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201712.11




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Ich bin 27 Jahre alt, komme aus Wien und möchte euch meine Geschichte mit dem Alk. erzählen. Alles fing im Jahre 2012 an wo ich des Öfteren nur den Rausch wollte aber dann schließlich in die endgültige Sucht gefallen bin.


2012 - Der Anfang

Als ich im Jahre 2012 des Öfteren mich mit den Alk. besaufen wollte um nur den Rausch zu kriegen trank ich wenn ich Zeit hatte meistens Nachts harte Sachen (hauptsächlich Tequila) und guckte Filme um mehr Stimmung zu kriegen. Mal war es eine Flasche oder sogar nur eine halbe. Meistens schaute ich mir Hangover 1+2 an da ich diese sehr passend fand. Als ich dann im Dezember plötzlich Angstzustände bekam (ich will echt nicht darüber reden warum) konnte ich ohne Alk. nicht mehr ruhig sein. Die Angstzustände glichen fast einer Todesangst und konnten nur mit Alk. ruhiggestellt werden. Ich trank unter Tags und nachts und blieb auch deswegen ruhig und entspannt, als dann aber der Alk. nachließ fingen die Angstzustände wieder an. Ich konnte, wenn ich keinen Alk. kaum was essen und verließ auch nicht das Haus. Die Angstzustände waren bei mir so schlimm, dass ich nur froh war, wenn ich einschlafen konnte. Ich sah dann aber ein, dass dies auf Dauer keine Lösung ist und entschloss mich nach Neujahr einen Psychiater aufzusuchen der mir Medikamente gegen Angstzustände verschrieb. Die Tage vor dem Termin musste ich abwarten, aber ohne Alk. ging es nicht und war froh als ich den Termin hatte. Er war ein sehr netter Psychiater der bei mir eine generalisierte Angststörung diagnostiziere und natürlich war ich ehrlich und erzählte ihm, dass ich trank. Ich bekam einige Medikamente gegen meine Angststörung die zwar erst nach einer Woche wirkten, aber war dann mal für einige Zeit weg vom Alk..

2013 - Ein Unglücksjahr

Im März 2013 verstarben zwei Verwandte in meiner Familie, was ein schwerer Schicksalsschlag für mich war. Zuerst meine Urgroßmutter väterlicherseits und dann mein Urgroßvater mütterlicherseits wo es mich schwer traf, da ich seit 2005 bei meinen Urgroßeltern mütterlicherseits lebte. Ich griff auch da wieder zum Alk. und trank wieder ganz harte Sachen die über 35% waren und dies tagelang. In dieser Zeit war ich von Depressionen und Trauer gequält und konnte nicht mal richtig arbeiten gehen (kein Arbeitgeber wusste von meinem Alk.). Ich fand zwar später wieder einen Job, trank aber weiter, bis auf die Tage wo ich was zu tun hatte und wo ich mir nicht erlauben konnte blau zu sein. Ich verlor in diesem Jahr sogar den Kontakt zu meiner Patentante, wo ich einmal im Rausch ihr einen Drohbrief geschrieben habe, warum ich diese Dummheit gemacht habe weiß ich selbst nicht mehr. Ich versuchte ihr zu erklären, dass es mir sehr leid tut, aber sie meinte sie könne mir das nie verzeihen (auch sie wusste nichts von meinen Alk.). Somit musste ich mich damit abfinden (um auch sämtlichen Konsequenzen aus den Weg zu gehen) dass sie mit mir nichts mehr zu tun haben will. Es war auch da für mich keine gute Zeit da ich einen Fehler gemacht hatte den ich bis heute bereue. Als ich dann im Dezember anfing meinen neuen Job nachzugehen blieb ich die ersten Tage zwar nüchtern, griff aber dann an einigen Abenden wieder zur Flasche und ging am nächsten Tag mit einem Kater zur Arbeit, versuchte mich aber zusammenzureißen.

2014 - Die Entzugserscheinungen
An einen Tag im Jänner 2014 hatte ich Nachmittagsdienst, hatte mich aber am in der Vornacht wieder angesoffen, konnte aber zumindest normal wirken. Ungefähr 20 Minuten vor Arbeitsbeginn trank ich noch einen Café und ein RedBull um zumindest munter zu bleiben, doch was dann geschah möchte ich nicht nochmal erleben. Ungefähr 10 Minuten nachdem ich meinen Café und mein RedBull konsumiert hatte und ich schon in der Arbeit war, begann plötzlich mein Herz zu Rassen und wurde richtig nervös, meine Hände und Beine fingen leicht ins zittern an und verlor irgendwie die Orientierung bei der Arbeit, musste mich aber in diesen Zustand extrem zusammen nehmen wie ich konnte. Mir ging es da sehr schlecht, dass sogar einige Kollegen gefragt haben ob alles in Ordnung war. Ich bekam sogar einen Schweißausbruch und ging zuerst mal aufs WC wo ich Wasser trank und mir mal mein Gesicht waschte. Dieser Zustand dauerte ungefähr 3 Stunden an, vermutlich bekam dies aufgrund des Café's und des RedBulls. Ich hatte zumindest an diesem Tag gelernt, dass man Alk. und Aufputschmittel niemals zusammen oder nacheinander mischen sollte. Das Ergebnis kenne ich ja jetzt. Ende Februar lief mein Arbeitsvertrag aus (er war befristet) und wurde nicht verlängert was ein noch großer Schlag ins Gesicht für mich war da ich arbeitswillig bin. Ich trank auch da ununterbrochen weiter, machte aber auch Pausen. Ich bekam schon langsam Probleme mit den Magen, hatte Durchfall, musste mich ständig erbrechen und bekam Schlafstörungen. Im Sommer 2014 erlebte ich zum ersten Mal Entzugserscheinungen. Bei einem Einkaufsbummel in Tschechien kaufte ich Alk. da er dort günstiger war, vor allem eine große Flasche Tequila. An einem Abend trank ich mich voll mit Tequila bis ich einschlief. Am nächsten Tag als ich einkaufen war wurde mir plötzlich komisch im Herzbereich und fing ins Zittern an. Als ich zu Hause war legte ich mich ins Bett, es wurde aber nicht besser. Mein Herz raste wie wild und mein ganzer Körper zitterte. Daraufhin wurde mir klar, dass dies Entzugserscheinungen sind und wusste nicht was ich in dem Moment machen sollte und machte somit einen kalten Entzug durch welcher wirklich die Hölle war. Ich nahm hin und wieder ein paar Tropfen Tequila zu mir, um die Entzugserscheinungen zu mildern, es ging dann auch soweit. Als ich dann endlich einschlief und ein paar Stunden später aufwachte, wusste ich, dass ich jetzt in einem Stadium bin wo es ernst wird. Ich fing schon langsam an zu halluzinieren und sah weiße Streifen, wenn ich die Augen zu machte. Die ersten 3 Entzugstage waren echt schlimm und immer, wenn ich mich überanstrengte ging es mir schlechter. Ich hörte dann für eine gewisse Weile mit den trinken auf, bis es mir besser ging wurde dann aber wieder rückfällig und die Entzugserscheinungen kamen erneut. Diesmal waren die Entzugserscheinungen so nah dran dass ich glaubte einen Anfall zu bekommen, ich wollte auf keinen Fall nochmal einen kalten Entzug durchmachen und fuhr mit den Taxi ins nächste Krankenhaus das in der Nähe war. Als ich dort war sagte ich denen am Schalter, dass ich Entzugserscheinungen hatte und musste kurz warten. Ich bekam ein EKG an die Brust gesetzt und mir wurde zum ersten Mal ein Medikament gegeben das Mogadon heißt. Ich nahm dies auf Anweisung der Ärztin, durfte aber noch nicht ganz das Krankenhaus verlassen. Als ich es nahm wirkte es schon nach 10 Minuten, vertrat mir ein wenig die Beine und mir ging es schon besser. Die Ärztin gab mir einen ganzen Streifen Mogadon mit und empfahl mir zu einer speziellen Stelle zu gehen die sich auf Alk. spezialisieren, nämlich das API (Anton Proksch Institut). Als ich dann nach Hause fuhr war ich vom Medikament müde geworden und legte mich schlafen. Einige Stunden später wachte ich auf und auch da ließ die Wirkung des Medikaments nach. Ich nahm für die nächsten 3 Tagen jeweils 2 Stück am Tag um den Entzug zu mildern, was auch half. Ungefähr eine Woche später fuhr ich dann zum API und konnte einen Spontantermin bei einer Ärztin kriegen, die mich ganz nett beraten hatte und mir das Medikament Mogadon auch weiter verschrieb, aber darauf aufmerksam machte ich solle nicht zu viel nehmen da ich sonst davon abhängig werden könnte. Sie empfahl mir auch 2mal in der Woche zu den Gruppentherapien zu gehen wo man sich auch austauschen konnte, und ich tat dies auch. Ich blieb für ungefähr 4 Monate komplett trocken, hatte dann aber wieder einige Rückfälle und musste auch da einige Male wieder ins Krankenhaus fahren, wo mir aber das gleiche Medikament wiedergegeben wurde und ich mich entschloss das Medikament im Falle von Entzugserscheinungen zu nehmen. Dauernd kamen mir immer wieder Gedanken was ich für einen Fehler bei meiner Taufpatin gemacht hatte und Depressionsschübe über meinen verstorbenen Urgroßvater der viel für mich gemacht hatte.

2015 Das letzte Jahr des Suffs
In diesem Jahr hatte ich aufgrund der Entzugserscheinungen eher gelegentlich getrunken, da ich Angst vor den Entzugserscheinungen hatte. Ich musste aufgrund ständiger Entzugssymptome immer ins Krankenhaus fahren und bekam zur Beruhigung eine Infusion die mich zwar müde machte aber es ging mir dann besser. Wenn es mal zu Hause schlimmer wurde nahm ich ein Mogadon um den Entzug zu mindern, was aber nicht immer half. Ich nahm hin und wieder auch das Medikament Atarax was ich von meinem Psychiater bekommen habe. Mitte des Jahres hatte ich eine Weiterbildung vom Arbeitsamt finanziert bekommen wo ich mich auch voll reinknien wollte, aber trotzdem trank ich auch da. An einen Abend trank ich mich wieder voll mit Tequila und am nächsten Tag im Kurs trank ich einen Kaffee und es fing wieder an mit Zittern, Herzrasen und Schweißausbruch. Ich ging zur Toilette und trank ein paar Schluck Wasser aber nichts wurde besser. Als mich die Kursleitung sah bemerkte sie, dass es mir nicht gut ging, erzählte ihr aber nichts von meinem Alk.. Sie hatte vollste Verständnis, wenn ich darüber nicht reden will und sagte, dass ich nach Hause gehen kann und nicht mal eine Krankmeldung bringen müsse da in den Kurs vollste Diskretion herrschte. Ich nahm währenddessen ein Medikament, aber das half selbst nicht nach 30 Minuten. Ich ging nicht nach Hause, sondern fuhr gleich ins nächste Krankenhaus, wo man mir sagte ich solle auf die Psychiatrie-Station. In dieser Station war zum Glück Garnichts los, ich ging zum Schalter und schilderte meine Probleme der Aufnahmeassistenz. Trotzdem musste ich ungefähr 1 Stunde. Als ich dran kam schilderte ich erneut meine Probleme und die Schwester rief sogar den Oberarzt, dieser schlug mir vor ein Atarax noch zu nehmen und gleich am nächsten Tag zum Psychiater zu gehen. Ich fuhr an einen Tag nach dem Kurs gleich zu meinem Psychiater, bei dem ich zum Glück auch als Notfall drankam. Er verschrieb mir eine Reihe von Antidepressiva. Er gab mir 3 Schachteln davon aus seinen Schrank mit welche ich nicht mal zahlen musste. Am Abend nahm ich die verschriebenen Medikamente, diese machten mich aber nur müde und am nächsten Tag nahm ich in der Früh eine Pille, von dem mir aber ganz schlecht wurde und ich nur zitterte und sozusagen jeden Zustand bekam. Ich konnte an diesen Tag unmöglich den Kurs besuchen da es mir überhaupt nicht gut ging von diesem Medikament. Ich nahm einmal versehentlich das Medikament, was mir nicht gut tat, in der Früh und bekam wieder diesen unguten Zustand versuchte aber ruhig zu bleiben, vor allem da ich Kurs hatte. Ich entschloss mich für eine Weile wieder mit den trinken aufzuhören, da ich in diesen Zustand unmöglich einen Tropfen Alk. runterbekam. Ich konzentrierte mich auf meine Weiterbildung und schloss diese Erfolgreich mit abgelegter Prüfung ab. Zu Silvester 2015 entschloss ich mich ein letztes Mal zu trinken und dann endgültig aufzuhören.

2016 Das Jahr ohne Alk. und die Nachfolgen

Wenige Stunden nach dem letzten Suff, bekam ich wieder solche Entzugssymptome und wusste von da an genau das jetzt Schluss sein muss. Ich griff gar keinen mehr an und hörte komplett auf. Dennoch hörten diese Entzugssymptome wie Herzrasen, Zittern und Unruhe auch Tage danach nicht auf. Ich ging zu meiner Ärztin im API und erzählte ihr davon. Sie war sich sicher, dass dies keine Entzugserscheinungen, sondern Panikattacken sind und empfahl mir eine Kollegin von ihr die sich darauf spezialisierte. Ich bekam sofort einen Termin bei Ihr, sie war ganz nett und musste ihr natürlich meine ganze Geschichte komplett erzählen. Sie verschrieb mir sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und zwei andere Medikamente welche auch gegen die Panikattacken helfen würden. Ich hatte natürlich Angst vor der Einnahme, da ich nicht wollte, dass es mir schlecht ging. Als ich sie nahm hatte ich zum Glück keine Nebenwirkungen und musste natürlich diese täglich nehmen, was ich auch tat. In diesem Jahr griff ich überhaupt nicht zu einen Tropfen Alk., da ich Angst vor Entzugserscheinungen und Panikattacken hatte.

2017 Seit 1 Jahr trocken

Ich bin jetzt seit genau 1 Jahr trocken und werde es auch weiterhin bleiben. Ich muss weiterhin meine Medikamente gegen meine Panikattacken nehmen, da ich hin und wieder Panikattacken hatte und somit es noch etwas dauern wird bis ich sie absetzen kann.

Als Folge meines Trinkens hatte ich also Panikattacken als Nachfolge bekommen welche heute noch andauern, und meistens wirklich die Hölle waren und ich andauernd verschiedene Zwangsgedanken von Anfällen und Herzinfarkten hatte. Ich fuhr des Öfteren immer ins Spital, wenn es mir richtig mies ging, da ich es nicht aushielt. Zum Glück ist mir sowas wie ein Anfall oder Herzinfarkt noch nie passiert.

Das ist alles was ich euch erzählen kann. Dies ist meine Geschichte.

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
4469
  12.11.2017 09:29  
Moin Silenzzio

Erst mal herzlich willkommen bei uns. Du hast ja mit deinen 27 Jahren ganz schön was durchgemacht. Welche Tabletten nimmst du denn?

Ich habe ja erst mit 50 aufgehört zu trinken. Ich war damals aber nur ein Wochenendtrinker. Habe mir immer Freitags die Kante gegeben. Dann hatte ich gut 8 Jahre nicht getrunken. Wegen Schlafstörungen und Depressionen habe ich angefangen schon morgens zu trinken. Da habe ich es manchmal geschafft in 2 Stunden 2 Flaschen Wein zu trinken. Da hatte ich dann täglich getrunken. Nach einem halben Jahr Dauerkonsum hatte ich dann die Reißleine gezogen. Bin seit dem trocken. Das sind jetzt auch schon gut 2 Jahre. Habe aber ab und zu immer noch einen Saufdruck. Bis jetzt konnte ich dem Widerstehen.

Petrus

Danke1xDanke




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Österreich
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  12.11.2017 09:39  
petrus57 hat geschrieben:
Welche Tabletten nimmst du den?


Ich nehme zur Zeit Escitalopram 10mg (früh) und Quetialan XR 150mg (abends).

Danke1xDanke


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  12.11.2017 10:12  
Ich dachte ich teile mal meine Suchterfahrung mit dir da es immer hilft nicht alleine zu sein. Ich bin auch "überlebender" einer Sucht.

Ich habe eine online Pkr sucht ~8 Jahre mit Pausen und wechselnder Intensität hinter mir. Erst fünfstellig gewonnen dann verloren, aber wenigstens habe ich keine Schulden. Ich habe mich danach so geschämt und habe mich in die virtuelle Welt von PC spielen geflüchtet, also praktisch eine Ersatzsucht.
Ich weiß gar nicht mehr wann ich aufgehört habe. Die letzten Jahre habe ich gar nicht gespielt, da der Nervenkitzel beim spielen verschwunden ist. Irgendwann vor einem halben Jahr habe ich angefangen am Wochenende ein kleines Tunier für ~2-5 Euro zu spielen, mit Erfolg da dort die Spieler noch sehr schlecht sind. Trotzdem habe ich nie höher gespielt oder was anders da ich darauf einfach keinen bock habe.

Es kommt immer drauf an wie ich lust habe, aber die letzten Wochen hab ich gar nicht gespielt, da ich von der Uni viel zu müde war. Ich ging dann lieber schwimmen.
Ich persönlich sehe mich nicht mehr als süchtig an, da ich kein Verlangen nach spielen habe. Es ist eher so wenn ich mal lust habe dann würde ich am Wochenende ein Tunier spielen. Ich weiß viele sehen das schwarz und weiß aber so sehe ich es nicht.

Mein Ziel ist nur mein Uniabschluss alles andere ist zweitrangig. Dafür tue ich alles denn meine Träume und Ziele sind mir viel wichtiger als sowas dummes wie Pkr.

Ich rede darüber auch offen mit Leuten an der Uni falls das Thema mal aufkommen sollte, da es mir nicht peinlich ist. Wer mich deswegen nicht mag kann mich mal. Es kommt aber fast nie zur Sprache.

Danke2xDanke




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  20.11.2017 03:59  
YesItsMe0 hat geschrieben:
Ich rede darüber auch offen mit Leuten an der Uni falls das Thema mal aufkommen sollte,...


Klar kann man darüber mit Leuten reden, keine Frage. Nur sollte man aufpassen mit wem darüber redet, damit es nicht in den falschen Hals kommt. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen dass ich mit Leuten darüber geredet habe und es hinter meinen Rücken falsch weiter erzählt haben. Also immer aufpassen wem man sowas anvertraut ;)



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  20.11.2017 11:40  
Silenzzio hat geschrieben:

Klar kann man darüber mit Leuten reden, keine Frage. Nur sollte man aufpassen mit wem darüber redet, damit es nicht in den falschen Hals kommt. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen dass ich mit Leuten darüber geredet habe und es hinter meinen Rücken falsch weiter erzählt haben. Also immer aufpassen wem man sowas anvertraut ;)


Du hast grundsätzlich recht. :daumen:

Mittlerweile ist mir die Meinung anderer nicht mehr wichtig. Ich würde dann solche lästerer konsequent aussortieren und einfach ignorieren. Ich kenne in meinem Studienfach (Informatik) schon fast zu viele Kommilitonen für meinen Geschmack. Insofern könnte ich auf welche Verzichen falls ich sowas mitgekriegt habe, was bisher noch nicht passiert ist. :daumen:

Ich hänge es jetzt auch nicht an die große Glocke. :wink:



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  20.11.2017 13:13  
Hey super!
Ich zwar nicht abhängig, aber aufgrund meiner Depressionen trinke ich auch nichts mehr. Manchmal, gerade im Sommer, fehlt mir ab und zu das Weizen und das Gefühl, benebelt zu sein.. Aber mir ist meine psychische Gesundheit wichtiger:)

Darf ich dich was fragen? Kam der Entzug immer nach mehreren Tagen "saufen " oder auch wenn du nur einen Tag mal was getrunken hast ?





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  20.11.2017 13:43  
Also um einen Entzug vom Alk. zu kriegen muss man schon richtig abhängig davon sein. Es ist von Person zu Person unterschiedlich ab wann oder ob man überhaupt nen Entzug kriegt. Bei mir kam er das erste Mal als noch richtig hart gesoffen habe, fast jeden Tag. So ein Entzug ist nichts angenehmes. Genau das ist einer der Gründe warum ich sowas nie mehr anfasse.





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Österreich
28
  23.01.2018 23:35  
UPDATE

SEIT 2 JAHREN TROCKEN!



9572
10
Germany
5746
  23.01.2018 23:41  
Silenzzio hat geschrieben:
UPDATE

SEIT 2 JAHREN TROCKEN!


Herzlichen Glückwunsch dazu.
Ich hab ne Frage an dich .Bis du ein emotionaler Mensch oder hast du dich charakterlich seitdem du trocken bist verändert ? Mein Mann ist seit 3 einhalb Jahren trocken und ist seitdem völlig emotionslos geworden --ein Eigenbrödler wie er im Buche steht .Kennst du sowas oder bist du der "alte"geblieben vom Wesen ?





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Österreich
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  24.01.2018 02:03  
Jein. Ich habe in den zwei Jahren viel an mir verändert und konnte mich somit mehr auf meine Hobbys und sonstigen Sachen die ich gerne mache konzentrieren. Auch konnte ich Geld sparen, denn Alk. kostet ja auch immerhin Geld.

Leute die Alk. oder Dro.abhängig waren und als clean gelten, können sich durchaus verändern. Aber vom Wesen her würde ich sagen, dass ich "der Alte" geblieben bin, nur führe ich ein Leben ohne Alk. und das ist auch gut so.

Danke1xDanke
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