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201630.07




6287
NRW
4000
«  1, 2, 3, 4
Hallo Bilbo,

danke für Deine Erklärung. Jetzt glaube ich zu verstehen, was Du meinst.

Zitat:
Beispiel: Sie reagiert komisch und faucht mich an aus was für Gründe auch immer
ich denke: es liegt an mir, ich rechne mit einer Trennung....


Das Du Dich mit Kommunikation näher beschäftigst, wirst Du auch wissen, dass es sich hier um eine Sonderform
der Kommunikation handelt.
Das ist der "Streit". Streit ist lebensnotwendig. Also fair und gut streiten solltest Du vor allem auch noch lernen.
Leider wird das von Psychologen meines Wissens nicht vermittelt.
Hoffentlich kannst Du auch komisch reagieren und laut schimpfen. Das sollte dann so klar und scharf von Dir formuliert
werden, dass Deine Frau mal Angst bekommt, dass Du Dich von ihr trennen kannst. Was machst Du denn, wenn Du Wut
auf Deine "Hübsche hast? Schluckst Du das immer runter?
Alle Menschen und Tiere steuern sich mit dem Angstgefühl. Daher lerne es möglichst
oft für Dich einzusetzen.

Ich befürchte, Du gehst gar nicht vom Schlimmsten aus. Dein Glaubenssatz heißt vermutlich eigentlich anders.
Vielleicht heißt er "Wenn ich ehrlich sage, was ich denke habe ich Nachteile". Oder, "Ich darf wieder nicht das haben,
was ich gern möchte". Oder so ähnlich.
Deine Frau wird Dich mit Komplimenten auch nicht unbedingt immer aufbauen. Sie wird selbst Angst haben.
Wer faucht, hat Angst, sonst würde sie Dich auf nettere Weise kritisieren und zur Ordnung rufen.
Auch in einer intakten Partnerschaft finden häufig Rangkämpfe und Kämpfe um den gerade persönlich benötigten
Mindestabstand statt. Danach ist wie nach jedem Gewitter wieder Ruhe.


Viele Grüße

Bernhard

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1712
21
Schweiz
505
  29.08.2016 10:35  
Die letzten Tage waren für mich wieder äusserst anstrengend, ja auch der heutige Tag ist mühsam. Kämpfe mit Atemnot, Krampf und starken Verlustängsten.

Losgetreten durch eine Kleinigkeit, für mich nicht. Meine Freundin hatte einen Tag für sich am Samstag und meinte aus Spass "ich komme nicht mehr". Das reichte für mich schon um das Karussell anzuheizen. Ich will nicht sagen dass ich vor diesem Satz schon relaxed war, gar nicht. Distanz löst bei mir unweigerlich Ängste aus. Ängste und Unsicherheiten. Wenn dann noch solche Sätze in den Raum gestellt werden kommt die grosse Angst auf.

Ich merke, dass alles bei mir Verlustängste sind. Ich fühle mich auch oft so, dass ich mich unterordnen muss um geliebt zu werden. Meine Bedürfnisse hinten an stellen. Ich frage mich wie komme ich aus diesem Denken raus? Man liest viel und oft fällt das Wort Selbstwertgefühl. Man liest auch oft Loslassen, solche Dinge machen mir aber mehr das Leben schwer, weil ich nicht weiss wie ich das angehen soll.

Meine Therapeutin hat mir am Freitag gesagt, ich solle endlich aufhören gegen mich selber zu kämpfen. Wie kämpfe ich gegen mich selber? Keine Ahnung, ja vielleicht Kämpfe ich gegen meine Ängste. Aber Herrgott sie sind stark, wer will das schon? Vielleicht ist auch diese Verkrampfung ein Kämpfen gegen die Ängste? Ich weiss es nicht. Ich bin richtig überfordert, weiss nicht was ich denken soll. Ich fühle mich gerade wieder am Anfang meines Weges.

Ich weiss nicht wo ich jetzt schon wieder ansetzen soll um weiter zu kommen, ich arbeite (kämpfe) seit 4.5 Jahren um eine Verbesserung, aber bin grad wieder so drinnen, wie wenn die letzten Jahre gar nichts passiert wäre.

Ich habe einfach so starke Verlustangst, die momentan nicht wegzugehen scheint. Ja ich weiss auch dass nach einem Tief ein Hoch kommt. Nur nützt mir das gerade gar nix.

Ich muss leider wieder 4 Wochen warten bis ich zur Therapie gehen kann. Sie ist in den Ferien. Sie meinte wir arbeiten an den Verlustängsten und Selbstwertgefühl. Ich bin ungeduldig und habe Angst dass meine Freundin mich verlässt...

Alles in meinem Kopf...

mist...



6287
NRW
4000
  29.08.2016 13:39  
Hallo Bilbo,

schön, noch mal etwas von Dir zu lesen.
Wie es Dir geht, brauche ich wohl nicht zu fragen.

Zitat:
Meine Freundin hatte einen Tag für sich am Samstag und meinte aus Spass "ich komme nicht mehr".
Das reichte für mich schon um das Karussell anzuheizen.

Vielleicht wirst Du eines Tages Deiner Frau noch einmal seht dankbar für diesen Ausspruch sein. Denn er zeigt Dir klar und
genau, wo seit vielen Jahren immer noch Deine selbst gebaute Denksperre sitzt.
Jetzt kannst Du sie endlich beseitigen.
Zitat:
Ich fühle mich gerade wieder am Anfang meines Weges. Ich merke, dass alles bei mir Verlustängste sind.


Wunderbar. Dann löse Dich von diesen Ängsten.
Zitat:
ich arbeite (kämpfe) seit 4.5 Jahren um eine Verbesserung


Vermutlich hat Du Dir das Problem immer nur angeschaut. Deagegen gemacht hast Du aber nur einmal etwas.
Du hat Dich gedanklich und räumlich von Deinen Eltern getrennt.
Und was ist Dir passiert? – Genau nichts.

Genau das gleiche würde ablaufen, wenn Du Dich von Deiner Frau trennen müsstest. So hart das klingt. Das gäb Tränen,
schlaflose Nächte, Du würdest Dich eventuell krank fühlen. Und dann ginge Dein Leben weiter, irgendwie weiter.

Nun fragst Du Dich, wie Du erreichen kannst, für Dich eine Lösung zu finden.
Dein Problem scheint, wie fast immer, in Deinem Unterbewusstsein zu liegen.
Angst entsteht immer nur in der Theorie, nicht in der praktischen Ausführung..

In Dein Unterbewusstsein hast Du Glaubenssätze, also Deine Überzeugungen rein geschrieben. Von dort kommen Deine
stärksten Sätze (Gefühle und Ängste) wie automatisch wieder hoch, wenn Du denkst.
Das ein Gefühl wieder hoch kommt, kannst Du gar nicht verhindern. Schließlich hast Du es doch selbst immer wieder
da hinein geschrieben. Vermutlich kannst Du das nur lösen, indem Du neue, sinnvollere und hilfreichere Glaubenssätze in
Dein Unterbewusstsein hinein schreibst.

Solche Glaubenssätze heißen z. B.

Ich bin stark genug, notfalls allein durchs Leben gehen zu können.
Auch wenn ich alle Menschen um mich herum verliere, ich komme auch
alleine durch.
Allein sein muss mir keine Angst machen.
Ich weiß, wie ich alleine durchkommen kann, auch wenn ich es nicht möchte.
Für mein Glück und meine Familie werde ich kämpfen
Meine Verlassensangst ist nicht mehr so sinnvoll wie früher
Ich werde meine Angst durch ein großes Vertrauen in mich ersetzen.
Ich glaube an meine Kraft
Ich vertraue mir.

Wenn Du Dir solche Sätze immer wieder vorsagst, Am Anfang mehrmals täglich, dann speicherst Du weitere
lebenswichtige Glaubenssätze in Dein Unterbewusstsein hinein.
Du wechselst praktisch Deine Religion.
Kommt nun ein neues Problem auf Dich zu, kommen zwar Deine Verlassensängste wieder hoch wie immer. Dein
Unterbewusstsein bringt Dir aber gleichzeitig das Gegengift, gegen die Verlassensangst automatisch mit hoch.
Damit sollte es Dir nach kurzer Zeit gelingen, mehr Ruhe in Deinen Kopf bekommen.

Schließlich hast Du ab sofort nicht nur Ängste im Kopf, sondern auch Lösungswege automatisch gleichzeitig daneben.

Wünsche Dir eine angenehme, erfolgreiche Woche

Viele Grüße

Bernhard

Danke1xDanke




1712
21
Schweiz
505
  29.08.2016 14:38  
Muss ich erst einmal darüber nachdenken, danke Bernhard.

Danke1xDanke




1712
21
Schweiz
505
  29.08.2016 15:12  
Ich habe in einem File meine Glaubenssätze gefunden, welche ich jetzt umgeschrieben habe! Ich schreibe sie hier als Reminder hin!

Trennung bedeutet versagen
Ich würde eine Trennung überstehen, ich bin stark.

Beziehungen sind verletzend/Gefährlich
Beziehungen sind schön und bereichern das Leben!

Ich muss alles alleine schaffen/niemand hilft mir
Ich habe eine Familie die mir hilft!

Irgendwann geht alles schief
Scheitern gehört zum Leben dazu!

ich muss mich verstellen um geliebt zu werden
Ich darf so sein wie ich bin, ich bin gut wie ich bin!

je weniger ich preisgebe, desto weniger werde ich verletzt
Verletzungen gehören zum Leben dazu!

das Leben ist ein Kampf
Leichtigkeit ist eine Illusion! Das Leben ist kein Kampf

Ich darf ich der Beziehung keine Fehler machen
Ich darf in der Beziehung Fehler machen!

Ich muss immer vom schlimmsten ausgehen, dann wird man nicht enttäuscht
Ich darf ich Leben vom Besten ausgehen!

Ich werde alles für die Familie geben!

Ich darf frei sein in der Beziehung!

Das einzige Probleme sehe ich darin, dass ich nachlässig werde mir diese Sätze einzuprägen.

Danke1xDanke


6287
NRW
4000
  29.08.2016 15:58  
Zitat:
Das einzige Probleme sehe ich darin, dass ich nachlässig werde mir diese Sätze einzuprägen.


Oh Bilbo,

das ist jetzt nicht Dein Ernst.
Da Deine positiven Glaubenssätze schon fertig gedacht sind, brauchst Du sie doch nur noch immer wieder zu verinnerlichen.
Notfalls lerne sie auswendig.
Damit gehen sie Dir ins Unterbewusstsein, wie das Schalten beim Autofahren.
Sie müssen unbedingt jederzeit zu Deiner Verfügung stehen. So schnell und so gut, wie Deine Ängste.
Das sind Deine Wegweiser. Sie führen in die Freiheit.
Und dann kannst Du immer frei entscheiden. Das ist alles.

Bis bald

Bernhard

Danke1xDanke




1712
21
Schweiz
505
  29.08.2016 16:07  
du meinst das ist wohl das kleinere Übel :p ja ich habe verstanden....Thanks..

Bis bald! Alles gute dir...

Danke1xDanke




1712
21
Schweiz
505
  04.12.2017 08:58  
Heute Morgen, als ich ins Büro gefahren bin, verspürte ich Lust wieder einmal in mein Tagebuch zu schreiben. Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass es fast 1.5 Jahre her ist. Die Zeit vergeht so schnell. Es ist auch sehr viel passiert die Zeit, hmm.

Was war denn alles los..Hochzeit im Dezember Standesamt, Feier auf Ibiza im April diesen Jahres. Wahnsinn. In 10 Tagen jährt sich unsere Heirat zum 1. Mal merke ich gerade, gut dass ich das jetzt überlege ;-).

Was hat sich verändert in den letzten 1.5 Jahren. Ich versuche mich gerade zu erinnern. Meine Ängste? Die sind noch da, wohl nicht mehr in der Intensität wie im 2016. Hm aber mein Selbstbewusstsein ist im Gegensatz zum 2016, VIEL grösser. Manchmal schon etwas unheimlich, aber gut.

Ich bin gerade am herunterdosieren von meinen Medikamenten, dies ist wohl das schwierigste im Moment. Ich habe am 1. August 2017 angefangen herunter zu dosieren, von 50 mg auf 25 mg. Eigentlich viel zu schnell für meine lange Einnahmedauer. Seit 2012 nehme ich nun AD's als Krücke.
Ich hatte nach ca. 3 Wochen körperliche Schwierigkeiten in Form von Übelkeit, diffusen Ängsten, Magen/Darmproblemen. Diese sind aber vergangen als ich von jeden zweiten Tag auf täglich aber weniger umgestiegen bin. Ich muss sagen meine Therapeutin ist der Hammer, Sie unterstützt mich auf allen Linien und zwar richtig. Sie hat richtig viel Erfahrungen, auch mit Absetzen von AD's. Unterdessen bin ich auf etwa 12.5 mg pro Tag und das schon in der 5. Woche.
Erfreulicherweise ist meine Libido wieder da und ich habe Spass am S.. Ich wusste gar nicht mehr wie sich das anfühlt, da die Medis doch sehr stark in die Lust eingreifen! Ich werde nie wieder höher als meine jetzige Dosis gehen, das ist es mir nicht wert.
Ich stehe langsam immer mehr bei mir, was dazu führt, dass viele alte Erinnerungen und Gefühle hochkommen, welche doch noch etwas schwierig sind zum handeln. Auch negative Gefühle aus alten Beziehungen schiessen hoch. Ich versuche so gut es geht meine Achtsamkeitsübungen, gut Atmen etc. Was ich mit Sicherheit nun weiss, jedes schei. Gefühl geht IMMER vorbei. Das wusste ich vor etwa 5 Jahren noch nicht, oder anders gesagt, ich hatte nicht das Selbstvertrauen um dies umzusetzen.
Ich habe gerade immer wieder Ängste, dass alles wieder so wird wie vor der Einnahme von den AD's. Grundsätzlich ist das gar nicht möglich und dennoch beschäftigt mich das Ganze. Manchmal fühlt es sich eben schon wieder danach an.

Donnerstag und Freitag hatte ich den Tag durch meine Ängste, Bindungsängste. Abwertungen an meine Partnerin, natürlich nur gedanklich. War etwas mühsam aber ging. Ich habe Ihr noch gesagt, ich bin gespannt wann ich in meinen Schutz reinrutsche. Es war und ist eig. so, dass wenn ich länger Ängste habe, mein Hirn irgendwann abschaltet. Naja kaum gesagt, schon war ich drinnen :). Schon komisch, oft ist es so, wenn ich sage ich habe Angst, rutsch ich in die DR/DP rein. Heute geht es mir wieder einigermassen gut. Bindungsängste können ätzend sein, vor allem, da ich nicht aus der Situation kann und will. Auf lange Dauer ist das wohl die beste Option.
Eigentlich lustig, meine ganzen "Attacken" laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Erst gibt es einen Trigger, den ich nicht immer erkennen kann. Dann folgt der Gedankenkreisen, der mittlerweile jedoch sehr flau ist, da ich mich doch stark weiter entwickelt habe. Das Gefühl bleibt natürlich. Dann rutsch ich in meine Mauern und dann heisst es warten. Später krieg ich "Backflash" an eine alte Beziehung und kriege Verlustangst. Dann wird es langsam besser. Diese Backflashs habe ich aber noch nicht lange, ich werte das als gutes Zeichen da ich Zugang zu diesen Gefühlen habe. Die wollen wohl raus! Sollen Sie. Reisende soll man nicht aufhalten.

Was ich auch merke mit viel weniger AD's ist, dass ich viel besser bei mir stehe. Ich kann klarere Entscheidungen treffen (Danke Hotin). Ich bin wacher und klarer. Das hat mir meine TP auch gesagt, ich hätte einen ganz anderen Blick. Sie merke wenn jemand Medikamente nehme. Ist schon etwas schönes, wenn auch noch schwierig. Ich versuche mich jetzt mit Babyschritten wieder an mich selber zu gewöhnen. Dauert noch seine Zeit. Mein Plan ist, in ca. 5 Monaten auf 0 zu sein. Wenn es nicht geht, auch länger, aber das Ziel ist klar.

So ich schreib wieder, irgendwann. ;-)

Danke1xDanke


6287
NRW
4000
  05.12.2017 14:00  
Hallo Bilbo,
Zitat:
Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass es fast 1.5 Jahre her ist.


Ja, ja, Du hast uns hier stark vernachlässigt. Es sei Dir verziehen, weil das meistens
das beste Zeichen dafür ist, wie viel besser es Dir geht.

Immer wieder freue ich mich, wie gut es Dir geht und was Du für Dich und Deine Familie erreicht hast. Dafür
sage ich Dir meine große Bewunderung.
Zitat:
Hm aber mein Selbstbewusstsein ist im Gegensatz zum 2016, VIEL grösser. Manchmal schon etwas unheimlich, aber gut.


Das freut mich sehr. Ich hatte nie daran gezweifelt. Und mit den Jahren wird das bestimmt noch viel stabiler.
Zitat:
Heute geht es mir wieder einigermassen gut. Bindungsängste können ätzend sein, vor allem, da ich nicht
aus der Situation kann und will. Auf lange Dauer ist das wohl die beste Option.


Die von Dir beschriebenen Bindungsängste sind oft viel mehr Existenzängste als Bindungsängste. Das wird noch
etwas dauern, bis Du verstehst und akzeptieren kannst, dass Dir durch Bindungsprobleme nie etwas ernstlich
bedrohendes passieren kann.
Zitat:
Eigentlich lustig, meine ganzen "Attacken" laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Erst gibt es einen Trigger, den ich nicht immer erkennen kann. Dann folgt der Gedankenkreisen, der mittlerweile jedoch sehr flau ist, da ich mich doch stark weiter entwickelt habe. Das Gefühl bleibt natürlich. Dann rutsch ich in meine Mauern und dann heisst es warten. Später krieg ich "Backflash" an eine alte Beziehung und kriege Verlustangst. Dann wird es langsam besser. Diese Backflashs habe ich aber noch nicht lange, ich werte das als gutes Zeichen da ich Zugang zu diesen Gefühlen habe. Die wollen wohl raus! Sollen Sie. Reisende soll man nicht aufhalten.


Weil Attacken nicht nur bei Dir, sondern auch bei anderen immer nach einem ganz bestimmten, gleichbleibenden
Muster ablaufen, kann man etwas dagegen tun.
Du hast schon einen großen Teil der Lösung gefunden.

Dir und Deiner Familie wünsche ich eine wunderbare Weihnachtszeit


und viele Erfolge auf Deinem persönlichen Weg der Stabilisierung.
Und einmal im Jahr könntest Du Dich ja wirklich mal melden. :lol:


Die Verbesserungen werden Jahr für Jahr immer weiter gehen, Dein Leben lang.
Deine persönliche Geschichte sollte auch allen anderen hier Mut machen, ihre eigene
Befreiung von den Ängsten zu suchen und nie aufzugeben.

Herzliche Grüße

Bernhard

Danke1xDanke




1712
21
Schweiz
505
  08.01.2018 17:41  
Ich konnte meines Erachtens die letzten Tage ein Erfolgserlebnis verbuchen.

Seit meinem letzten Anfall sind nun etwa 5 Wochen vergangen, Bestleistung. Ich habe mir nach dem letzten Anfall Anfangs Dezember gesagt, ich werde nicht mehr eine solche Attacke erleben. Und so war das dann auch, die Ängste sind natürlich wieder gekommen, mit denen hatte ich gerechnet. Nur hatte ich aber keine Derealisation mehr. Ich erkannte auf den ersten Moment nicht einmal, dass ich wieder in meiner Angst steckte, da ich voller Selbstvertrauen war. Was sich dann aber breit machte, war eine unglaubliche Aggression in mir. Ich war wütend, sauer und ich hätte alles kurz und klein schlagen können.

So was ist passiert? Ich vermute, durch meinen Entscheid nicht mehr eine solche Attacke zu haben, hat sich mein Schutz verabschiedet. Ich brauchte in dem Moment keinen Schutz mehr. Ich schätze das so ein, dass nun die Gefühle (die immer da waren, gedeckelt waren) sich gezeigt haben, um die es bei mir geht.

Heureka? Vielleicht.

Ich konnte nun noch nicht mit diesen neuen Gefühlen umgehen. Ist noch schwierig wenn die Familie um einen herum ist. Ich habe mich dann zurückgezogen, als ich merkte, ich werde ungerecht. Habe mich heute auch entschuldigt.
Die Wut ging etwas weg, als ich gedanklich mich an meinen Eltern in Form von Gewalt gerächt hatte. Das war nicht schön aber so war das.

Ich werde nun die Situation ganz neu beurteilen können und mache mich auf die Suche nach einem besseren Umgang mit Wut.

(ein kleiner Reminder für mein Tagebuch) unabhängig von meinem jährlichen Post. ;-)

Danke1xDanke

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