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201826.02




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Ich nehme es zurück, die Benzos sind ein Segen. Hatte heute Mittag ein Krümelchen genommen weil wieder Panik hochkam und hab dann ganz locker mit 8(!) weiteren Paartherapeuten telefoniert. Alle sagen das Gleiche: Bei akuter Suizidabsicht meiner Partnerin soll ich den Notarzt rufen, und nicht lange herumfackeln. Wenn sie möchte, kann sie selbst mit einer Therapeutin abends telefonieren, ansonsten bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als das Geld zusammenzukratzen. Pro Sitzung wird hier überall zwischen 90 und 160 Euro verlangt. Versuche gerade, bei der Familie einen Kredit zu bekommen. Kann doch nicht sein, dass es jetzt am Geld scheitern muss. Zur Erklärung: Meine Partnerin hat Vermögen, aber nur kleines Ausbildungsgehalt weit unter Mindestlohn. Ich hab derzeit knapp 900 Euro auf dem Konto und bin arbeitslos/krank geschrieben. Zwar könnte meine Partnerin die Sitzungen übernehmen, aber das würde dann wieder zu einem Streitpunkt werden. Ihr Vermögen ist für die Zukunft/Rente gedacht.

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  27.02.2018 09:19  
Sie blockt, und blockt, und blockt. Ich habe sie verletzt und basta. Was mit mir ist? Gerade schei.. Ein Positives hat das ganze ja: jetzt nehme ich die Medis, die ich vorher nie nehmen wollte, und bekomme tatsächlich meinen Alltag ziemlich gut damit geregelt. Das Abhängigkeitspotenzial lassen wir mal außen vor. Hab jetzt beschlossen, morgens und abends jeweils ein Achtel der Tablette zu nehmen, also insgesamt 1,5mg, bei Bedarf (akute Panik) ein weiteres Achtel. Heute Nachmittag habe ich wieder einen Termin bei dem Arzt, der sie mir verschrieben hat. Auf Dauer kann ich sie ja nicht nehmen.



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Bergisches Land :)
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  27.02.2018 09:36  
Frau, frau, frau ... Du rotierst sowas von im Außen, bist mit deiner ganzen Energie nur bei deiner Freundin und der Rettung eurer Beziehung! Kümmmere dich um DICH, lass sie ziehen! Es ist eine Verzweiflungstat mit der Paartherapie, wenn SIE doch gar nicht will. Egal, was sie zu dem gemacht hat was sie ist. Ihr beide scheint massiv unter mangelnder Abgrenzung zur Partnerin hin zu kranken. Ihr beide habt es bitter nötig euch jeweils um euch selber zu kümmern, also jeder sich um sich. Das was jetzt läuft kostet euch die allerletzten Kräfte die ihr noch habt! Bitte, bitte, lasst beide Ruhe einkehren - trennt euch und schaut, dass ihr beide, jede für sich, erstmal zur Ruhe kommt. Und wenn dann rauskommt, dass da tatsächlich noch echte LIEBE existiert, dann könnt ihr in Wochen, Monaten nochmal aufeinander zugehen. Ansonsten würde ich sagen BLEIB BEI DIR und nur bei dir.

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass sie ein "Miststück" ist, auch wenn sie sich exakt so verhält. Es ist eine Entwicklung, die sie dahin gebracht hat. Aber dafür ist sie leider selber verantwortlich und es hilft NUR, wenn sie selber eine Einsicht zeigt und sich selber kümmert. Lenkt sie nicht ein und gibt es keine Einsicht - LASS ES SEIN!

Ich wünsche dir, dass du den Absprung schaffst und dich selber erstmal heilst. Ihr seid m.E. nicht in der Lage wieder zueinander zu finden. Nicht jetzt! Wenn es dir hilft, hoffe auf einen späteren Zeitpunkt. Mir hilft das immer. Oftmals will man, sobald man heil ist, gar nicht mehr das für sich, was man sich jetzt wünscht.

Danke1xDanke




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  27.02.2018 10:07  
sülchen, danke.
Natürlich stimmt das. Doch ich weiß nicht wohin mit mir. Alleine kann/will sie die Miete für unsere gemeinsame Wohnung nicht zahlen, und mit den beiden Kids (Hund+Katze) finde ich nicht mal eben mit 900 Euro auf dem Konto eine neue Wohnung. Zu meiner Mutter ziehen wäre eine Option für eine Auszeit, doch sie ist Gift für mich - misshandelt, kontrolliert, dement, ist selbst psychisch krank. Dort habe ich keine ruhige Minute, und kann auch Hund und Katze nicht mitnehmen. Meine Partnerin wird sich nicht um sie kümmern. Ich versuche gerade, wenigstens für eine Woche oder so, bei Bekannten unterzukommen.



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  27.02.2018 10:12  
Seventeen.
Zur Not kannst du auch mal in einem Frauenhaus fragen.
Dazu musst du aber die Karten auf den Tisch legen und sagen, dass du gerade massiv gedemütigt und psychisch terrorisiert wirst und du die situation nicht mehr aushälst.
Wenn du denen sagt oh wir haben nur grad eine kleineBeziehungskrise wird das eher nichts.

Danke1xDanke




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  27.02.2018 11:08  
Sie will sich jetzt wohl doch um die Katze kümmern. Hatte ihr mitgeteilt, dass ich mir irgendwie eine andere Bleibe suchen werde, weil ich es momentan nicht mit ihr aushalte. "Um die Katze kümmern" ist interessant - sie kann seit Monaten nicht mal das Klo reinigen, ihn füttern und den Müll runter bringen, weil es ihr zu ekelig ist. Hoffen wir mal, dass dann nicht jeden Tag ihre Mutter antanzen muss, um das zu erledigen. Die kann ihr zwar durchaus Parole bieten und hat genug mit ihrem eigenen Leben zu tun, aber sowas interessiert meine Freundin ja momentan auch nicht. Dann droht da die nächste Eskalation ... hach.

Sorry, das war bitterer, als ich es eigentlich meine.

Danke1xDanke


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Bergisches Land :)
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  27.02.2018 11:13  
Nö ... Angemessener als zuvor :)

Danke1xDanke




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  27.02.2018 11:22  
Hab halt ein bisschen Schiss, dass sie dann komplett untergeht. Sie ist momentan absolut nicht in der Lage, irgendetwas selbständig zu erledigen, bzw sieht es nicht ein. Deswegen bleibe ich nicht bei ihr, aber ich wollte sie auch in diesem Zustand nicht komplett alleine lassen. Es scheint allerdings, als sei das der einzige Weg. Mehr als hoffen, dass sie es übersteht und endlich wieder zu sich findet, kann ich wohl nicht. Meine "Unterstützung" hilft gerade weder mir noch ihr.

Es ist interessant - ich hatte mich hier angemeldet, weil ich dachte, einfach zu kaputt für dieses Leben zu sein mit meinen ewigen Ängsten und Panik, und jetzt langsam realisiere ich, dass sie wahrscheinlich einer der Hauptauslöser dafür ist. Ich bin durchaus selbstständig und kann für mich sorgen, sonst wäre ich heute nicht mehr im Leben. Das Gleiche kann ich nicht mehr von ihr sagen. Ich wünsche mir nur so sehr, dass es ihr besser geht.



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  27.02.2018 11:50  
Sie hat ja auch nicht die Notwendigkeit etwas zu ändern. Du stehst ja in allem für sie ein. im Haushalt, im Kümmern, im SChuld auf sich nehmen. Sie muss ja auch für nichts eigenverantwortung tragen. ichhalte es für angemessen, ihr das mal deutlich zu machen - indem du gehst.

Sie sieht die Realität nicht mehr. Ist sie schon mal in Richtung Psychose untersucht worden?

Und du siehst auch die Realität nicht.
Du siehst sie nur, wie sie mal war und entschuldigst sie permanent. Du lebst in der vergangenheit.
daher mal die Frage, angenommen, sie bleibt so, wie sie jetzt ist, willst du immernoch eine Zukunft mit ihr?
Leb im HEUTE. Nicht im gestern. das ist vorbei. Sie ist nichtmehr dieselbe und Hoffnung ja, darf man haben aber man darf auch handeln wenn eine Situation nicht mehr zu ertragen ist.





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  27.02.2018 12:50  
Ich hab eigentlich immer dagegen gehalten, als es angefangen hat - ich konnte es überhaupt nicht verstehen. Ihre plötzlichen Ausraster, die Antriebslosigkeit, der Hass auf meine Arbeitslosigkeit, der Hass auf MICH. Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Es war mir vollkommen unerklärlich, woher das plötzlich kommt, nach so langer Zeit. Und es WAR plötzlich. Wir waren mit dem Hund draußen bei schönem Wetter, wir wollten auf einer Wiese Fußball spielen. Auf dem Weg dorthin war sie ungewohnt aggressiv, hat den Ball gegen alles gekickt, inklusive Hund. Ich war davon mehr als irritiert, hatte sie gebeten, vielleicht nicht auf den Hund zu zielen, den sie abgöttisch liebt? Sie hat mich angeschrieen, ob der Hund mir wichtiger wäre als sie, was das soll, dann ist sie weggerannt. Absoluter Kindergarten. Ich wollte ihr hinterher, sie hat mich weggeschickt und wollte alleine sein. Später an dem Tag habe ich erfahren, dass sie wohl Streit mit ihrer Mutter hatte vorher und deswegen so gereizt war.

Danach war es, als hätte jemand das Tor zur Hölle geöffnet. Sie hat immer wieder Streit gesucht, besonders an Wochenenden. Ihre Erklärung war, dass sie es hasst, zur Arbeit zu gehen, und ich ihr dann auch noch das Wochenende ruiniere, indem ich sie nicht 48 Stunden vorm Fernseher sitzen lasse. Wir HATTEN vorher nicht einmal einen Fernseher ...

Es stimmt, ich will nicht, dass das jetzt die Person ist, die sie ist. Ich suche nach irgendeiner Erklärung, was passiert ist, warum sie sich schlagartig so verändert hat. Wir haben vor diesem Ball-Moment nie ernst gestritten, sie hat mich nie so behandelt. Sie hat sich phasenweise zu einer komplett anderen Person entwickelt. Ein paar Wochen sind wir glücklich, alles ist gut, und dann rastet sie wegen absolut unverständlichen Dingen aus. Anfangs habe ich versucht, dass sie vielleicht in der Woche Dinge aufschreibt, die sie stören, damit sie nicht immer alles in sich hineinfrisst und dann den Frust explosionsartig an mir auslässt, aber das fand sie lächerlich. Und nach und nach wurde deutlich, dass sie ihr Verhalten okay findet. Dass sie mich in diesen Phasen als absoluten Dreck ansieht, der null Respekt verdient, den man anschreien und bespucken und bedrohen darf. "Ich DARF wütend sein, das ist gesund, du heulst immer nur! Ich habe das RECHT, wütend zu sein, wenn du mich wütend MACHST, das ist DEINE Schuld!" Und davon rückt sie inzwischen auch nicht mehr in ruhigeren Phasen ab. Natürlich stimme ich ihr nicht zu.

Wenn sie so bleibt, dann will ich definitiv keine Zukunft mit ihr. Es tut mir unendlich weh, das sagen zu müssen. Seit Jahren gibt es nur ein "wir". Nie gab es Zweifel an unserer gemeinsamen Zukunft. Und jetzt sabotiert sie alles und ich weiß nicht, warum. Klar bin ich nicht einfach, aber ich liebe sie über alles. Ich habe mir immer Mühe gegeben, trotz meiner Hang Ups, beziehungsfähig zu sein und eine gute Partnerin zu sein.

Puh. Diagnosen ... sie hasst Ärzte. Sie geht nicht mal zum Hausarzt, sie hat Angst vor Ärzten. Seit ein paar Wochen geht sie zu einer Psychologin, nachdem ich gesagt habe sie braucht Hilfe oder ich gehe, aber die ist jetzt für zwei Wochen in Urlaub und mit Verlaub, ob das hilft ... nach der zweiten Sitzung kam sie zurück und meinte in etwa: "Du solltest das nächste Mal mitkommen, dann wirst du lernen, dass du alles Schuld bist, dass du dich ändern musst und mich kaputt machst." Ja danke, Frau Diplompsychologin. Das hilft uns auch nicht weiter.

Ich habe selbst den Großteil meiner Jugend in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen verbracht (dank meiner Mutter) und aufgrund dieser Erfahrungen habe ich das Gefühl, dass da bei ihr gewaltig was im Argen liegt und sie dringend eine Therapie braucht. Das sieht sie derzeit jedoch nicht so.


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