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201716.12




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Nordseeküste
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Hallo,

ich bin 43 Jahre alt und leide seit Winter 2003 an Panikattacken...

Zu meinem Krankheitsverlauf, wie alles angefangen hat etc pp werde ich im laufe der nächsten Zeit mal was schreiben.

Aktuell liege ich seit gut 20 Minuten im Bett, habe nen Puls von rd 110 (Schnitt) und versuche mich jetzt hier etwas abzulenken... Ich denke mal das kennen alle hier, das man das Gefühl hat, das irgendwas am Herzen nicht stimmt und man sich dann dort reinsteigert...

Normalerweise verlaufen meine PA immer kurz und heftig, danach werde ich müde (und muss dringend auf die Toilette) und sofern möglich versuche ich zu schlafen mit dem Ergebnis, das sich wieder alles von alleine einregelt... Richtig gut geht es mir nach dem Aufwachen zwar nicht, aber die Symptome sind weg.

Aktuell ist es halt anders und es wird auch nicht besser... Alles Mist so und es ist einfach nur nervig, gerade im Winter wenn die Laune eh schon am Boden ist :roll:

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Nordseeküste
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  16.12.2017 21:37  
So, jetzt geht es mir ein wenig besser... ich habe mal wieder mein Entspannungsprogramm durchgeführt



Das hilft mir immer recht gut runter zu kommen, auch wenn die ersten 10-15 Minuten es recht schwer ist, abzuschalten und sich fallen zu lassen.

Das führt mich auch zu meiner Beobachtung, das ein verspannter Hals/Nacken/Schulterbereich immer Vorboten einer PA sind bzw so eine Verspannung irgendwie immer vorliegt (zB verlegen in der Nacht) wenn denn eine PA kommt. Da ich im Büro am PC arbeite ist auch meine Haltung im Laufe der Jahre leider immer schlechter geworden, was ich jetzt mit einer Rückenstütz-Hilfe versuche in den Griff zu bekommen. Ich erhoffe mir dadurch auch einen entspannteren Nackenbereich (und natürlich weniger PAs :wink: )

Ein paar weitere Daten zu mir :
Wie schon geschrieben, ich bin 43 Jahre alt, 187cm groß und rund 92kg schwer, wobei ich viele Jahre Kraftsport gemacht habe aber dieses Jahr eher faul war (antriebslos trifft es wohl ganz gut). Ich weiß, das Sport mir gut tut, auf der anderen Seite will ich mich deswegen aber auch nicht stressen und unnötig Druck aufbauen, denn den mache ich mir an anderen Stellen im Leben schon genug. Leider.



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Bayern
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  16.12.2017 21:52  
Hallo.
Ich bewundere alle Menschen die diese Entspannungsübungen machen.
Ich hab das heute auch mit einer app für achtsamkeit probiert :sanduhr: ...irgendwie kommen mir dabei tausend Gedanken, meist schlechte, und ich werd dann unruhig und sauer...das es nicht so funktioniert wie ich es mir vorstelle :keule:





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Nordseeküste
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  16.12.2017 23:54  
das kenne ich nur zu gut, ich werde auch sauer wenn etwas nicht klappt und ich meinen Erwartungen nicht gerecht werde. Das mit der Muskelentspannung hat auch gedauert bis ich mich drauf einlassen konnte und meine Gedanken wandern auch schnell ab und auch oft zu Themen, die mir nicht gut tun.... Aber das Ergebnis spricht für sich und mir geht es danach echt besser und auch die innere Anspannung, welche ich gefühlt immer habe, ist auch weg....

Danke1xDanke




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Nordseeküste
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  18.12.2017 22:05  
Nachdem die letzten Tage (zum Glück) eher unauffällig waren, hier mal ein wenig Historie zu meinen PAs

Das erste Mal hatte ich eine PA, da war ich so 15-16 Jahre alt (1989/1990) und ich saß bei einem damaligen Schulfreund mit im Auto. Völlig aus dem Nichts kam der Gedanke was wäre, wenn ich in diesem Moment tot wäre. Also alles schwarz, nichts - tot eben.
Diesen Gedanken empfand ich als extrem beklemmend, konnte aber auch nicht meine Gedanken auf was anderes bringen - und mir ging es echt dreckig. So lief es ca 5 Minuten bis der Vater meines Kumpels mich etwas fragte und ich aus dem schlimmen Gedanken gerissen wurde.

Danach war überhaupt nichts mehr (zumindest nichts, an das ich mich erinnern kann) bis ca 2001... Ich hatte damals extrem Probleme mit meinen Eltern und meiner damaligen Freundin (Fernbeziehung, beide Seiten wollten mich vereinnahmen, keiner wollte nachgeben und ich war immer der Blöde in der Mitte, der es nie beiden Seiten recht machen konnte. Das belastete mich extrem. Eines Nachts wachte ich auf, mir ging es gar nicht gut, ich ging zur Toilette und wäre fast umgefallen und musste mich an der Wand abstützen, so wackelig war ich auf den Beinen. Ich ging auf Toilette, trank etwas und legte mich wieder hin - das Gefühl war echt mies dabei, das kannte ich so nicht und konnte es überhaupt nicht zuordnen. Ich bin dann eingeschlafen, ein sehr mulmiges Gefühl blieb. Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob es "nur" eine PA war oder doch was ernstes (was aber ohne Folgen blieb).. Alleine die Erinnerung an diese Nacht bereitet mir gleich wieder ein sehr schlechtes Feeling bis zu einer PA (Gedankengang : war es doch was schlimmes? )

Richtig hart kam es im Winter 2003, ich war mit meiner Familie bei Weihnachtseinkäufen in Hannover, als ich plötzlich das Gefühl hatte, sterben zu müssen - mir ging es dreckig, mir war schwindelig... Auf mein Drängen gingen wir in eine Apotheke, weil ich dachte es wär etwas mit dem Kreislauf. In der Apotheke konnte ich mich hinlegen und es wurde immer schlimmer, so das ich auf einen Krankenwagen bestand, der auch schnell kam und mit dem ich + Familie dann ins Krankenhaus gefahren sind. Erste Untersuchungen im Rettungswagen waren - Überraschung! - total unauffällig, alles war in normalen Rahmen (bis auf den Puls, logisch). Am Ende wurde ich am gleichen Tag wieder entlassen... Und ab dem Tage wurden die PAs meine ständigen Begleiter, auch wenn ich am Anfang überhaupt nicht wusste, das ich unter PAs leide... dazu dann bald mehr hier in diesem Kino...





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Nordseeküste
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  19.12.2017 08:58  
Es scheint so, das meine Schrieberei gestern über die Anfänge mich innerlich stark aufgewühlt haben... Die Nacht war bescheiden (nur Blödsinn geträumt) und der Tag begann mit einer PA auf der Toilette - na super.

Momentan sind meine Akkus sowas von leer, das ich echt nur im Bett bleiben könnte.. Naja, hab es heute trotzdem zur Arbeit geschafft (irgendwie) und überlege, wie ich den Tag so gut es geht überleben soll....

Mein Mittel gegen PA welches (fast) immer wirkt ist übrigens Baldrian flüssig. Wenn ich richtig drin stecke in der PA dann nehme ich direkt einen Schluck aus der Pulle... Da es Konzentrat ist klappen mir Instand die Fußnägel hoch (brrrr) und zu 95% holt mich dieser fiese Geschmack raus aus dem Teufelskreis - dafür riecht mein Atem dann entsprechend eine gewisse Zeit, aber irgendwas ist ja immer ;)

Danke1xDanke


1766
17
NRW
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  23.01.2018 22:47  
Hallo

Hast du eine Methode für dich gefunden mit Panikattacken und der allg. Angst besser klar zu kommen?

Gruß





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Nordseeküste
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  27.01.2018 18:04  
Hallo Levent,

naja, gefunden Ich versuche aktuell einfach meine Sichtweisen neu zu ordnen, was aktuell einigermaßen hilft

Die letzten zwei Wochen im letzten Jahr waren echt nicht so toll, viel Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Muskelschmerzen (ob real oder Kopfsache weiß ich nicht) und auch generell kein Bock auf Nichts - Laune/Befinden passend zum Wetter.

Sylvester war ok, war aber nicht feiern oder so, habe aber viel nachgedacht (auch die Neujahrsnacht, hab da nicht viel geschlafen).

Ich werde einfach versuchen, viele Sachen (gerade die, die mich nicht betreffen), welche mich immer ärgern/beschäftigen/aufregen einfach mit Abstand zu sehen und ihnen auch keine hohe Wertigkeit zusprechen.

Das viele Grübeln über alles und jedem ist denke ich mal einer der Auslöser, warum es mir oft nicht gut geht, dazu meine Erwartungshaltung an mich und meine Kinder. Auch das ist ein Thema, wo ich mir etwas mehr Gelassenheit auf die Fahnen geschrieben habe.

Aktuell bzw seit Neujahr geht es mir soweit ganz gut und das war auch der Grund für meine Abwesenheit hier - ich vergesse leider sehr schnell wie es sein kann, wenn es mir mal gut geht

Danke1xDanke


1766
17
NRW
552
  28.01.2018 01:15  
Als meine Ängste extrem waren war ich fast täglich lange joggen und hörte viel klassische Musik. Ich finde es wichtig was zu finden, was einem besonders gut tut.





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Nordseeküste
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  28.01.2018 22:06  
Levent hat geschrieben:
Als meine Ängste extrem waren war ich fast täglich lange joggen und hörte viel klassische Musik. Ich finde es wichtig was zu finden, was einem besonders gut tut.


Da gebe ich dir 100% Recht. Ich habe festgestellt, das ich Situationen, die mich zu einer PA gebracht haben, einfach mal neutral bewerten muss, das geht ganz gut im Abends im Bett wenn ich mal wieder nicht schlafen kann. Ich stelle mir die Situation vor, welche Auslöser war, trete dann einen Schritt zur Seite und diskutiere in Gedanken das Thema mit mir selber durch. Klingt vielleicht etwas verrückt für Außenstehende, aber durch die inneren Gespräche mit mir selber verlieren diese Erinnerungen dann auch an Gefährlichkeit.


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