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201707.05




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Au weiha ist das schwierig. Ich weiß nicht, wie ich das alles erklären soll

Zitat:
Wie Du, glaube ich, das Unterbewusstsein kann kaum lernen. Das Unterbewusstsein ist ein Speicher für das, was
wir gedacht und erlebt haben. Erinnerungen kannst Du nicht löschen. Du kannst sie aber unwichtiger machen.
Dadurch werden diese Erinnerungen schwächer. Und wenn negative Erinnerungen schwächer werden, werden auch
Deine Ängste schwächer.
Deshalb glaube ich nicht, dass Dich etwas irreversibel (unveränderlich) zerstört hat.
Und Du baust auch nicht auf Sand.


Das sehe ich anders.
Wenn es eine überschaubare Anzahl von schrecklichen Erinnerungen wären, möglich.
Aber das ist es nicht. Du kannst dir kein Bild davon machen, wie meine Kindheit war. Kann kein Mensch, der nicht ähnliches erlebt hat.
Weil es Tag für Tag die Hölle war.
Wenn man 24 Std lang jeden Tag in "Habachtstellung" verweilt um jede drohende Gefahr mitzubekommen und ihr dennoch nicht enktommen zu können.
Depriviert, misshandelt, geschlagen, missbraucht, verkauft, verraten, bestraft, gefoltert, zerstört, bedrüht, eingesperrt, vernachlässigt, hungern gelassen, ekeltraining, von prinzessin zur *beep* und dreckstück und zurück. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Wenn man die Gefahr nicht unterscheiden kann. Weil es so früh begann, als es noch kein "ich und du" gab und daher es keinen Unterschied gibt ob die Gefahr von Außen oder aus sich selbst heraus entsteht.

Wie macht man Erinnerungen unwichtiger, wenn tausend um tausend Erinnerungen fragmentiert im Gedächtnis und an falschen Orten abgelegt wurden und sie immer als Flash back wieder kehren?
Gefühl separiert von Ort, und Geschehen, Ort separiert von Zeit und so weiter und so fort. Bis in kleinste Splitter hinein.

Versteh mich nicht falsch, Bernhard. Ich erwarte keine Antwort darauf wie man das macht. Es ist eine Erklärung.

Vieles davon hat mich ganz sicher irreversibel zerstört. Eine frühkindliche untraumatisierte hirnreifung kann man nicht mehr nachholen.
Vieles sicher. verknüpfungen werden gebaut, es wird verarbeitet. Aber gesund werde ich in diesem Leben nicht mehr.
damit kann ich sogar umgehen. So ist das halt.

Eine Amygdala, die so gelernt hat zu funktionieren und auf kleinste Reize von Innen und Außen mit Alarm reagaiert und immer meint "sie hat Recht" sie kennt den Grund, es muss einen Grund für Angst geben, kann man nicht besiegen, kann man nicht heilen.
Selbst wenn der Rest meines logischen Denkens, dagegen arbeitet, kommt die Logik noch lange lange nicht dort an, wo die Angst entsteht.
das ist eben auch ein Resultat schwerer Dissoziation.

Zitat:
Das mit dem Urvertrauen ist wirklich ein schwieriger Punkt. Teilweise wirst Du dieses Urvertrauen durch das
Vertrauen in Dich selbst und Deine eigenen Entscheidungen ersetzen können. Dabei können Dir Dein Mann und
alle anderen Menschen, denen Du vertraust immer wieder helfen. Wie weit genau, vermag ich nicht vorherzusagen.


Jein. vertrauen in mich? *haha selten so gut gelacht. Sorry. ist aber leider so.
Vertrauen in andre Menschen? Schwer. Ja ich kann vertrauen aber beim kleinsten Hinweis sitze ich in Flash backs und es ist alles zerstört.
Vertrauen kann sich mir nur jeden und jeden Tag neu beweisen.
Es ist ja auch so: nichts bleibt für immer. Woher kann ich denn wissen, dass ich einem Menschen morgen noch genauso vertrauen kann wie heute? Und, dass mir ein Mensch nicht morgen doch in den Rücken fällt?
Richtig. Es gibt keine Garantie
Natürlich geht ein Teil von mir davon aus. Ganz naiv. Man muss ja immer so tun, als wüsste man, was morgen kommt. Sonst ergibt jegliche Handlung keinen Sinn mehr.

Ach es ist kompliziert.

Die Panikattacken, die ich jetzt habe, im Gegensatz zu früher kommen aus Gesundheitsängsten die sich in den letzten Jahren durch verschiedenen Erlebnisse (auch Retraumatisierender Art) aufgehöuft haben.
Wenn ich mich damit zu sehr beschäftige kommt irgendwann die Panikattacke.
Ansonsten hatte ich ja immerschon eine GAS und damit auch sich aufschaukelnde PA`s. Auch als Kind schon.
Jetzt hats nur irgendwie ene andere Qualität - die mich ja auch schlussendlich hierher geführt hat.

Naja dabei lasse ichs mal bewenden.
Es geht mir heute schon wieder besser. War ein schlechter Tag.
Das shoppen habe ich mit ganz viel Trotz geschafft. Ich shoppe immer gerne, ober gehe halt bummeln um auch mal was anderes zu sehen. das lasse ich mir nicht vermiesen.
Hab mich durchgesetzt und bin sehr froh darum.
Vorher ist immer schlimmer als dann dort zu sein, komisch, nicht?

Liebe Grüße meinen lesern und mitschreibern und freunden

Auf das Thema antworten
Danke2xDanke


2052
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  07.05.2017 11:35  
Das ist ein starker Text, kopfloses Huhn.

Ich findes, es ist genau so wie du es schreibst.
Manchmal ist zuviel einfach zuviel. Zu früh passiert und zu oft.
Das ist drin.
Statt dich in Hoffnungen zu versteigen alles wird gut (ich weiss ja nicht wie alt du jetzt bist) nimmst du es so an,
versuchst damit zu leben und dich dem nicht völlig zu unterwerfen.

Das ist viel mehr als die meisten mit deinen Erleben jemals hinbekommen.
Du hast dich durchgesetzt, das ist die Hauptsache.

Das du nicht an Wunder glaubst, aber dir dein Leben dennoch nicht vermiesen lässt, zeigt dass du verstanden hast worum es geht.

Ich wünsche dir , dass die guten Tage überwiegen werden und die schlechten dich nie zum Aufgeben bringen.

Danke3xDanke




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  07.05.2017 12:23  
@yellowBag
ich danke dir für deine Worte und dein Verständnis sehr.

Zitat:
Das du nicht an Wunder glaubst, aber dir dein Leben dennoch nicht vermiesen lässt, zeigt dass du verstanden hast worum es geht.


Es ist wahr, ich versuche mir das Leben nicht komplett vermiesen zu lassen.
Es geht letzendlich um die Lebensqualität die ich habe und die ich erreichen kann.
Ich mache eine menge therapie deswegen. Um Quentchen für Quentchen ein "Mehr" an lebensqualität heerauszuholen und Leid zu verringen.
Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Mal kämpft man mehr gegen Ängste mal gegen etwas anders. Kaum stopft man ein Loch, tut sich ein anderes auf.
Aber es ist mir egal.
meistens ist es eine Art Trotzreaktion. Ich lasse die Täter nicht gewinnen.
Ich habe nicht den ganzen Mist überlebt um jetzt an den Folgen kaputt zu gehen! Dann nämlich hätten die Täter gewonnen.

Und mein gerechtigkeitssinn lässt das nicht zu.

Letztens fragte mich meine Thera mit Tränen in den Augen, warum ich mich dem eigentlich immer wieder stelle. Wie ich das überlebe ohne mich dem Suizid hinzugeben.
Und ich antwortete: Das ist wohl die positive Seite an der Todesangst die mich immer begleitet......
ich habe Angst zu sterben und ich WILL nicht sterben.

Dann muss man eben weiter machen.
And life is going on.....

P.S Ich bin bald 40 Jahre alt.

Danke4xDanke


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Andalusien
60
  07.05.2017 12:42  
Liebes Huhn
Schreckliches hast du erlebt und das wird dich immer begleiten. Aber du gibst nicht auf und kämpfst für mehr Lebensqualität. Hut ab vor dir!
An den Dingen die einem guttun, Spass machen, die sollen wir nicht aus den Augen verlieren. Bei mir ist es so ich meide dann aber auch mal Dinge die mir nicht guttun, Leute die mir nicht guttun. Das geht nicht immer. Dies Wochenende ging es. Hab ein Grillfest vermieden weil ich wusste das dort Leute sind die mich extrem hibbelig machen. Die soviel reden, Schwall auf Schwall und ohne deine Antwort abzuwarten.... Das ermüdet mich, macht mir körperliche Symptome die ich nicht spüren möchte. Also sag ich auch mal nein mittlerweile. Und geh mal nicht mit. Übernächstes Wochenende muss ich zu einer Kommunion. Kein entkommen. Das muss dann sein. Sonst bin ich auch gerne unterwegs, in der Stadt, bummeln und shoppen, selbst wenn es nur im Lidl ist. :biggrin
Selbst wenn mir da mal schwummerig wird, da kommt der Trotz, wie bei dir: ich lasse mir nicht alles nehmen!
VLG von Joey. :kuss:

Danke1xDanke


6562
NRW
4414
  07.05.2017 12:43  
Hallo Huhn,
Zitat:
Wenn man 24 Std lang jeden Tag in "Habachtstellung" verweilt um jede drohende Gefahr mitzubekommen und
ihr dennoch nicht entkommen zu können.
Wenn man die Gefahr nicht unterscheiden kann. Weil es so früh begann, als es noch kein "ich und du" gab und
daher es keinen Unterschied gibt ob die Gefahr von Außen oder aus sich selbst heraus entsteht.


Du beeindruckst mich, mich, mit welcher Offenheit Du vieles ausspricht.
daraus spricht auch sehr viel Kraft und Entschlossenheit.
Vermutlich ist es für mich kaum möglich, so richtig zu verstehen und nachzuvollziehen, was in Deiner Kindheit
abgelaufen ist. Und doch sollte es möglich sein, sich über diese Zeit auszutauschen.
Zitat:
Wie macht man Erinnerungen unwichtiger, wenn tausend um tausend Erinnerungen fragmentiert im Gedächtnis
und an falschen Orten abgelegt wurden und sie immer als Flash back wieder kehren?


Dies ist nicht einfach zu beantworten. Oft hilft es ein wenig, in Gedanken einen Strich
zu ziehen. Ob dies bei Dir auch möglich ist, vermag ich nicht zu sagen.

Schwierig finde ich auch bei Dir folgendes.
So wie ich Dich hier lese und erlebe, würde ich nie darauf kommen, dass Du mit solch starken persönlichen Sorgen
und Gedanken und Erinnerungen kämpfst.
Du schreibst sehr klar und selbstbewusst. Somit verstehe ich bisher noch nicht, wo Du da ansetzen kannst.

Zitat:
Versteh mich nicht falsch, Bernhard. Ich erwarte keine Antwort darauf wie man das macht.


Dies wird auch nicht einfach zu beantworten sein. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass es hilfreiche Teillösungen gibt.

Zitat:
Vieles davon hat mich ganz sicher irreversibel zerstört.


Ich bin da ähnlicher Meinung, drücke es aber völlig anders aus.
Es hat Dich eben nicht zerstört. Aber es hat Dich außerordentlich stark geprägt.
Dies ist ein sehr großer Unterschied. Eine Prägung wird ein Mensch nicht verlieren.
Auch ich wurde geprägt. Eine negative Prägung verhindert oft, dass man im Leben
vieles unbeschwert genießen kann. Aber trotzdem gibt es Wege, Zufriedenheit und Glück zu erreichen.
Zitat:
Aber gesund werde ich in diesem Leben nicht mehr. damit kann ich sogar umgehen. So ist das halt.


Das ist eine wunderbare Voraussetzung.
Zitat:
Selbst wenn der Rest meines logischen Denkens, dagegen arbeitet, kommt die Logik noch lange lange nicht dort
an, wo die Angst entsteht.


Bis jetzt natürlich nicht. Ich möchte Dir keine falschen Hoffnungen machen,
aber eventuell kannst Du da einiges verbessern.
Zitat:
Jein. vertrauen in mich? *haha selten so gut gelacht. Sorry. ist aber leider so.


Da beschreibst Du doch den Kern der Sache. Ja, Vertrauen in Dich!
Dies geht natürlich erst dann, wenn Du es zulässt, über Dich selbst und Deine Wünsche und Ziele nachzudenken.

Dies wird am Anfang etwas schwierig sein und Dich innerlich aufwühlen.
Daher solltest Du das meiner Meinung nach in Gesprächen mit Psychologen machen.
Zitat:
Vertrauen in andre Menschen? Schwer. Ja ich kann vertrauen aber beim kleinsten Hinweis sitze ich
in Flash backs und es ist alles zerstört.
Es ist ja auch so: nichts bleibt für immer. Woher kann ich denn wissen, dass ich einem Menschen morgen noch
genauso vertrauen kann wie heute? Und, dass mir ein Mensch nicht morgen doch in den Rücken fällt?
Richtig. Es gibt keine Garantie


Hier stimme ich Dir völlig zu. Und natürlich gibt es keine Garantie.
Weder bei mir, noch bei anderen.

Zitat:
Die Panikattacken, die ich jetzt habe, im Gegensatz zu früher kommen aus Gesundheitsängsten…
Ansonsten hatte ich ja immerschon eine GAS und damit auch sich aufschaukelnde PA`s. Auch als Kind schon.
Jetzt hats nur irgendwie ene andere Qualität - die mich ja auch schlussendlich hierher geführt hat.


Auch hier kannst Du eventuell ansetzen.
Zitat:
Wenn ich mich damit zu sehr beschäftige kommt irgendwann die Panikattacke.


Das ist eine völlig normale Reaktion. Gut, wenn Du das erkannt hast.
Versuche mal, ob Du es schaffst, Dich nicht mehr so sehr mit Themen zu
beschäftigen, welche Dich in Panikattacken führen.
Zitat:
Naja dabei lasse ichs mal bewenden.
Es geht mir heute schon wieder besser. War ein schlechter Tag.
Hab mich durchgesetzt und bin sehr froh darum.


Du weißt ja doch, wie es funktioniert. Dann mach es doch häufiger.
Also doch nicht zerstört.
Zitat:

Vorher ist immer schlimmer als dann dort zu sein, komisch, nicht?


Überhaupt nicht. So geht das, wenn man seinen Ängsten zu sehr nachgibt.

Einen schönen Rest vom Sonntag.

Viele Grüße

Bernhard

Danke1xDanke




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  07.05.2017 13:14  
Ich danke euch allen für eure Empathie, eure Bereitschaft, euch mit mir und den schlimmen DIngen auseinander zu setzen!
Ich habe auch Hochachtung vor Euch! Ganz im Enrst. Denn ich musste schon so oft erleben, wie Menschen davor und damit vor mir weglaufen.
Weil sie solche schlimmen Dingen nicht hören können, nicht hören wollen. Weil es sie zu stark mitnimmt oder auch manche, die nicht glauben wollen, dass so etwas geschieht und niemand etwas dagegen tut.
Schöne heile Welt! *grunz
Der Reihe nach:

Joeyz:
Ja es ist ein prozess, es ist immer wieder abwägen. Es geht mir ähnlich, ich versuche Dinge und Orte zu vermeiden die triggern (laut Thera sinnvoll) und veranstaltungen, diemich überfordern auch.
Oft denke ich lange darüber nach. Versuche das größere gegen das kleine Übel abzuwägen - solange ich eine Wahl habe.
Will ich allein zu Hause bleiben und dann doof in der Ecke rumhängen? Was ist, wenn etwas dabei ist, das Spaß machen könnte? Was ist schlimmer?
Kann ich solche veranstaltungen (Familienfeiern oder Sommerfest des betriebs meines Mannes zB) nicht meiden, versuche ichhalt das beste draus zu machen und mir Rückzugsmöglichkeiten zu suchen oder interessante Menschen oder das ganze eben so kurz zu halten wie möglich.
Manchmal muss man das auch einfach nur aushalten und hinterher ordentlich die Akkus wieder aufladen.
und btw. Es gibt Lidl in der "Pampa" ? ;-)


@hotin:
Zitat:
Du beeindruckst mich, mich, mit welcher Offenheit Du vieles ausspricht.
daraus spricht auch sehr viel Kraft und Entschlossenheit.


und

Zitat:
Schwierig finde ich auch bei Dir folgendes.
So wie ich Dich hier lese und erlebe, würde ich nie darauf kommen, dass Du mit solch starken persönlichen Sorgen
und Gedanken und Erinnerungen kämpfst.
Du schreibst sehr klar und selbstbewusst. Somit verstehe ich bisher noch nicht, wo Du da ansetzen kannst.


Danke dir.
Also hmmm....ich "oute" mich jetzt und hier:
Ich hole aus:
Diese Diskrepanzen verwirren viele Menschen die mit mir zu tun haben. Und mich nervt, dass Menschen mich oft nicht verstehen. Und das führte dazu, dass ich sehr offen mit mir und meinem Problemen umgehe.
Ich bin eine Multiple Persönlichkeit, Dissoziative Identitätsstörung.
das bedeutet am Ende: Es kann gar nciht zusammenpassen.
Es gibt in mir sozusagen viele menschen und davon sind eigenige sehr kognitiv und klar und können ohne mit der Wimper zu zucken über all das reden - reden wohlgemerkt aber das, was dazugehört nicht fühlen.
Und es gibt welche, die eben nur fühlen und in ihrem Elend sitzen und keine kognitive Ebene finden können um daraus zu finden. Und die anderen keinen Zugang dazu und so weiter und so fort. und alles in der Mitte.
So ergibt sich ein total uneinheitliches Bild. Und je nachdem, welche Persönlichkeit agiert eben auch unterschiedliche Fähigkeiten und Muster und Gefühle und Vorlieben und Abneigungen und so weiter und so fort.

Während die eine agiert kann eine andere bestenfalls zusehen. Während die eine agiert hat eine andere eine Gefühlsüberflutung durch innere oder Äußere Trigger und reißt alle anderen anwesenden in den Strudel mit hinein.
Oder man ist halt so völlig abgespalten das man nur agiert aber innerlich eigetnlich zu nichts ein Gefühl hat.

Ja, es ist schräg. Und es macht mir auch Angst das hier jetzt so offen zu schreiben. ich habe noch niemals das hier in einem der Öffentlichkeit zugänglichen Forum geschrieben.
Das hier ist nur ein fahler Abriss dessen, was in mir so los ist.


Und noch das hier:
Zitat:
Du weißt ja doch, wie es funktioniert. Dann mach es doch häufiger.
Also doch nicht zerstört.



ICH weiß wie es funktioniert. Aber das heißt nicht, dass es immer funktioniert. Und es bedeutet eigetnlich, dass ich es jeden verf**ten tag mache. jeden verf**ten Tag stehe ich auf und suche mir meinen Sinn und mache alles, was ich kann. und der Rest mus warten bis jemand von uns da ist, der es kann.
Jeder Tag ist eine Herausforderung. Ob es nun Essen kochen ist oder zu Essen, Wäsche zu waschen oder oder oder. Jede Handlung setzt etwas vorras, das man sich von Innen heraus erarbeiten muss.
Es ist ermüdent. Es kostet Kraft so ein leben.

Und was hilft es am Ende, wenn ich weiß wie es geht und am Handlungsfaden sitzt ein Kind, das sich kaum daran erinnert, wie es hierherkam ......
:-(

Danke2xDanke


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Andalusien
60
  07.05.2017 13:35  
:lol: Liebes Huhn,
Btw: Jup, es gibt Lidl in der Pampa. Sogar Aldi.
Nur leider keinen Rossmann oder DM. Schade.....



6562
NRW
4414
  07.05.2017 13:36  
Hallo Huhn,

Zitat:
ICH weiß wie es funktioniert. Aber das heißt nicht, dass es immer funktioniert.


Bei vielen funktioniert es nicht immer.
Zitat:
Es ist ermüdent. Es kostet Kraft so ein leben.


Dies verstehe ich und kenne es auch eigener Erfahrung. Je mehr Du Dich selbst kennenlernst und je weniger
Du über das "richtig" oder "falsch" bei dem was Du tust nachdenkst, umso besser wird es Dir gehen.
Zitat:
Und was hilft es am Ende, wenn ich weiß wie es geht und am Handlungsfaden sitzt ein Kind, das sich
kaum daran erinnert, wie es hierherkam ......


Ich glaube ich weiß, was Du meinst. Ist es hauptsächlich wichtig zu wissen, wie Du hier hin gekommen bist?
Ich finde, Du solltest häufiger etwas tun, was Du gut für Dich findest. Hauptsache
Du schadest anderen damit nicht zu sehr.
Was könnte Dich denn im Alltag zufriedenstellen? Wo willst Du hin im Leben?
Welche Ziele hast Du persönlich für Dich?


Viele Grüße

Bernhard



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1
2537
  07.05.2017 14:01  
@Hotin
ich meine du hast nicht verstanden um was es bei kopfloseshuhn geht:


Zitat:
Ich bin eine Multiple Persönlichkeit, Dissoziative Identitätsstörung.
das bedeutet am Ende: Es kann gar nciht zusammenpassen.


Ich habe mal einen Buch einer Betroffenen gelesen. Das ist verdammt schwierig, selbst für Therapeuten.
Umso erstaunlicher wie weit es Huhn bisher geschafft hat.
Und ja, sie hat recht: Jeden verdammten Tag von neuem.

Dann schreibst du :
Zitat:
Welche Ziele hast Du persönlich für Dich?
:stirn


Nimm es mir nicht übel, aber in letzter Zeit haben deine Beiträge so etwas päpstliches.
Salbungsvolle Worte, die fast auf jeden zutreffen können ohne dich wirklich in die besondere LAge des Betreffenden zu versetzen.
Und das Zergliedern der Beiträge , als würdest du in die Beweisführung gehen.
Es gibt eben Dinge die sind so und wenn so gar der Thera die Tränen kommen, dann finde ich solche Aussagen auch nicht
hilfreich:

Zitat:
Ich finde, Du solltest häufiger etwas tun, was Du gut für Dich findest. Hauptsache
Du schadest anderen damit nicht zu sehr.
Was könnte Dich denn im Alltag zufriedenstellen? Wo willst Du hin im Leben?


Das ist Angesichts der geschilderten Probleme einfach albern. Und aus eigener Erfahrung kennst du davon mit Sicherheit nichts,
sei froh darum.

Danke2xDanke


6562
NRW
4414
  07.05.2017 14:43  
@yellowBag
Zitat:
ich meine du hast nicht verstanden um was es bei kopfloseshuhn geht:


Das kann ich nicht bestreiten.
Nur sollte sie mir das sagen. Es ergibt wenig Sinn, wenn wir uns drüber unterhalten, was sie gemeint hat.
Zitat:
Nimm es mir nicht übel, aber in letzter Zeit haben deine Beiträge so etwas päpstliches.


Warum sollte ich Dir das übel nehmen?
Zitat:
Und das Zergliedern der Beiträge , als würdest du in die Beweisführung gehen.


Wenn ich etwas sage, dann sollte jemand wissen, wozu genau ich dies meine.

Bernhard





4543
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3684
  07.05.2017 16:10  
Hi und nochmal Danke sehr yellowbag.

Zitat:
ich meine du hast nicht verstanden um was es bei kopfloseshuhn geht:
Zitat:
Ich bin eine Multiple Persönlichkeit, Dissoziative Identitätsstörung.
das bedeutet am Ende: Es kann gar nciht zusammenpassen.

Ich habe mal einen Buch einer Betroffenen gelesen. Das ist verdammt schwierig, selbst für Therapeuten.
Umso erstaunlicher wie weit es Huhn bisher geschafft hat.
Und ja, sie hat recht: Jeden verdammten Tag von neuem.


Und Hotin
Zitat:
Das kann ich nicht bestreiten.
Nur sollte sie mir das sagen. Es ergibt wenig Sinn, wenn wir uns drüber unterhalten, was sie gemeint hat.


Sorry. Aber das hätte ich mich in der Form jetzt niemals getraut zu sagen!
Hotin das ist nicht bös gemeint. Du kennst diese Erkrankung nicht. (Ich finde das Wort "Anpassung" besser)

Lies auch mal ein Buch dazu, wenn du kannst. Aber ehrlich - es ist hart!
Das Buch "Vater unser in der Hölle" käme damit dem am nächsten, von was ich rede.

yellowBag. Darf ich fragen welches Buch du gelesen hast? Nur Neugierig. :-)


Hotin.
Du schreibst oft gute Beiträge die ich mag. Aber mir ist das auch bei anderen schon aufgefallen, dass du manchmal die ganz persönliche Seite übergehst.
Du hast sehr viel Erfahrung mit Ängsten und dem Umgang damit. Aber manchmal passt das halt einfach nicht. Es ist manchmal auch ein bisschen sehr theoretisch.

Ich kenne mich auch ganz gut aus mit Ängsten und habe in den letzten Jahren viele Erfahrungen gemacht.
Ja ich habe Ziele für mich wenns auch nicht so die übllichen sind, die Menschen sonst so haben.
Und schaden will ich gar NIEMANDEM.

Zitat:
Zitat:
Und was hilft es am Ende, wenn ich weiß wie es geht und am Handlungsfaden sitzt ein Kind, das sich
kaum daran erinnert, wie es hierherkam ......


Ich glaube ich weiß, was Du meinst. Ist es hauptsächlich wichtig zu wissen, wie Du hier hin gekommen bist?


Nope. Du hast es nicht verstanden, glaube ich.
Ich meine nicht hierher ins Forum oder so.

Es hilft nicht, wenn ICH (diejenige, die hier schreibt) weiß, wie etwas geht. Als Beispiel:
Es hilft nicht, wenn ich weiß, wie ich einen Kuchen backe, wenn ich unkontrolliert switche, ein Kind vor den Zutaten steht und weder weiß, wie man einen Kuchen backt sondern nicht mal weiß was das Zeug zu bedeuten hat, in welcher Wohnung es sich befindet und was zum Geier eigentlich los ist. Und warum der Körper im Spiegel so verdammt alt und komisch aussieht.
Und sich dann einfach aus Angst unter einen Tisch setzt und heult und die Welt nicht mehr versteht.
Und wenn zurückgeswitcht wird und ich das Kind nicht mehr erreichen kann, kann ich ihm nicht mal erzählen, was das alles sollte und wie das geht. keinen Zugang.

Das ist Dissoziation.

Danke1xDanke


2052
1
2537
  07.05.2017 17:16  
@kopfloseshuhn

das Buch war "Aufschrei" von Truddi Chase





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  07.05.2017 20:40  
@yellowBag Au ja das ist auch ein gutes Buch. Tolle Innenansichten sozusagen. Aber ich finds für Themeneinsteiger echt schwer zu verstehen.
Steht auf Platz zwei meiner Liebligsbücher zu dem Thema.
Und wer etwas humorvoller und leichter an das Thema ranwill, der nimmt Matt Ruff "Ich und die anderen".



2052
1
2537
  07.05.2017 21:03  
kopfloseshuhn hat geschrieben:
@yellowBag Au ja das ist auch ein gutes Buch. Tolle Innenansichten sozusagen. Aber ich finds für Themeneinsteiger echt schwer zu verstehen.
Steht auf Platz zwei meiner Liebligsbücher zu dem Thema.
Und wer etwas humorvoller und leichter an das Thema ranwill, der nimmt Matt Ruff "Ich und die anderen".


Ist schon was her als ich das gelesen habe.
Fand es aber sehr schwer, theoretisch kann ich es verstehen, aber wie das praktisch gehen kann nicht.





4543
41
3684
  07.05.2017 21:17  
Wenn du fragen hast spuck sie aus. Ist mir tsusendmal lieber als rumraten und Vorurteile :)l
Nicht das ich meine dass du welche hättest...

Danke1xDanke



6562
NRW
4414
  09.05.2017 07:01  
Hallo Huhn,
Zitat:
Ich habe auch Hochachtung vor Euch! Denn ich musste schon so oft erleben,
wie Menschen davor und damit vor mir weglaufen.


Deine Achtung vor anderen strahlst Du hier auch in Deinen Texten deutlich aus.
Ich finde dies außerordentlich sympathisch. Diese hohe Achtung gebe ich Dir gern zurück.
Leider hast Du bisher einen sehr, sehr schwierigen Lebensweg gehabt. Für mich ist es natürlich nicht immer
möglich, dies völlig nachzuvollziehen und zu verstehen. Das habe ich bereits geschrieben.
Wenn es für Dich ok ist, werde ich jedoch, wo möglich, versuchen zu verstehen, was Dich bewegt.
Zitat:
Und mich nervt, dass Menschen mich oft nicht verstehen.


Wie bitte, sollen sie das ohne umfangreiche Beschreibungen und Erklärungen durch Dich verstehen? Sind die
Zusammenhänge nicht auch echt kompliziert? Vielleicht kannst Du uns hier ein wenig erklären, was und wie Du
das eine oder das andere völlig anders empfindest. Dafür haben wir unsere Sprache.
Zitat:
Aber mir ist das auch bei anderen schon aufgefallen, dass Du manchmal die ganz persönliche Seite übergehst.


Das mag schon sein. Wenn Du das so siehst, dann ist es hilfreich für mich, dass Du mir das an der entsprechenden
Stelle sagst. Ich finde es z.B. sehr gut, dass Du das hier klar schreibst. Traue Dich, mich hart zu kritisieren und wenn
Du das fühlst auch auszudrücken, wo Du Dich von mir unverstanden fühlst.
Das scheinbare Übergehen der persönlichen Seite erfolgt von mir gelegentlich absichtlich. Dies hat folgenden Hintergrund.
Ein Mensch der unter Ängsten leidet sucht verständlicherweise immer jemanden, der einen so richtig versteht. Dies ergibt
dann ein beruhigendes und gutes Gefühl. Nur an den Ängsten ändert Verständnis leider erst mal überhaupt nichts. Falsch
platziertes Verständnis kann Ängste meiner Meinung nach sogar sehr schnell verfestigen. Viele Beispiele gibt es dafür im
täglichen Leben und auch hier im Forum.
Um Ängste schwächer zu machen braucht es aber grundlegende Veränderungen.
Aus vielen praktischen Erfahrungen versuche ich daher andere Wege zu gehen.
Dies führt dann häufig zu den, von Dir beschriebenen sachlichen, unterkühlten und manchmal belehrenden Äußerungen
von mir, durch die Du Dich dann vielleicht völlig unverstanden fühlst.
Oder yellowBag schreibt, dass meine Beiträge etwas "päpstliches" haben.
Deses Risiko gehe ich ein. Nach meiner Überzeugung und nach meinen bisherigen Erfahrungen, ist immer eine
bestimmte Vorgehensweise erforderlich, wenn man Ängste abschwächen will.

Daher freue ich mich, wenn sich jemand wehrt und mit mir in eine Diskussion eintritt, weil er oder sie etwas völlig
anders sieht. Erst durch die Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Ansichten kann es eine Verbesserung
in der persönlichen Lebensqualität geben.

Wenn Dir meine Ansichten und meine Denkweise nicht gefallen, dann sage dies bitte klar. Ich kann damit umgehen
und werde Dich dann mit meinen Sichtweisen nicht weiter verunsichern und belasten.


Viele Grüße

Bernhard

Danke1xDanke




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  09.05.2017 09:34  
Hi Hotin.

Danke für deine Antwort.
zuallererst einmal du verunsicherst oder belastest mich nicht mit deinen Antworten. Ich freue mich über deine Antworten.
Nur "musst" du dann halt damit leben, wenn ich dir manchmal widerspreche und dafür "kämpfe", dass ich richitg verstanden werde.

Zitat:
Wie bitte, sollen sie das ohne umfangreiche Beschreibungen und Erklärungen durch Dich verstehen? Sind die
Zusammenhänge nicht auch echt kompliziert? Vielleicht kannst Du uns hier ein wenig erklären, was und wie Du
das eine oder das andere völlig anders empfindest. Dafür haben wir unsere Sprache.


Jein. ich gebe dir ein Beispiel. Es nerven Mich zum Beispiel: Früher, Freunde. Die wussten um meine Situation, weil ich immer offen damit umgehe sobald ich denke, da entwicklet sich eine Freundschaft oder eine bestehende soll Bescheid wissen. Da wissen die dann im Griben, worum es geht. Ich bin offen für Fragen, versuche nicht zu sehr zu verunsichern und Ängste dies betreffend zu nehmen.
Aber beim kleinesten Anlass werde ich dann dumm angemault, warum ich mich denn nciht an dies und das erinnern kann oder wenn ich mal wieder das Thema Therapie anreiße heißt es " hast du nicht schon genug Therapie gemacht, lass die vergangenheit ruhen , dann gehts dir besser" oder " du hast doch jetzt ene glückliche Partnerschaft. das müsste doch reichen. Dir muss es doch jetzt gut gehen".

Solche Dinge nerven.

Puh ich soll jetzt was erklären. Wovon ich nicht mal weiß, was. Was, welches Beispiel ziehe ich raus um überhaupt meine veränderte Welt zu zeigen?

Durch Black outs die sich ergeben können, wenn andere Persönlichkeiten agieren, erinnert man sich nicht immer an alles, was man getan hat, was man erlebt hat.
Gerade was früher angeht also als harmloses bespiel aus einer Zeit, Ausbildung, Freunde...trallala.....Man hätte mir erzählen können " hach war der Ausflug zum Mond nicht einfach toll?" Und ich würde schweigen, nicken und zustimmen. Weil ich mich nicht erinnern kann. Tja. KLeinkram.
Wenn man Black outs hat und gerade noch auf dem Sofa saß und quasi im nächsten Augenblick sich in der nächstsgelegenen Stadt wiederfindet, mitten in der Einkaufsmeile mit Tüten in der Hand.
Und da stellt sich die Frage, wie bin ich hergekommen? Wo ist mein Auto? Bin "ich" überhaupt mit dem Auto gefahren oder dem Zug? Und was zum Geier befindet sich eigentlich in diesen Tüten?

Hinterher kann man darüber lachen. Situationskomik. In dem Moment ist das ziemlich beängstigend.

Wenn man damit lebt, dass im Kopf eigetnlich immer "Krach" ist. Es dort zugeht wie in einer Bahnhofsvorhalle.
Bla bla bla quatsch laber, streit, dumme Kommentare nach Außen passend zur Situation, Unterhaltungen die geführt werden, die nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben, Kinder die heulen, Beschützer die entweder fluchen oder den Kindern Geschichten erzählen um sie zu beruhigen, destruktive personen die einfach am liebsten alles zerstören möchten.....und so weiter und so fort.
Man hat hier "vorne" wenn man hier draußen agiert nicht immer alles unter Kontrolle aber eben auch nicht auf alles Einfluss.
Es ist beunruhigend wenn man sich selbst quasi nur über die Schulter schaut und dabei zusieht wie etwas passiert, gesagt wird oder gemacht wird und man kann aber nicht steuern. Wie Beifahrer zu sein im eigenen Körper.
Man gewöhnt sich dran, man lernt die anderen kennen, man lernt den anderen zu vertrauen und dennoch ist es eine Art Kontrollverlust. Aber für jeden einzelnen. Denn für jemand anderes, der MIR jetzt vielleicht über die Schulter schaut ist es ja ebenfalls beunruhigend. Da sitzt nun jemand hinter mir und meckert ich sei viel zu offen, ich brächte uns in Gefahr und so weiter....

Es gibt genauso gut Täterloyale die entweder immer wieder (unkontrollierbar oder eben fürs Alltagssystem amnestisch) Kontakt zu den Tätern suchen. Entweder weil es ihnen so beigebracht wurde oder weil sie selbst der tiefsten Überzeugung sind, dass nichts schlimmes geschehen ist.
Und damit das Gesamtsystem wieder in Gefahr bringen.

Ich könnte stundenlang Beispiele bringen und weiß doch nicht, ob es das war, was du wissen wolltest.
Frag ruhig, Bernhard. Und auch die andere Mitleser.

Zitat:
Das scheinbare Übergehen der persönlichen Seite erfolgt von mir gelegentlich absichtlich. Dies hat folgenden Hintergrund.
Ein Mensch der unter Ängsten leidet sucht verständlicherweise immer jemanden, der einen so richtig versteht.


Hm ja ich verstehe deine Ausführung. Kann aber nur zum Teil zustimmen.
Ich glaube, was in unserer Gesellschaft am meisten fehlt ist Verständnis für Menschen, die nicht so sind, wie die Mehrheit oder sagen wir mal, wie man "zu sein hätte".
Ich glaube per se ist Verständnis nie etwas schlechtes. Natürlich muss man gucken, dass ein zu viel an Verständnis nicht dazu führt, dass jemand, dem man helfen will in der Situation bleibt aus "sekundärem Krankheitsgewinn" aber so sehr können wir uns alle hier gar nicht betüddeln, dass das eintreten könnte, glaube ich.
Dem dem entgegen steht meist ein Umfeld, das stark kritisiert, einen abwertet und das eigene Selbst das einen abwertet.
Ich glaube daran, dass Verständnis immer etwas gutes ist.

Ich selbst empfinde am meisten für die Menschen, mit denen ich eine Sprache spreche. Die mich verstehen und die ich verstehe.
Und damit kann ich mich auch selbst besser verstehen und das führt auch zu mehr Selbstakzeptanz und zu weniger Selbsthass.

Ein Beispiel.
Du kannst mir nicht sagen, dass ich meine (nicht wirklich vorhandene) Agoraphobie überwinden muss und lernen muss (so, so und so) alleine vor die Tür zu gehen.
Wenn du dabei nicht beachtetst, dass ich mich evtl in reale Gefahr bringen würde weil da draußen Täter auf mich lauern und mir als "Aussteiger" eine Lektion erteilen möchten.

Das wäre so ein Beispiel wo man die persönliche Seite beachten sollte. Und ich denke, das gilt im kleinen mit den ganz eigenen Geschichten und Hintergründen genauso. Man kann den wenigsten ein Schema aufdrücken mit dem es auf jeden Fall funktioniert.

So nun denn gehe ich mal Frühstücken.
Liebe Grüße und danke für das Angebot :
Zitat:
Traue Dich, mich hart zu kritisieren

*kicher
Heute nicht ;-)

P.S und so tippe ich immer wieder daneben weil die Finger mir nicht so richitg gehorchen, kleine Ausweichbewegungen oder der Kopf ist schneller als die Finger oder die Finger schneller als "mein" Kopf. Naja ich weiß ich könnte richtig schreiben...im Pronzip.
Ich gucke auch nicht auf den Monitor dabei weil ich sonst den Faden verliere. Und hinterher...ach es ist mir zu mühsam. Sorry das soll nicht heißen, dass ihr es mir hier nicht wert wäret, mir die zeit zu nehmen vernünftig zu tippen und Fehler zu korrigieren. Aber dann würde ich niemals fertig mit einem Post. Weil dann darin, im Korrigierengewechselt wird und dann der Post verändert wird und und und. SO nähme das kein Ende. Und dann sitze ich noch heute abend hier. :-)

Danke2xDanke


6562
NRW
4414
  10.05.2017 08:08  
Hallo Huhn,

vielen Dank für Deine umfassende Antwort.

Zitat:
Nur "musst" du dann halt damit leben, wenn ich dir manchmal widerspreche und dafür "kämpfe", dass ich
richtig verstanden werde.


Das mache ich, versprochen, auch wenn es mir schon mal schwer fällt.
Du musst mit meinen Antworten ja genauso leben.
Zitat:
Es nerven Mich zum Beispiel: Früher, Freunde. Die wussten um meine Situation, weil ich immer offen damit umgehe sobald ich denke, da entwicklet sich eine Freundschaft oder eine bestehende soll Bescheid wissen. Da wissen die dann im Groben, worum es geht. Ich bin offen für Fragen, versuche nicht zu sehr zu verunsichern und Ängste dies betreffend zu nehmen.
Aber beim kleinesten Anlass werde ich dann dumm angemault, warum ich mich denn nicht an dies und das erinnern kann oder wenn ich mal wieder das Thema Therapie anreiße heißt es " hast du nicht schon genug Therapie gemacht, lass die vergangenheit ruhen , dann gehts dir besser" oder " du hast doch jetzt eine glückliche Partnerschaft. das müsste doch reichen. Dir muss es doch jetzt gut gehen".


Solche Antworten kenne ich zur Genüge. Völlig andere Antworten wirst Du kaum erhalten. Dies hat meiner Meinung
nach damit zu tun, das andere oft nicht in der Lage sind, überhaupt zu verstehen, wie es Dir ungefähr geht. Anstatt
nun ehrlich zu sagen. "Mit solchen Frage bin ich etwas überfordert", lügen sie Dir vor, Dir müsste es schon besser
gehen und Du bist selbst schuld. Dies wird zwar für Dich enttäuschend sein, nur richtige Freunde werden solche
Leute bestimmt nie.
Nicht immer können sich Menschen an alles erinnern. Übrigens erzählen viele Sachen aus ihrer Erinnerung und schmücken
dies mit falschen Fakten aus. Eine Psychologin hat dies mal herausgefunden. Eine gefährliche Angelegenheit bei
Zeugenaussagen vor Gericht.
Zitat:
Durch Black outs die sich ergeben können, wenn andere Persönlichkeiten agieren, erinnert man sich nicht immer
an alles, was man getan hat, was man erlebt hat.


Darauf komme ich eventuell ein anderes mal zurück.
Zitat:
Wenn man Black outs hat und gerade noch auf dem Sofa saß und quasi im nächsten Augenblick sich in der
nächstsgelegenen Stadt wiederfindet, mitten in der Einkaufsmeile mit Tüten in der Hand.
Und da stellt sich die Frage, wie bin ich hergekommen? Wo ist mein Auto? Bin "ich" überhaupt mit dem Auto gefahren
oder dem Zug? Und was zum Geier befindet sich eigentlich in diesen Tüten?

Hinterher kann man darüber lachen. Situationskomik. In dem Moment ist das ziemlich beängstigend.


Ich glaube ich kann mir das etwa vorstellen, dass so etwas sehr, sehr beängstigend ist.
Zitat:
Wenn man damit lebt, dass im Kopf eigentlich immer "Krach" ist. Es dort zugeht wie in einer Bahnhofsvorhalle.


Dann hoffe ich für Dich, dass Du im Laufe der nächsten Jahre den Krach ein wenig
leiser machen kannst. Dies würde Dir zunächst bestimmt schon etwas helfen.
Zitat:
Es ist beunruhigend wenn man sich selbst quasi nur über die Schulter schaut und dabei zusieht wie etwas passiert,
gesagt wird oder gemacht wird und man kann aber nicht steuern. Wie Beifahrer zu sein im eigenen Körper.


Hast Du ständig diese Empfindungen? Und wie sind Deine Empfindungen, wenn Du Deine Texte hier schreibst?
Bisher habe ich hier noch nichts von einer weiteren Person gelesen, als von Dir.
Wie unterscheidet sich also das von Dir geschriebene zu Deinen sonstigen Gedanken?
Zitat:
Denn für jemand anderes, der MIR jetzt vielleicht über die Schulter schaut ist es ja ebenfalls beunruhigend. Da sitzt
nun jemand hinter mir und meckert ich sei viel zu offen, ich brächte uns in Gefahr und so weiter....


Auch auf die Gefahr, dass ich wieder nicht verstanden werde.
Wenn ich etwas sehr persönliches erzähle, kann es oft sein, das da ein Gedanke bei mir kommt, der mir auch sagt,
"Sei nicht so offen. Das könnte für Dich nachteilig sein." Nur empfinde ich dies nicht so als käme es von einer
anderen Person. Diese warnende Stimme und auch andere Stimmen (Gedanken) höre ich oft in mir.
Ich empfinde dies als selbstverständlich und völlig normal.

Zitat:
Ich glaube, was in unserer Gesellschaft am meisten fehlt ist Verständnis für Menschen, die nicht so sind, wie die
Mehrheit oder sagen wir mal, wie man "zu sein hätte".


Einverstanden, sehe ich auch so

Zitat:
Ich glaube per se ist Verständnis nie etwas schlechtes. Natürlich muss man gucken, dass ein zu viel an Verständnis nicht dazu führt, dass jemand, dem man helfen will in der Situation bleibt aus "sekundärem Krankheitsgewinn" aber so sehr können wir uns alle hier gar nicht betüddeln, dass das eintreten könnte, glaube ich.
Dem dem entgegen steht meist ein Umfeld, das stark kritisiert, einen abwertet und das eigene Selbst das einen abwertet.
Ich glaube daran, dass Verständnis immer etwas gutes ist.


Ich habe im Leben häufig die Erfahrung gemacht, dass zu viel Verständnis nicht immer gut ist. Und wie bereits gesagt.
Wer Ängste schwächer machen will, darf in einigen Bereichen nicht zu viel Verständnis erwarten. Sonst kann er sich
nicht schnell genug gedanklich auf eigene Füße stellen und selbständig werden. Menschen, die immer nach Verständnis
suchen, können z.B. nicht gut alleine sein.

Zitat:
Ich selbst empfinde am meisten für die Menschen, mit denen ich eine Sprache spreche. Die mich verstehen und die ich verstehe.


Mir geht es nicht anders.
Zitat:
Und damit kann ich mich auch selbst besser verstehen und das führt auch zu mehr Selbstakzeptanz und
zu weniger Selbsthass.


Hier unterscheide ich mich deutlich. Ich weiß ziemlich genau, was ich will.
Natürlich suche ich auch diese Menschen, mit denen ich eine Sprache spreche. Aber ich akzeptiere mich
auch, wenn andere völlig andere Sichtweisen haben.
Zitat:
Ein Beispiel.
Du kannst mir nicht sagen, dass ich meine (nicht wirklich vorhandene) Agoraphobie überwinden muss und lernen muss (so, so und so) alleine vor die Tür zu gehen.
Wenn du dabei nicht beachtetst, dass ich mich evtl in reale Gefahr bringen würde weil da draußen Täter auf mich lauern und mir als "Aussteiger" eine Lektion erteilen möchten.

Das wäre so ein Beispiel wo man die persönliche Seite beachten sollte. Und ich denke, das gilt im kleinen mit den ganz eigenen Geschichten und Hintergründen genauso. Man kann den wenigsten ein Schema aufdrücken mit dem es auf jeden Fall funktioniert.


Mit dem beschrieben Beispiel hast Du natürlich Recht. Allerdings versuche ich weder jemandem ein Schema aufzudrücken,
noch sage ich, das etwas auf jeden Fall funktioniert.
Der Nachteil am zweiten Teil Deiner Beschreibung ist folgender. So lange Du Dir die Hintertür offen lässt, dass es
Gründe gibt, warum Du berechtigterweise Angst haben musst, kommst Du von Deinen Ängsten nie weg.
Dann hast Du immer einen Joker. Und damit bin ich in Diskussionen fast immer der Verlierer.
Dies ist aber nicht mein, sondern dann Dein Schaden.
Zitat:

P.S und so tippe ich immer wieder daneben weil die Finger mir nicht so richitg gehorchen, kleine Ausweichbewegungen
oder der Kopf ist schneller als die Finger oder die Finger schneller als "mein" Kopf.


Daran ist nichts Schlimmes. Bei Texten, die meine gesamte Konzentration erfordern, stehen schon mal Buchstaben
und Worte da, die ich gar nicht schreiben wollte.
Damit will ich sagen. Wir sind alle nicht perfekt. Nicht alles, was schon mal
unglücklich läuft, solltest Du deshalb immer sofort auf Deine Krankheit beziehen.

Viele Grüße

Bernhard





4543
41
3684
  10.05.2017 09:42  
Hey pass mal auf Kumpel.
Ich hasse es ich hasse es wie die pest. Du hast gesagt wir dürfen dich hart kritisieren und das tu ich jetzte einfach mal, ne?
Ich hasse es wie die pest wenn man immer versucht uns in ein normales Schema zu pressen. Is normal hier is normal dort. Hab ich auch. Blah bla blah.
Du hast absolut KEINEN blassen Schimmer. Ehrlich lies eines der empfohlenen Bücher und blubber nicht bloß rum was normal ist und was du auch hast und was wir uns bloooooß nich als Hintertür offen lassen dürfen.
Du has AB SO LUT keine Ahnung was hier abgeht und du hast keine Ahnung wie das alles ist. Da kann ich mir oder andere sich doch die Finger blutig tippen und du wirst immernoch behaupten das ist doch normal...so und so gehts dir besser.
Verfi*ckt noch eins.
Du sagst doch selbst du kennst dich damit nich aus uns dann versuch doch nich einfach uns hier in son Schema F zu pressen. Nur weils dir so passt weißte?
Klaro ey jeder hat verscheidenen Anteile und die gehören aber zusammen. Die empfindest du als DU. Als DICH SELBST.

Ehlich lies n Buch oder lass es aber hör auf damit. Bitte. Normal hier normal da. Ichmussbrechen.
Du hast keinen verfi*ckten Schimmer

Und ICH HAB N JOKER? Boah ey. GEHTS NOCH?

So. Und so hörts sichs an wenn jemand anders schreibt als Misses heititei.
:iih :schreck :twisted:

Danke2xDanke


141
5
Andalusien
60
  10.05.2017 11:49  
Hallo liebes Huhn,
Wie geht es dir heute? Warst du schon im MRT?
Ich wollte mal was fragen, wenn es okay ist für dich. Hast du einen Überblick darüber, wieviele Persönlichkeiten in dir agieren? Und wie geht dein Ehemann damit um? Dauern die Blackouts lange, oder findest du schnell wieder zurück?
Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen wie schwierig es sein muss für dich damit zu leben.
:kuss:

Danke1xDanke
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