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201728.06




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28.06.17
Hallo.
Ich bin Lina 24 Jahre verheiratet und habe eine kleine Hündin namens Chicca gesprochen: Kika

Mein Leben ist seit Anfang Dezember die absolute Hölle: ich erkrankte an einer schweren depressiven Episode die wohl durch meine Angststörung ausgelöst worden ist... Und es ist bis heute noch nicht gut und jeder Tag ist ein Kampf.. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie ich es überhaupt bis hierhin heute geschafft habe...

Mit meinem Mann bin ich seit fünfeinhalb Jahren zusammen...
Wir lieben uns sehr und haben schon sehr sehr viele Tiefen gemeistert..
In diesen Tiefen hat er mir jedes Mal wieder aufs Neue gezeigt ,dass er wirklich immer für mich da ist und ein ganz wunderbarer Mensch ist.

Damals mit 19 erkrankte ich das erste mal.. Ich litt unter Panikattacken und Derealisation und einer depressiven Verstimmung.. Da waren wir gerade mal 4 Monate zusammen und selbst da war er schon für mich da...
Ich war beim Psychiater nahm Medikamente ging in eine psychosomatische Klinik danach 2 Jahre ambulante kognitive Verhaltenstherapie... Und während diesen zwei Jahren ging es mir Schritt für Schritt wieder besser..nur ich bin irgendwie auch nie richtig auf die Beine gekommen.. ich hatte angefangen nach und nach zu jobben versuchte meinen Realschulabschluss nachzumachen den ich letzten Jahr im August hinschmiss(meine Noten bestanden aus fast nur Einser) .Doch ich hatte einfach keine Kraft mehr.. Mir war alles zu viel und die Depression begann...
Sie schlich sich rein... Bis ich eines Morgens im Dezember aufwachte und alles schwarz war. ich war nicht mehr ich.. zu 100 % nicht mehr ich..!
Jemand der noch nie so eine schwere depressive Episode erlebt hat, dem kann ich es leider auch nicht beschreiben ,denn diese Hölle muss man gefühlt haben, dann versteht man auch warum sich so viele Depressive umbringen..
Ich dachte auch sehr oft ich kann einfach so nicht mehr leben... Bis ich ein Abschiedsbrief geschrieben habe... Doch während ich diesen Abschiedsbrief schrieb...ich wurde mir bewusst, dass ich nicht aufgeben kann bzw darf, denn ich habe so viele Menschen die ich liebe und die mich lieben und ich kann ihn das nicht antun, dass sie auch so leiden wie ich, nur weil ich nicht mehr da bin und es nicht mehr durchgehalten habe...
Ich legte den Stift hin habe Heulkrämpfe bekommen und schwor mir egal was kommt ich werde es durchhalten ich habe es jetzt schon so lange durchgehalten.

Na ja jedenfalls hatte ich im Dezember dann direkt bei meinem alten Therapeuten angerufen und auch direkt für das neue Jahr ein Termin bekommen. Seitdem bin ich wieder einmal die Woche in der VT. Medikamente vertrage ich leider keine mehr ich nehme jetzt nur noch Johanniskraut.

Warum ich jetzt ein Tagebuch schreibe? Ich weiß es selbst nicht genau.. ich bin alleine... Mein Mann ist arbeiten tagsüber .Manchmal auch bis 11 Uhr abends..
Und ich habe heute wieder den ganzen Tag nur gegrübelt und geweint mir alte Hochzeitsvideos angeschaut und mir so sehr gewünscht wieder an einem normalen Leben mit einer normalen Gefühlswelt teilnehmen zu können.

Ich habe wieder diese ganz extreme Angst verrückt zu werden..
Die Angst davor begleitet mich eigentlich schon seit meiner Depression...
Angefangen hat es damit dass ich mir sorgen machte dass ich vielleicht von einer Depression in eine Manie rutschen könnte da meine Depression ja so stark ist.. Nach einer Zeit war dann die Angst da schizoaffektiv zu sein..
Dann wechselte sich die Angst wieder damit ab, dass ich nie wieder gesund werden könnte.. und dann ,dass ich meinen Partner nicht mehr lieben könnte..
Und jetzt ist es wieder die Angst verrückt zu werden; so ungefähr extrem seit zwei Wochen..
Es war ein sonniger Sonntag... Samstag auf Sonntag Nacht hatte ich schon nicht gut geschlafen, aber ich war trotz dessen eigentlich ganz gut drauf (ja ich hatte es gepackt seit ungefähr zwei Monaten ,dass ich auch mal wieder ein paar gute Tage hatte) wir waren mit Freunden fürs Schwimmbad verabredet: sommer Sonne Wasserball spielen genau mein Ding!
Sie holten uns ab und wir fuhren gemeinsam hin.. wir sind in den Hintereingang rein gefahren denn von meiner Freundin eine Verwandte arbeitet ..Wir standen mit der Verwandten der Freundin da und auf einmal hörte ich so eine gruselige Stimme.. ich schaute um mich doch sah nichts doch dann sah ich die verwandte meiner Freundin an sie hat da ein Walkie-Talkie um ,doch sie reagierte gar nicht darauf und ich sah nichts blinken. Ich versuchte dann noch die Ruhe zu bewahren und als wir dann zusammen ins Schwimmbad hinein liefen fragte ich meinen Mann ob er das auch gehört hat und beschrieb ihm das was ich gehört habe... Er sagte nein er habe nicht drauf geachtet.. in dem Moment ist mir alles aus dem Gesicht gefallen und dachte mir:- okay jetzt ist es soweit-.
Als meine Freundin und ich dann alleine waren fragte ich sie. Und sie sagte ja sie habe das auch gehört und es sei das Walkie-Talkie gewesen... Mir fiel erstmal ein Stein vom Herzen. Dennoch hatte ich immer noch irgendwie Zweifel ich weiß auch nicht warum.. wenn ich kein Wasserball oder so gespielt habe (wo ich auch gelacht habe) verfiel ich wieder im Grübeleien..
Wir verbrachten noch den Abend zusammen Biergarten und dort habe ich mich dann eigentlich wieder gefangen gehabt und ich habe gelebt (es war so schön mal wieder zu leben sich so normal zu fühlen).

Am nächsten Tag hatte mein Mann sogar frei und wir beschlossen ins Schwimmbad zu gehen aber diesmal in ein anderes und mit anderen Freunden. Die vorherige Nacht hatte ich auch wieder nicht so toll geschlafen.
Der Tag war eigentlich auch ganz gut als wir dann abends nach Hause kam und ich duschen gegangen bin kam aufeinmal der Ohrwurm von dem Lied meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad...
Mir machte das erstmal total Angst, weil ich dieses Lied überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Doch ich versuchte mich zu beruhigen ,legte mich auf die Couch schaute Fernseh... Als wir dann abends ins Bett gingen hatte ich schon wieder einen Ohrwurm, aber diesmal von einem anderen Lied.. der Ventilator war auch im Zimmer an (wir wohnen im Dachgeschoss und bei Hitze ist es sehr heiß) und aus diesem monotone Geräusch des Ventilators hörte ich ein Tatütata raus (war auch nicht das erste Mal dass ich bei monoton Geräusche so etwas raus höre) auf jeden Fall hat mir das auch wieder total Angst gemacht und ich habe die Nacht sehr sehr schlecht geschlafen...
Die Ohrwürmer blieben die nächsten Tage bis jetzt.. Meine Schlafstörungen genauso.. jede Nacht wache ich mit so einem brennen in der Brust auf da wo der Solarplexus Bereich ist und habe einfach nur wahnsinnige Angst...
Was mir auch noch passiert war als ich eines Vormittags mit meinem Mann mit dem Hund Gassi gegangen bin und ich wieder total müde war setzen wir uns auf eine Bank links gegenüber von uns so 100 Meter oder 200 m Weg standen Kühe und ihr Trinkkanister mit einem Rostfleck drauf und als ich kurz hinschaute sah ich auf einmal daneben kann ein Mann stehen ganz kurz 1-2 Sekunden der die Kleidung in der Farbe an hatte wie der Rostfleck.. mein Mann meinte sowas kann mal passieren so etwas passiert jedem Mal.. Doch für mich ist wieder eine Welt zusammengebrochen... Ich habe so unendlich Angst verrückt zu werden diese Angst quält mich so... Ich höre Tatütata oder Kirchenglocken wenn z.b. die Klimaanlage an ist oder der Ventilator und wenn ich mir dann aber die Ohren zuhalte höre ich es nicht mehr.. Also denke ich liegt es wirklich wahrscheinlich daran dass mein Ohr ist einfach nicht richtig verarbeitet.. Trotzdem habe ich totale Angst.. Das mit den Ohrwürmern in der Kombination ,dass ich da einmal diesen Mann gesehen habe macht so sehr zu schaffen..
Am Sonntag waren wir bei meinem Uropi mein Bruder mein Mann mein Cousin waren mit mir.. als ich mich abends ins Bett legte und so langsam am wegnicken war hörte ich auf einmal in meinen Gedanken die Stimme von meinem Bruder dann von meinem Cousin und auch von meinem Mann... Mir macht das wieder totale Angst ich schreckte auf und dann sagte ich mir aber dass das in der Einschlafphase passiert ist und das nicht so schlimm ist und dann bin ich auch eingeschlafen...
Trotzdem wenn ich mir alles so zusammenfüge habe ich einfach Angst ohne Ende..
Ich war gestern beim Therapeuten und ich erzähle ihm ja immer alles und er ist der Meinung ,dass ich es nicht werde.. Ich denke mir dann aber immer er würde mich nicht ernst nehmen, weil er ja meine sämtlichen Ängste kennt..
Er sagt mir immer dass das was ich habe nichts unnormales ist.. doch wenn wir heute ich wieder von 10 Uhr morgens bis 11 Uhr abends alleine bin bis unendlich schwer für mich mich abzulenken diese Angst ist so da..
Ich weiß nicht mehr weiter der Leidensdruck ist so groß.. ich habe halt immer Angst weil ich so eine schwere Depression habe dass das nur ein Vorbote einer anderen Erkrankung ist wie eine Psychose z.b... Menschen habe ich heute gelesen sind dafür anfälliger die eh schon anfällig für psychische Krankheiten sind.. ja ich habe mal wieder gegoogelt ,aber es macht mir halt so Angst und ich bin so alleine..

Ich will einfach nur wieder leben! Ich wünsche mir seit Dezember nichts mehr.. wenn ich an einer Psychose Schizophrenie oder wie auch immer erkranken sollte würde für mich die Welt zusammenbrechen.. erstens weil mein armer Mann das mit mir mitmachen ist und der hat schon mehr als genug mitgemacht und seinem Leben.. zweitens selbst wenn dieser Schub dann vorbei gehen würde hätte ich in der Zeit wo ich normal bin immer wieder Angst vor dem nächsten Schub das weiß ich ganz genau und das würde mich so quälen.. für mich persönlich würde das einfach das Ende bedeuten.. Das Ende von meinem Leben von meinem normalen Leben..

Ich freue mich jetzt schon ,wenn mein Mann wieder da ist. Und ich habe jetzt schon wieder Angst vor der Nacht.. und vor dem morgigen Tag dann da ist er auch wieder so lange arbeiten..
Ausnahmsweise hat er mal Freitag und Samstag frei... Ich hoffe dieses Wochenende wird mir gut tun und ich werde dann wieder zu Kraft kommen..
Ich weiß einfach gar nichts mehr außer dass ich Angst habe..

Bye Lina

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


6311
NRW
4058
  29.06.2017 15:27  
Hallo Lina,
Zitat:
Ich weiß einfach gar nichts mehr außer dass ich Angst habe.


Nach Deiner langen Zeit mit ganz vielen Zweifeln und Unsicherheiten kann
ich mir vorstellen, wie schlecht Du Dich fühlst.
Zitat:


Damals mit 19 erkrankte ich das erste mal.. Ich litt unter Panikattacken und Derealisation und einer
depressiven Verstimmung. Da waren wir gerade mal 4 Monate zusammen


Eigentlich finde ich das etwas verwunderlich. Eine depressive Verstimmung am Beginn einer glücklichen Ehe?
Du scheinst sehr harmoniebedürftig zu sein. Findest Du es schwierig, Dich auf neue Situationen einzustellen?

Warum ist es Dir so schlecht gelungen Dein Selbstbewusstsein aufzubauen? Was hat Dich daran gehindert?

Du kannst völlig beruhigt sein.
An einer schweren psychischen Krankheit leidest Du nicht. Auch so genannte "Normale" schaffen es immer wieder,
Symptome zu erzeugen, wie Du sie hier beschrieben hast.

Viele Grüße

Bernhard





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11
312
  29.06.2017 15:52  
Hallo,Bernhard..
Ich bin erst seit fast einem Jahr verheiratet.. und es hat wirklich nichts mit meinem Mann zu tun.. Ich habe schon als Kind angefangen schei. zu fressen, hatte Verantwortung als 8 einhalb jähriges Mädchen für ein Säugling der mein Bruder war.. War nur voller Sorgen und wurde zum Dank noch bestraft..
Das wird auch der Grund sein warum mir das Selbstbewusstsein fehlt...
Ich habe nie dieses Urvertrauen in das Leben bekommen..
Bei mir war es immer in meinem Leben so ;war was gut konnte es schwupps von einem Tag auf den anderen ganz Urplötzlich schlecht werden ..
Ich sehe immer überall eine Gefahr das etwas in meinem Leben wieder nach hinten los gehen könnte..
Wahrscheinlich habe ich auch deshalb eine generalisierte Angststörung und dass man davon irgendwann depressiv wird, ist ja eigentlich logisch.. Ich sehe in meiner jetzigen Krankheitsgeschichte auch wieder nur das Schlimmste ich gehe jetzt wieder vom Schlimmsten aus...
Und daraus würde der Verlust resultieren ,dass ich mein Leben, dass ich ja eigentlich jetzt mag und ich es gerade versuche eigentlich in andere Bahnen zu lenken, sprich endlich auf eigenen Beinen zu stehen ,mein Führerschein zu machen (den ich auch angefangen habe) wieder diese Angst kommt, das irgend ein Schicksalsschlag kommt und mir das Leben so wie es jetzt ist,wieder weg nimmt...
Bevor ich die Depressionen bekam kreisten meine Gedanken jeden Tag darum, wenn man man auch die Arbeit fährt wenn ein Unfall passiert?! Ob mein Bruder zu recht sein Leben kommt?- Oder die Sorge um die Gesundheit meine Eltern...
Irgendetwas habe ich immer gefunden worüber ich mir Sorgen gemacht habe..
Mein Therapeut meint halt das es wirklich dieses Urvertrauen ist was mir fehlt..
Ich meine jeder Mensch hat ja seine Dinge und kein Mensch ist zu 100% sicher, dass ihm das und das nicht passiert. Mir ist das auch durchaus bewusst nur mir fehlt eben wie gesagt dieses Urvertrauen und ich kann nicht nicht daran denken.
Deshalb ist es ja auch wichtig, dass ich versuche jetzt mein Weg zu gehen nur eben mit dieser Krankheit ist das halt nicht schwer.. ich komme dann nur raus wenn ich quasi mir selbst Beweise ,dass das Leben auch schön sein kann.
Das erfordert natürlich gewisse Maßnahmen.
Man muss da eigentlich versuchen rauszukommen mit Dingen die einem genau während dieser Krankheit besonders schwer fallen...
Dafür habe ich ja auch therapeutische Unterstützung ,aber es ist halt unendlich schwer..

Liebe Grüße Lina





603
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312
  29.06.2017 18:37  
29.06.17

Hallo, heute war mein Tag ein bisschen besser.
Die Nacht bei mir war nicht gut.
Sitze gerade auf dem Sofa und ein Unwetter ist gerade am kommen und der Fernsehempfang ist das halt weg und ich dachte mir dann schreibe ich mal in mein Tagebuch.
Heute morgen bekam mein Mann und ich spontan Besuch von seinem Bruder.. war erst mal wieder ein bisschen überfordert mit der Situation, aber dann ging es..
Dann bin ich mit meiner Hündin spazieren gegangen und mein Mann hat sich auf die Arbeit gemacht. Sonst habe ich mein Haushalt gemacht, gegessen zwischendurch wieder mit meinem Hund und sonst habe ich nichts gemacht.
Na ja ab morgen wird es wieder anders aussehen, denn da muss ich erstmal meine ganze Sachen erledigen. Muss ich leider bzw kann ich leider immer nur dann machen wenn mein Mann da ist dann er ist mobil mit dem Auto ich wie gesagt habe ja leider noch kein Führerschein.. Dann kommt immer alles auf einmal wenn mein Mann frei hat.
Heute sollte eigentlich eine neue Waschmaschine geliefert werden ,denn die alte ist letzte Woche kaputt gegangen, bedauerlicherweise kam diese auch nicht.
Und die Wäsche stapelt sich hier. Na ja und jetzt denke ich kommt sie wahrscheinlich morgen aber morgen sind wir unterwegs. Das ist doch alles ein Mist.
Ich hoffe die nächsten Tage werden auch wieder ein bisschen besser.
Natürlich habe ich so eine innere Anspannung und zwischendrin auch echt Unruhe, aber die Angst dass ich verrückt werden könnte ist nicht so stark zum Glück.

Bye Lina



6311
NRW
4058
  29.06.2017 21:16  
Hallo Lina,
Zitat:

heute war mein Tag ein bisschen besser.


na prima, Du siehst, es kann auch ganz schnell mal besser werden.
Zitat:
Ich bin erst seit fast einem Jahr verheiratet.. und es hat wirklich nichts mit meinem Mann zu tun.


Ok, danke für die Info.
Zitat:
hatte Verantwortung als 8 einhalb jähriges Mädchen für ein Säugling der mein Bruder war.. War nur voller Sorgen
und wurde zum Dank noch bestraft.


Dann hast Du es schwer gehabt in jungen Jahren. Natürlich wird Dir dann einiges an Sicherheit und Urvertrauen fehlen.
Zu einem großen Teil kannst Du dies jedoch nachholen, indem Du Dir selbst einiges an Vertrauen gibst.
Am Anfang wird das für Dich sehr ungewohnt sein.
Zitat:
Ich sehe immer überall eine Gefahr das etwas in meinem Leben wieder nach hinten los gehen könnte..


Grundsätzlich ist das nicht so schlimm, wie Du vermutlich glaubst. Nicht diese Sichtweise ist meiner Meinung nach
das Schlimme. Was fehlt, ist die Sicht in die andere Richtung. Dorthin, wo Du immer erahnen kannst, wie dass,
was Du im Leben erreichen möchtest, gut funktionieren wird.
Diese Sichtweise kann nur aus Deinem eigenen Denken heraus kommen.
Zitat:
Und daraus würde der Verlust resultieren ,dass ich mein Leben, dass ich ja eigentlich jetzt mag und ich es gerade
versuche eigentlich in andere Bahnen zu lenken,… wieder diese Angst kommt, dass irgend ein Schicksalsschlag
kommt und mir das Leben so wie es jetzt ist, wieder weg nimmt...


Liebe Lina. Genau dieses Risiko haben alle Menschen. Nur ist es Dir aufgrund Deiner Kindheit viel deutlicher vor Augen.
Zitat:
Bevor ich die Depressionen bekam kreisten meine Gedanken jeden Tag darum, wenn man auf die Arbeit fährt wenn
ein Unfall passiert?! Irgendetwas habe ich immer gefunden worüber ich mir Sorgen gemacht habe..


Dies kannst Du aber nicht alles mit fehlendem Urvertrauen versuchen zu erklären.
Zitat:
Mir ist das auch durchaus bewusst nur mir fehlt eben wie gesagt dieses Urvertrauen und ich kann nicht nicht daran denken.


Dieses Thema hatte ich gestern und heute schon einmal. Du hast Recht.
Du kannst nicht "nicht daran denken".
Da brauchst Du eine völlig andere Denkweise, um dagegen anzugehen.
Zitat:
Deshalb ist es ja auch wichtig, dass ich versuche jetzt mein Weg zu gehen nur eben mit dieser Krankheit ist das
halt nicht schwer.. ich komme dann nur raus wenn ich quasi mir selbst Beweise ,dass das Leben auch schön sein kann.


Zunächst einmal, was hältst Du von dem Gedanken, dass Du deutlich weniger schwer krank bist, als Du dies bisher
geglaubt hast? Und dann sehe ich es genauso, wie Du es hier beschreibst. Beschäftige Dich mehr mit den angenehmen
Dingen in Deinem Leben und mit positiven Gefühlen und Erfolgserlebnissen.

Bitte stelle Dir Deinen Kopf mal wie eine große Schale vor, wo lauter negative Gedanken drin sind. Diese negativen
Gedanken und Erinnerungen kannst Du aber nicht einfach löschen. Sonst würdest Du ja dadurch einen Teil Deiner
Vergangenheit auslöschen.
Die Lösung liegt etwa darin, dass Du ab morgen möglichst nur noch positive also hilfreiche Gedanken in Deine
Schüssel nachfüllst. Zunächst wirst Du dann den Eindruck haben, dass sich überhaupt nichts zu Deinem Vorteil verändert.
Nach einigen Wochen und Monaten aber ist dann die Zahl Deiner positiven Gedanken so stark angestiegen, dass die
negativen Gedanken immer mehr in Unterzahl sind. Greifst Du in Zukunft dann in Deine Gedankenkiste, wirst Du immer
häufiger einen positiven Gedanken erwischen, obwohl Deine negativen Gedanken immer noch da sind.
Dies verändert dadurch Deine gesamte Lebenseinstellung und wird Dich ruhiger und zufriedener machen.
Zitat:
Das erfordert natürlich gewisse Maßnahmen.


Richtig, dies erfordert, dass Du an Dich, an Deine Intelligenz und Deine Kräfte
und Überzeugungen glaubst.
Zitat:
Dafür habe ich ja auch therapeutische Unterstützung, aber es ist halt unendlich schwer..

Natürlich ist das schwer, allerdings wie bei fast allem, nur ganz am Anfang.
Irgendwann wird es immer leichter und meistens macht es sogar richtig Spass, sich positiv zu verändern

Dafür wünsche ich Dir ganz viel Erfolg

Bernhard

Danke1xDanke




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  30.06.2017 12:30  
Danke für deine Mühe.
Es macht alles Sinn was Du schreibst.
Und vielen Dank.

Danke1xDanke




603
11
312
  30.06.2017 19:33  
30.06.17

Hey mir geht es wieder nicht gut...
Habe ein Rauschen im Ohr mir ist übel wenn heute schon den ganzen Tag zittrig bin müde war jetzt schon 3-4 mal kurz vor einer Panikattacke und bin deprimiert..
Mit dem Schlafen hat auch mal wieder nicht geklappt..
Dabei hatte ich mich eigentlich auf heute Jahre gefreut.. wir waren mit dem Hund gassi, einkaufen, dann haben wir gegessen, die Schlange sauber gemacht ,wieder mit dem Hund raus und dann waren wir noch mal ein Geschenk einkaufen und dann bei meiner Freundin beim Umzug helfen..
Und schon seit heute morgen fühle ich mich benommen so ein innerliches zittern bin mit allem so überfordert... ich bin einfach in keiner guten Verfassung.. Mein Mann ist unten im Keller ich bin jetzt hoch und hatte erstmal einen Heulkrampf und mir ist so übel.
Es ist so verdammt schwer.. Ich weiß nicht mehr was ich noch denken soll.. an solchen Tagen kommt es mir so vor als leben die Menschen um mich herum alle ihr Leben und ich bin so komplett abgeschottet davon ,weil ich mich so komplett anders fühle..
Na ja ich hoffe mal dass morgen der Tag besser wird..
Ich gebe ihm wieder eine neue Chance...

Bye Lina

Danke1xDanke




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  03.07.2017 13:35  
3.07.17
Hey, ich habe länger nicht geschrieben.. Meine Verzweifelung ist einfach viel zu groß..
Ich dachte das Wochenende würde schön werden doch es wurde es nicht..
Ich erlebte wieder dauern komische Dinge die mir unheimliche Angst machen...
Ich bin langsam an einem Punkt wo ich es einfach nicht mehr schaffe.. Ich habe keine Kraft mehr und ich weiß nicht wie es weitergehen soll..
Eigentlich will ich doch einfach nur leben doch so nicht.

Es geht mir eigentlich fast jeden Abend so, dass wenn ich am Einschlafen bin, teilweise sogar schon wenn ich die Augen gerade mal zu mache ,dass ich irgendwelche Bilder sehe oder ich höre manchmal die Stimmen von den Leuten mit denen ich den Tag verbracht habe( aber es sind so Gedankenstimmen)... dann irgendwann schlafe ich ein und sind nach einer Stunde werde ich wieder wach entweder rasen meine Gedanken oder ist es wie so ein helles wackeln in meinen Augen so hin und her hin und her und ich spüre dann immer so ein Inneres Beben.. gestern Abend war es dann noch schlimmer, da hatte ich auf einmal neben meinem Tinnitus noch so ein Geräusch im Ohr hatte sich ganz komisch angehört irgendwie wie so auf einer Baustelle oder so ach ganz komisch ich kann es gar nicht mehr richtig beschreiben ich erinnere mich auch nicht mehr so genau (als ich dann aber schon wach war).. Ich dachte mir jetzt ist es wieder soweit jetzt drehst du komplett durch.. dann nach zwei stunden so um 3 Uhr nachts bin ich wieder aufgewacht musste auf die Toilette und habe mich dann wieder hingelegt und nach einer halben Stunde bin ich wieder eingeschlafen bis heute morgen um 7:30 Uhr..
Vorgestern Mittag hatte ich auch wieder sowas komisches.. wir kamen vom Einkauf und ich sagte zu meinem Mann dass ich unten warte und er unsere Hündin runterholt dass wir gleich Gassi gehen können. Ich saß unten vor unserer Haustür auf der Treppe und schaute zu einem Busch und auf einmal hatte ich ein Bild eines Hundes in meinem Kopf.. von dieser Rasse mit den langen Haaren wo man auch ein Zöpfchen binden kann und dann schaute ich wieder auf dem Busch und sah ,dass der Busch meiner inneren Vorstellung ziemlich ähnlich sah.. trotzdem hat es mir wieder totale Angst gemacht.. normal sind meine Zustände auch einfach nicht ,deshalb bin ich ja so am verzweifeln nur noch am weinen ich habe nur noch Angst.. jetzt ist mein Mann wieder arbeiten und ich bin hier ganz alleine und ich habe wieder nur Angst Angst Angst Angst Angst... und dann permanent diese schei. Ohrwürmer ich dreh bald echt noch durch..
Dann habe ich permanent Derealisation und Müdigkeit.. ich kann nicht mehr wirklich unterscheiden ob die die Derealisation jetzt von meiner Müdigkeit kommt oder ob sie einfach so da ist..
Gereizt bin ich auch ohne Ende...

Eben hatte ich sogar versucht eine Achtsamkeitsmeditation zu machen und sobald ich meine Augen geschlossen hatte habe ich wieder irgendein Gesicht gesehen.. jetzt passiert mir das schon sogar tagsüber, wenn ich die Augen schließe..
Ich halte das echt alles nicht mehr aus...
Mein Mann kann mich so auch nicht mehr sehen.. Er leidet auch.
Am Mittwoch habe ich wieder Therapeuten Termin und mal schauen was man Therapeut zu meinen anderen Phänomenen jetzt sagt..
Ich bin in diesem Zustand ich hätte schon seit 7 Monaten am Stück.. schwer depressiv und dann wieder ängstlich depressiv wie der ängstlich ich kann nicht mehr ich bin kein Mensch mehr..!

Oftmals denke ich bin ich jetzt alles beenden würde hätte ich endlich meine Ruhe.. Ich weiß aber das ist auch nicht die Lösung ist. Trotzdem habe jetzt nicht auch verdient das bald mal wieder alles gut wird ?und nicht das alles irgendwie nur noch schlimmer wird?!

Ich bin so verwirrt, dass alles was mir passiert macht mir so eine Angst.

Danke1xDanke


  03.07.2017 13:45  
Hey Lina,

also ein Freund von mir kennt sich ein wenig mit Psychologie aus und als ich ihm von dir berichtete (hoffe das war ok), weil mich deine Geschichte sehr berührt hat, meinte er solange du Stimmen oder optische Halluzination hast wäre das nicht weiter bedenklich. Stimmen wären nur bedenklich, wenn sie zu dir reden. Vorm Einschlafen sei es sogar gar nicht selten, dass man akkustische Halluzinationen hat.
Und ich vermute du achtest da jetzt einfach auch sehr drauf. Dass man denkt "huch da steht doch jemand" und dann nochmal guckt und sieht es war nur ein Baum o.ä. kennen sicher alle mal, nur dass man dem normalerweise eben keine Beachtung schenkt.

Vielleicht beruhigt dich der Gedanke etwas, dass solche Sachen, auch Ohrwürmer und eben auch Stimmen doch normal sind. Wie gesagt anders wäre es wohl, wenn du Stimmen hörst, die gezielt mit dir reden.

Ich wünsch dir alles Gute und noch ein Tipp aus eigener Erfahrun: Nimm die Gedanken mal einfach nur wahr, versuche sie nicht zu bewerten sondern sag dir immer wieder den Satz "ah ok interessant ich nehme gerade ein Geräusch/ein Bild von... wahr." Der Gedanke an sich tut dir gar nichts, Angst machen dir deine Wertungen, die dahinter stecken wie "ich werde verrückt" "ich schaff mein Leben nicht mehr" "ich bin nicht normal" "ich bin nicht mehr die Alte"... das sind alles nur Unterstellungen. Mehr als "ich sehe gerade einen Hund" oder "ich höre gerade eine Stimme" kannst du nicht sagen.

Danke1xDanke




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  03.07.2017 14:00  
Hey nein es ist vollkommen in Ordnung, dass du deinem Freund davon berichtet hast.

Nein die Stimmen sprechen weder mit mir noch erteilen Sie mir Befehle oder sonst etwas und die halluzination haben meistens auch gar keine Bedeutung bzw sie haben keine Bedeutung..
Das mit dem Hund hat mir halt schon Angst gemacht. Ich schaute halt so gedankenverloren in die Richtung des Busches schaute wieder weg und aufeinmal sage ich das Bild eines Hundes vor meinen Augen( Es war wie ein inneres Bild nicht dass ich da jetzt tatsächlich ein Hund gesehen habe) es war so wie als Krampf mein Gehirn jetzt ein Foto von einem Hund raus.. na ja dann schaute ich wieder zu dem Busch und sah dass dieser Busch Ähnlichkeit mit dieser Hunderasse hat wo ich innerlich gesehen habe.. zwei Tage vorher hatte ich sogar im Internet bei jemanden auf einem Profilbilder von dieser Hunderasse gesehen..
Was mir halt Angst macht ist dass mein Hirn im Moment meint alles assoziieren zu müssen zu müssen.
Auch dieses innerliche Beben und all das so zusammen ich habe langsam echt das Gefühl dass ich durchdrehe..
Das Schlimmste ist halt ich hatte so etwas vorher nie und jetzt auf einmal habe ich diese ganzen komischen Sachen.. was ist denn nur mit mir los?
Ich habe halt immer Angst dass es jetzt das rein schlittern in eine andere Krankheit ist.. sprich in eine Psychose oder sonstwas dass ich da gerade dabei bin so langsam rein zu schlittern.. es nimmt mir meinen ganzen Mut und mein ganzen Lebenswillen ..

Liebe Grüße Lina


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