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201826.02




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Schleswig Holstein
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Ich versuche es mal mit einem Tagebuch. Vielleicht hilft es mir, wenn ich meine Gefühle rauslasse. Ich habe einen Haufen Probleme auf einmal. Bin seit zwei Jahren schwer depressiv, habe eine Angststörung und bin medikamentenabhängig. Ich bin in Behandlung und weiß, dass ich eigentlich längst in eine Klinik gehöre, weil mein Zustand sich so nicht mehr bessert, sondern eher schlechter wird. Aber, ich will absolut nicht in eine Klinik. Vor allem, weil ich große Angst vor dem Medikamentenentzug habe. Ich nehme zusätzlich zu meinen Psychopharmaka noch Tavor und Oxycodon in kleinen Mengen, aber regelmäßig, so dass ich auch Entzug kriege, wenn ich es mal weglasse. Ich will ohne diese Medis auch gar nicht mehr leben, weil ich mich selbst nicht aushalten und meine Gefühle auch nicht. Trotzdem sehne ich mich nach Hilfe. Ich glaube, irgendwann werde ich auch in die Klinik gehen, aber ich muss erst soweit sein, denn ich kann mich selbst nicht zwingen und jemand anderes schon gar nicht. Ein Teil von mir hat sich schon aufgegeben und ich möchte am liebsten gar nichts mehr tun, mich in meine Medis einlullen und auf der Couch vor dem Fernseher dahindämmern, möchte am liebsten nur noch schlafen und gar nicht mehr da sein. Ein anderer Teil von mir kämpft noch und hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Die meiste Zeit des Tages liege oder sitze ich rum und warte, bis der Tag zuende ist. Nachts fühle ich mich dann wohler, weil die Medis wirken und ich vor dem Fernseher einschlafe. Ich komme nur noch selten raus, da ich auch körperlich völlig kraftlos und erschöpft bin. Das ist mein momentaner Zustand. Ich bin froh, daß alles mal rausgelassen zu haben. Habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, mich bisher aber nicht getraut. Werde jetzt wahrscheinlich mehr oder weniger regelmäßig hier rein schreiben.

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  26.02.2018 18:20  
einen drücker an dich, liebe skyla....gib nicht auf....warum sträubst du dich bloß so gegen die klinik, die medikamente können doch keine endlösung sein...hast du austausch in irgendeiner form...freunde....familie...selbsthilfegruppe ?





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Schleswig Holstein
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  01.03.2018 15:33  
Danke Soraya, ich habe Angst vor der Klinik und vor allem davor, dass sie wahrscheinlich die Medis absetzen und das möchte ich nicht, da ich zuviel Angst vor den Entzugserscheinungen habe. Ich habe in der Klinik einfach nicht mehr die Kontrolle darüber,was da passiert und was nicht. Ich habe eine gute Freundin und bin auch in einem Sucht Selbsthilfe forum.





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Schleswig Holstein
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  07.03.2018 16:07  
Heute habe ich wieder den ganzen Tag ein Angstgefühl im Bauch, obwohl es nichts gibt, wovor ich jetzt Angst haben müßte. Kennt ihr das? Und was macht ihr dagegen?





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Schleswig Holstein
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  14.03.2018 16:01  
Ich hatte eben einen Schwindel Anfall. Fühle mich den ganzen Tag schon seltsam. Ich kriege dann gleich immer Angst und denke an Schlaganfall. Liegt aber wohl eher an den Medikamenten, die ich nehme und das ich zuviel liege. Jedenfalls traue ich mich so jetzt nicht mehr raus, weil ich Angst habe, dass ich umfallen.


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