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201815.02




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Wenn ich jetzt gemein wäre, könnte ich dagegen halten mit <schlimmer geht immer< Aber so richtig stimmt das ja nicht.
Es geht halt immer vorwärts und so lange die Richtung stimmt, denke ich sind auch Durchhänger okay und normal.
Du wirst noch viel zu verarbeiten haben.
Auch zu trauern.

Aber du bist nicht allein.
Herzliche Grüße

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


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  15.02.2018 09:40  
:daumen: Wenn man immer nur zurückblickt, dann verpasst man, was vor einem liegt.

Danke1xDanke




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  15.02.2018 23:23  
kopfloseshuhn hat geschrieben:
Wenn ich jetzt gemein wäre, könnte ich dagegen halten mit <schlimmer geht immer< Aber so richtig stimmt das ja nicht.
Es geht halt immer vorwärts und so lange die Richtung stimmt, denke ich sind auch Durchhänger okay und normal.
Du wirst noch viel zu verarbeiten haben.
Auch zu trauern.

Aber du bist nicht allein.
Herzliche Grüße

Ja, da hast du wohl recht, es wird noch einige Zeit dauern bis ich alles verarbeitet habe.

Vielen dank! :trost:



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  16.02.2018 00:01  
Huhu! Ich finde dein tagebuch toll!

Ich wurde mit 2 kleinen kindern verlassen und myss mich nun auch neu ordnen. Wie ich mich fühle hast du mehr als gut ausgedrückt.
Wir haben uns im mai erst ein haus gekauft, welches ich mit viel liebe eingerichtet habe. Auch musste die älteste den kindergarten extra wechseln
Das jetzt nochmal alles umzukrempeln... ich bin in elternzeit und habe ausser kindergeld kein einkommen
Ich würde gerne im haus bleiben, ist auch das zuhause der kinder. Momentan klingt WG nicht schlecht (ist emotional kein problem, plus wäre er eh nur zum schlafen hier da er sowieso kaum zuhause ist)

Ich freue mich hier weiter mitzulesen, da war schon viel hilfreiches dabei :)

Hab gerade meinem chef ne mail geschrieben, mal sehn ob er die elternzeit vorzeitig beenden möchte damit ich vollzeit arbeiten gehen kann.
Die große ist 4 Jahre alt, der kleine mal gerade 5 monate

Danke1xDanke


  16.02.2018 00:27  
Hallo,

auch ich habe eine Trennung hinter mir (wurde verlassen) und finde deine Worte irgendwie tröstend. Ich glaube, was am wichtigsten (und gleichzeitig am schwierigsten) ist, ist Akzeptanz... Akzeptanz, dass der inzwischen Ex-Partner nicht mehr der Mensch ist, in den man sich verliebt hat (in deinem Fall), Akzeptanz, dass es wohl für ihn einfach nicht die große Liebe war (in meinem Fall) - während man sich selbst so sehr wünscht, es wäre anders, und doch nichts daran ändern kann. Ich hoffe, ich komme irgendwann an den Punkt, an dem ich das akzeptiere und damit abschließen kann. Und du auch! Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft!

Danke1xDanke




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  16.02.2018 23:31  
Piret23 hat geschrieben:
Huhu! Ich finde dein tagebuch toll!

Ich wurde mit 2 kleinen kindern verlassen und myss mich nun auch neu ordnen. Wie ich mich fühle hast du mehr als gut ausgedrückt.
Wir haben uns im mai erst ein haus gekauft, welches ich mit viel liebe eingerichtet habe. Auch musste die älteste den kindergarten extra wechseln
Das jetzt nochmal alles umzukrempeln... ich bin in elternzeit und habe ausser kindergeld kein einkommen
Ich würde gerne im haus bleiben, ist auch das zuhause der kinder. Momentan klingt WG nicht schlecht (ist emotional kein problem, plus wäre er eh nur zum schlafen hier da er sowieso kaum zuhause ist)

Ich freue mich hier weiter mitzulesen, da war schon viel hilfreiches dabei :)

Hab gerade meinem chef ne mail geschrieben, mal sehn ob er die elternzeit vorzeitig beenden möchte damit ich vollzeit arbeiten gehen kann.
Die große ist 4 Jahre alt, der kleine mal gerade 5 monate

Erst mal vielen Dank... es freut mich sehr, wenn ich dir irgendwie helfen konnte. :)

Deine Geschichte liest sich ziemlich heftig... Kinder, und auch noch ein gemeinsames Haus... :shock:
Eine WG mit deinem Ex würde ich gut überlegen. Du schreibst, emotional ist es kein Problem für dich. Das dachte ich in den ersten paar Tagen auch... dann habe ich schnell gemerkt dass es doch ganz schön weh tut, ihn jeden Tag zu sehen und mich abends alleine schlafen zu legen :seufzen
Habt ihr euch denn im Guten getrennt oder gibt es noch Streit zwischen euch?

Kannst du denn nicht in Teilzeit arbeiten? Dann würdest du Geld verdienen und hättest gleichzeitig noch Zeit für deine Kinder ;) (ich arbeite selbst Teilzeit, 30 Stunden/Woche)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem weiteren Weg! Fühl dich gedrückt! :knuddeln:

Danke1xDanke




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  16.02.2018 23:39  
Susan1990 hat geschrieben:
Hallo,

auch ich habe eine Trennung hinter mir (wurde verlassen) und finde deine Worte irgendwie tröstend. Ich glaube, was am wichtigsten (und gleichzeitig am schwierigsten) ist, ist Akzeptanz... Akzeptanz, dass der inzwischen Ex-Partner nicht mehr der Mensch ist, in den man sich verliebt hat (in deinem Fall), Akzeptanz, dass es wohl für ihn einfach nicht die große Liebe war (in meinem Fall) - während man sich selbst so sehr wünscht, es wäre anders, und doch nichts daran ändern kann. Ich hoffe, ich komme irgendwann an den Punkt, an dem ich das akzeptiere und damit abschließen kann. Und du auch! Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft!

Schön dass ich dir Trost spenden konnte! :knuddeln:
Ja, das Akzeptieren ist wohl das schwierigste. Ich denke wenn man das mal geschafft hat, ist das Schlimmste überstanden.
Ich wünsche dir ebenfalls viel Kraft! Irgendwann werden wir damit abschließen können. :freunde:



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  17.02.2018 00:12  
NurIrgendjemand hat geschrieben:
Erst mal vielen Dank... es freut mich sehr, wenn ich dir irgendwie helfen konnte. :)

Deine Geschichte liest sich ziemlich heftig... Kinder, und auch noch ein gemeinsames Haus... :shock:
Eine WG mit deinem Ex würde ich gut überlegen. Du schreibst, emotional ist es kein Problem für dich. Das dachte ich in den ersten paar Tagen auch... dann habe ich schnell gemerkt dass es doch ganz schön weh tut, ihn jeden Tag zu sehen und mich abends alleine schlafen zu legen :seufzen
Habt ihr euch denn im Guten getrennt oder gibt es noch Streit zwischen euch?

Kannst du denn nicht in Teilzeit arbeiten? Dann würdest du Geld verdienen und hättest gleichzeitig noch Zeit für deine Kinder ;) (ich arbeite selbst Teilzeit, 30 Stunden/Woche)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem weiteren Weg! Fühl dich gedrückt! :knuddeln:


Böses blut fliest nicht zwischen uns, im gegenteil. Mir ist wichtig das es allen beteiligten, am meisten den kindern am besten geht.
Wir haben ein großes haus und ich schlafe derzeit in meinem eigenen zimmer.
Das tut momentan erstaunlich gut.
Ich muss zugeben das ich ungern alleine bin, vorallem mit den kleinen kindern. Da bin ich um die momentane lösung noch nicht müde
Wenn irgendwann partner dazu kommen wird es wohl anders laufen, doch soweit möchte ich noch nicht denken.
Er erwâhnte das ich das haus haben kann da die kinder erst hierher ziehen mussten und eine erneute umgewöhnung wollen wir ihnen ersparen

Momentan fühl ich mich wie die ruhe vor dem sturm
Am mittwoch hab ich termin bei meiner psychologin, spätestens dann erwarte ich meinen zusammenbruch





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  17.02.2018 00:31  
Piret23 hat geschrieben:
Böses blut fliest nicht zwischen uns, im gegenteil. Mir ist wichtig das es allen beteiligten, am meisten den kindern am besten geht.
Wir haben ein großes haus und ich schlafe derzeit in meinem eigenen zimmer.
Das tut momentan erstaunlich gut.
Ich muss zugeben das ich ungern alleine bin, vorallem mit den kleinen kindern. Da bin ich um die momentane lösung noch nicht müde
Wenn irgendwann partner dazu kommen wird es wohl anders laufen, doch soweit möchte ich noch nicht denken.
Er erwâhnte das ich das haus haben kann da die kinder erst hierher ziehen mussten und eine erneute umgewöhnung wollen wir ihnen ersparen

Momentan fühl ich mich wie die ruhe vor dem sturm
Am mittwoch hab ich termin bei meiner psychologin, spätestens dann erwarte ich meinen zusammenbruch

Schön dass ihr nicht streitet. Gerade Kinder spüren es schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist, und besonders für die Kleinen (natürlich auch für dich!) ist ein stabiles Umfeld wichtig.

Wenn du mit den Kindern im Haus bleibst, würde dir/euch das ja eine Menge Stress ersparen: Wohnungssuche, Umzug, einleben ins neue Zuhause,...

Und dieses Auf und Ab der Gefühle kenne ich nur zu gut... :stirn gehe auf jeden Fall zu deiner Psychologin! Es tut gut sich den ganzen Blödsinn mal von der Seele zu quatschen :)

Als ich mich mit etwa 12, 13 Jahren mit einem nicht gerade herausragenden Zeugnis nicht nach Hause getraut habe, sagte der Onkel einer Schulfreundin zu mir: "mach dir keine Sorgen, nach dem Regen kommt immer die Sonne!" Dieser Satz begleitet mich in Gedanken bis heute durchs Leben! :gewitter: :sonne:

Danke1xDanke




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  17.02.2018 00:43  
Tag 22

Ich war heute Nachmittag eine Wohnung besichtigen. Was soll ich sagen... es war Liebe auf den ersten Blick! Die Wohnung ist zwar mit 28 qm nicht groß (wirkt aber größer), ist aber total schön. Altbau (1920er Jahre); ehemals zwei Dienstmädchen-Wohnungen, die später zu einer einzigen Wohnung zusammengelegt wurden. Mit wunderschönen Fenstern, Holzboden...
In Gedanken überlege ich schon, wo ich was hinstellen werde und male mir aus, wie es dort mal aussehen wird.

Zum ersten Mal seit der Trennung geht es mir heute tatsächlich gut. Langsam schaffe ich es wohl endlich, nach vorne zu blicken und mich nicht mehr umzudrehen...

Jetzt müssen sich nur noch die Vermieter für mich entscheiden. Hoffentlich weiß ich nächste Woche schon mehr...

Danke5xDanke


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  17.02.2018 00:56  
NurIrgendjemand hat geschrieben:
Schön dass ihr nicht streitet. Gerade Kinder spüren es schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist, und besonders für die Kleinen (natürlich auch für dich!) ist ein stabiles Umfeld wichtig.

Wenn du mit den Kindern im Haus bleibst, würde dir/euch das ja eine Menge Stress ersparen: Wohnungssuche, Umzug, einleben ins neue Zuhause,...

Und dieses Auf und Ab der Gefühle kenne ich nur zu gut... :stirn gehe auf jeden Fall zu deiner Psychologin! Es tut gut sich den ganzen Blödsinn mal von der Seele zu quatschen :)

Als ich mich mit etwa 12, 13 Jahren mit einem nicht gerade herausragenden Zeugnis nicht nach Hause getraut habe, sagte der Onkel einer Schulfreundin zu mir: "mach dir keine Sorgen, nach dem Regen kommt immer die Sonne!" Dieser Satz begleitet mich in Gedanken bis heute durchs Leben! :gewitter: :sonne:


Ich kann die beziehung zu meinem mann aucg schlecht beschreiben. Mittlerweile ist es viel mehr als liebe. Ich denke dadurch würde mir auch der spagat gelingen weiterhin mit ihm zu leben
Ich hab ihn gerne um mich
Das kann sich natürlich ändern, dann wird halt geschaut was gemacht wird
Aber eben dann ist es gut zu wissen das ich zur not im haus bleiben darf.
Zumal es das zuhause der kinder ist
Die bezahlung würden wir regeln
Zb würde ich auf unterhalt verzichten, wenner dafür den kredit mit weiter trägt. Sprich das geld fließt dann nicht auf mein konto sondern auf das bankkonto des hauses.
Sein vater hat den großteil des hauses finanziert, ich könnte mir auch vorstellen ihm miete zu zahlen und somit meinen teil des hauses abzubezahlen.
Es tut erstmal gut zu wissen das ich hier nicht raus muss, den ich habs tatsächlich mit so viel liebe eingerichtet
Plus sind hier im ort unsere hausärzte, kinderärzte, augenärzte, zahnärzte,kindergarten, schule, gymnasium, einkaufzentren und und und. Ich habe alles um mich rum und es wäre wirklich hirnrissig (sorry) mich und die kinder da rauszureissen.
Zumal ich mich hier so richtig niedergelassen fühle.

Er war immer selten da, job bedingt.
In dem raum der ihm gehört (büro mit kleiderschrank und bad) stehen immernoch alle umzugskisten von ihm
Ich behaupte mal das er nie richtig hier angekommen ist
Und durch das selten da sein, würde er mich in zukunft auch kaum stören
Denn ich kann immernoch in mein eigenes zimmer gehen und hätte dann meine ruhe.

Ich will den kindern nichts vorgaukeln. Der grossen würden wir zeitnah schon sagen was los ist
Sie soll aber auch merken das wir beide da sind

Ich bin vom naturell früher immer anders gewesen
Bei trennungen wollte ich immer meine ruhe haben, meinen ex nie sehen und blos nicht auf facebook sehen wer seine bilder liked, wer sein status kommentiert und ihm herzjen auf die pinnwand pflanzt. Nein nein.

Heute denke ich anders. Wohl wegen der kinder oder wegen dem reiferem alter. Okich bin 26 aber es ist viel passiert aus dem mann lernt und womöglich seine sichtweisen ändert.
Für mich ist es schlichtweg utopisch das durchzuziehen. Damit würde ich den kindern den vater nehmen und das ist eine schlimme vorstellung. Hier hat ja keiner betrogen oder ähnliches also ist da der ausgangspunkt auch anders. Daher auch die überlegung erstmal den selben wohnort weiter zu teilen.
Selbst scheidung steht noch nicht auf dem tisch.
Ich habe ihn heute gefragt ob ich seinen namen behalten darf, wegen der kinder, ich möchte so heissen wie sie.
Auch hier, ohne kinder hâtte ich sofort meinen mädchennamen genommen aber ich möchte weiterhin diese offizielle bindung behalten
Und ich glaub das würde zukünftig auch ne menge papierkram sparen.

Du siehst, ich bin da in einer komigen situation und meine ansicht erscheint mir selbst voll seltsam und ich warte auf den großen knall :(
Ich würde mir selbst wünschen klarzukommen aber ich stecke ja nicht drin was jetzt die nächsten tage und wochen hier passiert



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  17.02.2018 09:48  
NurIrgendjemand hat geschrieben:
Tag 22

Ich war heute Nachmittag eine Wohnung besichtigen. Was soll ich sagen... es war Liebe auf den ersten Blick! Die Wohnung ist zwar mit 28 qm nicht groß (wirkt aber größer), ist aber total schön. Altbau (1920er Jahre); ehemals zwei Dienstmädchen-Wohnungen, die später zu einer einzigen Wohnung zusammengelegt wurden. Mit wunderschönen Fenstern, Holzboden...
In Gedanken überlege ich schon, wo ich was hinstellen werde und male mir aus, wie es dort mal aussehen wird.

Zum ersten Mal seit der Trennung geht es mir heute tatsächlich gut. Langsam schaffe ich es wohl endlich, nach vorne zu blicken und mich nicht mehr umzudrehen...

Jetzt müssen sich nur noch die Vermieter für mich entscheiden. Hoffentlich weiß ich nächste Woche schon mehr...

Das freut mich für dich und ich drück dir die Daumen. Du bist taff, weiterhin alles Gute. :D

Danke1xDanke


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  17.02.2018 10:13  
Oh ich drücke dir auch die Daumen für die schöne Wohnung. Ganz ganz feste.

Danke1xDanke




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  20.02.2018 01:05  
Tag 25

Ich warte immer noch sehnsüchtig auf eine E-Mail von den Vermietern der Wohnung, die ich am Freitag besichtigt habe.

Irgendwie freue ich mich auf meine eigene kleine Wohnung. In den letzten Tagen ist mir immer mehr bewusst geworden, dass ich gerade in den letzten Monaten der Beziehung eigentlich auch nicht mehr wirklich glücklich war. Ich hatte mir oft gewünscht, wir würden mal wieder etwas zusammen unternehmen, aber M. sagte immer, er könne sich am besten auf dem Sofa entspannen. Ich hatte mir oft gewünscht, zumindest mal wieder in den Arm genommen zu werden, doch M. wirkte immer genervt, wenn ich meine Arme um ihn legte. Leidenschaft gab es ausschließlich im Bett, außerhalb ignorierte er mich. Ich ließ mich überreden Dinge zu tun die ich nicht tun wollte, nur um ein wenig Zuneigung zu bekommen. Ich hatte mir manchmal gedacht, ich könnte das nicht mehr lange ertragen; manchmal war auch ich kurz davor alles hinzuschmeißen.

Um das alles muss ich mir jetzt keine Sorgen mehr machen. Ich muss nicht mehr mit einem komischen Gefühl ins Bett gehen, weil ich vielleicht wieder Dinge tun muss die ich nicht mag.

Vielleicht war die Trennung tatsächlich die richtige Entscheidung.

Danke1xDanke




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  22.02.2018 01:03  
Tag 27

Gleich nach dem Aufwachen in meine E-Mail-App geschaut: die Wohnung wurde leider anderweitig vergeben. Ich habe aber schon die nächste Wohnung gefunden: drei Zimmer, 65qm, mit eigenem Garten! Wie cool ist DAS denn? Für 460Euro kalt. Ich werde da morgen mal anrufen.

M. ist heute abend wieder unterwegs. Ist mir recht, dann muss ich ihn nicht sehen und seine Gegenwart ertragen.
Kann es sein, dass man die berühmte "rosarote Brille" nicht nur aufhat wenn man frisch verliebt ist, sondern auch nach einer Trennung? Ich glaube, ich bin gerade dabei sie abzusetzen. Mir fallen immer mehr Situationen ein, die sehr, sagen wir, unschön waren. Etwa, als M. - noch ziemlich am Anfang unserer Beziehung - auf mir gekniet und meine Arme festgehalten hat, und er zu mir sagte "jetzt nehme ich mir was mir zusteht". (Weiter ist zum Glück nichts passiert) Und die mehreren Male, in denen er mich im Streit so gestoßen hat, dass ich hinfiel. Oder die unzähligen Male, an denen er wütend war, weil ich zu müde für S. war. In den letzten Monaten seine lieblos hingehauchten Küsse; sein mehr als offensichtliches Desinteresse an mir als Mensch, nicht nur als S.objekt.

Während ich diese Zeilen schreibe, fange ich an zu zittern, und Tränen steigen mir in die Augen. Ich weiß gerade nicht, was ich fühle, was ich fühlen soll. Wut, auf ihn, auf mich, Trauer, Hass, Verzweiflung, alles auf einmal.

Mir kommt diese Beziehung irgendwie fremd vor, so als ob ich mir die ganze Zeit über alles nur schöngeredet hätte; so als ob ich die rosarote Brille die ganze Zeit über, fast 18 Jahre lang, niemals ganz abgenommen hätte. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Vor mir liegt noch ein langer, dunkler Weg. Bleibt mir nur, auf das Licht am Ende zu hoffen.




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  22.02.2018 09:21  
LIebe Jemand

Man muss vorsichtig sein mit diesen Gedanken.
Ich sage mal einen Grund, warum man vorsichtig sein sollte: Es kann sein, dass dein Gehirn nun all die schlechten DInge ausspuckt, damit dir die Trennung erstmal leichter fällt.
Versuch also auch mal daranzu denken, was alles gut war. Auch wenns weh tut.
Denn sonst verdrängst du so ein bisschen den Trennungsschmerz der ja auch dazu gehört.

Andererseits:
Als traumatisierter Mensch neigt man dazu seine Geschichte so ein bisschen zu wiederholen. Ein Trick des Gehirns weil es meint, dann damit besser umgehen zu lernen. Das ist so ungefähr der selbe Grund, warum mal immer wiederkehrende Albträume hat. Der versuch das zu verarbeiten.

Somit lässt man sich irgendwie immer weiter benutzen und man checkt es nicht was daran eigentlich verkehrt sein soll. Glaub mir, das habe ich auch durchgemacht mit meiner ersten Beziehung.
UNd irgendwann wird man wach und fragt sich > wtf ?>

Die Frage ist gar nciht was du fühlen sollst.
Alles, was du fühlst ist okay und richtig. Klar, es ist alles zu viel aber alles ist in Ordnung und alles hat sein Recht.
Ich mache hier mal eine Lampe an für das Licht am Ende des TUnnels. :-)

Liebste Grüße

Danke1xDanke


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  22.02.2018 10:51  
Liebe ist ein Gefühl, eine andere Denkweise, eine andere Sichtweise, wie eine andere Welt, in der man lebt. Wenn du dich verliebst, dann kannst du dagegen nichts tun. Du kannst es nicht steuern, nicht erklären, nicht kontrollieren oder verstehen, selbst wenn du es willst - man kann es nicht verdrängen!
Du fühlst etwas für einen Menschen und dieses Gefühl kann so stark sein, dass du vergisst, wer du bist. Dass du nicht mehr weißt, was du tust. Dass du dich leiten lässt von diesem Gefühl. Du willst es vergessen? Verdrängen? Dir ausreden? Oder beiseiteschieben? Es wird nicht funktionieren. Du wirst vielleicht im Glauben sein, es ist weg, und dann wird der Tag kommen, an dem es zurück kommt und du merkst, es war nie fort. Liebe ist Hass. Wenn du jemanden liebst, dann bist du um so leichter zu verletzen und wenn dich jemand alleine lässt, den du liebst, dann kann dich dieser Verlust zerreisen. Es bricht eine Welt zusammen, nämlich deine Welt. Verlierst du den geliebten Menschen, so verlierst du ein Teil von dir selbst und dieser Moment ist schmerzvoll. Dieser Schmerz ist so groß, dass es dich glauben lässt, dass du nie wieder glücklich wirst. Dass du am Ende bist. Dieser Schmerz leitet dich und deine Gedanken. Du bist voller Trauer und egal was du tust diese Trauer begleitet dich! Wenn du wirklich liebst, dann verschwindet dieses Gefühl nicht so einfach! Liebe macht glücklich und frei. Liebst du und wirst zurück geliebt, gibt es nichts schöneres. Aber wenn du nicht merkst die andere Person liebt dich nicht, dann ist es eine Folter! Liebe macht Süchtig, betrunken und blind. Liebe ist Glück, Frieden, Freude und Lächeln. Liebe lässt dich leben und spüren, wie schön du bist. Aber die Liebe ist vielfältig und bunt, deshalb kann man sie nicht einfach definieren! Manche mögen darauf verzichten, doch die Wahrheit ist wir alle können nicht ohne sie leben, denn die Menschen sind für vieles geschaffen - aber nicht für die Einsamkeit. Denn Fakt ist, wenn du deine wahre Liebe gefunden hast, macht sie dich zum glücklichsten Menschen der Welt.
Und denke immer daran, die Sonne scheint auch für dich.

Danke2xDanke




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  25.02.2018 01:39  
Tag 31

War am Freitag mit ein paar Kollegen essen; ein paar Ehemalige waren auch dabei.
Ein paar Tage vorher hatte mich eine liebe Kollegin gefragt, ob ich mitkommen wolle, das "alte" Team würde sich zum Essen treffen, und sie würden sich freuen wenn ich mitkäme.
Ich habe mal wieder ein wenig lachen können; zumindest für kurze Zeit musste ich nicht an M. denken.
Wir haben vor, uns weiterhin etwa einmal im Monat zu treffen; ich habe schon zugesagt, beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei zu sein.

Heute mittag hatte ich wieder einen Besichtigungstermin. Eine schöne Wohnung; wahrscheinlich wird am Dienstag entschieden, wer der neue Mieter wird.
Auf dem Weg dorthin habe ich eine Kollegin getroffen. Wir haben Telefonnummern ausgetauscht und wollen uns morgen auf einen Kaffee treffen. Das fand ich so lieb, dass ich fast losgeheult hätte.
Jetzt habe ich schon zwei Freundinnen.

Dieses ewige Auf und Ab der Gefühle macht mich langsam echt fertig. Seit zwei, drei Tagen bin ich wieder ständig am heulen.

Natürlich hatten wir schlechte Momente; die gibt es in jeder Beziehung mal. Aber die schönen Momente überwiegen eindeutig. Ja, er fehlt mir immer noch.
Morgen liegt die Trennung genau einen Monat zurück. In der vorletzten Nacht habe ich geträumt, dass wir zusammen spazieren gegangen sind, und plötzlich hat M. seinen Arm um mich gelegt; ich fragte ihn " wir sind doch nicht mehr zusammen, hältst du das wirklich für eine gute Idee?"
In dem Moment bin ich aufgewacht. Ich habe mich umgedreht und sah - ein leeres Bett. Ein kleiner Teil tief in mir hat nicht nur gehofft, sondern tatsächlich geglaubt, M. würde so wie sonst auch neben mir liegen.

In mir herrscht absolutes Gefühlschaos. Hoffentlich ist das irgendwann auch mal wieder vorbei; es ist furchtbar anstrengend wütend, traurig und verzweifelt zugleich zu sein. Ich habe das Gefühl, dass das bisschen Kraft, das ich noch habe, nicht ausreichen könnte für das was vor mir liegt. Mir graut jetzt schon vor dem Packen... dann der Umzug selbst... das Auspacken und Wohnung einrichten...
Und dann werde ich einsam und allein in meiner Wohnung hocken, und sie wird sich viel zu groß anfühlen, egal wie klein sie tatsächlich ist. :weinen:





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  26.02.2018 01:06  
Tag 31

Heute nur Tränen. M. war von gestern Abend bis heute Nachmittag weg. Er hat jemanden kennengelernt, sagte er, sie seien noch nicht zusammen, aber sie würden sich treffen. Hatte wieder eine Panikattacke.

Ich habe das Gefühl, er hätte mich ersetzt durch ein besseres Modell oder so... genau einen Monat nach der Trennung. Ich kann schon gar nicht mehr weinen; meine Augen fühlen sich ganz ausgetrocknet an.

Abends waren wir noch Essen mit seinen Eltern, die morgen wieder nach Hause fahren. Konnte die Tränen selbst im Restaurant nicht ganz zurückhalten. Sein Kommentar dazu: "Irgendwann muss es doch mal gut sein. Ich hab mich noch nie so geschämt!" Ist es tatsächlich nicht normal einen Monat nach der Trennung einer 18jährigen Beziehung noch zu weinen? Ihn habe ich nicht eine Träne vergießen sehen.

Ab morgen bin ich wieder allein mit M. in der Wohnung. Und ich bin langsam am Ende meiner Kräfte.



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  26.02.2018 08:20  
Hey du.
Nein es ist absolut normal jetztnoch zu trauern.
Es liegt in der Natur der Sache, dass diejenigen, die Schluss machen, weniger leiden. Denn innerlichhaben sie bereits abgeschlossen. Denn seltenst komt das spontan. Wenn jemand schluss macht, hat er warscheinlich schon lange mit dem Gedanken gekämpft und damit abgeschlossen.

Es wird wirklich Zeit, dass du deine eigene Wohnung bekommst! Damit du auch damit abschließen kannst.
Und ich glaube gar nicht, das sich die neue Wohnung dann allein so schrecklich anfühlen wird. Es ist dann DEIN Reich. Da kannst du tun und lassen was du willst. Und es sichhübsch und gemütlich zu machen kann dann auch sehr belebend sein wenn man es nicht als lästige Pflicht ansieht.

Mach weiter! Es bleibt dir auch nicht viel anderes übrig. Ich denke der Schmerz wird mit dem Abstand dann verblassen.

Hast du Hilfe in deinem Leben? Menschen, die dir beim Umzug helfen können?

Liebe Grüße
Huhn

Danke1xDanke

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