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201824.01




Hallo,

ich möchte hier ein Tagebuch führen beim Kampf gegen die Schlaflosigkeit um mir und anderen dabei zu helfen.

Angefangen hat es bei mir um Weihnachten / Sylvester, es kam ganz schleichend, ich bin immer länger wach geblieben bis ich gar nicht mehr des Nachts schlafen konnte. Nun hat sich die Schlaflosigkeit bei mir manifestiert und ich habe damit ein riesiges Problem, da ich schlafen muss um morgens fit für die Arbeit zu sein.

Was könnte der Auslöser sein (meine Ideen und Vermutungen):

--> ich habe zu Weihnachten angefangen viele Süßigkeiten zu essen, Zucker pusht (sofortiger Stopp aller Süßigkeiten ausser etwas Honig und Nutella zum Frühstück)

--> viel Kaffee (dem habe ich jetzt Grenzen gesetzt)

--> vor dem verschobenen Rythmus letzter Kaffee ca. 15.00 Uhr, danach oft gegen 17-18.00 Uhr. Ich trinke ab sofort nur noch bis maximal 14.00 Uhr Kaffee, danach nur noch Wasser oder ein B.

--> am 22.01.18 habe ich eine neue Arbeit begonnen, wurde ich deswegen nervös und habe mir zuviele Gedanken gemacht?


Gut, bisher hatte ich noch nie so extreme Schlafprobleme. Vielleicht für ein paar Tage konnte ich nicht schlafen aber das hat sich normalerweise immer schnell von selbst gelegt. Dieses mal ist es anders, mein neuer "Tageshöhepunkt" ist nun nachts um 2.00 Uhr statt vorher morgens. Klar, der Biorhythmus ist defekt.

Ich habe verschiedene Schlaftabletten, rezeptfreie und rezeptpflichtige besorgt. Bisher scheint mir Hoggar Night am besten zu wirken, bin aber KO am nächsten Tag und kann man nächsten Tag noch schlechter schlafen (eigentlich kann ich nur noch mit Schlaftabletten zu normalen Zeiten schlafen). Hoggar Night ist ein Histaminsennker, meine Überlegung warum es gut klappt: Zuviel Histamin, kann von Aufregung kommen oder durch die Ernährung. Wahrscheinlich beides. Histamin arm essen wird jetzt eingeführt.

Was noch? Ich nutze die Sonne, das Tageslicht.

Weitere Ideen:

--> Vitamin D
--> durch die zuckerreiche Ernährung letztens ein Magnesiummangel? Ich versuche jetzt jeden Abend etwas Magensiumcitrat einzubauen + 1 Banane am Morgen

Auf das Thema antworten


  24.01.2018 18:22  
Was bisher nicht geklappt hat:

Einfach solange wach bleiben bis man abends einschlafen kann. Funktioniert bei mir nicht, ich werde zwar etwas müder als sonst, lege mich hin aber liege dann bis 4.00 Uhr wach, verschlafe den Wecker. Ausserdem bin ich dann KO.

Plan für heute:

Ich werde mich um 22.00 Uhr ins Bett legen und um 22.30 eine Hoggar Night Schlaftablette nehmen, wenn ich bis dahin nicht eingeschlafen bin. Wenn meine Theorie mit dem Kaffee und Zucker stimmt, sollte es bald wieder klappen, vielleicht heute noch nicht aber das werde ich ja dann sehen.



1979
18
NRW
662

Status: Online online
  28.01.2018 01:33  
Sport, Hörbücher und Muskelrelaxtion nach Jacobsen könnte auch helfen. Nur scheint die Ursache bei dir noch unklar zu sein. Warst du schon beim Arzt?



2915
1670

Status: Online online
  28.01.2018 01:42  
Melatonin
Hast du schon Melatonin ausprobiert? Ist das natürliche Schlafhormon, dass es in anderen EU Ländern in Onlineshops frei verkäuflich gibt und Wunder bewirken kann. Ich habe selbst massive Schlafprobleme und bin von Melatonin sehr begeistert. Schlafe damit gut ein und wache am nächsten Morgen recht munter auf. Ernsthafte Nebenwirkungen sind bei Melatonin nicht bekannt. ;)


Du hattest was von Vitmamin D geschrieben. Nimmst du das oder hattest es in der letzten Zeit genommen? Bei empfindlichen Menschen kann es den Schlaf auch sehr stark stören. Aus diesem Grund immer morgens einnehmen. Und Nachmittags bis Abends auf 2 Einnahmen verteilt dann je 200-400mg Magnesium einnehmen, da Vitamin D3 sehr viel Magnesium "verbraucht" um in die aktive Form umgewandelt zu werden......

Danke1xDanke


104
6
Mönchengladbach
65
  28.01.2018 02:40  
Hallo Mülltonne, (irgendwie missfällt es mir, andere Leute grundlos so zu nennen :haha: :fluechten: )
Ich fühle mit dir. :knuddeln: ich hatte im letzten Jahr über Monate Schlafstörungen: umgehend nach dem Hinlegen eingeschlafen, nach 3-5 Stunden hellwach. Ich habe alle Hausmittel durchprobiert, auf meine Schlafhygiene geachtet so gut es ging (wechselnder Schlafrythmus duch Schichtarbeit), rezeptfreie Baldrian-Dragees... nix. Erst ein psychischer Zusammenbruch und folgende Besuche bei Therapeut und Psychiater ergaben schwere Depressionen und Burnout. Im Lauf der Therapie wurden immer mehr innere Knoten gelöst (ich weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll), und ich konnte nach Monaten endlich wieder schlafen.

Heute hilft mir die Mukelrelaxation nach Jacobsen, wie schon von @Levent erwähnt, sehr gut; ich habe sie durch meinen Therapeuten kennengelernt. Direkt vor dem Einschlafen; meist schlaf ich währenddessen schon ein! ;)

Du schreibst, du hast am 22.1. eine neue Arbeit angefangen. Wie läuft es denn? Ich halte es für sehr gut möglich, dass deine Schlafstörungen daher kommen. Ich hab dasselbe an jedem letzten Urlaubstag, obwohl die Arbeitsstelle nicht neu ist :roll:

Ich wünsche dir, dass du bald wieder anständig schlafen kannst; Schlafstörungen sind sowas von zum ... :uebel:

Danke2xDanke


  28.01.2018 02:55  
Vielleicht hilft es Dir ja den Kaffee ganz wegzulassen.
Wenn ich Kaffee trinken würde, könnte ich auch überhaupt nicht schlafen, bin da aber auch sehr empfindlich, was das Koffein betrifft.
Auch in Schokolade ist eine Vorstufe von Koffein enthalten und auch das macht mich schon nervös.
Auch von Sport kann ich nicht schlafen in normalem Umfang. Davon wird der Kreislauf aufgepeitscht und der Puls geht lange nicht
mehr runter. Besser ist Entspannung jeder Art und Tageszeit.



  28.01.2018 10:17  
Ich war beim Psychologen und habe die Woche noch, auf seinen Rat, mit Schlaftabletten überstanden. Das hat recht gut funktioniert aber von den Hoggar Night muss ich Abstand nehmen denn sie verursachen ein Zittern am folgenden Tag. Diese Woche habe ich wieder einen Termin und werde wahrscheinlich ein Beruhigungsmitte verschrieben bekommen. Krankschreiben kommt im Moment nicht in Frage.

Am Freitag bin ich nach der Arbeit KO auf dem Sofa eingeschlafen, für ein 1-2 Stunden. Habe es schon bereut und war danach auch wie gerädert. Aber habe mich dann beruhigt und den Haushalt erledigt, war noch Einkaufen und was zum Essen gekocht. Dann wollte ich es ohne Schlaftabletten probieren und bin dann irgendwann gegen 12-1 Uhr eingeschlafen. Das Zittern ist weg. Gestern habe ich einer Bekannten beim Renovieren geholfen, war sogar recht fit für meine Verhältnisse. Und war um ca. 23 Uhr wieder zu Hause, noch kurz emails geprüft, dann ins Bett, ca. 2 Stunden wachgelegen und eingeschlafen. Morgens total geärdert mal wieder.

Mein Ziel ist es wieder spätestens um 23.00 Uhr einzuschlafen. Hier frage ich mich ob es gut ist den Mittagsschlaf auszulassen. Aber wie will ich das machen wenn ich total KO einpenne? Diese Woche werde ich gegen den Schlaf nach der Arbeit ankämpfen und mich erst um 22.00 Uhr ins Bett legen. Komme was will. Es klappt soweit ganz gut, nur es ist kein Selbstläufer. Ich muss wohl noch ein paar Wochen aktiv an meinem Schlaf arbeiten bis es sich wieder eingependelt hat.

Auf der Arbeit läuft es ganz gut. Trotz Halbschlaf kriege ich das meiste gut mit, war aber wegen den Schlaftabletten oft etwas neben der Spur. Zolpidem ist zwar nicht der Hammer aber im Gegensatz zu Hoggar Night kein Hangover vorhanden.

Zum Kaffee: Ich liebe Kaffee :D Und es hat ja bei mir jahrelang gut funktioniert, wenn ich bis max. 14-15 Uhr den letzten trinke. Momentan ist bei 14.00 Uhr schluss obwohl ich nach der Arbeit schon gerne noch einen kleinen trinken würde. Ich habe auch einen schwachen Kaffee zu Hause, Tchibo feine Milde, der pusht nicht so wie andere Kaffeearten.

Zum Einschlfen nutze ich Hörbücher "Die drei Fragezeichen". Habe ich als Kind schon gemacht und es funktioniert halbwegs wieder. Blöde, kreisende Gedanken lege ich symbolisch beiseite.

Vitamin D3 habe ich 10.000 Einheiten genommen und eine klare Beruhigung der Gedanken festgestellt. Ich fühle mich geerdeter. Positiver gestimmt.



2915
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Status: Online online
  28.01.2018 13:00  
mueltonne hat geschrieben:
Vitamin D3 habe ich 10.000 Einheiten genommen und eine klare Beruhigung der Gedanken festgestellt. Ich fühle mich geerdeter. Positiver gestimmt.

Gibt es da zufällig einen zeitlichen Zusammenhang mit den Schlafproblemen und der Einnahme von Vitamin D3?
Manche Menschen reagieren extrem empfindlich auf Dosierungen in der Höhe -daher immer morgens nehmen. Mit 10.000 IE kann man nichts falsch machen - ruhig über 3-6 Monate täglich nehmen. Aber unbedingt auch Magnesium dazu nehmen (je nach Darmverträglichkeit in 2 Portionen zu je 200-400mg pro Tag). Durch Vitamin D3 wird viel Magnesium verbraucht - was eine extreme angespanntheit und Schlaflosigkeit in Extremfellen zur Folge haben kann....



  28.01.2018 22:20  
Habe gerade geschaut (ich protokolliere jede NEM Einnahme auf einem Kalender). Die letzte Vitamin D3 Einnahme war am 23.12.17 (20.000 IE, nehme ich monatlich im Winter). Und genau nach diesen Tagen fingen die Schlafprobleme an. Magnesium nehme ich sehr unregelmäßig, weil ich es immer vergesse. Gut, dass du das erwähnt hast, gleich mal etwas Magnesiumcitrat nehmen.



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Status: Online online
  28.01.2018 23:18  
mueltonne hat geschrieben:
20.000 IE, nehme ich monatlich im Winter

:rofl: das ist ne lächerlich niedrige Dosis. Kannst ja mal probieren, was mit dem Schlaf passiert, wenn du anfängst jeden morgen 5.000 IE zu nehmen......mit etwas Glück kommt damit alles wieder ins Lot. ;)

Danke1xDanke


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  29.01.2018 08:57  
Hey...
Schlafstörung gehören oftmals zu psychischen Problemen dazu, denn dein Körper ist nicht bereit zum Schlafen; er denkt da sind noch so viele Probleme zu lösen und deshalb kannst du auch nicht schlafen.
Das Schlimmste aber was man machen kann ist, sich darüber so krasse Gedanken zu machen ,denn dadurch hältst du die Schlafstörung nur aufrecht.Durch den Stress den du dir schon tagsüber und abends machst ,werden wieder Stresshormone freigesetzt und deshalb kannst du wieder nicht schlafen.
Ich habe die Erfahrung gemacht.Ich konnte auch mal mehrere Monate am Stück so gut wie überhaupt nicht schlafen. Ich habe höchstens mal ein zwei Stunden geschlafen. Dass das so ewig lange ging war aber als ich die Schlafstörung verselbständigt haben, dadurch dass ich mir immer Gedanken darüber gemacht habe... Nein Therapeut hat mir beigebracht, damit locker umzugehen und als ich endlich anfing mir nicht mehr so viele Gedanken darüber zu machen, fing ich an auch wieder zu schlafen. natürlich kommen mal wieder Tage wo man wenig schläft oder so gut wie gar nicht.das gehört zu einer Störung meistens dazu, aber du hältst sie irgendwie zu lange aufrecht, indem du dir ewig lange Gedanken darüber machst.Habe gar nichts genommen; keine Tabletten nichts, das macht nur noch mehr den Rhythmus kaputt( ich meine Tabletten damit du schlafen kannst). Natürlich wenn du ganz und gar nicht schlafen willst immer was richtig starkes Rheinpfalz damit du einmal wenigstens schläfst kann ich verstehen aber es ist keine Dauerlösung.Ich hatte z.b. gestern wieder das Problem ;ich habe gestern vielleicht nur eine Stunde geschlafen, habe mir aber darüber keine Gedanken mehr gemacht ,(natürlich ärgert das einen),aber ich habe mich nicht die ganze Zeit damit beschäftigt. von wegen "Oh Gott was ist jetzt schon wieder meine Schlafstörung losgehen." und siehe da heute habe ich wieder neun Stunden geschlafen.
Auf Dauer löst man seine Schlafstörungen natürlich nur, wenn man seine innerem Probleme gelöst hat. Manchen gelingt das manchen leider nicht, ich versuche auch daran zu arbeiten meine inneren Probleme zu lösen ,aber es ist ein langer Prozess und so lange gehören eben ab und an mal Schlafstörung dazu.



  04.02.2018 07:51  
Lina, danke für deinen aufschlussreichen Text. Ja, die Psyche spielt bei mir sicherlich auch eine grosse Rolle. Ich habe gestern ohne Tabletten geschlafen wie ein Baby, das erste mal seit Monaten und bin um Punkt 6.00 Uhr aufgewacht, war topfit und ausgeschlafen. Die Woche war mal wieder ziemlich schlaflos und ich habe beschlossen das Lorazepam nicht mehr zu nehmen. Wenn ich Lorazepam nehme kann ich zwar gut schlafen aber könnte den ganzen nächsten Tag weiterschlafen. Da ist Zolpidem und Hoggar die weit bessere Alternative.

Man darf aber nicht nur die Psyche sehen finde ich. Der Biorhythmus hat wenig mit der Psyche zutun, sondern ist einfach Gewöhnung. Ich bin immer länger aufgeblieben, bin dadurch immer später schlafen gegangen bis ich irgendwann zur Nachteule wurde. Wichtig für mich ist am besten jeden Morgen um 6.00 Uhr aufzustehen, ein kleiner Mittagsschlafe ist drin und ich kann gegen 22-23 Uhr einschlafen. Ich hatte gestern einen Mittagsschlaf, habe abends noch ein Menü bei McDoof mit Cola verdrückt (Koffein) und bin um ca. 23.00 Uhr seelig eingeschlafen. Und heute topfit aufgewacht.

Mittlerweile sehe ich das ganze auch lockerer. Wenn man einen festen Tagesablauf hat pendelt es sich wieder ein und notfalls nehme ich eine Zolpidem, die bei mir keinen bis kaum Hangover erzeugt.

Danke1xDanke


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  06.02.2018 08:56  
Es freut mich für dich ,dass du schlafen konntest.


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