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201817.01




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Eine neue Umgebung und jetzt liegt also die weiße Fläche vor mir und ich soll schreiben.
Was schreibe ich also nun?
Vielleicht erst Mal, warum ich überhaupt ein Tagebuch aufgemacht habe.
Ich möchte mich gerne selbst etwas motivieren. Abseits von Medikamenten und
Therapien habe ich in meinem Leben festgestellt, dass mir besonders "Bewegung" gut tut.
Bewegung ist für mich auch ein Medikament.

Und deswegen dient dieses Tagebuch auch eine Möglichkeit dar die innewohnende
Faulheit zu überwinden, eben auch was zu tun.

So hatte ich gestern eine depressive Verstimmung, die durch gewisse Umstände ausgelöst wurde.
DIe habe ich durch 40 Minuten Gymnastik überwunden.

Und das ist dann auch der erste Erfolg, den ich für heute hier festhalten will. :D

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  18.01.2018 13:27  
Der Morgen beginnt mit Grübeleien im Bett. Ich mache eine Zeitreise in die Vergangenheit und schüttle den Kopf. Ich frage mich auch, ob da eine Aufarbeitung überhaupt noch Sinn macht, an jeder Ecke starrt mich ein anderes Problem an. Erhebungen werden zu Bergen aufgeblasen, eine unruhige See wird zum Sturm. Albträume und Doktor Strange ist gerade nicht da. Etwas in mir bereitet es anscheinend auch Vergnügen wieder und wieder etwas auszupacken aus meinem Leben und mir in Cinemascope vorzuführen.

Never endig story. So wird es nie ein Ende geben. Also übe ich die Selbstkonditionierung, um dies, zu durchbrechen. Ich versuche im Jetzt zu leben. Ich muss im Jetzt leben, um nicht unterzugehen.
Die Eiskristalle am Fenster haben sich in Wasser aufgelöst. Ich blicke auf eine Schneelandschaft. Auf dem Rechner läuft Cyndi Lauper, die neuerdings Countrysongs macht. Die Zeit schreitet voran mit Hammer und Meißel und schlägt immer neue Spuren in Gesicht und Körper.
Heute war bisher kein guter Tag, es gelingt mir immer noch nicht die Tagesstruktur zu halten. Ich bin etwas melancholisch.





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  18.01.2018 17:09  
Fehler Nummer 1 war heute, dass ich in den Tag - ohne Übungen - gestartet bin. Die Belohnung war das Gefühl mit einer Tonne auf den Schultern herumzulaufen und natürlich eine gedankliche Achterbahnfahrt. Dabei ist das Thyroxin gerade erst neu eingestellt worden. Das Wetter spielt verrückt und ich beneide Frankreich um seine Frauen, die im Alter noch "Stimme" besitzen.

https://www.bing.com/videos/search?q=ch ... &FORM=VIRE





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  19.01.2018 12:31  
Das Wetter hat Alles etwas durcheinandergebracht und ich kam erst zwischen 02.00 und 03.00 Uhr ins Bett. Wenigstens konnte ich mich gestern noch zu einer halben Stunde Ergometer aufraffen. Trotzdem ist es ein Disaster für meine Tagesstruktur. Es fällt mir auch auf Grund von Medikamenten schwer, meine Müdigkeit und Antriebsschwäche zu überwinden. Ich werde mich jetzt einer großen Tasse schwarzen Tee mit viel Milch widmen und dann losfahren.
Getan und los gehts.





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  19.01.2018 15:10  
Ohne Bewegung kommt es mir so vor, als hätte ich körperliche Schmerzen. Ein Schmerz, der aus Bewegungslosigkeit resultiert. Deswegen werde ich mich gleich auf das Ergometer setzen und radeln.
Es ist für mich meist nach einer gewissen Sportintensität dann so, als würde ich einen anderen Anzug anziehen; Bewegung ist deshalb für mich auch Nahrung. Ein Erkenntnisprozess, der relativ spät bei mir eingesetzt hat und die ich einem schmetterlingsgroßem Organ verdanke.



Für Morgen werde ich mir eine Tour für mich und dem Hund überlegen. Der Hund ist zwar gesund, hat aber auch einen enormen Bewegungsdrang. Eine sogenannte winwin-Situation. Da dann meine Frau von uns beiden für einige Zeit befreit profitieren sogar drei Lebewesen.

Und dass ich dann auch wie mal male:






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  19.01.2018 22:59  
Das Abendessen war doch etwas schwerer - wobei ich natürlich erwähne -, dass meine Frau eine tolle Köchin ist und meine heutige Portion
nicht den Vorstellungen einen "normierten" Lebens entspricht. sondern wohl mehr ausufernd war. Und so raffe ich mich dann zur Tanzgymnastik auf. Das ist ja alles heute einspielbar und ich habe auch den richtigen Platz dafür.
Ich habe ziemlich lange gesucht, habe etwas mit Yoga und Qigong experimentiert. Aber ich muss gestehen, dies macht mir nicht so viel Spass. Tanzgymnastik dagegen hat mir bei der Zeit nach dem Krankenhaus doch sehr geholfen. Da komme ich dann in den flow.

Ich nehme dadurch zwar nicht viel ab - aber halte das Gewicht - und es hilft gegen Antriebsschwäche und Müdigkeit.





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  20.01.2018 15:18  
Momentan fühle ich mich, als würde ich 2 bis 3 Tonnen tragen, verbunden mit einer gewissen Art von Schwindelgefühl. Dermaßen verpeilt, dass ich sogar diesen Eintrag erst mal falsch poste. Aber okay, es ist Samstag und ich werde die Tour mit dem Hund auf Morgen verlegen. Alleine wäre diese Änderung im Aktivitätenprogramm gar nicht möglich und so besitze ich doch "Optionen" bzw. besitzt sie auch der Hund, der genauso abhängig von Bewegung ist, wie ich.
Vielleicht ist auch meine Schilddrüse nicht nichtig eingestellt worden, am Blutdruck liegt es jedenfalls nicht. Es gibt da einige Faktoren, die das bewirken können. Leider sind Ärzte sind ja heutzutage oft nur noch "wartezimmergetriebene" Spezialisten, die Schulungen durch umsatzfixierte Pharmaunternehmen erhalten. Da bin ich wohl letztendlich für eine "ganzheitliche" Interpretation zuständig und verantwortlich und ich denke auch, dass dies mir auch mein Leben bisher tatsächlich gerettet hat.

Da kommt dann auch wieder die "Überwindung" ins Spiel, die ich mir seit frühester Kindheit anerzogen habe und die ich eben einer/diverser Stoffwechselerkrankung verdanke. Ein - subjektiv empfunden - äußerst schmerzlicher Prozess, vergleichbar damit, dass man noch einen Rucksack mit Steinen um sich rum trägt. Irgendwie scheint dies "heutzutage" allerdings auch immer mehr die Regel zu werden.

Im Prinzip war ich früher nie jemand, der besonders auf die Ernährung geachtet hat. Da war das vielleicht damals auch alles noch kompensierbar. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Besonders auch wegen des in Nahrungsmitteln unverhältnismäßig enthaltener Menge von Jod und Zucker. Auch eine Überversorgung mit Jod kann ja eine Schilddrüsenstörung auslösen und mein Eindruck ist es, dass man den Weg von eine Mangelversorgung zu einer Überversorgung eingeschlagen hat. Und genauso ist es mit den Zucker. Ich bin da schon echt dankbar, dass die Produkte "noch" Inhaltsangaben enthalten.

Eine Seite von mir hat auch etwas von einemn abgehalfterten Boxer, der immer wieder für den nächsten Boxkampf trainiert. Man reisst sich aus dem Jammertal hoch und fightet weiter. Ich vermute mal, dass daher auch eine gewisse "Ambivalenz" bei mir vorhanden ist oder eben auch verschiedene Persönlichkeitsanteile. Wobei ich von Überpsychologisierung oder einer Ansammlung von schwarz und weiß angestrichenen Kartons auch nicht viel halte. Ich erkenne allerdings auch, dass die Dialektik zwischen Physis und Psyche für mich immer wichtiger wird.






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  20.01.2018 15:34  
Ändern ist nicht mehr möglich, deshalb eben so:






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  22.01.2018 14:33  
Bei Schauen eines bestimmten Videos kommen Erinnerungen hoch und ich bin erstaunt, wie sich Dinge, die ich
für fix angenommen habe, plötzlich ändern oder etwa ins Gegenteil verkehren.



Manchmal denke ich, ich sollte einfach aufstehen und in ein anderes Land gehen. Aber mache ich mir da selber nichts
vor? "Mich" nehme ich überall mithin.

Gut, ganz ausschließen würde ich bei mir nichts mehr. Und schließlich hat man auch nur ein Leben. Also, was soll man verlieren? Ist das Leben nicht dazu da, auch um zu experimentieren, um immer wieder die Angst zu überwinden?
Ich habe das verinnerlicht, die Überwindung. Wahrscheinlich, um auch nicht im dämmrigen Licht einzuschlafen und mich der Passivität zu übergeben. Vielleicht sollte ich auch das Gegenteil mal wieder lernen.

Anderes Thema.

Da ich immer versuche Bewegungen auch auf kleinerem Raum zu machen hier ein entsprechender link zu einem step board. Über das Video kann man streiten, ich denke mal, es erfüllt seinen Zweck. Stepoard habe ich erst seit kurzer Zeit entdeckt, ein Preisvergleich macht hier unbedingt Sinn.






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  23.01.2018 16:53  
Alles ist in Weiß gehüllt. Die Sicht beträgt durch den Nebel einige Meter und mein Hund schaut mich erwartungsvoll an. Und so erklettern wir dann die kleine Schneewand um das Nichts zu betreten. Normalerweise befindet sich hier ein Weg, der dazu dient,
eine vor mir liegende Hügelkette zu überqueren. Normalerweise.

Nach den fehlenden Fußspuren zu schliessen, war ich allerdings bisher der Einzige, der bisher auf diese "tolle" Idee gekommen war "Bigfootabdrücke" zu hinterlassen. Die Maus, meine vierbeinige schwarz-weiße Begleiterin, deren Ahnen aus Großbritannien kommen, sieht mein denkendes Gesicht und wälzt sich erstmal genüßlich auf dem Rücken im tiefen Schnee. Unbekümmerte Lebenslust, ein
ganz toller Hund.

Der Schnee ist so tief, dass ein Weitergehen keinen großen Sinn macht. Wir sind beide etwas enttäuscht, da ich die Maus auf dem Plateau der Hügelkette immer frei lasse, damit sie speed aufnehmen und sie mich wie ein Schaf hüten oder zusammentreiben kann. Rempeln mit eingeschlossen. Ein Vermächtnis ihrer Gene, um sich voll auszupowern. Mäh. Es macht ihr heute trotzdem sichtlich Spass. Sie ist eben zeitweise ein Bewegungsjunkie.

Ich wechsle die Richtung und gehe auf eine Ansiedlung zu, die etwas wirkt wie am Ende der Welt. American Werewolf fällt mir kurz ein.

Ich merke allerdings wie die Maus streikt - und ich auch keine großte Lust auf diesen Weg verspüre - und so machen wir uns "etwas" enttäuscht auf den Rückweg.

Das kurze Stück die Straße entlang ist ziemlich gefährlich, motorisierte Wildschweine mit übergezogener Humanmaske fahren hier oft mit Brachialgewalt vorbei, so als würden sie es darauf anlegen Beute zu machen. Da sollte man gute Reaktionen besitzen. Ich halte den Hund deshalb sehr kurz und lasse sie anschließen noch im Tal - abseits von Straßen - herumlaufen. Hat etwas von Dagobert Duck, wie sie durch den Schnee pflügt, als Belohnung gibt es einige Leckerli, da sie ohne großes Murren gehorcht. Sie ist ein sehr intelligenter Hund, deshalb spielen neben die Bewegung auch die Eindrücke eine große Rolle.

Der Spaziergang mit ihr gehört zur Tagesstrukur.



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