obwohl es bestimmt nicht leicht war für ihn. Dafür und wegen vielen anderen Sachen liebe ich ihn immer noch so wie am Anfang.
Aber er hat zwischendurch immer wieder angefangen zu trinken und ich habe ihm immer wieder geglaubt, wenn er sagte, er trinkt nicht mehr.
Zwischendurch habe die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragt und bekomme sie seit Juni 2003 auf Zeit. Die ich dann immer wieder auf Antrag verlängert bekommen habe.

Nach dem letztem Klinikaufenthalt Januar 2004 habe ich auf einen Platz in der Tagesstätte gewartet, den ich dann im Mai 2004 auch bekommen habe, erst für 3 mal die Woche, mehr habe ich am Anfang nicht geschafft, musste auch abgeholt werden.
Habe nach einem Jahr das bis zur ganzen Woche geschafft, aber nur 6 Stunden täglich.
Und seit dieser Zeit war ich auf dem Weg der Besserung und habe mich eigentlich was ich bisher nicht mehr glauben konnte, immer mehr stabilisiert.
Fing dann an stundenweise in der Behinderten Werkstatt zu arbeiten. Machte dann seit Juni 2005 eine berufliche Rehahmaßnahme im Berufsbildungsbereich, was mir sehr viel Spaß machte.

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  15.05.2018 08:53  
Hallo Christel.
Ich wünsche dir viel Mut und Kraft.
Leider ist es häufig so, dass wir unsere Traumen immer wieder Reinszenieren.
Mir ist das auch so gegangen.
Darf ja nicht sein, dass es uns gut geht,
das Gefühl ist zu Fremd und Unvertraut.
Daher ziehen wir magisch die "Astlöscher" an, weil das kennen wir ja.
Oft mit dem Versuch, den Partner zu ändern, wobei wir eigendlich den Ursprungspartner meinen.

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  15.05.2018 22:46  
Danke dir Robinson, ich bin mittlerweile sehr stabil, hin und wieder kommen zwar immer wieder mal kleine Rückschläge, aber ich komme da immer wieder raus.
Aber bis ich soweit war ist noch viel Zeit vergangen und einiges passiert, und es war eine harte Zeit, das setze ich alles noch rein.

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  17.05.2018 16:55  
Die Zeit zwischen Dezember 2003 und 2007 war mit einigen schmerzhaften Verlußten verbunden.

Von meinen ,inzwischen 4 Katzen, ist eine Dezember 2003 an Nierenkrebs gestorben (bzw. musste eingeschläfert werden), die nächste ist dann 2005 im Oktober an einer Niereninzuflenz erkrankt, was wir aber mit Hilfe einer guten Tierarztpraxis zum Stillstand gebracht haben.
Doch dann hat sie einen Tumor am Schließmuskel bekommen, was nicht zu operieren war.
Als es dann öfter anfing zu bluten, und weiter gewachsen ist, mussten wir sie im Mai 2007 einschläfern lassen.
Das Schlimme dabei war das sie sonst noch putzmunter war. Sie hat gut gegessen, ist trotz ihrer Halskrause munter rumgelaufen.
Wir haben aber dann gemerkt dass sie Schmerzen hatte beim Stuhlgang und bei der Behandlung der Wunde.
Die Gefahr bestand dann, dass sie noch einen Darmverschluss bekommen würde. das wollten wir ihr ersparen. Aber es hat so verdammt weh getan.

Das Schlimmste war im Oktober 2007 der Tod meiner Schwiegermutter. Sie war für mich nicht nur eine Schwiegermutter, sondern eher wie eine Mutter.
Sie war ein ganz lieber Mensch, der immer für Alle nur das Beste gewollt hatte.
Das Schlimmste daran war, das sie zum Schluss so leiden musste. Sie war schwer Demenzkrank,
hatte sich noch mit 86 Jahren den Oberschenkel gebrochen. Es war ein sehr komplizierter Bruch gewesen.
Da sie wegen ihrer Unruhe trotzdem aufstehen wollte. musste sie ans Bett fixiert werden. Sie hat das gar nicht kapiert das sie sich das Bein gebrochen hatte. Manchmal hatte sie geschrien vor Schmerzen.
Die Ärzte hatten sehr lange gezögert, bis sie ihr endlich Morphium gegen die Schmerzen gegeben haben.
Einen Tag vor Ihrem Tod sagte uns der eine Arzt, das sie noch lange nicht soweit wäre um zu sterben,
sie hätte noch sehr viel Kraft, was wir aber nicht so sahen.
Am nächsten Tag war sie tot.
So gern wir sie hatten, doch waren davon überzeugt, für sie war es das Beste, sie war endlich von ihren Leiden erlöst.
Ich habe das jetzt alles, zu meiner Überraschung, sehr gut verarbeitet. Ich habe schon manchmal gedacht ich schaffe das nicht mehr.
Habe aber mir selbst gesagt, wenn ich jetzt nicht durchhalte, geht alles wieder den Bach runter und falle wieder weit zurück. .


Von jetzt ging es aufwärts.

Im Jahr 2007 hatte ich den Berufsbildungsbereich im BWMK absolviert und schon seit November 2006 Jahr auf einem Außenarbeitsplatz im Alten- und Pflegezentrum in der Verwaltung tätig.
Die Arbeit machte mir sehr viel Spaß. Sie ist sehr abwechslungsreich, arbeitete dabei sehr selbstständig.
Das meiste gehörte zum Bereich der Kassenverwaltung. Mein Selbstwertgefühl hatte sich wieder verbessert.
Ich hatte gelernt meine Meinung und Interessen anderen gegenüber stärker zu vertreten und auch dafür einzustehen.
Wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte, konnte ich mich wieder besser zu Wehr setzen und auch dabei sachlich bleiben, was mir vorher sehr schwer gefallen ist und das auch mit sehr viel Bauchweh, mir war dann immer richtig schlecht.
Mir war dabei immer noch bisschen unwohl, aber wenn dann alles ruhig über die Bühne gelaufen ist, ging es mir wieder gut und ich war stolz auf mich dass ich es gemacht habe. Denn was mich gekränkt hatte, belastet mich, also muss ich es richtig stellen.
März 2007 wurde dann meine EU-Rente endlich auf Dauer bewilligt worden.

Der lange Kampf hatte sich letzten Endes gelohnt. Ich hatte am 10.12.2007 telefonisch erfahren dass ich die Stelle im Altenzentrum behalten werde,
habe dann zwei Tage später am Freitag den 14.12.07 meinen Vertrag unterschrieben. Das war wie ein ganz großes Weihnachtsgeschenk für mich.
Und ich war sehr stolz auf mich, das ich alles was ich mir Schritt für Schritt vorgenommen hatte, auch geschafft habe.
Ich habe sogar mehr geschafft als ich mir erhofft hatte. Ich habe auf dem Arbeitsplatz genau das gefunden was zu mir passte , vertrat eine Kollegin in der Kassenverwaltung wenn sie in Urlaub war oder auch mal krank sein sollte, zwar eingeschränkt, aber mit viel Verantwortung,
mit der ich am Anfang überhaupt nicht gerechnet hätte.

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  31.05.2018 16:35  
Im Februar 2010 ging es für mich leider einen Schritt zurück.
Der Weg zur meinem Arbeitsplatz wurde im Winter 2009 zu einer zu starken Belastung weil der Fahrplan des Linienbusses,
der zum Bahnhof fuhr sich verändert hatte und ich dadurch meinen Zug oft nicht beksm,
bedeutete 1 Stunde Wartezeit, oder der Zug hatte Verspätung, des Öfteren war er auch ausgefallen,
dadurch habe ich viele Fehler bei meiner Arbeit gemacht und einige Aufgaben einfach vergessen.
Ich habe darauf hin im Februar 2010 die Konsequenz gezogen und im Einvernehmen den Arbeitsvertrag aufgelöst.
Bin dann wieder in der Werkstatt des BWMK. Ab 15.03.2010 für 3 Tage in der Woche in der Werkstatt
und für 2 Tage konnte ich im Seniorenzentrum in der Verwaltung arbeiten, das in meinem Wohnort ist.
Seit 16. Juli 2010 arbeitete ich die ganze Woche im Seniorenzentrum.
Hatte nur 4 Minuten zu Fuß zur Arbeit und fühlte mich dort sehr gut angenommen,
es war ein sehr gutes Betriebsklima, wobei der Heimleiter sehr viel dazu beitrug,
er ist ein sehr ruhige und besonnener Mensch mit dem man immer reden kann, er nimmt sich Zeit für seine Mitarbeiter.
Also war es nur ein Schritt zurück um einen neuen Anlauf zu starten.
Es wurde eine schöne Zeit, habe gerne dort gearbeitet.

11.02.2012 und es hat sich sehr viel verändert.
Erst habe ich mir meinen lang ersehnten Traum erfüllt und habe im April 2011 mit dem Reiten im Westernstiel angefangen.
Im Schritt und im Trapp führte ich das Pferd schon allein, im Galopp noch an der Longe.
Hatte aber wieder drum kämpfen müssen um den richtigen Reitstall zu finden, erst beim 3. Reitstall habe ich gespürt,
hier nimmt man mich ernst und ist nicht nur aufs Geld aus und es wird sehr auf die Tiere geachtet.
Dann hatte ich mir im Sommer 2011 einen Roller zugelegt, der auf 25 Stundenkilometer gedrosselt ist, da ich ja keinen Führerschein besitze,
hatte eigentlich auch erst nicht vor einen zu machen.
Doch dann hatte mir das nicht mehr gereicht, ich wollte schneller voran kommen und kein Verkehrshindernis sein.
Nach langer Überlegung habe ich mich in einer Fahrschule angemeldet für den Zweiradführerschein A1, den ich eigentlich auf einem Roller machen wollte.
Der Fahrlehrer riet mir aber, es erst mit einem Roller zu probieren der nur 45 Stundenkilometer fährt,
um zu testen ob mir diese Geschwindigkeit schon langen würde.
Ich kam sehr gut damit zurecht und entschied mich dann doch weiter zu gehen um auf A1 umzusteigen.
Doch da fingen dann die Schwierigkeiten wieder an, in den ganzen Fahrschulen in unserer Umgebung,
gab es keinen Roller in dieser Klasse,
den ich wegen meiner Größe 154 cm fahren konnte, die Sitzhöhe war immer zu hoch.
Also stand die Überlegung im Raum einen zu kaufen und auf dem den Führerschein zu machen,
ein Händler in unserem Ort hatte einen Roller, den ich hätte fahren können,
Doch da stieß ich auf heftigen Widerstand von Seiten meines Mannes, der da noch nicht so 100 % dran glaubte dass ich es schaffen könnte
und er würde so ein Ding nie fahren, er könnte es durch Erlangen des Führerscheins vor 1980.
Dann sah ich bei dem gleichen Händler ein gebrauchtes Motorrad (Susuki Intruder /Chopper 125 ccb) mit sehr tiefem Sitz,
ich dachte: man da könnte sogar ich drauf passen.
Der Händler sagte mir, einfach mal draufsetzen und testen ob ich das Motorrad mit den Füßen gut am Boden abstützen kann und an alle Pedale,
Gangschaltung, Bremse dran komme, ob meine Arme auch langen um gut lenken zu können.
Dann habe ich noch probiert ob ich das Motorrad auch halten und schieben kann, denn es hat schon ein enormes Gewicht, so um die 145 Kilo.

Es passte alles, jetzt musste ich nur noch meinen Mann dafür begeistern, denn ich wusste dass ihm so ein Motorrad auch gefallen würde.
2 Wochen habe ich ihn bearbeiten müssen, dann hatte ich ihn soweit, dass er wenigsten meinem Wunsch nachkam und sich das Motorrad mal anzusehen
und als er sich sogar drauf setzte, hatte ich schon fast gewonnen.
Zu Hause haben wir noch etwas diskutiert und er konnte es sich gut vorstellen mit so einer Maschine durch die Gegend zu fahren.
Ja und eine Woche später haben wir das Motorrad gekauft.
Und nun konnte ich mit den Fahrstunden starten.

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