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201803.03




2210
13
Kreis Aachen
883

Status: Online online
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Vielen Dank! :oops:
Er hat mir gesagt, dass sie sich schon oberflächlich kannten, als wir noch zusammen waren; hatte ich im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen. Deshalb auch meine Vermutung.
Sicher hat es auch Vorteile, eine Wohnung für sich allein zu haben. Es fällt mir nur immer noch so schwer, diese zu sehen... ich hoffe dass mir das mit dem räumlichen Abstand dann besser gelingt.[/quote]


Du wirst merken es wird besser werden. Du kannst es jetzt sicherlich noch nicht wirklich glauben aber es wird so werden ;)

Mit der Zeit wird er dir sicherlich immer egaler und du wirst ihn mit anderen Augen sehen. Wie sagt man so schön? - kommt Zeit kommt Rat- ist auch so ;)

Alles Gute!

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598
2
765
  03.03.2018 08:40  
Man erkennt sich selbst nicht, hinterfragt, vieles ist fremd oder durch Angst und Unsicherheit gekennzeichnet, was teilweise surreal erscheint. Noch fühlst du wahrscheinlich die Ohnmacht, aber die Entfremdung ist mit der räumlichen Trennung eingeleitet.
Geschichten tragen stets ein anderes Kleid und verblassen mit der Zeit.
Es tut weh, aber es gehört nunmal zum Leben dazu.

Herzliche Grüße und alles Gute

Danke1xDanke




104
6
Mönchengladbach
65
  04.03.2018 23:30  
Tag 38

Gestern war ich mit ein paar Freundinnen auf meiner ersten Ü-30-Party. Es war schön mal wieder rauszukommen; in den letzten Jahren war der Wocheneinkauf bei Hit schon das absolute Highlight.
Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt: das ist einfach nichts für mich. Auch wenn ich jetzt alleine bin, werde ich nicht zum Partylöwen mutieren. Trotzdem bin ich meinen Freundinnen natürlich sehr dankbar dass sie mich mitgenommen haben. Alleine für mein Selbstbewusstsein, das seit der Trennung praktisch nicht mehr vorhanden ist, war der Abend doch sehr hilfreich. (Ich bin im Übrigen alleine nach Hause gegangen, gegen halb vier Morgens :) )

M. kam heute überraschend früh zurück, bereits am Nachmittag. Ich hätte nicht vor 10 oder 11 Uhr Abends mit ihm gerechnet. Irgendwie ist es nicht mehr so schmerzhaft, in seiner Nähe zu sein. Ich glaube, der Heilprozess fängt langsam an; ich kann allmählich akzeptieren dass es zwischen uns vorbei ist und ich in ein paar Tagen in meiner eigenen Wohnung sein werde.

Das ist gut; ich brauche meine Kräfte jetzt für den Umzug. Kisten müssen gepackt werden, und in der neuen Wohnung gibt es noch einiges zu tun (habe sie unrenoviert übernommen). Und ich habe mir vorgenommen, diese Wohnung so einzurichten, dass ich jeden Tag mit einem Grinsen bis über beide Ohren nach Hause komme.

Danke2xDanke




104
6
Mönchengladbach
65
  08.03.2018 00:38  
Tag 41

Seit drei Tagen bin ich voller Tatendrang; das kenne ich so kaum von mir. Ein guter Teil von meinem Zeug ist schon gepackt.

Die letzten Tränen, die ich wegen ihm vergossen habe, liegen mittlerweile schon einige Tage zurück. Eine Freundin sagte vor kurzem zu mir:
"jetzt, wenn du alleine lebst, kannst du dich endlich selbst richtig kennenlernen. Dazu hattest du doch bis jetzt keine Gelegenheit."
Damit hat sie eigentlich vollkommen recht. Seit drei Tagen habe ich M. nicht gesehen; wenn ich morgens zur Arbeit gehe schläft er noch, und wenn er spät abends heimkommt bin ich schon im Bett. Dadurch konnte ich mich schonmal oberflächlich kennenlernen... und ich muss sagen, ich kann mich ganz gut leiden! :mrgreen: Und ich habe dabei festgestellt, dass es tatsächlich von Tag zu Tag erträglicher, besser wird.

Noch acht Tage bis zum ersten Tag meines neuen Lebens.
Ich bin gespannt.

Danke5xDanke


2498
4
Mittelfranken
1474
  08.03.2018 00:47  
Du machst das echt prima!

Danke1xDanke


324
5
Bergisches Land :)
235
  08.03.2018 09:02  
Also, wenn bei mir mal eine Trennung ansteht drucke ich mir dein Tagebuch als "trennungs-manual" aus :)

Danke2xDanke


1132
6
Bodensee
420
  08.03.2018 09:28  
Liebe "nurirgendjemand"
Was bist du nur für eine toughe Frau?! Echt jetzt, das ist beeindruckend. Mach weiter so.

Danke2xDanke




104
6
Mönchengladbach
65
  08.03.2018 23:19  
Puh... vielen, vielen Dank ihr Lieben! :freunde:
Eure Antworten haben mich grade zu Tränen gerührt. Ich hätte mich nie für tough gehalten. :oops:
Ehrlich gesagt bin ich selbst von mir überrascht; ich hatte befürchtet, ich würde beim Packen ununterbrochen Rotz und Wasser heulen. Aber ich habe mir ja fest vorgenommen, nach vorne zu schauen.

Ich hoffe sehr, dass der totale Zusammenbruch nicht doch noch folgt, wenn ich dann alleine in meiner Wohnung sitze. Oder kann es tatsächlich sein, dass die "Trauerzeit" für mich schon vorbei ist? Grade mal knapp eineinhalb Monate nach der Trennung? Nach fast 18 Jahren Beziehung? Immerhin habe ich in den ersten Tagen nach der Trennung fast ununterbrochen geheult und hatte das zweifelhafte Vergnügen mehrerer Panikattacken. Aber... müsste ich nicht länger trauern? Irgendwie habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen; ich denke mir, irgendwie ist es doch auch ein wenig kalt von mir, wenn ich fröhlich singend meine Sachen packe um in ein neues Leben ohne M. zu verschwinden...



324
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Bergisches Land :)
235
  09.03.2018 01:33  
NurIrgendjemand hat geschrieben:
Ich hoffe sehr, dass der totale Zusammenbruch nicht doch noch folgt, wenn ich dann alleine in meiner Wohnung sitze. Oder kann es tatsächlich sein, dass die "Trauerzeit" für mich schon vorbei ist? Grade mal knapp eineinhalb Monate nach der Trennung? Nach fast 18 Jahren Beziehung? Immerhin habe ich in den ersten Tagen nach der Trennung fast ununterbrochen geheult und hatte das zweifelhafte Vergnügen mehrerer Panikattacken. Aber... müsste ich nicht länger trauern? Irgendwie habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen; ich denke mir, irgendwie ist es doch auch ein wenig kalt von mir, wenn ich fröhlich singend meine Sachen packe um in ein neues Leben ohne M. zu verschwinden...


kann ich mir wirklich nicht vorstellen! Hätte ich jetzt das Gefühl, dass du irgend was verdrängen würdest, dann bestünde die Möglichkeit, dass dich das einholt. Doch du hast hier in der großen "Gruppentherapiesitzung" deine Trennung sooo ehrlich und intensiv verarbeitet, dass deine Fröhlichkeit und Freude auf das Kommende sicher echt ist. Denke schon, dass es immer wieder mal Einbrüche geben wird. Das fände ich aber völlig angemessen. Hat alles seinen Platz!

Ich denke mal, dass du unterbewußt in der letzten Zeit noch vor der Trennung schon irgendeine Art von Trauerarbeit geleistet hast. Einige Dinge, die nicht mehr stimmten und die dir missfielen und bewußt ist es dir erst mit der Trennung geworden. Vielleicht war es ja wirklich eine Art Befreiung? Man hält lange an Beziehungen feste, die nicht mehr so stimmen und redet sich einiges schön. So einfach mag man ja auch nicht wahrhaben, dass es nicht mehr so ist wie es mal war - tut ja auch weh und aufgeben will man auch nicht :)

Denke, du bist wirklich frei für einen guten Neuanfang :kichern:

Danke1xDanke


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  09.03.2018 15:18  
Schön zu hören, dass es dir gut geht! Du hast ja selbst geschrieben, dass auch für dich in der Beziehung einiges nicht gestimmt hat. Und dass du Dinge getan hast, die du eigentlich nicht wolltest. Und auch wenn es erstmal hart ist, so steht ja außer Frage, dass die Trennung auch etwas Positives für dich hat! Das gibt dir sicher viel Kraft und hilft dir, nach vorn zu schauen. Ich selbst habe vor ca. 4 Wochen einen schlimmen "Rückschlag" erlebt. Lass dir sagen: sollte es dazu kommen, lass die Trauer und Verzweiflung und alle Gefühle zu, denn sie werden wieder vorübergehen, und danach wirst du das Gefühl haben, mit der Verarbeitung der Trennung noch ein erhebliches Stück voran gekommen zu sein! :)

Danke1xDanke

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