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201715.04




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Niedersachsen
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Hallo Welt,

Die abstände werden wieder größer zwischen der Angst, das merke ich.
Aber gerade eben hilft es mir kaum weiter. Ich war vor knapp 6 Wochen stark erkältet und auch über eine Woche krank geschrieben, ich lag acht Tage Komplett nur im Bett. Seitdem habe ich immer mal wieder Schwindelanfälle. Gestern und heute ist es besonders schlimm. Ich habe viel Stress momentan und der Schwindel macht mir wirklich Angst. Im Liegen ist es deutlich besser. Die Ärztin hatte gemeint das käme von meiner Erkältung wenn die weg wäre würde es besser werden. Ist es aber bislang nicht.. ist es jetzt die Psyche? Möglich wäre auch verspannter Muskel von dem vielen liegen. Ich merke, dass ich total verspannt bin und meine Schultern dauerhaft hochgezogen sind. Aber die Angst bedingt das ja auch :(
Ich weiß gerade kaum weiter. Ich dachte ich hätte alles im Griff. Aber dieser Schwindel lässt meine Angst kreisen und ich Denke immer mehr daran. Dieser Teufelskreis wir kennen ihn ja fast alle :(

Ich bin gesund (oder?)

Eure Joji

Auf das Thema antworten


6282
NRW
3991
  15.04.2017 10:50  
Hallo Joji,

schön mal wieder von Dir zu lesen.
Zitat:
Ich bin gesund (oder?)


Na klar, davon gehen wir mal aus.
Mir geht es auch nicht immer nur gut. Ich denke, das ist normal.
Zitat:
Ich habe viel Stress momentan und der Schwindel macht mir wirklich Angst.

Stress und Schwindel können leicht zusammen auftreten. Schaffst Du es vielleicht,
Deinen Stress etwas zu reduzieren? Nicht leicht so etwas, ich weiß.
Helfen kann dabei, dass Du möglichst viel schläfst und Dir immer wieder selbst sagst, dass Du genug Kraft
hast, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Zitat:
Aber dieser Schwindel lässt meine Angst kreisen und ich Denke immer mehr daran.


Bestimmt nicht nötig, da nervös zu werden. Tue Dir so viel Ruhe an, wie möglich.

Gute Besserung und schöne Osterfeiertage für Dich.

Viele Grüße

Bernhard





288
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Niedersachsen
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  20.07.2017 16:51  
Hallo Bernhard,

ich danke dir aufrichtig für deine lieben, netten Worte. Ja wirklich, sie beruhigen mich immer wieder ungemein. Deine sachlichen und immer freundlichen Worte schaffen es mit jeder Antwort aufs Neue, mir die Angst zumindest teilweise zu nehmen. Und einen Anfang braucht man immer.
Danke!


Hallo Welt,

vor einigen tagen wollte ich mir die Zeit nehmen, um mal wieder einen Eintrag zu verfassen. Ich dachte, hey nun hatte ich doch schon so lange keine Panikattacke mehr. Das stimmt auch. Ich hatte lange Zeit keine ausgebrochene PA. Aber unterschwellig merke ich, dass die Angst wieder sehr häufig da ist. Angst, dass ich nicht mehr lange habe und sterben muss. Ich habe vor einem Jahr eine neue Ausbildung angefangen, im Rettungsdienst. Welch Ironie, oder? Ich wollte aber immer Medizin studieren, mein Schnitt war zu schlecht, und jetzt gab es da diese neue Ausbildung. Außerdem ist mir ja der Hintergrund meiner Panikattacken bekannt. Ich hatte den Körper überlastet, er hat durch Stress Symptome gezeigt, die ich ignoriert habe und zack war sie geboren, meine erste PA. Ich weiß, dass Stress Symptome auslösen kann, wieso schaffe ich es nicht, den Stress zu reduzieren?
Ich mache mir selbst Stress, dass weiß ich ganz genau. Ich habe mir ein Haus gekauft vor einigen Monaten, mit meinem jetzigen Exfreund (der er nun auch schon 9 Monate ist) und habe auch einen neuen Freund. Mit dem bin ich überglücklich. Ich hatte mich nach der Trennung von meinem Eifreund dazu entschlossen, das Haus zu behalten, auch wenn ich in einer Ausbildung bin. Ich habe zwei Zimmer in dem Haus mittlerweile vermietet. Da es keine einzelnen Etagen sind, ist es eine Art WG-Haus. So weit, so gut. Aber mir fehlt es, abends mit meinem neuen Partner alleine zu sein. In seiner Wohnung hatten wir von einem Freund Pflegekatzen, jedoch haben wir die jetzt mit ins Haus genommen, weil sich so ein "Haus" nun mal lohnen muss zum drinnen wohnen. Da kann ich ja nicht ständig bei meinem Freund in der Wohnung sein. Und hier können die Katzen nach ihrer nächsten Impfung auch raus. Aber nun sind wir natürlich oft hier, man ist nie ungestört.

Warum ich eigentlich schreibe (und ich entschuldige mich für meine wirren Gedanken, aber sie wollen einfach am liebsten alle auf einmal raus): ich glaube ich hatte gerade mal wieder eine Panikattacke. Wie aus dem nichts kam sie. Ich hatte etwas wie ein Tinnitus auf dem Ohr, dann wurde mir schwindlig und die Angst überkam mich. Ich konnte mich nach etwa fünf Minuten wieder beruhigen, aber es war schrecklich. Dabei habe ich seit letzter Woche Urlaub und seit gestern mir sogar mal vorgenommen, nichts zu tun (sonst war ich den ganzen Urlaub auf Achse). Aber dann kam ein Kurzschluss in meinem Haus auf und ich musste lange mit einem Elektriker-Freund den Fehler suchen. Dann mussten wir am Sonntag zum Tierarzt mit der Katze, weil sie schnell geatmet hat und am ganzen Körper gezittert hatte. Ich dachte, sie stirbt uns hier gleich weg. Ich glaube außerdem, dass mich meine starken Gefühle zu meinem neuen Freund überfordern. Wir waren vorher acht Jahre befreundet, und wollten vor einigen Jahren uns schonmal küssen, da hatte er sich aber erst getrennt und ich gerade jemanden kennen gelernt. Wir fanden und also damals toll aber beließen es bei tiefen Blicken und Händchen halten. Und jetzt, wo wir einige Monate zusammen sind, bin ich so sehr verliebt in ihn. Es ist intensiver, als es damals bei meiner vermeintlich großen Liebe war, die mich dann betrogen hat. schei., ich habe solche Angst, dass es wieder passiert. Das wenn ich mich jetzt zu 100% auf diese wunderbare Geschichte einlasse, alleine da stehe.
Wohin mit diesen ganzen Gefühlen? Mit der Überforderung der Gefühle? Wo ist diese Ruhe, die ich zwischenzeitlich hatte und mich die Panik mal am Hintern *beep* konnte? Der Urlaub bringt mir gefühlsmäßig mehr Stress als die Arbeit.. ist es wieder eine Notbremse meines Körpers? Wie gelange ich zu der inneren Ruhe zurück? ich habe es doch einmal geschafft, wie schaffe ich es wieder und vielleicht ja auch einmal endgültig?
Ich weiß, die Antwort darauf kann mir keiner geben. Sie liegt in mir selbst.
Ich wollte es einfach nur loswerden im Moment der Panik. Hier zu schreiben bedeutet für mich oft Eingeständnisse an mich selbst. Aufzuschreiben was ich fühle und was mir jetzt gerade durch den Kopf geht, ist wie eine kleine Erlösung.

Bis bald Welt,

ich fühle mich nicht gesund. Aber ich bin es. Also Angst, komm her. Ich werde alles dafür geben, dich ganz in mir aufzunehmen, damit wir beide Hand in Hand zusammen den Schritt in die Ruhe finden und nebeneinander leben können.

Eure Joji

Danke1xDanke




288
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Niedersachsen
51
  21.02.2018 15:44  
Hallo Welt,

einige Monate sind vergangen seit meinen letzten Zeilen.. es ist teils die Angst, die mich treibt.. ein anderer, größerer Teil von mir, ist der Kummer der mich bewegt.

Am 30.07. letzten Jahres ist ein Freund von mir bei einem Verkehrsunfall gestorben. Ich vermisse ihn sehr. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. Jedes Mal zur Arbeit fahre ich an dem Unfallort vorbei. Ich sehe das Kreuz, dass wir Freunde aufgestellt haben. Und immer wieder überkommt mich Fassungslosigkeit. Wir sind nicht unbesiegbar. So sehr wir es uns wünschen. Manchmal empfinde ich Angst, dass auch mein Leben augenblicklich vorbei sein könnte. Manchmal bin ich nur voller Trauer, um diesen einzigartigen und wunderbaren Menschen, der viel zu früh von uns gegangen ist.

Ich fühle momentan diese innere Unruhe.. ich denke wieder oft an die Anfangszeit meiner Attacken zurück. Mal ganz sachlich, mal emotional. Eine Zeit lang dachte ich, dass diese Panikattacken mir mehr und mehr zu verstehen gegeben haben, wie der Körper funktioniert und das Ruhe vonnöten ist. Ich habe es als Chance gesehen, mich und meinen Körper besser kennen zu lernen. Momentan bin ich aber einfach nur wütend und diese Wut wandelt sich immer öfter in Angst. Keine ausbrechende Panik - aber unterschwellige Angst. Ohne diese eine Panikattacke damals, hätte ich mich nur nicht so sehr überlastet, würde sich das Leben wieder vollends unbeschwert und frei anfühlen. Ein Teil von mir wird habe ich das Gefühl, nie wieder diese komplette Unbefangenheit spüren. Ich wünsche mir mein altes Leben zurück. In dem ich stark war wie ein Fels in der Brandung. Ich wünsche mir meinem verstorbenen Freund zurück.
Ich weiß, dass viel Stress nicht gut ist, und doch ist es momentan kaum beherrschbar. Ich merke, dass ich viel anfälliger bin und am liebsten nur noch schlafen möchte und mich ausruhen möchte. Aber trotzdem muss man ja weiter kämpfen. Jeden Tag aufstehen und weitermachen. Ohne meinen geliebten, verstorbenen Freund.
Ich möchte dir soviel sagen. Mit dir reden. Mit dir lachen. In einigen Tagen ist dein Geburtstag. Und genau an diesem Datum, ein Jahr zuvor, verbrachten wir den letzten gemeinsamen Abend. Wir machten die Nacht zum Tag. Wir lachten und redeten. Wir tanzten und tranken. Und als der Himmel hell wurde, verabschiedeten wir uns. Keiner konnte ahnen, dass es das letzte Mal sein würde. Du hinterlässt eine Lücke bei mir, bei mir und allen deinen Freunden. Bei deiner Familie, bei deiner Arbeit, bei deinen Sportvereinen.

Wie so oft schon, habe ich meine Gedanken einfach so aufgeschrieben, wie sie kamen.. Es tut einfach gut, sich alles von der Seele zu schreiben.. Darüber zu sprechen ist oft zu schmerzhaft..

Ich bin gesund.

Eure Joji

Danke1xDanke

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