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201826.01




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Main-Kinzig-Kreis
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Vorsicht kann belasten.

Mein Leben 1. Teil meine Kindheit zu Hause.
Mein Monster war ein sehr starker Alk., er trank Wein und Schnap., ging ständig in Kneipen und vertrank seine Rente (er war Frührentner).
Meine Mutter arbeitete zum Teil nachts, um morgens zu schlafen während wir in der Schule waren.
Er war, wenn er getrunken hat sehr gewalttätig und er war fast jeden Tag betrunken.
Er schlug meine Mutter oft grün und blau, auch vor uns Kindern macht er keinen Halt. Er schlug mit allem was er in die Hand bekam, Schürhaken, Gürtel, Kochlöffel oder schmiss mit Gegenständen nach uns. Und das alles nur weil etwas nicht richtig war oder er einfach schlechte Laune hatte.
Besonders eine Nacht war sehr, sehr schlimm. Ich weis nicht wie es angefangen hat.
Ich bin in der Nacht wegen des lauten Krachs meiner Eltern wach geworden und das Monster war krank. Vielleicht wollte er Alk. haben und meine Mutter konnte ihm keinen geben, weil wir nichts hatten, das weis ich nicht mehr genau.
Plötzlich nahm er eine volle Wasserflasche und warf nach ihr. Er hat sie zum Glück nur am Bein getroffen, aber es hat fürchterlich geblutet.
Das Bein war eine einzige offene Wunde.
In dieser Nacht hatte ich zum ersten Mal Mordgedanken meinem Monster gegenüber. Wenn ich schon etwas älter gewesen wäre (ich war gerade sieben Jahre alt) hätte ich wahrscheinlich versucht ihm etwas anzutun. Doch die Angst, wenn er das überlebt hätte, dass er sich dann rächt an mir oder an meiner Mutter, war zu groß.
Diese Nacht ging meine Mutter das erste Mal von meinem Monster weg. Sie ging mit uns (bis dahin nur zwei Kindern) zu Bekannten.
Doch nach langen Betteln von ihm und weil er krank war, ging sie wieder zurück zu ihm. Was natürlich ein großer Fehler war, denn es ging weiter wie bisher.
Meine Mutter musste, wenn er S. haben wollte immer bereit sein, was oft einer Vergewaltigung gleich kam.
Da wir alle im einem Zimmer schliefen, bekam ich das immer mit. Als ich dann acht Jahre alt war kam dann noch meine jüngste Schwester auf die Welt.
Als Älteste musste ich natürlich auf sie aufpassen, sie zum Teil wickeln, füttern und spazieren fahren, aber ich habe es gerne getan.
Mit zwei Jahren ist sie dann in ein Auto gelaufen, was sie glücklicherweise gut überstanden hat. Zu meinem Glück war das Monster damals so krank das er ans Bett gebunden war, sonst hätte er mich totgeschlagen.
Er sagte wörtlich: sei froh das ich nicht aufstehen konnte, sonst hättest du das nicht überlebt. Er hätte es auch gemacht, davon bin ich heute noch überzeugt.
Als er dann nicht mehr in die Kneipe gehen konnte, musste ich dann immer seinen Weinvorrat im Laden oder auch Abends in einem Lokal besorgen, ich war da zwischen 10 und 12 Jahre. Meine Mutter hatte deswegen oft kein Geld um etwas zu Essen zu kaufen.
Also gab es Schläge wenn kein Alk. da war oder wenn es nicht genug zu Essen gab.
In der Schule wurden wir gehänselt, weil wir sehr arm waren und wir nur gebrauchte Kleidung trugen, denen man es auch ansah.
Das Monster schaute auch natürlich nicht ob wir sauber gekleidet waren und uns richtig gewaschen hatten.
Meine Mutter, die noch nicht von der Nachtschicht zu Hause war, hatte zwar immer Wäsche raus gelegt, aber entweder gefiel uns das nicht, oder das Monster meinte, so oft frische Wäsche brauch man nicht.
Dadurch wurden wir in der Schule immer ausgegrenzt und gehänselt, niemand wollte was mit uns zu tun haben. Von der Lehrerin kam auch keine Hilfe, im Gegenteil.
Sie zog mich einmal sogar vor die gesamte Klasse und zeigte denen wie schmutzig ich und meine Kleidung war, ich war damals grade 8 Jahre.
Die Schulzeit war für mich auch die reinste Hölle.
2. Teil kommt später.

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


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17
NRW
556
  26.01.2018 17:39  
Ich finde das sehr traurig und sehr hart. Ich weiß leider nicht, was man da machen kann. Vielleicht eher eine tiefenpsychologische Therapie, bei der es um deine Vergangenheit geht? Was auch helfen könnte wäre es zu verstehen warum er so war, dass er ein starkes Problem hatte und deshalb sich so verhielt und vielleicht auch dass du ihm verzeihst.





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  26.01.2018 18:08  
Hallo liebe Levent, ja es war sehr traurig und auch sehr hart, aber es ist lange her und vorbei, aber verzeihen geht nicht mehr, ist schon seit 1967 vergraben.
Würde ich auch nie, kann sehr gut damit leben. Er war nicht der Einzige im weiterem Leben dem ich verzeihen müsste.

Ich möchte das alles vielleicht mal zu einem Buch zusammenfassen, es geht ja noch weiter und auch nicht schön
Auch möchte ich es mir jetzt wieder bewusst machen, aus was für einer Hölle ich es heraus geschafft habe.
Und da ich jetzt wieder mal ziemlich in hadere und mit Ängsten und Panikanfälle kämpfe, dann sage ich mir jetzt aber: ich habe daraus geschafft, dann schaffe ich das jetzt erst recht. Ich will nicht so tief in dieser tiefen grausamen Hölle landen.
Aber das wird erst in weiteren Beiträgen zu erkennen sein.





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  27.01.2018 01:32  
2. Teil der Kindheit

Kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag sagte ich zu meiner Mutter,
das ich es zu Hause nicht mehr aushalte und Angst hatte dass er uns doch irgendwann einmal totschlägt, und ich deshalb lieber in ein Kinderheim möchte.
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor diesem Monster weiterhin schützen könnte..
Meine Mutter ging mit uns zum Jugendamt und innerhalb zwei Tagen waren wir alle drei im Heim.
Vorher habe ich ihm ins Gesicht gesagt, dass ich ihn hasse.
Habe mich aber so hingestellt das er mich nicht fassen konnte und ich wusste wir kommen ja jetzt gleich weg.
Zu unserem Glück konnten wir das vor ihm geheim halten.
Er hätte dass nie zugelassen. Er hätte uns wahrscheinlich so zugerichtet dass wir nirgends mehr wohin hätten gehen können.
Ich habe nicht erfahren wie es meiner Mutter ging, als sie ohne uns wieder nach Hausen kam.
Ich konnte es mir nur vorstellen und hatte immer große Angst um sie, ich fühlte mich auch oft schuldig, weil ich sie nicht schützen konnte.
Doch die Angst um mein Leben war derart groß, dass ich nicht anders konnte.
Meine Schwestern kamen nach drei Monaten wieder nach Hause, aber das ging nicht lange gut,
die ältere der beiden kam auch wieder ins Heim, aber in ein anderes, die jüngste blieb zu Hause, denn sie war sein Liebling, ich bin in dem Heim geblieben.

Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf.
Denn es waren die ersten Jahre in meinem Leben wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte.
Ich hatte nicht das Pech in so ein schlimmes Heim zu kommen, wie ich es schon oft gelesen hatte. Es war für mich die schönste Zeit meiner Kindheit.
Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiter schlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst.
Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint.
Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war immer noch zu groß.
Meine Mutter konnte mich immer nur einmal im Monat besuchen, weil sie das Geld für die Fahrkarte nicht hatte,
sogar für diese 1 Fahrt sparte sie einen ganze Monat lang, es waren immer ein par Pfennige die sie zurücklegte.
Sie musste es auch gut verstecken, dass es mein Vater nicht fand und es dann in Alk. umsetzte.

Nach zwei Jahren ging ich wieder nach Hause. Da mein Vater nur noch im Bett lag, dachte ich, es könne ja nicht mehr so schlimm ein.
Doch auch von da aus machte er uns das Leben noch zur Hölle. Wenn das Essen ihm nicht schmeckte, wurde es gegen die Wand geschmissen.
Da meine Mutter ihn sauber machen musste, gelang es ihm immer noch ihr weh zu tun.
Als ich sechzehn Jahre alt war wurden wir erlöst. Er ist nach drei Schlaganfällen gestorben.
Doch meine Mutter war seelisch und nervlich am Ende. Sie wollte sich das Leben nehmen. Zum Glück konnten wir es verhindern.
Die erste Hölle war endlich zu Ende, jetzt konnte es nur besser werden.

Die nächsten Jahren waren dann auch erst OK. Aber dazu im nächsten Beitrag.



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233
  27.01.2018 02:29  
dieRückfällige hat geschrieben:
2. Teil der Kindheit

Kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag sagte ich zu meiner Mutter,
das ich es zu Hause nicht mehr aushalte und Angst hatte dass er uns doch irgendwann einmal totschlägt, und ich deshalb lieber in ein Kinderheim möchte.
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor diesem Monster weiterhin schützen könnte..
Meine Mutter ging mit uns zum Jugendamt und innerhalb zwei Tagen waren wir alle drei im Heim.
Vorher habe ich ihm ins Gesicht gesagt, dass ich ihn hasse.
Habe mich aber so hingestellt das er mich nicht fassen konnte und ich wusste wir kommen ja jetzt gleich weg.
Zu unserem Glück konnten wir das vor ihm geheim halten.
Er hätte dass nie zugelassen. Er hätte uns wahrscheinlich so zugerichtet dass wir nirgends mehr wohin hätten gehen können.
Ich habe nicht erfahren wie es meiner Mutter ging, als sie ohne uns wieder nach Hausen kam.
Ich konnte es mir nur vorstellen und hatte immer große Angst um sie, ich fühlte mich auch oft schuldig, weil ich sie nicht schützen konnte.
Doch die Angst um mein Leben war derart groß, dass ich nicht anders konnte.
Meine Schwestern kamen nach drei Monaten wieder nach Hause, aber das ging nicht lange gut,
die ältere der beiden kam auch wieder ins Heim, aber in ein anderes, die jüngste blieb zu Hause, denn sie war sein Liebling, ich bin in dem Heim geblieben.

Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf.
Denn es waren die ersten Jahre in meinem Leben wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte.
Ich hatte nicht das Pech in so ein schlimmes Heim zu kommen, wie ich es schon oft gelesen hatte. Es war für mich die schönste Zeit meiner Kindheit.
Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiter schlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst.
Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint.
Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war immer noch zu groß.
Meine Mutter konnte mich immer nur einmal im Monat besuchen, weil sie das Geld für die Fahrkarte nicht hatte,
sogar für diese 1 Fahrt sparte sie einen ganze Monat lang, es waren immer ein par Pfennige die sie zurücklegte.
Sie musste es auch gut verstecken, dass es mein Vater nicht fand und es dann in Alk. umsetzte.

Nach zwei Jahren ging ich wieder nach Hause. Da mein Vater nur noch im Bett lag, dachte ich, es könne ja nicht mehr so schlimm ein.
Doch auch von da aus machte er uns das Leben noch zur Hölle. Wenn das Essen ihm nicht schmeckte, wurde es gegen die Wand geschmissen.
Da meine Mutter ihn sauber machen musste, gelang es ihm immer noch ihr weh zu tun.
Als ich sechzehn Jahre alt war wurden wir erlöst. Er ist nach drei Schlaganfällen gestorben.
Doch meine Mutter war seelisch und nervlich am Ende. Sie wollte sich das Leben nehmen. Zum Glück konnten wir es verhindern.
Die erste Hölle war endlich zu Ende, jetzt konnte es nur besser werden.

Die nächsten Jahren waren dann auch erst OK. Aber dazu im nächsten Beitrag.


Heftig was du durchmachen musstest. :knuddeln:

Danke1xDanke


2508
4
Mittelfranken
1495
  27.01.2018 02:35  
Ich finde das furchtbar, was Du erlebt hast, eigentlich macht mich sowas sprachlos. Ich weiß, dass solche "Väter" gar keine Seltenheit waren damals (heute vielleicht auch noch?), und ich werde nie verstehen, warum Frauen, bzw. Mütter das mit sich machen lassen und das zulassen, dass solche Väter die Kinder misshandeln. Das ist mir unerklärlich. Heute gibts da ja zum Glück auch Frauenhäuser. Denn zu so einer "Ehe" gehören immerhin zwei.

Für mich ist klar, nach einem ersten Schlag packt man normalerweise seine Koffer und ist weg.

Mein Vater war (und ist) glücklicherweise das Gegenteil. Er tut alles für seine Familie, seine Frau und uns Kinder. Er ist sehr fürsorglich. Was anderes hätte sich meine Mutter aber auch niemals gefallen lassen.

Es tut mir sehr leid, dass Du so eine Kindheit erleben musstest.
Ich finde aber, dass Deine Mutter nicht ganz unschuldig daran ist, weil sie das alles so lange mitgemacht hat.

Danke1xDanke




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149
  27.01.2018 13:39  
@loudnhard, Danke dir.





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Main-Kinzig-Kreis
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  27.01.2018 14:12  
Hallo @kalina, ich gebe meiner Mutter keine Schuld. 1. war sie auch sehr depressiv, durch ihr eigenes Elternhaus und ihre 1. Ehe, sie wurde von ihren Eltern einfach mit dem 1. Mann verkuppelt. Früher war das auch in Deutschland so und nicht nur Ausland.
Damals wusste man über Depressionen noch nichts und deswegen wurde auch entsprechend behandelt. Da galtest du eher als verrückt und kamst dann in eine geschlossene Anstalt. Und ich weis nicht ob du darüber Bescheid weist wie es damals in diesen Anstalten zugegangen ist.
Ich hatte mich mal darüber informiert und glaub mir, das war mehr als grausam.
Meine Mutter ist immer dazwischen gegangen wenn er auf uns eingeschlagen hatte und hat die Prügel in Kauf genommen.
Früher gab es auch noch keine Frauenhäuser, und wenn du zu der Zeit, als ich das alles erlebt hatte, einfach deine Koffer gepackt hast und ausgezogen bist, dann galt das als böswilliges Verlassen und deine Kinder wurden dir für längere Zeit als 2 Jahre weggenommen.
Eltern hatte meine Mutter keine mehr, und von ihrer Mutter hatte sie eh nie Liebe erfahren.
Die Bekannte bei der sie bei dem einem Auszug war ist nach ein par Wochen nach Amerika ausgewandert, sonst gab es niemanden. Sie stand also völlig alleine da.
Ich habe meine Mutter sehr geliebt und ich war froh dass sie meinem Wunsch ins Heim zu gehen nach gekommen ist.

Ich freue mich wirklich für dich dass du so tolle Eltern gehabt hast. Und leider gibt es heute noch diese grausamen Väter und auch Mütter , wie man es ja sehr sehr oft durch die Nachrichten erfährt und ich denke das ist nur die Spitze des Eisberges, die Dunkelziffer liegt bestimmt noch höher, nur es kümmert sich zu wenige darum.

Danke1xDanke




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  27.01.2018 18:38  
3. Teil, das langsame Erwachsen werden.

Jetzt konnten wir erst mal aufatmen, es war keiner mehr da der uns weh tun konnte, der uns schikanierte, das Monster konnte uns jetzt wirklich nichts mehr antun.
Ich wollte erst nicht mit zur Beerdigung, doch ich wollte meine Mutter dieses Mal nicht alleine lassen und ging dann doch mit.
Dass war aber das einzige Mal, dass ich an seinem Grab war, ich war nie wieder dort.
Ich habe das Monster zu sehr gehasst, wenn ich hingegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich sein Grab verwüstet.
Während seines Lebens habe ich es aus Angst nicht geschafft ihn zu vernichten.
Doch wegen Grabschändung eine Strafe zu bekommen, das war er mir nicht mehr wert. Ich war einfach nur froh dass er nicht mehr lebte.
Wie sehr er mir noch nach seinem Tod später mein Leben durcheinander bringen sollte, ahnte ich ja damals noch nicht.

Es begann für mich eine schönere Zeit.
Ich arbeitete schon einem halben Jahr in einer Feinkostfabrik, verdiente mein eigenes Geld, gab die Hälfte meiner Mutter ab.
Ich lernte aber immer die falschen Männer kennen.
Ich sehnte mich so sehr nach jemanden der mich wirklich liebte, ohne gleich mit mir ins Bett zu wollen.
Ich war dazu noch nicht bereit, auch weil ich durchs Elternhaus notgedrungen nur Negatives mitbekommen habe,
aber immer wenn ich dazu nein sagte, wurde ich fallengelassen wie eine heiße Kartoffel.

Dann lernte ich meinen 1. Mann kennen, er arbeitete im gleichen Betrieb wie ich. Er war anders als die anderen vorher.
Er wollte warten und er wartete sage und schreibe 2 Jahre lang, wir waren schon 1 halbes Jahr verlobt.
Nun wie war es, na ja .., lohnt sich nicht darüber zu schreiben.
Er hatte wunderbare Eltern, die mich sehr ins Herz geschlossen haben.
Sein Vater war zwar nur der Stiefvater, aber sie hatten ein tolles Vater-Sohn Verhältnis.
Nur seine Mutter trank damals schon gern mal etwas zu viel Alk., obwohl sie schwer Herzkrank war.
Auch sein Vater war sehr schwer Herzkrank, er trank keinen Tropfen Alk..
Er war mir mehr tausend Mal Vater als es mein V je gewesen war.
Doch auch hier war mir das Schicksal nicht wohl gesonnen.
Er sollte ein zweites Mal am Herzen operiert werden, aber leider hatte er die OP nicht überstanden, er wurde nur 42 Jahre alt.
Nun wurde mir das erst mal jemand genommen der mir sehr nahe stand.
Wir haben das Trauerjahr abgewartet und haben dann geheiratet.
Ich war 19 Jahre, er war 21 Jahre, ich habe damals noch die Unterschrift meiner Mutter gebraucht,
man war zu dieser Zeit erst mit 21 Jahren Volljährig.
Wir wohnten erst mit seiner Mutter in einer 3 Zimmerwohnung zusammen, sie hatte den Tod ihres Mannes noch nicht überwunden und mir tat sie sehr leid.
Wir hatten uns ja auch sehr gemocht. Doch ich bereute sehr schnell mein gutmütiges Verhalten.
Sie trank immer mehr Alk., sie lehrte täglich einen halben Liter Asb.... und mehrere Flaschen B..
Wenn ich von der Arbeit kam, lag sie betrunken auf der Couch, es war sehr ekelhaft.
Das Schlimme war dann noch dass mein Mann auch immer mehr trank, nun hatte ich täglich einen betrunkenen Mann und betrunkene Schwiegermutter um mich rum.
Ich hatte drei Mal eine gute und bezahlbare Wohnung für uns zwei, aber er sagte zu mir dass er seine Mutter doch nicht alleine lassen kann.
Der Knall kam dann als ihr ältester Sohn, den ich vorher noch nie gesehen hatte auch noch in die Wohnung einzog.
Da war bei mir die Grenze dann doch überschritten und ich packte meine Koffer und zog erst mal zu meiner Mutter zurück.
Er war, auch nach dem ich ausgezogen war, nicht dazu bereit einen Neustart mit mir zu wagen,
deswegen reichte ich die Scheidung ein, da war ich grade mal 21 Jahre alt.
Das wars dann mit der 1. Ehe.





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  27.01.2018 23:42  
Ich lernte dann wieder jemand kennen, am Anfang war alles wunderschön, ich war sehr verliebt, hatte auch das Gefühl dass ich wieder geliebt werde,
wir haben auch zusammen gewohnt.
Doch nach knapp 2 Jahren betrog er mich dann mit einer anderen.
Für mich brach eine Welt zusammen, ich war am Boden zerstört.
Wieder eine herbe und bittere Endtäuschung, hat lange gedauert bis ich das verarbeitet habe.
Ich bin dann bei ihm ausgezogen und habe mir dann ein Zimmer gemietet und das 1. Mal alleine gelebt und das war für mich schlimm.
Ich hatte große Angst alleine zu leben.
Hatte immer große Angst, was ist wenn mir was passiert, wenn ich krank werde.
Und schwupp war die Angst wieder da, dass ich während des Schlafs sterben werde.
Ich war zu der Zeit in einem Karnevallverein und lernte dort jemand kennen,
dem ich besser nie begegnet wäre, doch das konnte ich am Anfang nicht wissen.
Auch wenn es am Anfang vielleicht Anzeichen gab, ich hätte sie bestimmt nicht wahrgenommen.
Denn in meiner panischen Angst alleine zu leben hätte ich auch jeden Hinweis einfach verdrängt.

Danke1xDanke

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