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201727.10




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Meine Geschichte....

Meine Abwärtsspirale begann im Oktober letzten Jahres, als ich versuchte, mir das Leben zu nehmen.
Es war mehr eine Kurzschlussreaktion indiziert durch viel Alk., der mich enthemmt hatte.

Ich war mir der Tragweite, was mich danach erwartet nicht " bewusst ", denn ich war ja sicher, zu sterben.
Ich schluckte 150 Tabletten trizyklischer AD's. Ich war also mehr tot als lebendig.
Mein Mann und meine älteste Tochter fanden mich im Schlafzimmer und ich kam ins KH. Dort versezte man mich
ins künstliche Koma damit ich entgiftet werden konnte. Bei dieser Entgiftung wurde mir auch das Medikament,
das ich 10 Jahre genommen hatte, mit entzogen.
Nach dem aufwachen karrte man mich schleunigst in die hiesiege Psychiatrie. Die schickten mich nachhause, mit der
Begründung, ich sollte zu meiner damaligen Psychiaterin gehen.
Als ich wieder zuhause war, bekam ich eine massive Schlafstörung, die in den ersten Monaten die Hölle war, weil ich so gut wie gar nicht schlafen konnte. Ich wurde dann von Januar bis zum Frühjahr mit diversen Medikamenten behandelt. Das was ich am längsten nahm, war Opipramol und Tavor hoch dosiert, bis Mai etwa.

Schlaf war nicht wirklich besser damit und ich schlich alles aus.
Im Frühjahr, genau genommen im April, fielen mir dann sehr viele Haare aus. Heute denke ich das es am Stress liegt.
Kein Hautarzt fand eine Ursache und jeder schob es auf etwas anderes. Der eine auf die Hormone und der andere uf Sonst was.
Ich denke, es war einzig und allein die Zöliakie Diagnose gepaart mit Schlafmangel und dem Trauma durch den Selbstmordversuch. Meine Haare werden immer dünner und das macht mir große Angst. Ich hatte nie dickes Haar, aber viele.

Und was mich am allermeisten belastet ist diese Schlafstörung seit jetzt mehr als einem Jahr und die das ich Zöliakie habe, und nicht mehr alles essen soll, was mir lieb und teuer war und ist. Nämlich ganz normale Backwaren. Da ich keine Magen Darm Probleme hatte, verstehe ich das nicht. Im Gegenteil, diese Diät hat mir bis jetzt mehr geschadet als gut getan. Ich würde am liebsten wieder normal essen, wenn nicht die Angst da wäre, das man von einer unbehandelten Zöliakie Depressiv oder gar eine Psychose bekommen kann. Aber ich merke nicht, das durch die Ernährung mein Zustand besser geworden wäre.

Es ist dadurch alles nur noch schlimmer geworden. Ich habe 44 Jahre normal gegessen und hatte bis auf eine Anämie keinerlei Probleme. Ich trage mich mit dem Gedanken, wieder normal zu essen.

Komischerweise denke ich immer, das ich vielleicht keine Medis bräuchte. Aber wenn ich ich mich hier zuhause so umschaue, was alles so im argen liegt, dann war ich mit Clomipramin schon besser drauf, trotz der Selbstmordgedanken, die ich hatte.
Ich hatte trotz allem Freude am Leben und konnte mal ins Kino oder in die Altstadt mit meinem Mann. Das ist jetzt alles vorbei seit einem Jahr. Ich hätte damals zu Beginn der Einnahme von Clomipramin eine Therapie gebraucht, die mir aber niemals angeraten wurde und von alleine kam ich nicht drauf. Ich verliess mich blind auf meinen damaligen Psychiater und auf meine Tabletten.

Aber wisst Ihr was ? Wenn ich wüsste, es gibt was, was mir helfen würde, und man würde mir sagen, Sie müssen das Bis zu Ihrem Lebensende nehmen, dann wäre ich dazu bereit. Das habe ich bei meinen Clomis auch immer gesagt. Wenn ich Sie bis zu meinem Lebensende nehmen muss, dann ist es halt so. Mein Mann muss bis zu seinem Lebensende starke Asthmamdeikamente nehmen und jammert deswegen auch nicht rum.

Ich wäre einfach nur glücklich, wenn ich mein Leben wenigstens so zurück bekäme, wie es unter Clomipramin mal war. Gut meine Angst ich könnte gleichgeschlechtlich sein, kam immer mal wieder hoch in den letzten Jahren der Einnahme, und dadurch kamen dann auch die Selbstmordgedanken, aber das ist alles kein Vergleich zu dem was heute ist.....

Eins muss ich unbedingt noch los werden.

Ich habe hier im Forum Freunde gefunden, die mich aufgenommen und aufgefangen haben. Dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken. Danke Ihr LIEBEN, das es EUCH gibt.

Herzlichst

Maja

Auf das Thema antworten
Danke8xDanke


  27.10.2017 13:42  
Am 10.11.17 ist ja der Termin bei der Vertretung meines Psychiaters. Ich hoffe so sehr, das er mir helfen kann. Das schlimme ist nur, das ich das Vertrauen in die Ärzteschaft verloren habe, seit den vielen Medis, die mir mein Psychiater verordnet hat.
Bitte drückt mir für diesen Tag die Daumen und denkt an mich, falls in Euren Köpfen noch ein Eckchen für mich frei ist.

Herzlichst

Maja

Danke2xDanke


  27.10.2017 13:53  
Hallo liebe Maja, *freu*, Dein eigenes TB, sehr schön!

Weniger schöner ist Deine Geschichte in dem ersten Beitrag. :(
Was vor einem Jahr passiert ist, das tut mir Leid, aber Du hast überlebt! Es geschah nicht umsonst, glaube mir.
Und trotz viele Probleme, die Du gerade hast, wird es mit der Zeit besser werden.
Mein Lieblingsspruch: es regnet nicht jeden Tag...Hab den schon so oft verwendet, aber er taugt mir so sehr, weil da so viel Wahres drinnen steckt.

Ich drück Dir natürlich die Daumen an deinem Termin am 10.11. Noch ein paar Wochen musst Du ausharren und dann wird Dir hoffentlich geholfen.
Ich denk an Dich.
Liebe Grüße, JP. :freunde:

Danke3xDanke


  27.10.2017 14:00  
JPreston hat geschrieben:
Hallo liebe Maja, *freu*, Dein eigenes TB, sehr schön!

Weniger schöner ist Deine Geschichte in dem ersten Beitrag. :(
Was vor einem Jahr passiert ist, das tut mir Leid, aber Du hast überlebt! Es geschah nicht umsonst, glaube mir.
Und trotz viele Probleme, die Du gerade hast, wird es mit der Zeit besser werden.
Mein Lieblingsspruch: es regnet nicht jeden Tag...Hab den schon so oft verwendet, aber er taugt mir so sehr, weil da so viel Wahres drinnen steckt.

Ich drück Dir natürlich die Daumen an deinem Termin am 10.11. Noch ein paar Wochen musst Du ausharren und dann wird Dir hoffentlich geholfen.
Ich denk an Dich.
Liebe Grüße, JP. :freunde:



Danke Liebes für Deine aufmunternden Worte. Es ist vielleicht auch besser hier in meinem TB zu jammern :freunde:

Danke1xDanke


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  27.10.2017 14:05  
Der Vorteil von einem Tagebuch ist auch, dass immer mal wieder nachlesen kannst weil die Beiträge nicht so verstreut sind. Du kannst Ratschläge und deine Fortschritte nachlesen, die du ganz sicher machen wirst, :wink:

Danke3xDanke


  27.10.2017 14:05  
Du kannst ab jetzt in 2 Tagebüchern jammern*** Denn bei mir kannst Du auch alles schreiben, was Dir gerade auf der Seele liegt. Und jammern ist legitim hier. :wink:
Es werden sicher Zeiten kommen, wo Du auch erfreuliche Sachen berichten wirst! :trost:

Danke2xDanke


  27.10.2017 14:09  
JPreston hat geschrieben:
Du kannst ab jetzt in 2 Tagebüchern jammern*** Denn bei mir kannst Du auch alles schreiben, was Dir gerade auf der Seele liegt. Und jammern ist legitim hier. :wink:
Es werden sicher Zeiten kommen, wo Du auch erfreuliche Sachen berichten wirst! :trost:



Dann jammer ich gerade mal wieder darüber, das ich in meinem Haushalt nix gebacken bekomme und über meine Haare, die immer weniger werden :stirn :evil:



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  27.10.2017 14:48  
Hallo Maja. Darf ich hier mitschreiben?

Danke1xDanke


  27.10.2017 14:54  
kopfloseshuhn hat geschrieben:
Hallo Maja. Darf ich hier mitschreiben?



In meinem Tagebuch ist jeder willkommen Liebes :herz:

Danke1xDanke


4167
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  27.10.2017 15:11  
Also Liebe Majy.
Dann fang ich mal an.
ist die Zöliakie bei einer Darmspiegelung diagnostiziert worden?

Auch wenn du keine Probleme mit dem Gluten hast, solltest du dich daran halten. Psychisch wird dir wohl nicht das befürchtette passieren, davon habe ich noch nie gehört aber das krebsrikiso ist extrem erhöht wegen der Entzündungen die das Gluten in deinem Bauch macht.
Ich schätze mal, dass der Haarausfall nciht gerade von der Diät kommt, wohl aber von der Psyche. Du scheinst das echt nicht gut annehmen zu können, glutenfrei leben zu müssen.
Ich kann das verstehen. Spaß macht das nciht. Ich lebe jetzt seit 2,5 jahren Histamin und Glutenfrei.
Aber nur Gluten? damit kann man doch leben!
Klar, es gibt tausend leckere Dinge die man nicht gut ersetzen kann. Glutenfrei ist manchmal nämlich auch Geschmackfrei *hihi
Aber es geht doch.
Es gibt soooooooooooooooooooooo viele Produkte mit ohne Gluten. Und selbst backen kann man auch noch.

neues Thema:
Zitat:
Ich hatte trotz allem Freude am Leben und konnte mal ins Kino oder in die Altstadt mit meinem Mann. Das ist jetzt alles vorbei seit einem Jahr. Ich hätte damals zu Beginn der Einnahme von Clomipramin eine Therapie gebraucht, die mir aber niemals angeraten wurde und von alleine kam ich nicht drauf. Ich verliess mich blind auf meinen damaligen Psychiater und auf meine Tabletten.


Tja ich schätze dein Suiversuch hatte damit auch etwas gutes. Nun weißt du es.
Mit medis ist die Welt nciht einfach in Ordnung. Es sieht erstmal so aus aber bei heftigen Psychischen problemen sind die eben nicht mit ein paar Pillen wieder weggezaubert.
Die wollen bearbeitet werden, die rufen um Hilfe. Oft genug auch MIT Medis - manchmal erst nach einer Zeit weil sie sich dann noch heftiger zu Wort melden.

fakt ist, du brauchst eine Therapie.
Hast du da schon mal richitg angefangen zu suchen?
Immer nur Psychiater und Medis...halte ich eben genau für den falschen Weg. Betonung liegt hier auf NUR.

beim Thema Haare kann ich nciht mitreden. Ich würde jetzt sagen ists doch nicht schlimm. Lass dir ne schicke Kurzhaarfrisur machen und stress dich nicht zusätzlich.
Ich bin eine der Frauen, die auf ihre Haare keinen übersteigerten Wert legt. Ich trage sie raspelkurz.
Aber ich weiß, dass viele eben nicht so drauf sind dahe rkann ich dir da keinen rat geben.

So Kopf ist leer. Bis zum nächsten Mal.

Danke4xDanke

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