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201826.02




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Bergisches Land :)
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Genau so sehe ich das auch! ... Kräftezehrend ist das "alleine mit M. in der Wohnung". Drück dir die Daumen so bald wie möglich eine Zusage zu bekommen. Du bist nicht am Ende deiner Kräfte! :knuddeln:

Das was bei dir vorgeht ist auch nicht unbedingt nur Trauern, das ist ja sowieso normal! 18 Jahre ... da trauert man auch mal länger, doch tu bist in Bewegung und gehst vorwärts. Was für dich jetzt viel schlimmer ist, das sind die Verletzungen, das sich zurückgesetzt und ausgetauscht fühlen. Das ist auch wirklich schmerzhaft, keiner würde das "einfach so" hinnehmen können. Und ich finde es nach wie vor klasse, wie du deinen Weg gehst.

Ich schreib auch gar nicht mehr groß bei dir rein, mein Gedanke an dich ist immer nur: ach, die Gute, die kriegt das hin! Auch die miesen Gefühle gehören zum Leben, gerade nach so einer Trennung. Und du gehst einfach prima damit um! Und, ich wette..., irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft funkt es bei dir wie aus heiterem Himmel, lernst jemanden kennen und .... strahlst :) ... Und ich bin sicher, dass es so kommen wird, weil du dich nicht selbstmitleidig in deiner Trauer suhlst, sondern aktiv deinen Weg planst. Du wirst heilen! Ganz, ganz sicher! Und du darfst auch noch länger so traurig sein. Entspricht einfach der Wertigkeit deiner alten Beziehung. Trauerarbeit ist Loslassen, Stückchen für Stückchen!

... Und, freu dich auch auf deine neue Wohnung. Wie alles im Leben hat das natürlich 2 Seiten: auf der einen ein wenig einsam - aber auf der anderen kannst du dich so richtig austoben und alles so schön machen wie du magst. Zelebriere die neue Wohnung ganz bewußt, weihe sie ein. Ich muss mich jedesmal, wenn ich umgezogen bin, aus welchen Gründen auch immer, länger mit der neuen Situation auseinander setzen. Für mich ist Wohnung immer eine Erweiterung meiner Selbst, meine "Grenze", mein Schutz und 2. Haut. Wenn ich dann in eine neue Haut geschlüpft bin, dann muss ich erstmal heulen und finde alles gaaaaaaaaaaaaanz doof an der neuen Wohnung. Lege mich jeden Abend heulend in die Badewanne und dann geht's aufwärts und ich mache sie zu meiner :camping:

... Weiter so :daumen:

Auf das Thema antworten
Danke3xDanke




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Mönchengladbach
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  27.02.2018 02:33  
kopfloseshuhn hat geschrieben:
Hey du.
Nein es ist absolut normal jetztnoch zu trauern.
Es liegt in der Natur der Sache, dass diejenigen, die Schluss machen, weniger leiden. Denn innerlichhaben sie bereits abgeschlossen. Denn seltenst komt das spontan. Wenn jemand schluss macht, hat er warscheinlich schon lange mit dem Gedanken gekämpft und damit abgeschlossen.

Es wird wirklich Zeit, dass du deine eigene Wohnung bekommst! Damit du auch damit abschließen kannst.
Und ich glaube gar nicht, das sich die neue Wohnung dann allein so schrecklich anfühlen wird. Es ist dann DEIN Reich. Da kannst du tun und lassen was du willst. Und es sichhübsch und gemütlich zu machen kann dann auch sehr belebend sein wenn man es nicht als lästige Pflicht ansieht.

Mach weiter! Es bleibt dir auch nicht viel anderes übrig. Ich denke der Schmerz wird mit dem Abstand dann verblassen.

Hast du Hilfe in deinem Leben? Menschen, die dir beim Umzug helfen können?

Liebe Grüße
Huhn

Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich denke auch (bzw. hoffe) dass es mit der Zeit besser wird. Ihn jeden Tag sehen zu müssen ist im Moment tatsächlich das Schlimmste.
Ich habe eigentlich nicht viele Leute... gemeinsame Freunde von uns (die sich ja in so einer Situation auch mal gerne auf eine Seite schlagen...), mein Papa, wenn er kommen kann (er wohnt knapp 700 km weit weg), und eine Kollegin mit Auto hat sich auch schon angeboten. Ich selbst hab ja weder Auto noch Führerschein... Aber ich habe ja auch nicht so viel Zeug, vor allem Möbel sind es nicht viele.





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Mönchengladbach
65
  27.02.2018 02:49  
sülchen hat geschrieben:
Genau so sehe ich das auch! ... Kräftezehrend ist das "alleine mit M. in der Wohnung". Drück dir die Daumen so bald wie möglich eine Zusage zu bekommen. Du bist nicht am Ende deiner Kräfte! :knuddeln:

Das was bei dir vorgeht ist auch nicht unbedingt nur Trauern, das ist ja sowieso normal! 18 Jahre ... da trauert man auch mal länger, doch tu bist in Bewegung und gehst vorwärts. Was für dich jetzt viel schlimmer ist, das sind die Verletzungen, das sich zurückgesetzt und ausgetauscht fühlen. Das ist auch wirklich schmerzhaft, keiner würde das "einfach so" hinnehmen können. Und ich finde es nach wie vor klasse, wie du deinen Weg gehst.

Ich schreib auch gar nicht mehr groß bei dir rein, mein Gedanke an dich ist immer nur: ach, die Gute, die kriegt das hin! Auch die miesen Gefühle gehören zum Leben, gerade nach so einer Trennung. Und du gehst einfach prima damit um! Und, ich wette..., irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft funkt es bei dir wie aus heiterem Himmel, lernst jemanden kennen und .... strahlst :) ... Und ich bin sicher, dass es so kommen wird, weil du dich nicht selbstmitleidig in deiner Trauer suhlst, sondern aktiv deinen Weg planst. Du wirst heilen! Ganz, ganz sicher! Und du darfst auch noch länger so traurig sein. Entspricht einfach der Wertigkeit deiner alten Beziehung. Trauerarbeit ist Loslassen, Stückchen für Stückchen!

... Und, freu dich auch auf deine neue Wohnung. Wie alles im Leben hat das natürlich 2 Seiten: auf der einen ein wenig einsam - aber auf der anderen kannst du dich so richtig austoben und alles so schön machen wie du magst. Zelebriere die neue Wohnung ganz bewußt, weihe sie ein. Ich muss mich jedesmal, wenn ich umgezogen bin, aus welchen Gründen auch immer, länger mit der neuen Situation auseinander setzen. Für mich ist Wohnung immer eine Erweiterung meiner Selbst, meine "Grenze", mein Schutz und 2. Haut. Wenn ich dann in eine neue Haut geschlüpft bin, dann muss ich erstmal heulen und finde alles gaaaaaaaaaaaaanz doof an der neuen Wohnung. Lege mich jeden Abend heulend in die Badewanne und dann geht's aufwärts und ich mache sie zu meiner :camping:

... Weiter so :daumen:

Du hast mich grad zum Weinen gebracht... auf positive Weise! :trost:
Ja, dieses Gefühl einfach ersetzt zu werden, ist so richtig sch..., so demütigend.
Und ganz ohne Selbstmitleid krieg ich es auch nicht hin. Aber mir ist auch klar, dass ich darin nicht versinken darf; das will ich ja auch gar nicht. Ich hoffe sehr, dass ich mit der neuen Wohnung und somit genug Abstand irgendwann endgültig damit abschließen kann.

Auf die neue Wohnung - meine Wohnung - freue ich mich tatsächlich schon ein wenig. Gleichzeitig hab ich aber auch Angst vor dem Alleinesein... ich hab ja noch nie alleine gelebt...

Ich lasse das alles erstmal auf mich zukommen. Das Schicksal hat bestimmt noch die eine oder andere Überraschung parat... :mrgreen:

Danke1xDanke




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Mönchengladbach
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  27.02.2018 03:00  
Tag 32

Heute ist MEIN TAG. Der Vermieter der Wohnung, die ich am Samstag besichtigt habe, hat sich gemeldet: ich bekomme die Wohnung; ab 15.3.! :freuen: das heißt: noch zweieinhalb Wochen, dann bin ich weg von ihm.

Seine "Neue" ist übrigens jemand den ich kenne... er will mir aber nicht sagen wer, weil die Person nicht will dass ich es weiß. Ööhhm... :shock wenn ich den Satz jetzt so lese, klingt das für mich fast ein Bisschen nach Kindergarten...

Jetzt freue ich mich erst mal über meine neue Wohnung. Morgen Abend gehe ich den Mietvertrag unterschreiben, und in den nächsten Tagen werden Kisten gepackt. Zum Glück waren wir beide zu faul die Umzugskartons vom letzten Umzug vor eineinhalb Jahren wegzubringen; jetzt kann ich gleich mit Packen loslegen. :biggrin

Und nochmal: :freuen:

Danke6xDanke




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Mönchengladbach
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  27.02.2018 03:13  
Ach, und liebe sülchen:
Du darfst natürlich jederzeit hier schreiben. Du (und natürlich auch alle Anderen, die hier schreiben) gibst mir das Gefühl verstanden zu werden; das hilft mir und freut mich sehr.
Nochmals vielen lieben Dank! :trost:



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811
  27.02.2018 11:29  
Schön dass es mit der Wohnung geklappt hat, ich gratuliere dir.
Dies ist der Anfang in ein neues, anderes Leben.
Wünsche dir viel Kraft, die nötige Energie um diesen Schritt zu gehen und schicke dir liebe Grüße. :daumen:

Danke1xDanke




104
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Mönchengladbach
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  01.03.2018 00:51  
Tag 34

Gestern war ich mit zwei Freundinnen Einkaufen. Das erste Mal seit... gefühlten Ewigkeiten. Am Samstag gehen wir zu einer Party; das habe ich auch schon ewig nicht mehr gemacht. Morgen treffe ich mich mit einer Freundin, wir wollen nach Düsseldorf fahren.
Es fühlt sich so seltsam, so ungewohnt, so neu an, ständig ohne M. zu sein. Wir hatten so ziemlich alles gemeinsam gemacht; das ist jetzt nicht mehr. Wahrscheinlich bleibt er heute auch wieder über Nacht weg. Langsam macht mir das immer weniger aus; es schmerzt immer noch, aber nicht mehr so sehr.

Kann es sein dass M. sich schon in seine "Neue" verliebt hat, als wir noch zusammen waren, ohne dass er sich dessen bewusst gewesen ist; also hat sein Unterbewusstsein dafür gesorgt, dass er in unserer Beziehung alles Negative riesig groß gesehen hat und alles Positive winzig klein? War das der wahre Grund für die Trennung? Vielleicht spinne ich auch einfach nur...

Gestern Abend habe ich mich nochmal mit meinem baldigen Vermieter getroffen; habe den Mietvertrag unterschrieben und schonmal je einen Haus- und Wohnungstürschlüssel bekommen, der Vertrag läuft ab 15.3., aber die ersten Sachen kann ich jetzt schon rüberbringen. Ich bin danach gleich nochmal in die Wohnung rübergegangen, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Aber nach ein paar Minuten hätte ich am liebsten losgeheult. Mir kam die Wohnung plötzlich viel zu riesig vor für mich allein; so als ob ich mich darin verlieren könnte. Ich werde jeden Abend allein sein; niemand wird mich mit einer Umarmung und einem Kuss begrüßen, wenn ich nach Hause komme; niemand wird mir von seinem Tag erzählen und mir zuhören, wenn ich von meinem Tag erzähle; niemand wird mit mir Serien schauen, während wir uns das Essen vom Lieferservice schmecken lassen; ich werde mit niemandem Arm in Arm einschlafen.

Und wieder packt mich die Angst mit ihren kalten Fingern, Angst davor, es nicht hinzubekommen alleine zu leben.



3043
14
Kreis Aachen
1083
  01.03.2018 01:14  
Hi!

Ich lese schon länger in deinem Tagebuch mit und ich finde du machst das alles ganz toll. Nach so einer kurzen Zeit der Trennung obwohl ihr so lange zusammen ward schon so viel geschafft zu haben und das beste ist das du diese ganze Geschichte bald wirklich komplett abschließen kannst, finde ich ganz toll.
Das sollte dir erstmal einer Nachmachen.
Es kann sein das er schon vorher Kontakt hatte aber man weiß es nicht und solange er es nicht selbst zugibt kann man natürlich darüber spekulieren wie man möchte.
Freue dich auf dein neues Leben, es wird sicherlich anfangs schwer und komisch sein für dich aber du wirst dich dran gewöhnen und auch sicherlich einen neuen tollen Mann irgendwann kennenlernen. Ob dein Ex so schnell nach der Trennung mit neuer glücklich wird bezweifle ich aber okay. In der Regel halten diese Beziehungen nie lange ;)
Lass dir Zeit, verarbeite die Dinge, genieß dein freies leben ( hat übrigens auch viele Vorteile allein zu leben) und der Rest kommt von selbst ;)

Alles Gute und LG!

Danke1xDanke




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Mönchengladbach
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  03.03.2018 00:50  
BellaM85 hat geschrieben:
Hi!

Ich lese schon länger in deinem Tagebuch mit und ich finde du machst das alles ganz toll. Nach so einer kurzen Zeit der Trennung obwohl ihr so lange zusammen ward schon so viel geschafft zu haben und das beste ist das du diese ganze Geschichte bald wirklich komplett abschließen kannst, finde ich ganz toll.
Das sollte dir erstmal einer Nachmachen.
Es kann sein das er schon vorher Kontakt hatte aber man weiß es nicht und solange er es nicht selbst zugibt kann man natürlich darüber spekulieren wie man möchte.
Freue dich auf dein neues Leben, es wird sicherlich anfangs schwer und komisch sein für dich aber du wirst dich dran gewöhnen und auch sicherlich einen neuen tollen Mann irgendwann kennenlernen. Ob dein Ex so schnell nach der Trennung mit neuer glücklich wird bezweifle ich aber okay. In der Regel halten diese Beziehungen nie lange ;)
Lass dir Zeit, verarbeite die Dinge, genieß dein freies leben ( hat übrigens auch viele Vorteile allein zu leben) und der Rest kommt von selbst ;)

Alles Gute und LG!

Vielen Dank! :oops:
Er hat mir gesagt, dass sie sich schon oberflächlich kannten, als wir noch zusammen waren; hatte ich im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen. Deshalb auch meine Vermutung.
Sicher hat es auch Vorteile, eine Wohnung für sich allein zu haben. Es fällt mir nur immer noch so schwer, diese zu sehen... ich hoffe dass mir das mit dem räumlichen Abstand dann besser gelingt.

Danke1xDanke




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Mönchengladbach
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  03.03.2018 01:00  
Tag 36

Gestern war ich mit einer lieben Freundin in Düsseldorf. Hat gut getan mal wieder rauszukommen; ich habe immer mehr das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. In der Wohnung laufe ich oft rastlos hin und her, wenn ich dann draußen bin werde ich ruhiger.

Habe mittlerweile angefangen zu packen. Es ist so anstrengend, weil einem immer wieder Dinge in die Hände fallen, an die schöne Erinnerungen geknüpft sind. Ich habe ein Bild in die Hand genommen, das er mal für mich gemalt hatte. Auf der Rückseite hatte er geschrieben: "Weil mein Herz auf ewig dir gehört. Ich liebe dich mehr als alles Andere auf dieser Welt! Danke, dass du immer für mich da bist." Und wieder ein Heulkrampf.

Es soll einfach nur aufhören so weh zu tun.



3043
14
Kreis Aachen
1083
  03.03.2018 03:08  
Vielen Dank! :oops:
Er hat mir gesagt, dass sie sich schon oberflächlich kannten, als wir noch zusammen waren; hatte ich im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen. Deshalb auch meine Vermutung.
Sicher hat es auch Vorteile, eine Wohnung für sich allein zu haben. Es fällt mir nur immer noch so schwer, diese zu sehen... ich hoffe dass mir das mit dem räumlichen Abstand dann besser gelingt.[/quote]


Du wirst merken es wird besser werden. Du kannst es jetzt sicherlich noch nicht wirklich glauben aber es wird so werden ;)

Mit der Zeit wird er dir sicherlich immer egaler und du wirst ihn mit anderen Augen sehen. Wie sagt man so schön? - kommt Zeit kommt Rat- ist auch so ;)

Alles Gute!

Danke1xDanke


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  03.03.2018 08:40  
Man erkennt sich selbst nicht, hinterfragt, vieles ist fremd oder durch Angst und Unsicherheit gekennzeichnet, was teilweise surreal erscheint. Noch fühlst du wahrscheinlich die Ohnmacht, aber die Entfremdung ist mit der räumlichen Trennung eingeleitet.
Geschichten tragen stets ein anderes Kleid und verblassen mit der Zeit.
Es tut weh, aber es gehört nunmal zum Leben dazu.

Herzliche Grüße und alles Gute

Danke1xDanke




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  04.03.2018 23:30  
Tag 38

Gestern war ich mit ein paar Freundinnen auf meiner ersten Ü-30-Party. Es war schön mal wieder rauszukommen; in den letzten Jahren war der Wocheneinkauf bei Hit schon das absolute Highlight.
Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt: das ist einfach nichts für mich. Auch wenn ich jetzt alleine bin, werde ich nicht zum Partylöwen mutieren. Trotzdem bin ich meinen Freundinnen natürlich sehr dankbar dass sie mich mitgenommen haben. Alleine für mein Selbstbewusstsein, das seit der Trennung praktisch nicht mehr vorhanden ist, war der Abend doch sehr hilfreich. (Ich bin im Übrigen alleine nach Hause gegangen, gegen halb vier Morgens :) )

M. kam heute überraschend früh zurück, bereits am Nachmittag. Ich hätte nicht vor 10 oder 11 Uhr Abends mit ihm gerechnet. Irgendwie ist es nicht mehr so schmerzhaft, in seiner Nähe zu sein. Ich glaube, der Heilprozess fängt langsam an; ich kann allmählich akzeptieren dass es zwischen uns vorbei ist und ich in ein paar Tagen in meiner eigenen Wohnung sein werde.

Das ist gut; ich brauche meine Kräfte jetzt für den Umzug. Kisten müssen gepackt werden, und in der neuen Wohnung gibt es noch einiges zu tun (habe sie unrenoviert übernommen). Und ich habe mir vorgenommen, diese Wohnung so einzurichten, dass ich jeden Tag mit einem Grinsen bis über beide Ohren nach Hause komme.

Danke2xDanke




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Mönchengladbach
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  08.03.2018 00:38  
Tag 41

Seit drei Tagen bin ich voller Tatendrang; das kenne ich so kaum von mir. Ein guter Teil von meinem Zeug ist schon gepackt.

Die letzten Tränen, die ich wegen ihm vergossen habe, liegen mittlerweile schon einige Tage zurück. Eine Freundin sagte vor kurzem zu mir:
"jetzt, wenn du alleine lebst, kannst du dich endlich selbst richtig kennenlernen. Dazu hattest du doch bis jetzt keine Gelegenheit."
Damit hat sie eigentlich vollkommen recht. Seit drei Tagen habe ich M. nicht gesehen; wenn ich morgens zur Arbeit gehe schläft er noch, und wenn er spät abends heimkommt bin ich schon im Bett. Dadurch konnte ich mich schonmal oberflächlich kennenlernen... und ich muss sagen, ich kann mich ganz gut leiden! :mrgreen: Und ich habe dabei festgestellt, dass es tatsächlich von Tag zu Tag erträglicher, besser wird.

Noch acht Tage bis zum ersten Tag meines neuen Lebens.
Ich bin gespannt.

Danke5xDanke


3437
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Mittelfranken
2662
  08.03.2018 00:47  
Du machst das echt prima!

Danke1xDanke



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Bergisches Land :)
332
  08.03.2018 09:02  
Also, wenn bei mir mal eine Trennung ansteht drucke ich mir dein Tagebuch als "trennungs-manual" aus :)

Danke2xDanke


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Bodensee
568
  08.03.2018 09:28  
Liebe "nurirgendjemand"
Was bist du nur für eine toughe Frau?! Echt jetzt, das ist beeindruckend. Mach weiter so.

Danke2xDanke




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6
Mönchengladbach
65
  08.03.2018 23:19  
Puh... vielen, vielen Dank ihr Lieben! :freunde:
Eure Antworten haben mich grade zu Tränen gerührt. Ich hätte mich nie für tough gehalten. :oops:
Ehrlich gesagt bin ich selbst von mir überrascht; ich hatte befürchtet, ich würde beim Packen ununterbrochen Rotz und Wasser heulen. Aber ich habe mir ja fest vorgenommen, nach vorne zu schauen.

Ich hoffe sehr, dass der totale Zusammenbruch nicht doch noch folgt, wenn ich dann alleine in meiner Wohnung sitze. Oder kann es tatsächlich sein, dass die "Trauerzeit" für mich schon vorbei ist? Grade mal knapp eineinhalb Monate nach der Trennung? Nach fast 18 Jahren Beziehung? Immerhin habe ich in den ersten Tagen nach der Trennung fast ununterbrochen geheult und hatte das zweifelhafte Vergnügen mehrerer Panikattacken. Aber... müsste ich nicht länger trauern? Irgendwie habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen; ich denke mir, irgendwie ist es doch auch ein wenig kalt von mir, wenn ich fröhlich singend meine Sachen packe um in ein neues Leben ohne M. zu verschwinden...



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Bergisches Land :)
332
  09.03.2018 01:33  
NurIrgendjemand hat geschrieben:
Ich hoffe sehr, dass der totale Zusammenbruch nicht doch noch folgt, wenn ich dann alleine in meiner Wohnung sitze. Oder kann es tatsächlich sein, dass die "Trauerzeit" für mich schon vorbei ist? Grade mal knapp eineinhalb Monate nach der Trennung? Nach fast 18 Jahren Beziehung? Immerhin habe ich in den ersten Tagen nach der Trennung fast ununterbrochen geheult und hatte das zweifelhafte Vergnügen mehrerer Panikattacken. Aber... müsste ich nicht länger trauern? Irgendwie habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen; ich denke mir, irgendwie ist es doch auch ein wenig kalt von mir, wenn ich fröhlich singend meine Sachen packe um in ein neues Leben ohne M. zu verschwinden...


kann ich mir wirklich nicht vorstellen! Hätte ich jetzt das Gefühl, dass du irgend was verdrängen würdest, dann bestünde die Möglichkeit, dass dich das einholt. Doch du hast hier in der großen "Gruppentherapiesitzung" deine Trennung sooo ehrlich und intensiv verarbeitet, dass deine Fröhlichkeit und Freude auf das Kommende sicher echt ist. Denke schon, dass es immer wieder mal Einbrüche geben wird. Das fände ich aber völlig angemessen. Hat alles seinen Platz!

Ich denke mal, dass du unterbewußt in der letzten Zeit noch vor der Trennung schon irgendeine Art von Trauerarbeit geleistet hast. Einige Dinge, die nicht mehr stimmten und die dir missfielen und bewußt ist es dir erst mit der Trennung geworden. Vielleicht war es ja wirklich eine Art Befreiung? Man hält lange an Beziehungen feste, die nicht mehr so stimmen und redet sich einiges schön. So einfach mag man ja auch nicht wahrhaben, dass es nicht mehr so ist wie es mal war - tut ja auch weh und aufgeben will man auch nicht :)

Denke, du bist wirklich frei für einen guten Neuanfang :kichern:

Danke1xDanke


  09.03.2018 15:18  
Schön zu hören, dass es dir gut geht! Du hast ja selbst geschrieben, dass auch für dich in der Beziehung einiges nicht gestimmt hat. Und dass du Dinge getan hast, die du eigentlich nicht wolltest. Und auch wenn es erstmal hart ist, so steht ja außer Frage, dass die Trennung auch etwas Positives für dich hat! Das gibt dir sicher viel Kraft und hilft dir, nach vorn zu schauen. Ich selbst habe vor ca. 4 Wochen einen schlimmen "Rückschlag" erlebt. Lass dir sagen: sollte es dazu kommen, lass die Trauer und Verzweiflung und alle Gefühle zu, denn sie werden wieder vorübergehen, und danach wirst du das Gefühl haben, mit der Verarbeitung der Trennung noch ein erhebliches Stück voran gekommen zu sein! :)

Danke1xDanke

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